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  • 24: The Game im Gamezone-Test

    Wir haben Jack Bauer und seinem Team auf den Zahn gefühlt und die ambitionierte Spielumsetzung ausführlich angespielt.

    Wir erinnern uns: Vor ein paar Wochen wollte uns die Preview-Fassung von "24 - The Game" auf Playstation 2 noch mit einem actionreichen Genremix den Mund wässerig machen. Diese Fassung enthielt nur den Anfang des Spiels und sollte noch feingeschliffen werden. Die angedeutete Spielstruktur war jedoch interessant und abwechslungsreich, so dass wir uns zu einem "Sehr gut" beim Ersteindruck durchringen konnten. So kann man sich irren. Unerwartet schnell flatterte uns jetzt die Vollversion ins Haus und die Neugier war groß, ob das Werk von Sonys Cambridge Studios auch wirklich so abwechslungsreich ist, wie uns die Preview-Fassung glauben machen wollte. Doch leider war alle Hoffnung umsonst: Was Cambridge hier abgeliefert hat, ist eher eine Katastrophe.

    24: The Game 24: The Game Es scheint der Fluch der Film- und TV-Umsetzungen zu sein, der auch diesem potentiell hochgradigen Videospielstoff den Sprung auf die Playstation 2 vermiest, obwohl die recht erfolgreiche TV-Serie um Jack Bauer und das CTU-Team durch die komplexe und bleihaltige Handlung geradezu prädestiniert ist für eine Videospielumsetzung. Der 15. März 2006 ist also nicht nur ein schwarzer Tag für Fans der TV-Serie, auch Entwickler Cambridge steht nun ganz schön unter Druck, da Sony schon seit einigen Wochen mit großem Brimborium für den mit teurer Lizenz eingekauften Titel wirbt. Dabei waren die Ansätze wirklich gut und der Möglichkeiten viele. Scheinbar hat man sich bei Cambridge einfach zu viel vorgenommen. Trotz vertracktem Handlungsstrang mit Shooter-Passagen, Auto-Verfolgungsjagden in einer frei befahrbaren Stadt, vielen kleinen Rätsel-Einlagen und actionreichen Sub-Levels kann man "24-The Game" nicht einmal die eingefleischten Fans der Serie wirklich empfehlen.

    Wer hat an der Uhr gedreht?

    24: The Game 24: The Game Die beste Beschreibung für "24 - The Game" ist "unfertig". Egal ob man auf die Grafik schaut, oder auf den Spielinhalt, man wird den Eindruck einfach nicht los, dass die Entwickler mehr wollten, als sie in der vorgegebenen Zeit realisieren konnten. Das fängt schon bei der Zeitabdeckung der Story an, denn statt der in den Pressematerialen vollmundig angekündigten 24-Stunden-Handlung, die den Reiz der TV-Serie eigentlich erst ausmacht, werden selbst bei maximal ausgereizter Spielzeit nur etwa 15 Stunden erreicht, da zwischen den Missionen gerne mal 20 - 30 Minuten übersprungen werden. Auch die Spielmechanik und die verwendete Engine deuten darauf hin, dass viel mehr verwirklicht werden sollte, als letztendlich möglich war. Doch leider kann auch das, was nun übrig geblieben ist, nicht überzeugen. Es fehlt an Feinschliff, fehlt an spielerischer Freiheit und was am meisten fehlt, ist eine ordentliche künstliche Intelligenz für die Gegnerschar. Man fragt sich, ob die Leute der Cambridge Studios wirklich Beta-Tester beschäftigen oder ob bei "24-The Game" einfach keine Zeit mehr für das Ausmerzen grober Fehler bestand. Unsere Testversion war sogar so schlecht zusammengesetzt, das ein Bug in der elften Stunde des Spiels ein Weiterkommen verhinderte. Hier hörte das Spiel praktisch für uns auf. Ob sich dieser Bug auch in der Verkaufsversion wieder findet, ist unklar, da uns Sony dazu bislang keine Auskunft geben konnte. Da wir aber nur bewerten können, was uns Sony zum Test vorlegt, hat dieser grobe Fehler eine starke negative Auswirkung auf die Gesamtwertung.

    CTU und raus bist Du

    24: The Game 24: The Game Die reichhaltige Story rund um die TV-Serie "24" sparen wir uns an dieser Stelle, da wir ja schon darauf hingewiesen haben, dass selbst 24-Fans von dieser Umsetzung Abstand nehmen sollten. Kommen wir also gleich zum eigentlichen Spiel: In einer vertrackten und spannenden Story schlüpft man als Spieler in die Haut von Jack Bauer, der als Agent der CTU (Counter Terrorist Unit) gegen skrupellose Terroristen vorgehen muss. Wie in der TV-Serie hat Jack nur 24 Stunden Zeit, um die nationale Gefahr abzuwenden, daher läuft die Zeit ständig gegen ihn, was die ganze Situation sehr beklemmend macht. Da versucht wurde, der Story nahtlos zu folgen, darf man hin und wieder auch den Charakter Chase oder Jacks Tochter Kim steuern, in Sachen Spielinhalt und Steuerung gibt es jedoch kaum Unterschiede zwischen den Charakteren. Man startet bei Spielbeginn nach wie vor als Jack Bauer in einem 3rd-Person-Shooter Level, mit dem Auftrag, ein Schiff am Hafen zu stürmen. Spielerisch bewegt sich "24 - The Game" dabei auf altbekannten Action-Pfaden: Deckung suchen, schießen, möglichst nicht getroffen werden. Wer eine gute Wertung für den Spielabschnitt kassieren will, versucht dabei möglichst die Levelvorgaben zu erfüllen und eine bestimmte Anzahl von Terroristen zu verhaften, statt sie zu töten. Eine Autoaim-Funktion nimmt dem Spieler dabei einiges an Arbeit ab und erlaubt durch ein Fadenkreuz, welches auf den angezielten Feind projiziert wird, das Anvisieren einzelner Gliedmaßen. Leider macht es jedoch keinen Unterschied, ob man dem Gegner nun ins Bein schießt oder in die Brust, nach wenigen Treffern fällt er einfach tot um. Ob ihr einen Gegner somit entwaffnen und verhaften könnt, ist also mehr oder weniger Glückssache, daher neigt man dazu fürs erste Durchkommen alle Gegner einfach umzulegen. Leider stellt sich das automatische Zielsystem aber auch bei einem Blitzdurchlauf als unbrauchbar heraus, wenn man sich schnell umdrehen muss, weil ein Gegner rücklings steht. Zum einen dauert es ewig, bis man sich umgedreht hat, zum anderen greift das Fadenkreuz nicht wenn der Gegner zu nah steht, so dass man Treffer kassiert, ohne etwas dagegen tun zu können. Großzügig verteilte Heilungspunkte, Medipaks und Speicherstellen sorgen aber dafür, dass man trotzdem ohne große Anstrengungen durchkommt. Kein besonders toller Trost.

    Destruction Derby

    24: The Game 24: The Game Leider steht es um die Auto-Passagen in der Stadt nicht viel besser. Die leicht an GTA erinnernde, theoretisch frei erkundbare Stadt wurde so gut wie gar nicht ins Spiel integriert. Wenn überhaupt, darf man mit einem Auto quer durch die Stadt heizen, um einen vorgegebenen Zielort zu erreichen. In späteren Levels wird man meist währenddessen von zwei oder mehr Verfolgern gejagt, die man nach Erreichen der Destination durch mühselige Fahrmanöver abhängen muss. Allerdings gehen die Verfolger ziemlich rabiat vor. Sie lassen einem kaum eine Sekunde zum durchatmen und sind durch ihre Crash-Strategie der Grund für viele Frustanfälle. Nicht dass Stadtpassagen an sich schlecht gestaltet wären, nein, die gegnerischen Verfolger sind bloß so dumm, dass sie ständig Massenkarambolagen verursachen und dabei eine Zerstörung des eigenen Fahrzeugs in Kauf nehmen, um eures zu stoppen. Es geht zu wie in einem Crash-Car-Rennen, nur eben mitten auf der Autobahn oder auf der Hauptstraße, während die vorbeifahrenden Polizisten scheinbar zu sehr mit ihren Donuts beschäftigt sind, um von dem Chaos Notiz zu nehmen. Da aber auch hier regelmäßig automatisch gespeichert wird, kommt man relativ schnell voran, wenn man es nur ein paar Mal hartnäckig versucht. Die Möglichkeit, das Straßennetz zu Fuß erkunden bzw. GTA-like in diverse Autos einsteigen zu können, bringt einem in "24-The Game" leider rein gar nichts, da nie ausreichend Zeit für Erkundungsfahrten oder Spaziergänge bleibt. Warum der Spieler nicht einfach mit einem Zeitlimit und ein paar Hinweisen in der Stadt ausgesetzt wird, um im frei begehbaren Areal Anhaltspunkte zu sammeln, ist uns ein Rätsel, denn die Rahmenbedingungen dafür wären bei der erschaffenen Umwelt gegeben.

  • 24: The Game
    24: The Game
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    15.03.2006

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24: The Game
24: The Game im Gamezone-Test
Wir haben Jack Bauer und seinem Team auf den Zahn gefühlt und die ambitionierte Spielumsetzung ausführlich angespielt.
http://www.gamezone.de/24-The-Game-Spiel-17228/Tests/24-The-Game-im-Gamezone-Test-990684/
15.03.2006
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