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  • Alfred Hitchcock - The Final Cut: Auf den Spuren von Alfred Hitchcock - Leser-Test von BigJim

    Alfred Hitchcock - The Final Cut: Auf den Spuren von Alfred Hitchcock - Leser-Test von BigJim "Das einzige und offizielle Hitchcock-Game", so kündet stolz ein Aufdruck auf der Verkaufsverpackung von THE FINAL CUT. Wurde ja auch Zeit, dem 1980 verstorbenen Meister-Regisseur endlich mal auf dem PC zu huldigen. Genug Stoff für eine Spieleumsetzung bieten seine Filme sicherlich. Fragt sich nur, ob es gelingt, den subtilen Gruselgeschmack der Hitchcock-Streifen von der Kinoleinwand auf den heimischen Computer zu übertragen. Denn THE FINAL CUT enthält zwar einige Orginal-Filmausschnitte (u.a. aus "Psycho", "Frenzy" und "Der zerrissene Vorhang"), die gelegentlich als Zwischensequenzen im Spiel auftauchen, beruht aber sonst auf einer eigenständigen Story.

    Privatdetektiv Joseph Shamley soll eine Filmcrew wiederfinden, die auf dem riesigen Privatbesitz eines gewissen Robert Marvin-Jordan spurlos verschwunden ist. Letzterer, ein zwielichtiger Geschäftsmann, gilt als Hitchcock-Fan und ebenfalls verschollen. Neben kriminalistischem Spürsinn besitzt Shamley eine Eigenschaft, die ihn von anderen Detektiven unterscheidet. Er verfügt über mediale Fähigkeiten und wird seit dem Unfalltot seiner Eltern regelmäßig von Visionen heimgesucht, die ihn einerseits bedrücken, andererseits aber die Aufklärung mysteriöser Fälle erleichtern. Diese Gabe soll sich in THE FINAL CUT noch als besonders hilfreich zeigen.

    Technisch erscheint dieser mittlerweile fast fünf Jahre alte Titel natürlich überholt. Grafik und Sound sind aus heutiger Sicht bestenfalls noch Durchschnitt. Die Optik schneidet dabei etwas besser ab, gelingt es ihr doch, dass unheimliche Hitchcock-Szenario atmosphärisch ganz gut zu transportieren. Das Anwesen des vermissten Geschäftsmanns, welches wir in den nächsten ca. zwanzig Spielstunden untersuchen, wirkt gespenstisch. Obwohl eigentlich nicht viel passiert, fühlt man sich zu keiner Zeit wohl in seiner Haut. Weniger überzeugend sind die Animationen des Hauptcharakters, der sich mit der Geschmeidigkeit eines schlecht geölten Roboters fortbewegt. THE FINAL CUT ist ein typisches Krimi-Grusel-Adventure. Ähnlich wie einst in ALONE IN THE DARK oder SILENT HILL steuern wir die Figur aus der Verfolgerperspektive, was aufgrund der häufig wechselnden Kameraperspektiven nicht immer einfach ist.

    Wie in jedem Adventure kommt auch in THE FINAL CUT dem Suchen, Finden und Verwenden von Gegenständen entscheidende Bedeutung zu. Der Spieler wühlt in Schubladen und Archiven, verhört Zeugen oder löst das ein oder andere Kombinationsrätsel. Mal müssen wir in einer Kartei Titel aus Hitchcock-Filmen aus vorgegebenen Wortpaaren zusammensetzen, an anderer Stelle einen Safe knacken oder in der Küche Essbares herstellen, um uns in eine Partygesellschaft einzuschleichen. Die obligatorische Lupe ist immer dabei, ebenso ein Display, welches hier die Funktion eines Inventars übernimmt. Dort werden Objekte aufbewahrt und Informationen sowie Spielstände gespeichert. Die Rätsel sind nicht sonderlich schwer, lediglich die Entdeckung der einzelnen Gegenstände bereitet aufgrund der verquerten Levelgestaltung oftmals Probleme.

    Die Bezüge zu Hitchcock und seinen Werken durchziehen den gesamten Ablauf des Spiels. So begegnem wir schwarzem Federvieh (eine Anspielung auf "Die Vögel") oder treffen auf ein abgelegenes Haus am Berghang, das dem aus "Psycho" zum Verwechseln ähnlich sieht. Wenn Detektiv Shamley einer seiner Visionen hat, flackern Ausschnitte aus früheren Hitchcock-Verfilmungen über den Monitor. Auch im Spiel selbst finden sich Leichen und an einer Stelle gibt es sogar eine actionreiche Verfolgungsjagd mit dem Auto.

    Trotzdem kann THE FINAL CUT in der Summe nicht überzeugen. Möglicherweise hängt dies aber auch mit dem kaum zu erfüllenden Anspruch zusammen, dass man von genialen Filmvorlagen ein ebenso geniales Spiel erwartet. Denn die Story, die sich im weiteren Spielverlauf als ein Geflecht aus Beziehungen, kaltblütigen Morden und Täuschungen entpuppt, ist irgendwie wirr und die deutsche Synchronisation ziemlich daneben. Da hätte man mehr draus machen können.

    Negative Aspekte:
    ungenaue Steuerung, schlechte Sprachausgabe

    Positive Aspekte:
    Hitchcock-Atmosphäre, Orginal-Filmszenen

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Alfred Hitchcock - The Final Cut
    Alfred Hitchcock - The Final Cut
    Publisher
    Vidis Electronic Vertriebs GmbH (DE)
    Developer
    Arxel Tribe
    Release
    14.11.2001

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1004970
Alfred Hitchcock - The Final Cut
Alfred Hitchcock - The Final Cut: Auf den Spuren von Alfred Hitchcock - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Alfred-Hitchcock-The-Final-Cut-Spiel-17751/Lesertests/Alfred-Hitchcock-The-Final-Cut-Auf-den-Spuren-von-Alfred-Hitchcock-Leser-Test-von-BigJim-1004970/
31.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2001/11/snap1254.jpg
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