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  • Ab durch die Hecke: Böses Erwachen aus dem Winterschlaf - Leser-Test von pineline

    Sehr oft in den letzten Jahren ziehen Animationsfilme in Kinos kurz darauf oder sogar zeitgleich mit dem Kinostart Videospiele für die gängigen Konsolen nach sich: natürlich soll hier sehr bequem sehr schnell Geld verdient werden, so dass es leider oft vorkommt, dass wir es mit einem nicht besonders gelungenen Spiel zu tun haben. Größte Vorsicht ist also quasi immer angesagt, sollte man einen Kauf eines solchen Kinofilm-Ablegers erwägen, ganz gleich, ob für eine Konsole von Microsoft, Sony oder Nintendo. "Ab durch die Hecke" ist ein solcher Animationsfilm von Dreamworks, der Ableger auf Spielkonsole von Activision ließ nicht lange auf sich warten: ich glaube, sowohl Xbox, Playstation 2 als auch Gamecube wurden mit einem solchen beglückt, ich kenne die für Nintendos Würfel.

    Bemerkenswert ist, dass dieses Hüpfabenteuer tatsächlich zu zweit gespielt werden kann: das ist erstens sehr gut hinsichtlich der Motivationskurve und Abwechslung und zweitens hier leider auch bitter nötig, denn überraschende Momente, kreative Ideen, mitreißende Passagen sind hier absolut nicht vorhanden. Zwar kann man mittlerweile wirklich nicht erwarten, dass bei einem Jump'n Run das Rad neu erfunden wird, doch etwas mehr an Anspruch und Kreativität darf es wirklich sein, kurzum: dieses Hüpfabenteuer wird aufgrund seiner Monotonie schnell langweilig.

    Die Hauptfiguren dieses Lizenzspiels sind Eichhörnchen Hammy, Schildkröte Verne, Stinktier Stella und Waschbär Richie. Sie wohnen in einem Wald, der an einen Vorort einer amerikanischen Großstadt grenzt und wachen zu Beginn des Abenteuers aus dem Winterschlaf auf. Erschreckt müssen sie feststellen, dass sich im Winter eine Menge getan haben muss, denn es wurde offensichtlich ein großer Bereich ihres Waldes abgeholzt und ihr Lebensraum zudem begrenzt wurde und das in Form einer gewaltig großen Hecke. Richie ist es schließlich, der die anderen Drei darüber aufklärt, dass hinter jener Hecke die Menschen leben und über einen schier unendlichen Vorrat an Futter verfügen würden: also nichts wie los und ab durch die Hecke!

    Etwas merkwürdig, dass anscheinend auch keinerlei Zeit für das Erzählen dieser (doch sehr einfachen) Vorgeschichte war, denn es geht im Spiel sofort los mit der Action, Hintergrundinfos finden wir lediglich im Handbuch. Seltsam, aber wahrscheinlich nur ein weiteres Indiz dafür, dass sich nicht viel Mühe bei der Entwicklung dieses Spiels gemacht wurde, Hauptsache in Kombination mit dem Kinofilmstart möglichst zeitnah fertig werden, dies scheint das oberste Ziel der Entwickler gewesen zu sein. Überhaupt werden die einzelnen Spielabschnitte ziemlich zusammenhangslos aneinandergereiht, wir regelmäßig ins kalte Wasser beziehungsweise den entsprechenden Level geworfen, ohne zu wissen, weshalb eigentlich. Ist der Level absolviert, geht es direkt zurück ins Heimatgebiet, den Wald. Das ist nicht gut. Eine Identifikation mit der Rahmenhandlung findet somit nicht statt.

    Wir entscheiden uns für eine Hauptfigur, die auf einen weiteren Begleiter vertrauen kann, den entweder der CPU stellt oder eben ein zweiter menschlicher Mitspieler, sehr schön. Erwartet nicht zu viel, was individuelle Fähigkeiten einer einzelnen Figur angeht: hier wurde nicht viel Arbeit investiert, denn egal wer mit wem als Duo Infernale auf die Futterjagd geht, die Unterscheide sind marginal, ja im Grunde nur visueller Natur. Jede Figur kann mit einem Utensil Schlagattacken ausführen, dadurch Gegenstände zerstören und darüber hinaus Dinge verschießen wie zum Beispiel Golfbälle und diese somit als wirkungsvolle Distanzwaffe umfunktionieren. Persönliche Talente? Fehlanzeige. Besondere Kombo-Aktionen mit zwei Figuren? Keine vorhanden.

    Schließlich verlassen wir nach ein paar Leveln dann auch komplett den Handlungsstrang des Kinofilms und gehen danach leider nur noch ziemlich monotonen Aufträgen nach, die sich mit der Futtersuche beschäftigen. Schon nach zehn der insgesamt dreißig Level schleicht sich erste Langeweile ein, der einzige Trost dürfte sein, dass Kinder das möglicherweise als nicht ganz so langweilig empfinden, die Hand ins Feuer legen würde ich dafür aber auch nicht. Auf dem Weg zur heißbegehrten Futterquelle umgehen wir fallen, weichen Laserschranken aus, schleichen durch Gärten, um Bewegungsmelder nicht zu alarmieren und kämpfen gegen allerlei Ungeziefer, welches dort herumkrabbelt. Spielen wir alleine mit einem CPU-Begleiter, verhält sich dieser nicht immer schlau, löst viel zu oft Alarm aus. Kleine sehr simple Reaktionsspiele und Fluchtpassagen unter Zeitdruck sollen etwas Abwechslung in den Spielverlauf bringen, was ansatzweise gelingt, aber später doch zu langweilig wird. Daran ändern auch die drei Minispiele (Autoscooter, Rennen mit ferngesteuerten Autos, Driving Range) nicht viel und auch nicht das Freischalten weiterer Level für diese sowie von Filmausschnitten. Dass der Schwierigkeitsgrad niedrig ist, kann man nachvollziehen, orientiert man sich doch an einer sehr jungen Zielgruppe (obwohl ich damit niemals die Kinder an sich unterschätzen möchte). Speziell das Verhauen der Unmengen an (per Funk) ferngesteuerten Gegner wird sehr schnell einfach nur noch lästig.

    Immerhin kommt die Atmosphäre ganz angenehm rüber, die Steuerung ist ordentlich, das Abenteuer (erwartet) farbenfroh. Grafik-Highlights gibt es aber nicht, sowohl Figuren wie auch Autos sind biederer Durchschnitt. Von der Soundkulisse hatte ich mehr erwartet, gerade bei einem Kinofilm-Ableger wie diesem hier. Viel zu viel stupides Verhauen der Gegner, übertrieben leichte Rätsel (die ihren Namen eigentlich nicht verdient haben, ja, trotz der jungen Zielgruppe) und besonders die Tatsache, dass es völlig egal ist, mit welchen Figuren man spielt, befördern den Spielspaß insgesamt doch deutlich nach unten. Da allerdings weder Präsentation noch Steuerung (Kamera allerdings manchmal etwas ungünstig positioniert) enttäuschen und sich ansatzweise Mühe gegeben wurde, für Abwechslung zu sorgen, insbesondere ein Koop-Modus unterstützt wird, gibt es noch eine ganz leichte Empfehlung von mir. Kennen muss dieses Videospiel aber dennoch eigentlich niemand.

    Negative Aspekte:
    Wird schnell langweilig, stupides Verhauen der Feinde, anspruchslos, zusammenhangslos erzählt

    Positive Aspekte:
    Zweispielermodus, nette Extras, angenehme Atmosphäre

    Infos zur Spielzeit:
    pineline hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Ab durch die Hecke

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: pineline
    6.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    6/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Ab durch die Hecke
    Ab durch die Hecke
    Release
    21.06.2006
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1010903
Ab durch die Hecke
Ab durch die Hecke: Böses Erwachen aus dem Winterschlaf - Leser-Test von pineline
http://www.gamezone.de/Ab-durch-die-Hecke-Classic-17365/Lesertests/Ab-durch-die-Hecke-Boeses-Erwachen-aus-dem-Winterschlaf-Leser-Test-von-pineline-1010903/
02.11.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/07/abdurchdieHecke_GC_PS.jpg
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