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  • Age of Mythology im Gamezone-Test

    Möge die Gunst der Götter auf eurer Seite sein!

    Mit "Age of Mythology" bringen uns die Ensemble Studios den lang erwarteten Nachfolger zum Megaseller "Age of Empires". Wie der Name des Spiels bereits erahnen lässt, unternimmt der Spieler diesmal eine Reise in die Welt der Mythologie. Drei der historisch wichtigsten Völker der Weltgeschichte und vor allem deren Götter spielen die Hauptrolle: Die Ägypter, die Griechen und die Wikinger.

    Die hervorragende Spielbarkeit des Vorgängers werden Fans des Genres auch in AOM nicht missen müssen. Da es sich um ein klassisches Aufbau-Echtzeitstrategiespiel handelt, spielen Ressourcenmanagement, Städtebau und atemberaubende Schlachten natürlich die wichtigste Rolle und neben den bereits bekannten Ressourcen, wie Nahrung, Gold und Holz spielt diesmal die Gunst der Götter eine zentrale Rolle.

    Die zu Beginn des Spiels gewählte Gottheit legt gleichzeitig auch unser Volk und die damit verbundenen Unterschiede im Spielablauf fest. So verfügen zum Beispiel die Wikinger über einen fahrbaren Ochsenwagen, welcher als Sammelstelle für Ressourcen dient. Die beiden anderen Völker müssen ihre lebenswichtigen Ressourcen immer noch zu bestimmten Gebäuden tragen. Wikinger gewinnen göttliche Gunst automatisch durch den Kampf, Griechen müssen hierzu umständlich an Tempeln beten und die Ägypter können zu diesem Zweck einfach ein paar Monumente errichten. Natürlich besitzt auch jedes Volk duzende und unterschiedlich starke Einheiten für den Kampf, diese alle hier aufzuzählen würde allerdings den Umfang unseres Reviews sprengen. Zu beachten ist auf jeden Fall, dass jede Kämpfersorte spezielle Vor- und Nachteile im Kampf besitzt: So ist natürlich ein Lanzenträger besonders effektiv gegen die Kavallerie und ein Schwertkämpfer ist wiederum dem Bogenschützen stark überlegen. Gezielter Einsatz von vorher definierten Gruppen ist also wie immer ein wichtiger Punkt, Angriffe mit massenhaft produzierten Einheiten ohne sorgfältige Auswahl der Strategie führt so gut wie nie zum gewünschten Erfolg.

    Besonderen Status nehmen die mythischen Einheiten ein: Diese sagenumworbenen Figuren, die wir bisher nur aus Büchern und Filmen kennen, stellen in AOM die wohl schlagkräftigsten Krieger dar. So kann eine Sphinx, ein Zyklop oder auch ein Frostriese eine ganze Armee an normalen Kämpfern niederwalzen, es sei denn, diese Armee hat ein paar "Helden" dabei. Diese Einheiten wiederum stellen das Gegenstück zu den mythischen Einheiten dar, denn sie sind besonders effektiv in deren Bekämpfung und haben je nach gewählten Volk noch weitere zusätzliche Eigenschaften.

    Außerdem entwickelt sich unser Völkchen über vier Zeitalter immer weiter - erst ab der letzten Entwicklungsstufe können wir den vollen Umfang unserer Baumöglichkeiten ganz ausschöpfen. Mit jedem neuen Zeitalter sieht sich der Spieler auch mit der Wahl eines untergeordneten Gottes konfrontiert: Je nach dem welchen der zwei pro Stufe wählbaren Götter wir auswählen, entwickelt sich unser Volk in eine leicht andere Richtung und wir erhalten einen anderen göttlichen Zauber, andere mythische Einheiten und technische Weiterentwicklungen für unsere Zivilisation. Die göttlichen Zauber können übrigens nur einmal pro Match eingesetzt werden und haben die unterschiedlichsten Auswirkungen, meist in optisch sehr schöner Form wie ihr auf den Screenshots sehen könnt.

    Ihr seht also, selbst für Meisterstrategen bietet AOM einiges zu erforschen und nahezu unzählige Möglichkeiten durch geschickte Götterwahl seine Einheiten siegreich in den Kampf zu schicken. Zum Glück gibt einem das Spiel bei diesem Umfang an Möglichkeiten viel Hilfestellung und es können außerdem jederzeit im Spiel Übersichten und Erklärungen zu jeder Einheit und jedem Gebäude aufgerufen werden. Generell ist die Benutzerführung und die Gestaltung des Interfaces in AOM absolut vorbildlich und selbst für Einsteiger gut verständlich. Der eigentliche Knaller wird einem erst etwas später klar: Durch die mehrfache Wahl der Götter und deren unterschiedlichen Vor- und Nachteilen ist es rein rechnerisch fast nicht möglich das zwei Spieler die genau gleichen Vorraussetzungen im für ein Match haben.

    Wer die umfangreiche Einzelspielerkampagne geschafft hat, kann sich an das Onlinespiel heranwagen. Ein zentral gesteuerter Matchmaker erlaubt es uns wie in Blizzards "Battlenet" das gewünschte Spiel automatisch zu finden, innerhalb von Sekunden haben wir eine Onlinepartie gegen einen anderen Spieler irgendwo auf dem Globus laufen. Der obligatorische Chat und auch eine Ranglistenverwaltung sind ebenfalls vertreten und lassen damit keine Wünsche offen. An die kreativen Köpfe unter den Spielern wurde auch gedacht, ein toller Editor zum Bau eigener Karten ist genauso vorhanden wie eine dazu passende und gut dokumentierte Scriptsprache die sogar die Erstellung ganzer eigener Szenarien ermöglicht.

    Grafisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger wirklich viel getan. Das Spiel verwendet eine eigene 3D-Engine, welche nahezu den gleichen Detailreichtum wie die ehemalige Pixelgrafik bieten kann. Das tolle bei einer 3D-Engine ist natürlich, dass man stufenlos zoomen und drehen kann, im eigentlichen Spiel ist dies seltsamerweise allerdings nicht möglich, der Spieler sieht das Spiel immer aus einer vorgegebenen Perspektive. Negativ kann man dieses fehlende Feature, mit dem der Konkurrent "Warcraft 3" aufwarten konnte, AOM allerdings nicht anlasten, da man diese Funktionen zugunsten der Übersicht ohnehin nie einsetzen würde. Ihre ganze Pracht kann so eine Darstellungsart natürlich in Zwischensequenzen ausspielen, da diese direkt in der Spielegrafik ablaufen und somit einen absolut fließenden Übergang zum Spiel herstellen können. Besonders gut gelungen sind natürlich diverse göttliche Zauber welche den Spieler oft mit optisch sehr aufwendigen Spezialeffekten überraschen. Die Grafiker haben mit viel Liebe zum Detail gearbeitet und es gibt auf eindrucksvoll gestalteten Spielfeldern allerlei zu entdecken. Vor allem die liebevolle Animation des Wassers und der Wellen sowie der Wettereffekte haben uns persönlich sehr gut gefallen.

    Wer übrigens Anfangs noch dachte das AOM fast wie "Warcraft 3" werden würde, kann beruhigt sein. Man merkt ganz genau wo die Spieleentwickler dieser beiden Games ihre Wurzeln haben. "Warcraft 3" ging nämlich mehr in die Richtung eines Rollenspiels und "Age of Mythology" hat nun noch mehr den Touch von Civilization bekommen. Beides sind aber handfeste Echtzeit-Strategiespiele, und sollten bei Fans des Genres zur Pflichtausrüstung gehören.

    Age of Mythology (PC)

    Singleplayer
    9,1 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    umfangreiche Kampagne
    starke Spieltiefe
    Mapeditor
    lange Spielzeit
    kleinere KI-Probleme
  • Age of Mythology
    Age of Mythology
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Ensemble Studios
    Release
    14.11.2002

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988922
Age of Mythology
Age of Mythology im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Age-of-Mythology-Spiel-17592/Tests/Age-of-Mythology-im-Gamezone-Test-988922/
08.11.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/11/ACF4DA.jpg
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