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  • Akte X: Resist or Serve im Gamezone-Test

    Holen Sie mich hier raus, Mulder!

    Eins steht außer Frage: Akte X ist ein echtes Phänomen. Mit neun Staffeln, über 200 fünfzigminütigen Serienfolgen sowie einem abendfüllenden Kinofilm ist Akte X eine der langlebigsten Primetime-Serien aller Zeiten. Woche um Woche verfolgte eine immer größer werdende Fangemeinde die unheimlichen Abenteuer der beiden FBI-Spezialagenten Fox Mulder und Dana Scully. Obwohl bereits vor mehr als einem Jahr die endgültig letzte Folge der letzten TV-Staffel über die Fernsehgeräte flimmerte, hat die Mythologie hinter Akte X auch darüber hinaus nichts von ihrem thematischen Reiz verloren. In Anbetracht der enormen Popularität der Serie über die letzten zehn Jahre hinweg ist es umso verwunderlicher, dass es bislang mit dem 1998 erschienen "X-Files"-Titel für die Playstation nur ein einziges Videospiel gab, in welchem man in der Rolle von Mulder und Scully spannende Fälle lösen durfte. Während das erste Akte X-Spiel sich als eine Mischung aus Adventure und interaktiven Film präsentierte, beschreitet das nun erschienene "Resist or Serve" die bereits von Titeln wie "Silent Hill" oder "Resident Evil" geebneten Survival Horror-Pfade.

    Das amerikanische Entwicklerstudio Black Ops Entertainment wurde in Zusammenarbeit mit Fox Entertaintment beauftragt, das neue Akte X-Spiel zu produzieren, und um es sogleich vorweg zu nehmen: Man bediente sich in einem Maße bei den oben genannten Genre-Vorreitern, dass sich das sprichwörtliche Gebälk krümmt. Angefangen bei der allgemeinen Spielmechanik über etliche Gameplay-Elemente bis hin zum Inventar-Interface kommt einem doch alles irgendwie ungemein bekannt vor. Gleich in der ersten von insgesamt drei Episoden des Spiels bekommen es unsere altgedienten FBI-Agenten mit einer von zombieartigen Kreaturen überrannten Kleinstadt zu tun, die frappierend an ein keines Örtchen namens "Silent Hill" erinnert. Und dies ist nur der Anfang: "Resist or Serve" ist in vielerlei Hinsicht äußerst uninspiriert ausgefallen - da helfen auch die leidlich interessanten Autopsien, die man hin und wieder mit Scully durchzuführen hat, herzlich wenig. Dazu kommt noch die gravierende Tatsache, dass "Resist or Serve" dem TV-Vorbild über weite Strecken in keinster Weise gerecht wird. Zwar freuen sich die bereits dezent ernüchterten Fans während des Spielens über die zahlreichen Seitenhiebe und inhaltlichen Verweise auf die Serie, ansonsten jedoch macht sich aber eher Irritation als Wohlgefallen breit. So wird sich beispielsweise kein Freund der Serie an auch nur eine Folge erinnern können, in der sich Fox Mulder mit einem AK47-Sturmgewehr im Rambomanier durch Zombiehorden ballert. Akte X besticht in erster Linie durch subtil-intelligent erzählte Geschichten und weniger durch Splatter-Action im B-Movie-Stil. Im Spiel jedoch haben sich die Schwerpunkte zum Negativen hin verlagert: Im gesamten Spielverlauf wird so oft aus großkalibrigen Schießprügeln gefeuert, wie es in den 200 Folgen der TV-Serie nicht mal ansatzweise der Fall war. Das ist in etwa so, als würde man aus der "Terminator"-Lizenz ein Point N'Click-Adventure basteln; und wie das aussehen würde, wollen wir uns lieber nicht vorstellen.

    Während sich der Akte X-Fan also schon frühzeitig mit Grausen abwendet, wird zumindest der Anhänger von Survival-Horror-Spielen mit zumindest gerade noch solider, wenn auch mächtig einfallsloser Kost bedient: In der genre-typischen Multi-Angle-Perspektive bewegt man sich wahlweise mit Mulder oder Scully durch ein halbes Dutzend recht groß ausgefallener Areale und löst traditionell eher anspruchslose Rätsel im "Finde Schlüssel A für Tür B"-Stil. Zu kritisieren ist hierbei, dass die zu bewältigenden Laufwege ärgerlich ausladend ausgefallen und daher schon bald zu einem wahrhaftigen Nerv-Faktor werden. Daneben gilt es, sich mittels Waffengewalt gegen Zombies, Dämonen und ähnliche Gestalten durchzusetzen. Die Steuerung der Protagonisten ist dabei besonders in den Kämpfen unnötig unbequem ausgefallen und sorgt immer wieder für unfaire Situationen. Das dritte vorherrschende Spielelement umfasst die Autopsien, welche allerdings nur vorkommen, wenn man mit Scully spielt: Ausgerüstet mit allerlei Handwerkszeug aus der Gerichtsmedizin schnibbelt man in einer Draufsicht-Einstellung an verwesten Leichen rum, um beispielsweise bestimmte Körperteile zu extrahieren. Was anfangs noch ganz witzig ist, verkommt jedoch schon bald zu einem eher langweiligen und daher überflüssigen Intermezzo. Kleiner Lichtblick des Spiels sind die ordentliche Atmosphäre und die diversen Schockeffekte, welche - nächtliches Spielen sowie aufgedrehte Anlage vorausgesetzt - für wohligen Grusel sorgen können.

    Technisch gesehen ist "Resist or Serve" recht durchwachsen, allem voran die mächtig dicken PAL-Balken, die aus Scully und Mulder pausbäckige und untersetzte Witzfiguren lassen werden. Die Grafik bewegt sich auf Standard-Niveau, fällt ansonsten jedoch nicht weiter unangenehm auf. Die teils absurden Kamerawinkel hingegen sind noch mal ein Thema für sich: Diese sind gerade in größeren Arealen oft absolut ungünstig positioniert worden, was der Orientierung nicht gerade dienlich ist. Zudem darf man damit rechnen, dass die eigene Spielfigur an einigen Stellen aus dem Bild verschwindet, wenn man mal wieder auf der Suche nach dem Ausgang aus einer Szene ist. Dementsprechend oft feuert man auf Gegner, die sich komplett außerhalb des Bildes befinden - blindes Zielen ist oft Pflicht. Am Sound gibt es nur wenig zu mäkeln, allerdings hätte dieser insgesamt etwas kräftiger und verstörender ausfallen können - es handelt sich hierbei immerhin um ein Horror-Spiel. Erfreulich ist die Tatsache, dass für das Spiel noch mal alle wichtigen Schauspieler aus der Serie gewonnen werden konnten, die den Figuren die bekannten Stimmen verleihen.

    ANMERKUNG: Spiel ist komplett in englischer Sprache / deutsche Anleitung enthalten

    Akte X: Resist or Serve (PS2)

    Singleplayer
    5,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Zwei Spielfiguren
    recht einsteigerfreundlich
    gut gesetzte Schockeffekte
    sämtliche Original-Sprecher im Spiel enthalten
    Kaum neue Ideen
    unbequeme Steuerung
    teils katastrophale Kamera-Winkel
    schlechte Umsetzung des Akte X-Grundkonzepts
  • Akte X: Resist or Serve
    Akte X: Resist or Serve
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Fox Interactive
    Release
    19.05.2004

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989887
Akte X: Resist or Serve
Akte X: Resist or Serve im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Akte-X-Resist-or-Serve-Spiel-17696/Tests/Akte-X-Resist-or-Serve-im-Gamezone-Test-989887/
27.05.2004
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