Air Conflicts: Pacific Carriers (9) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Die USA gegen Japan
Air Conflicts: Pacific Carriers (10) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Air Conflicts: Pacific Carriers bieten uns zwei voneinander getrennte Kampagnen die unabhängig voneinander gespielt werden können. Einmal auf der Seite der USA und einmal natürlich auf der Seite Japans. Interessant dabei, dass jede Kampagne zehn Kapitel bietet, mit jeweils einer Hauptschlacht und zwei Nebenaufträgen, wie einen Begleitschutz oder einen Patrouillenflug. Die jeweilige Hauptschlacht muss gespielt werden, um das nächste Kapitel freizuschalten, die Nebenaufträge aber sind optional. Allerdings verdient man durch die Nebenaufträge neue Piloten und verbessert deren Skill, weswegen sie sich durchaus lohnen. Anders als bei Secret Wars nämlich dreht sich diesmal alles um die Piloten und ihre Fähigkeiten, es gibt keine Sternchen mehr zu vergeben. In den Einsätzen selbst übernimmt man ebenfalls nicht mehr nur ein Flugzeug, sondern kann per Knopfdruck zwischen allen verfügbaren Flugzeugen die sich in der Luft befinden durchschalten. Das geht aber nicht beliebig oft, je nach Mission wird einem eine bestimmte Anzahl möglicher Wechsel vorgegeben.
In der Praxis führt das zu lustigen Effekten, wobei wir aber davon ausgehen, dass sich bis zum endgültigen Release hier noch einiges ändern wird, denn die uns zur Verfügung gestellte Version muss man noch als Beta bezeichnen. So kam es zum Beispiel bei Bombardierungen vor, dass die KI Piloten nur ihre Maschinengewehre einsetzten, da sie darauf warteten, dass wir die Kontrolle übernehmen um die Bomben abwerfen. Bei einem größeren Geschwader aber konnte es durchaus passieren, dass die letzten Flugzeuge schon keine Munition mehr hatten, nur noch die Bomben. Ist natürlich etwas ungünstig, wenn man über Pearl Harbor von den Amerikanern aufs Korn genommen wird und sich beim Anflug auf das Zielschiff nicht mehr wehren kann.
Davon abgesehen sind die Aufträge recht unterschiedlich gestaltet und von so super kurzen Missionen von nur wenigen Minuten, wie es sie noch in Secret Wars gab, war auch nichts zu sehen, trotzdem aber wird uns diesbezüglich nur bekannte Kost geboten. Man wird irgendwo hingeschickt um etwas zu bombardieren oder bestimmte Schiffe zu versenken, danach gibt es noch ein anderes großes Ziel, und zuletzt muss man noch die verbliebenen Vögel vom Himmel holen. Es gibt sogar Situationen an denen man an der Flak eines Flugzeugträgers sitzt und ihn vor attackierenden Sturzkampfbombern schützen muss oder U-Boote aufzuspüren und zu versenken. All das ist technisch gut umgesetzt, auch die zwei verschiedenen Arten von Bombern und speziell die Torpedos verlangen durchaus etwa Einarbeitungszeit, bis man die Dinger vernünftig ins Ziel bringen kann, so wirklich begeistern aber konnte uns das alles nicht.
Im Vergleich mit dem Vorgänger ist eine Steigerung bemerkbar
Air Conflicts: Pacific Carriers (14) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Derweil muss man schon sagen, dass Pacific Carriers im direkten Vergleich mit Secret Wars etwas zugelegt hat. Das System mit den Kapiteln und Nebenmissionen kann gefallen, die Fähigkeiten der Piloten im Einsatz zu steigern und sie danach auszuwählen macht mehr Sinn als irgendwelche Sternchen zu verteilen und grafisch muss sich der Titel ebenfalls nicht verstecken. Trotzdem aber macht der Titel einfach nichts wirklich besser als die Konkurrenz. Besonders das Zielsystem gehört nach wie vor zu den Schwächen des Titels. Es ist ja angenehm, dass der jeweils nächste Gegner automatisch ins Visier der Zielkamera genommen wird, ohne dass wir uns darum kümmern müssen. Warum aber visiert das Ding manchmal einen Hunderte Meter entfernten Flieger an, obwohl wir direkt von hinten beschossen werden? Auf den leichteren Schwierigkeitsgraden kann man das einfach ignorieren, doch auf den höheren kostet einen das manches virtuelle Leben. Auch ist es sicher nett gemeint, dass mein Fadenkreuz grellrot aufleuchtet, sobald ich einen Gegner direkt in der Schussbahn habe, wenn dieses aber nervös hin- und herzuspringen beginnt, weil sich mehrere Flieger in gleichem Abstand vor mir befinden, verwirrt es mehr, als es hilft.
Geschmackssache hingegen sind die mitunter markigen Sprüche. Ich weiß, es ist Krieg und der Feind hat nichts menschliches, aber muss ich wirklich die "japanischen Schweine in die Steinzeit zurückbomben"? Dafür deutlich attraktiver als noch im Vorgänger wird einem die Story präsentiert. Statt schnöder Standbilder gibt es richtige Ingame-Sequenzen zu sehen, meist schon als Beginn der Mission ausgelegt, vorgerenderte Cutscenes aber bekamen wir nicht zu Gesicht. Erstaunlich dabei, dass die Japaner und die Amerikaner offensichtlich über ein und denselben Briefing-Room verfügen. Hoffentlich ändert sich das noch.






