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  • A Bug's Life: Das große Krabbeln - Leser-Test von Ceilan

    A Bug's Life: Das große Krabbeln - Leser-Test von Ceilan Ein Ameisenhaufen ist nun wirklich nicht der richtige Ort für individuelle Träume oder auch schlicht und einfach die Entwicklung eines eigenständigen Charakters. Unzählige Artgenossen wuseln hektisch durcheinander, alle sehen gleich aus und sie denken ständig nur ans Arbeiten. Aber selbst in einem solchen, von scheinbar langweiligen Insekten bewohnten, Stadtstaat werden von Zeit zu Zeit echte Abenteurer geboren und irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem genau solche Helden dringend gebraucht werden. Genau das ist in A Bug's Life der Fall und der junge Ameisenmann Flik muss sein ganzes Volk retten. Kurz gesagt: Ein typischer Zeichentrickfiesling mit dem passenden Namen Hopper will mit seiner gigantischen Grashüpfer-Armee das Ameisenland überfallen und Flik muss sich unbedingt etwas einfallen lassen bevor es zu spät ist. Allein kann selbst der tapferste Sechsfüßler natürlich nicht viel gegen eine solche Streitmacht ausrichten und Flik muss deshalb zuerst einige andere Insekten rekrutieren. Er macht sich deshalb auf den Weg in die Weg in die Stadt und wie nicht anders zu erwarten ist die lange Reise alles andere als ungefährlich.
    Mit A Bug's Life kam ein weiterer animierter Zeichentrickfilm der berühmten Pixar Studios (Macher von Toy Story) in die Kinos und es wird wohl niemanden verwundern, dass passend dazu gleich mehrere Videospiele auf den Markt geworfen wurden. Solche Umsetzungen gehören mittlerweile zum Alltag und das wird wohl auch immer so bleiben.
    A Bug's Life basiert also auf dem gleichnamigen Film (zumindest was die Originalversion betrifft, denn bei uns hieß der Streifen „Das große Krabbeln“) und wie nicht anders zu erwarten bekommt man deshalb auch einige bekante Gesichter und Orte zu sehen. Wie so viele Games zu Zeichentrickfilmen beziehungsweise –serien ist auch dieses Exemplar ein waschechtes Jump&Run in einer familienfreundlichen (sprich bunten) Welt, die in diesem Fall komplett dreidimensional ist. Flik muss sich also um das Zusammenstellen einer eigenen Armee kümmern und bis es soweit ist müssen zahlreiche große Levels durchquert werden. Dabei geht es um den Einsatz der typischen Jump&Run-Fähigkeiten (springen, rennen usw.), was grundsätzlich niemanden überfordern dürfte. Flik muss Hindernisse überwinden und gefährliche Gegner besiegen um irgendwann am Ende des Levels anzukommen. Das eigentliche Gameplay ist also auf den ersten Blick nicht sonderlich spektakulär oder innovativ Durch ein paar nette Extras wird das ganze Unterfangen aber schon ein wenig komplexer und interessanter. Der kleine Ameisenheld kann nämlich magische Samen manipulieren, die überall in den Umgebungen zu finden sind. Mithilfe verschiedener Gegenstände sorgt man dafür dass die Samen keimen und je nach Item entstehen dadurch unterschiedliche Pflanzen, die wiederum passende Funktionen haben. So sprießen beispielweise praktische Kletterranken und Flik kann höhergelegene Plattformen erreichen um auch noch die letzten versteckten Geheimnisse zu entdecken. Manche Samen können auch bewegt werden, so dass man sie an einem anderen Ort benutzen kann.
    In den Kämpfen gegen die unterschiedlichsten Feinde, die Flik teilweise im wahrsten Sinne des Wortes „zum Fressen gern haben“, gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten. Entweder man springt den Störenfrieden einfach auf den Kopf (was treuen Jump&Run-Fans spätestens seit Mario Bros. bekannt vorkommen dürfte) oder man bewirft sie mit kleinen Beeren. Je nach Gegnertyp müssen wie in anderen Spielen die passenden Strategien eingesetzt werden, denn der Kopfsprung lässt manche Feinde zum Beispiel ziemlich kalt. In den Levels gibt es außerdem verschiedene stärkere Beeren zu entdecken, welche den Nervensägen eben noch mehr Schaden zufügen.
    Anders als in der Playstation-Version bekommt man im Nintendo 64-Spiel leider keine Filmszenen zu sehen wenn man einen Abschnitt durchquert hat und gerade bei einem solchen Game hätten Zwischensequenzen ja eigentlich besonders gut gepasst. Im computeranimierten Film gibt es schließlich genug Vorlagen und ein paar kurze Videos hätte man sicherlich auch auf das Modul quetschen können. Stattdessen wird die Geschichte lediglich mithilfe von Standbildern und Texten weitererzählt, was man durchaus als verpasste Chance bezeichnen kann. Die eigentliche Spielgrafik wurde dem Film aber wenigstens recht gut nachempfunden und der typische Comicstil wird auch in der Umsetzung deutlich. Die Feinde und die anderen Figuren scheinen direkt aus dem Film zu stammen und sie unterscheiden sich recht deutlich voneinander. Dazu kommen ein paar hübsche Licht- und sonstige Effekte. Darüber hinaus gibt es überall nette Details zu entdecken, die zeigen wie klein der Held eigentlich ist. So muss man zum Beispiel eine umgekippte Flasche erforschen und selbst normale Pusteblumen sind so hoch wie Bäume. Aber es gibt leider auch einige Schwachstellen. Was in den meisten Außenlevels besonders auffällt ist der Nebel. Weiter entfernte Gebiete sind so überhaupt nicht zu sehen, was ab und zu wirklich stört. Noch schlimmer ist jedoch die ziemlich misslungene Kameraführung. Die Perspektive ist oft sehr ungünstig, so dass Gegner oder andere Gefahren nicht schnell genug erkannt werden können. In diesem Bereich hätte etwas Feintuning wirklich nicht geschadet. So kann man die Kameraperspektive zumindest noch manuell verändern, was aber auch nicht gerade praktisch ist.
    Der Soundtrack ist recht durchschnittlich. Die Musikstücke passen ziemlich gut zur Zeichentrickthematik und sie unterstützen die typische Atmosphäre, aber wirklich mitreißende Melodien bekommt man eigentlich nie zu hören. Bei den Soundeffekten fällt vor allem auf dass Flik selbst immer wieder passende Kommentare abgibt wenn er zum Beispiel einen Gegenstand findet oder einen Feind besiegt. Das ist am Anfang noch ganz witzig und niedlich, aber mit der Zeit fangen die Sprüche an zu nerven. Die Feinde geben eigentlich fast überhaupt keine Geräusche von sich und die restlichen Soundeffekte sind auch nicht gerade überzeugend. In diesem Bereich wäre ebenfalls mehr möglich gewesen.
    Die Steuerung ist leicht zu erlernen und selbst Anfänger oder jüngere Spieler werden wahrscheinlich schnell damit zurechtkommen. Das System ist nicht übermäßig komplex, aber andererseits auch nicht zu simpel, so dass man eigentlich zufrieden sein kann.
    Fazit: A Bug's Live ist wohl das was man allgemein als „nettes“ Jump&Run bezeichnen kann. Das soll heißen: Es hat weder große Schwächen noch große Stärken. Wenn man einfach nur durch die Levels rennt wird man schon nach kürzester Zeit das Ende zu sehen bekommen und der Schwierigkeitsgrad ist ziemlich niedrig angesetzt. Durch die magischen Samen und die damit verbundene leichte Puzzle-Komponente wird das Abenteuer aber schon deutlich anspruchvoller und umfangreicher. Bis man alle Geheimnisse gefunden hat vergehen schon einige Stunden und das Spiel wird so auch für erfahrenere Jump&Run-Fans etwas interessanter. Andererseits muss man bedenken, dass gerade für das Nintendo 64 einige hochkarätige Konkurrenten erschienen sind und mit Titeln wie etwa Banjo and Kazooie oder auch dem guten alten Mario 64 kann A Bug's Live wirklich nicht mithalten. Für zwischendurch ist es recht unterhaltsam, aber auf Dauer hat es einfach nicht genug Ideen und Abwechslung zu bieten. Was die Technik betrifft gibt es außerdem ein paar verbesserungswürdige Elemente und das Spiel ist deshalb nur durchschnittlich.

    Negative Aspekte:
    Zu leicht, geringer Umfang, Schwächen im Technikbereich

    Positive Aspekte:
    Niedliche Zeichentrickgrafik, sympathische Charaktere

    Infos zur Spielzeit:
    Ceilan hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    A Bug\'s Life

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Ceilan
    6.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • A Bug's Life
    A Bug's Life
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Travellers Tales
    Release
    30.04.1999

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995636
A Bug's Life
A Bug's Life: Das große Krabbeln - Leser-Test von Ceilan
http://www.gamezone.de/A-Bugs-Life-Classic-17375/Lesertests/A-Bugs-Life-Das-grosse-Krabbeln-Leser-Test-von-Ceilan-995636/
15.04.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/n64-bugslife_1_.jpg
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