Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • 300: March to Glory im Gamezone-Test

    Barbarisch und ohne Gnade rücken diese Spartaner vor, nur leider ohne groß Sympathien zu wecken!

    Seit dem 9. März kämpfen Leonidas und seine dreihundert Mann umfassende spartanische Kleinarmee gegen die Persier, zumindest in den amerikanischen Kinos. Bei uns läuft "300" am kommenden Donnerstag offiziell an und wird auch in unseren Lichtspielhäusern über die barbarischen Heldentaten berichten. Der Stoff dieses Filmes, der wie "Sin City" auf eine Comic-Vorlage von Frank Miller basiert, bietet genügend Material für ein ausgewachsenes Videospielabenteuer. Etwas verwunderlich aber, dass ein exklusives Spiel zum Kinoereignis einzig allein für die Playstation Portable veröffentlich wird. Wir traten für euch aber dennoch in die Fußstapfen des spartanischen Königs und fanden heraus, wie sich seine Truppe auf Sonys Handheld schlägt.

    300: March to Glory 300: March to Glory Es ist fast wie bei David und Goliath - 300 kampfeslustige und mutige Männer stellen sich einer riesigen und zahlenmäßig völlig überlegenen Armee. Sie kämpfen um ihr Vaterland, sie kämpfen um die Ehre, aber vor allem kämpfen sie, um die Freiheit zu erlangen! Die erste Schlacht bei den Thermopyle auf dem Boden des antiken Griechenlandes zeugt von Heldenmut, aber auch zugleich vom puren Wahnsinn. Der Mythos wird in historischen Aufzeichnungen etwas widersprüchlich wiedergegeben, dennoch - oder vielleicht auch gerade deshalb - widmete sich der erfolgreiche Comicautor Frank Miller der fantastischen Geschichte der Spartaner im Krieg gegen die Perser. Seine brillante Art der Erzählform, die kunstvollen Zeichnungen und nicht zuletzt ein durchdachter Handlungsstrang führte dazu, dass auch "300" nach "Sin City" auf die Kinoleinwände kommt.

    300: March to Glory 300: March to Glory Der Film basiert somit auf den im Jahre 1998 erschienen Comics und erzählt die Geschichte von Leonidas, der als König der Spartaner in einen aussichtslosen Krieg gegen die Perser zieht. Nur mit viel List und einer sauber durchdachten Strategie feiert seine kleine Truppe einen Erfolg nach dem anderen und verunsichert die persischen Heerführer. Nichts desto weniger wird auch sein Siegeszug ein jähes Ende finden. Diejenigen, die sich mit dem Mythos und der griechischen Geschichte beschäftigt haben, werden den Ausgang des Filmes und somit auch des Spieles vorausschauen können. Das Spiel erzählt die Geschichte in einer ganz eigenen Art und Weise. Zwischen den neun Kapitel werden lange und ausführliche Videosequenzen eingeblendet. Der Begriff ist aber leicht falsch gewählt, denn es handelt sich vielmehr um stilvolle und ansprechende Comiczeichnungen, denen zusätzlich Leben in Form sich bewegender Objekt, flackerndem Feuer und herumfliegenden Raaben eingehaucht wurde.

    Des Helden Mutes

    300: March to Glory 300: March to Glory Mit dem ersten Kapitel euers Daseins als Leonidas, dem König und Anführer der 300 Mann starken Armee, geht es sogleich ans Eingemachte. Ihr startet inmitten der Schlacht und müsst euch gegen aberhunderte von Perser zur Wehr setzen. Sowohl das Schwert bzw. der Speer als auch des Schild zeigen deutliche Auswirkungen in den feindlichen Linien und mit einigen schnellen Handgriffen der drei Angriffstasten wird das Blut der Feinde rücksichtslos vergossen. "300 - March to Glory" ist nichts für schwache Nerven und Mägen und richtet sich eindeutig an ein erwachsenes Publikum, was auch diverse Aktionen, Kameraeinstellungen und Zeitlupeneffekte untermauern. Es stellt sich zurecht die Frage, ob man mit der roten Pracht das doch etwas eintönige und schwache Gameplay vertuschen wollte!

    300: March to Glory 300: March to Glory Grundsätzlich vermöbelt ihr die unterschiedlichen Gegner mit einfachen Schlägen oder kraftvolleren Hieben, die auch etwas mehr Zeit beanspruchen. Nach und nach erlernt der Held einige Combos, deren Tastenkombination verheerende Angriffe starten. Mit einem triumphalen letzten Schlag ist der Gegner benommen und sieht Sterne, liegt am Boden und muss sich aufrappeln oder hat sogleich seinen letzten Atemzug getan. Mit jedem erfolgreichen Treffer füllt sich auch die gelbe Mutanzeige, dessen Energie in tödliche Moves oder als eine Art Zauber verwendet werden kann. Leonidas wird zur Furie und erschlägt jeden Mann mit nur wenigen Treffern, kann sich selber heilen oder verpasst der Spielgeschwindigkeit einen Zeitlupeneffekt. Dieser wird übrigens zur Untermauerung des barbarischen Kampfes auch vom Kameramann bei besonders abartigen Aktionen ausgelöst und unterstreicht abermals den vorherrschenden Blick auf die rote Farbe.

    Schlachten bis zum Umfallen

    300: March to Glory 300: March to Glory Ganze neun Kapitel seines kriegerischen Treibens müsst ihr im Verlaufe des Abenteuers überstehen und im Grunde habt ihr nichts besser zu tun, als Herscharren von Gegnern ins Jenseits zu schicken. Wie es einst Leonidas selber zu sagen pflegte: "Zum Abend werden wir in der Hölle speisen". Zugegeben, die Schlacht bei den Thermopyle haben die Entwickler durchaus opulent in Szenen gesetzt. Teilweise sieht man im Hintergrund die unbezwingbare Armee, das Meer rauscht die Klippen hinauf und sollte sich der Himmel verdunkeln und ein Horn ertönen, wird ein persischer Pfeilhagel in den nächsten Sekunden den Boden mit Blut tränken. Ihr müsst den Schild als Deckung vor den todbringenden Pfeilen nutzen, die Abwehr gut gerüsteter feindlicher Einheiten mit speziellen Schlägen durchbrechen oder deren Schilde zum bersten bringen. Manche Gegner, vor allem die dicken Bosse, lassen sich auch nur mit ganz speziellen Strategien erlegen.

    300: March to Glory 300: March to Glory Trotz mannigfaltiger Angriffe und einer imposanten Zeitlupendarstellung erweist sich das Gameplay als ein gähnendes Buttonsmashing-Konzert inklusive einiger gut getimter Combos. Sonderlich viel Abwechslung wird im Alltag eines Spartaner jedenfalls nicht geboten. Wenige und äußerst simple Schalterrätsel gilt es zu lösen, ein paar Steine und Mauern zu bewegen und ab und an soll man in bester "Splinter Cell" Manier durch das feindliche Lager schleichen. Nur allzu dumm, dass Dank der perfekt deplazierten Kamera ein leises Vorankommen kaum möglich ist. Ernüchternd natürlich auch, dass bei der geringen Anzahl an Level diese sich sogar teilweise wiederholen, was nicht sonderlich viel zur eh schon kaum vorhandenen spielerischen Abwechslung beitragen kann. Immerhin erhaltet ihr mit jedem vernichteten Gegner Kleos (griechisch für "Ruhm" und "Ehre"), welche ihr für neue Rüstungen, Waffen, verstärke Mutzauber wie auch Combos eintauschen können. Während das Rüstzeug nur kaum merkliche Veränderungen mit sich bringt, erweisen sich neu eingekaufte Angriffscombos als äußerst praktisch.

    300: March to Glory 300: March to Glory Abgerundet wird der Titel - wenn man es so sagen möchte - durch einige Extras wie einer Statistik, in der die blutrünstigen Rekorde niedergeschrieben werden. Trailer des kommenden Films gibt es ebenfalls zu bestaunen wie auch einige Interviews mit Frank Miller höchst persönlich. Dennoch können auch solche Extras keinen allzu lange bei Laune halten, vor allem nicht dann, wenn nach etwa 6-8 Stunden der Abspann über den kleinen PSP-Screen flimmert. Bis es aber zum bitteren Ende kommt, wachsen sicherlich einige graue Haare, denn der Schwierigkeitsgrad steigert sich ins Unermessliche. Es sind aber nicht die Perser, die einen herausfordernden Kampf bieten, sondern eher sehr unfair gestaltet Levelabschnitte sowie einer dümmlichen Künstlichen Intelligenz der Mitstreiter, welche unweigerlich einen bitteren Tod einfordern. Nur mit Nerven aus Stahl brüstet man sich gegen solche "Gefahren".

  • 300: March to Glory
    300: March to Glory
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Collision Studios (DE)
    Release
    30.03.2007
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991223
300: March to Glory
300: March to Glory im Gamezone-Test
Barbarisch und ohne Gnade rücken diese Spartaner vor, nur leider ohne groß Sympathien zu wecken!
http://www.gamezone.de/300-March-to-Glory-Spiel-17250/Tests/300-March-to-Glory-im-Gamezone-Test-991223/
02.04.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/300_Screen_114.jpg
tests