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  • Age of Conan: Hyborian Adventures im Gamezone-Test

    Das erwachsene Gameplay macht Age of Conan zwar zu etwas Besonderem, WoW vom Thron stoßen kann es dennoch nicht.

    Das friedliche Leben ist vorbei, liebe Rollenspielerfreunde! Während man es bisher gewohnt war, die Welt als friedliebender Elf vor den bösen Orks oder Untoten zu retten und den Frieden aller Völker wiederherzustellen, wartet Age of Conan mit einem komplett anderen Szenario auf, dass sich wie der Rest des neuen Titels aus dem Hause Funcom, viel erwachsener geben will, als die Platzhirsche des MMO-Genres. Ob AoC an den weltweiten Erfolg der Barbaren-Serie anknüpfen kann, und was das Barbaren-RPG noch von der Elfen-Geführten Konkurrenz unterscheidet, sollt ihr hier erfahren.

    Age of Conan: Hyborian Adventures Age of Conan: Hyborian Adventures Seit nunmehr fast einem Monat sind die Server zu AoC online, Zeit genug für uns, das Spiel ausführlich zu testen und unter die Lupe zu nehmen. Doch fangen wir von vorn an, am besten da, wo alle PC-Spiele anfangen: Bei der Installation: Diese fällt sehr üppig aus, insgesamt 32 GB nimmt das Spiel auf der Festplatte ein, Spieler mit kleiner Festplattenkapazität gucken hier in die Röhre. Doch damit nicht genug, schon am ersten Tag standen uns Patches in ungeahnter Größe bevor. Insgesamt mussten wir allein in den ersten zwei Wochen fast 800 MB Updates herunterladen, um überhaupt spielen zu können. Das ganze lässt den Anschein erwecken, als sei hier, mal wieder, ein unfertiges Produkt in den Handel gegangen. Und tatsächlich hat der Game Director in einem Brief an die Community vor wenigen Tagen eingestehen müssen, dass es gewisse Qualitätsmängel in den Levelbereichen ab 30 geben soll. Bis man jedoch als Neueinsteiger da hin kommt, wird wohl genug Zeit ins Land gehen, um auch das Problem zu fixen.

    Die tausend Facetten des Barbarentums

    Age of Conan: Hyborian Adventures Age of Conan: Hyborian Adventures Genretypisch geht es nach der Installation mit der Erstellung eines Charakters weiter. Wie eingangs erwähnt stehen einem hier jedoch nicht unzählige, aberwitzige Rassen zur Verfügung, sondern exakt drei: Die edlen Aquilonier, die vielseitigen Cimmerier und die okkulten Stygier. Diese ähneln sich äußerlich zwar teilweise, denn alle sind sie von menschlicher Gestalt, unterscheiden sich jedoch in der Berufswahl. So sind die edlen Aquilonier zwar eine starke Kämpferrasse, magiebegabt sind sie jedoch nicht sonderlich. Der Zugang zu den höheren Magie-Klassen bleibt daher den Cimmeriern, die sich selbst als naturverbunden sehen, und den okkulten Stygiern vorbehalten, wobei ihnen dafür die Kämpferklassen größtenteils verwehrt sind. Die Wahl ist hierbei eine wahre Qual, denn AoC bietet insgesamt 12 Klassen, die unterteilt in die vier Kategorien Priester, Magier, Schurken und Soldaten sind, und weitere Spezialisierungen im Spiel selbst an.

    Age of Conan: Hyborian Adventures im Gamezone-Test Die Rassen in Age of Conan im Überblick

    Age of Conan: Hyborian Adventures Age of Conan: Hyborian Adventures Und auch der direkte Einstieg ins Spiel geschieht nicht sonderlich heldenhaft. Als Sklave eines eben solchen Händlers geraten wir auf einem Schiff in einen Sturm und gehen unter. Während unser Inhaber seine eigene Haut rettet lässt er uns und unsere Mitgefangenen kläglich untergehen. Doch so nicht mit uns, Freundchen! Wir können uns an den Strand retten und finden dort eine erste "Freundin", welche gefesselt auf unserem Weg zwischen dem Strand und der Freiheit steht. Gentlemanlike wie wir sind helfen wir der hübschen und vor allem leichtbekleideten Dame gerne aus dem Schlamassel und schnetzeln uns erst mal durch Reihen von Piraten um die Verhaftung unserer schönen Begleiterin zu rächen. Assoziationen zu einer barbarischen Welt werden hier noch nicht geweckt, vielmehr erinnert das Szenario an eine Piratenwelt, in der Jack Sparrow hinter dem nächsten Baum lungern könnte. Nachdem wir dafür gesorgt haben dass die Kleine wohlbehalten weiterkommt, machen wir uns auf den Weg in die Stadt Tortage. Auf dem Weg dorthin, wie sollte es auch anders sein, treffen wir einen alten Bekannten... Den Sklavenhändler, der uns auf dem Schiff hat elendig ertrinken lassen. Kurzen Prozess gemacht und hopp, weiter geht's auf dem Weg in die Freiheit.

    Age of Conan: Hyborian Adventures Age of Conan: Hyborian Adventures Doch auch in Tortage angekommen fühlt man sich noch nicht wirklich wie ein Barbar. Tortage erinnert hierbei nicht nur namentlich an das Piratennest "Tortuga" aus dem Dreiteiler Fluch der Karibik, auch atmosphärisch kommt es einem vor als wäre man Will Turner und Elizabeth Swann ganz nahe. Eine Enttäuschung könnte dies für wahre Barbaren-Fans sein, denn die ersten 20 Levels verbringen wir fast komplett in und um Tortage rum und fühlen uns mehr wie ein glückloser Pirat. Einmal über diese Levelgrenze hinaus bieten sich uns aber Gelegenheiten, die bisher ihres Gleichen suchten. Dann reisen wir nämlich zurück in unsere Heimat, wo es selbstredend einiges zu tun gibt oder besuchen die anderen Teile Hyborias, um dort bis zur Levelobergrenze 80 für Ruhe und Ordnung oder einfach nur Radau zu sorgen. Umgebungstechnisch ist in Hyboria für alle was dabei: Während Aquilonien einer friedlichen Waldlandschaft mit mildem Klima gleicht, die von den größten Flüssen der Welt durchzogen werden, gibt Cimmerien sich als raues Gebiet, voller Berge und bewaldeter Felder unter trübem Himmel. Das absolute gegenstück dazu stellt wiederum das Wüstenkönigreich Stygien dar, welches das wohl dunkelste Reich auf hyborischem Festland ist.

    Age of Conan: Hyborian Adventures Age of Conan: Hyborian Adventures So gibt es einiges zu tun, wir verdienen uns in den Ländern Hyborias geradezu eine goldene Nase an unserem Handwerk: Dem Töten. Egal auf welche Art und Weise, sei es durch die Klinge, durch einen Zauber oder im Hinterhalt, unsere Dienste scheinen jedem noch so düsterem NPC-Gesellen willkommen zu sein. Und da war auch das Stichwort: NPC! Auch dieser Punkt unterscheidet AoC immens von anderen Spielen des Genres. Denn die computergesteuerten Bewohner der Barbarenwelt sind viel "erwachsener" als man das von einem MMORPG gewohnt ist. In Tortage rennen betrunkene Piraten aus den Tavernen, um uns knapp vor die Füße zu kotzen, gleich von Beginn des Spieles an hat man Kontakt mit Prostituierten. Und auch in der Wortwahl der Pixel-Kollegen spiegelt sich diese "spielerische Reife" wieder: Die Charaktere fluchen, brüllen und machen uns sexuell anregende Angebote. Sie sprechen einfach Klartext. Während in einem WoW oder einem LotRO alles nur zum Guten der Welt passiert, versuchen sich die Questgeber Hyborias gar nicht erst darin, eine Geschichte um den Auftrag rum zu spinnen, die die Ausführung moralisch vertretbarer macht. Viel eher schickt man uns in AoC los, um den besoffenen Pirat zu töten. Weil er nervt und Mist gebaut hat. Einfach so. Ob man das am Ende macht bleibt einem oft zwar selbst überlassen, manchmal kann man auch tricksen und seine Auftraggeber anlügen, doch einen Anspruch auf moralische Handlungsweise erhebt Funcoms neuster Sprössling nicht.

  • Age of Conan: Hyborian Adventures
    Age of Conan: Hyborian Adventures
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Funcom
    Release
    21.05.2008

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Age of Conan: Hyborian Adventures
Age of Conan: Hyborian Adventures im Gamezone-Test
Das erwachsene Gameplay macht Age of Conan zwar zu etwas Besonderem, WoW vom Thron stoßen kann es dennoch nicht.
http://www.gamezone.de/Age-of-Conan-Hyborian-Adventures-Spiel-17571/Tests/Age-of-Conan-Hyborian-Adventures-im-Gamezone-Test-1019638/
09.06.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/05/aoc_sanctumoftheburningsouls_1.jpg
tests