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  • Alexander: Hier kommt Alex - Leser-Test von BigJim

    Alexander: Hier kommt Alex - Leser-Test von BigJim Die gleichnamige Kino-Verfilmung von Oliver Stones diente den Entwicklern als Vorlage für ihre PC-Umsetzung. Dass solche Schnellschüsse - das Spiel erschien "termingerecht" zur Leinwandpremiere- - meist in die Hose gehen, ist eine alte Erfahrung. Und so merkt man auch dem PC-Alexander an, dass er mit der heißen Nadel gestrickt wurde. Mit mehr Feinarbeit hätte der Strategie-Titel nämlich durchaus Potential gehabt.

    Alexander der Große galt zu seinen Lebzeiten (356-323 v. Chr.) als genialer Feldherr, der mit seinen Armeen fast die komplette Welt eroberte. Schon in jungen Jahren stieg er zum König auf und erzielte bis dahin nie gekannte politische und militärische Erfolge. Die noch zu Beginn des 2. Weltkrieg zum Teil erfolgreich praktizierte "Blitzkrieg"-Strategie beruhte nicht zuletzt auf strategische Vorgehensweisen, die Alexander schon über 2000 Jahre zuvor entwickelt hatte. Legendär wurden vor allem seine Triumphe während der Perserkriege (Issus, Gaugamela) und die daraus abgeleitete Gedächtnisstütze für Schüler des Geschichtsunterrichts: "333 - bei Issus Keilerei".

    Man merkt sofort, dass hier die COSSACKS-Produzenten am Werk waren. Grafikstil und Bedienung unterscheiden sich beispielsweise nicht von der NAPOLEONIC WARs, einem der jüngsten Titel der COSSACKS-Macher. Wie dort finden auch bei ALEXANDER gewaltige Massenschlachten statt. Ergänzt werden die Spielabschnitte zwischendurch immer wieder von geschickt eingestreuten Orginalfilmszenen aus Stones' Hollywood-Spektakel. Die eigentlichen PC-Schlachten stellen aufgrund ihrer Ausmaße hohe Hardwareanforderungen. Selbst leistungsstarke Rechner geraten ins Schwitzen bzw. Ruckeln.

    Als klassische Echtzeit-Strategie beinhaltet ALEXANDER einen Aufbauteil, der sich allerdings auf das Wesentliche beschränkt. Auf aus anderen vergleichbaren Titeln bekannte Komfortfunktionen (z.B. "Arbeiter automatisch einer Tätigkeit zuweisen") haben die COSSACKS-Macher hier verzichtet. Der Spieler muss sich um alles selber kümmern. Da der Basisbau aber nicht sehr umfangreich ausgefallen ist, lässt sich dies verschmerzen. Wir bauen Rohstoffe an und produzieren Truppen. Davon möglichst viel und am besten ungestört. Denn während der Bauphase wird unser Stützpunkt oftmals angegriffen. Es gilt daher, schnell Einheiten zu produzieren, die uns die Angreifer vom Hals halten und die Basis sichern helfen.

    Es existieren mehrere Kampagnen. Je nach Spielfortschritt kämpft man dabei auf der Seite Alexanders, der Perser oder Ägypter. Das Spielprinzip läuft unabhängig davon, welcher Partei wir gerade angehören. Stets geht es darum, den Feind auf dem Schlachtfeld zu bezwingen. Und so ist ALEXANDER in erster Linie auch ein Kriegsspiel. Die eingefügten Filmsequenzen, in denen meist auch nur gekämpft wird, und die zeitweise durchsickernden historischen Hintergrundinformationen lockern das Kriegsgeschehen lediglich etwas auf. Mehr nicht.

    Gerade aber bei den Schlachten, dem eigentlichen Kernstück des Titels, offenbart ALEXANDER seine großen Schwächen. Die Einheiten wirken pixelig und ähneln einer Ansammlung von Fruchtfliegen. Der altbackenen COSSACKS 2-Engine gelingt es einfach nicht, das Kriegsgetümmel optisch packend dazustellen. Vor allem Spieler, die sich gern an Titeln wie ROME erfreuen, fühlen sich grafisch in die Steinzeit zurückversetzt. Das könnte man vielleicht noch durchgehen lassen, wenn wenigstens taktischen Mindestansprüchen Rechnung getragen werden würde. Aber: Pustekuchen. Eine Freund- und Feindes-KI existiert quasi nicht, und die Wegfindung der Einheiten könnte auch besser sein. Strategisches Können? Fehlanzeige. Meist reicht es völlig aus, den Gegner mittels zahlenmäßiger Überlegenheit, also "Masse", zu überrennen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Vielzahl der Einheiten (manchmal bekriegen sich an die 2000 Soldaten gleichzeitig auf dem Monitor) schlecht überschauen lässt. Werden die Truppen erst einmal in Nahkämpfe verwickelt, helfen auch keine Formationsbefehle mehr. Spätestens ab da artet die Schlacht zu einem wilden Gemetzel aus, auf das der Spieler praktisch keinen Einfluß mehr nehmen kann. Über Sieg oder Niederlage entscheidet dann "General Zufall".

    Fazit:
    Alexander der Große mag im wirklichen Leben eine tolle Nummer gewesen sein. Die PC-Umsetzung ist es nicht. Da gibt es fürwahr bessere Alternativen: "ROME, ich komme!"

    Negative Aspekte:
    altbackene Engine, unübersichtlich, Mängel bei KI und Wegfindung, kein taktischer Anspruch

    Positive Aspekte:
    gewaltige Massenschlachten, Orginal-Filmmaterial, historische Hintergrundinformationen

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Alexander
    Alexander
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    19.02.2010
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

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Alexander
Alexander: Hier kommt Alex - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Alexander-Spiel-17733/Lesertests/Alexander-Hier-kommt-Alex-Leser-Test-von-BigJim-1004895/
17.08.2006
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