Der genial inszenierte Gruselthriller bringt viele Spielelemente zur Perfektion und ist ein vielversprechender Kandidat für das Spiel des Jahres!
Wenn die Jungs von Remedy ein Spiel rausbringen, dann kann man sich relativ sicher sein, dass das auch bei Käufern gut ankommt. Wenn die Macher der Max Payne-Reihe dann auch noch eng mit Microsoft zusammenarbeiten und ihren (Zeit-?)Exklusivtitel als First-Party-Titel mit dem Konsolenhersteller vermarkten, dann schreit das förmlich nach Superhit! Wir haben den Grusel-Thriller Alan Wake nun final testen können und sind kurzum begeistert. Das Spiel mit Licht und Schatten trifft auf eine innovative Erzählweise im Episodenstil und einer tiefgründigen Hintergrundgeschichte. Das geniale Spiel?
Quelle: Remedy
Alan Wake
Sechs Jahre ist es nun her, dass Remedy Entertainment sich nach dem Film Noir-Hit Max Payne überlegt hat, was wohl als nächstes kommen soll. Sechs Jahre, in denen Alan Wake immer wieder mal angekündigt, verschoben, inoffiziell eingestellt und wieder aufgenommen wurde. Nun endlich sind die Entwickler aus dem kalten Finnland fertig und Tatsache: Alan Wake ist da! Am 14. Mai 2010 kommt der Gruseltitel in den deutschen Handel, komplett ungeschnitten und unzensiert ab 16 Jahren. Oskari "Ozz" Häkkinen, Head of Franchise Development, hat uns in Hamburg auf einem Preview-Event vor einiger Zeit schon mal Rede und Antwort gestanden, und erklärt euch im kurzen Videointerview, was euch in Alan Wake erwartet.
Interview mit Oskari Häkkinen
Bestseller-Autor mit Schreibblockade
Alan Wake
Um die Geschichte kurz zu umreißen: Alan Wake ist ein erfolgreicher Bestseller-Autor, der aber seit nunmehr fast zwei Jahren an seinem neuem Buch festhängt. Die Schreibblockade nervt nicht nur ihn, sondern auch seine Frau Alice, die ihn im Urlaub im tristen Nest Bright Falls dazu bewegen will, endlich weiter zu schreiben. Was könnte anregender sein, als die Einsamkeit in einer kleinen Hütte am See, mitten im Nirgendwo Nordamerikas - Stephen Kings Maine-Szenerien lassen grüßen. Alan, der Naivling, denkt aber, dass er einfach nur ein paar schöne Tage mit Alice in einer hübschen Bergkulisse verbringen wird, Ärger ist vorprogrammiert. Als er dann erfährt, dass das Wochenende kein Liebesausflug sondern eher ein Businesstrip wird, rennt der Autor wutentbrannt aus dem Haus, um sich abzureagieren. Doch kaum ist er draußen, verändert sich alles: Alice verschwindet auf spurlose Art und Weise im pechschwarzen, ausladenden See, Alan verliert das Bewusstsein ... Und wacht eine knappe Woche später in einem Autowrack wieder auf. Neben ihm das Manuskript zum Buch, dass ihm seit Monaten im Kopf herumschwirrt.
Alan Wake
Aber: Wie hat er es geschrieben? Was ist passiert? Und wer ist die alte, schwarzgewandte Dame, die Alans Weg immer wieder in Wachträumen und auch der Realität kreuzt. Ist Alan vielleicht auch einfach nur wahnsinnig geworden und versucht mithilfe seiner Fantasie den tragischen Unfalltod seiner Frau zu verarbeiten, wie es ihm der verdächtig agierende Dr. Hartman erklärt, der ihn kurzzeitig in seine psychologische Klinik einweisen lässt? Das gilt es im Verlauf der Geschichte herauszufinden, und auch, wie das Buch zu Ende geht. Die Frage, wie und wann das Manuskript niedergeschrieben wurde, rückt aber schnell in den Hintergrund, als wir herausfinden, dass die Geschichte aus dem Buch in Alans Wirklichkeit stattfindet - Dämonen und fiktive Fantasycharaktere inklusive!
