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  • Alias im Gamezone-Test

    Hilf Sydney Bristow dabei alles über "die Maschine" in Erfahrung zu bringen und den SD-6 zu stürzen.

    Tarnung ist alles, aber Zuschlagen geht schneller...

    Bristow, Sydney Bristow ist ihr Name, und sie ist jung, intelligent und tödlich. Ausgerechnet an ihrem freien Tag wird Sydney in das Hauptquartier der CIA gerufen, wo sie von ihrem Vater persönlich die nächste Mission erklärt bekommt. Dabei geht es um einen verschwundenen Agenten, dessen letzte Nachricht mehr als seltsam war. Er sprach von "der Maschine", dessen Zweck ihm aber noch unbekannt war, bevor man den Kontakt zu ihm verlor. Das letzte Zeichen von ihm erreichte die Einsatzführung aus einem Casino in Monte Carlo, wo offensichtlich mehr als illegale Machenschaften vonstatten gingen.
    Klar, dass in solchen Situationen Sydney eingesetzt wird, deren primäre Aufgabe vorerst ist herauszukriegen was hinter der seltsamen Meldung steckt und ob der verschwundene Agent noch lebt.

    An dieser Stelle kommen wir ins Spiel und übernehmen die Kontrolle über Sydney, die sich in besagtes Casino eingeschlichen hat. Unsere erste Aufgabe besteht darin nicht aufzufallen und währenddessen dem vermeintlichen Gangster ein chemisches Mittel in den Drink zu schütten, so dass er elektronisch geortet werden kann. Da wir bereits die Kleidung der dort üblichen Bedienung an haben, stellt es kein Problem dar die Barfrau abzulenken und das Pülverchen im Drink aufzulösen. Haben wir dies erledigt, erfahren wir auch schon die nächsten Ziele, die uns immer vorbildlich per Funk nähergebracht werden. Allerdings entfaltet sich das zugrundeliegende Gameplay dann doch etwas anders als man auf den ersten Blick meinen möchte, denn auch wenn Sydney hervorragend schleichen und sich verstecken kann, genügt es meist alle vorhandenen Gegner ganz direkt niederzustrecken. Dabei können wir uns diverser Gegenstände bedienen die man fleißig auf den Köpfen der Gegner zertrümmern darf. Liegt gerade nichts Greifbares in der Nähe, können wir auch unseren Widersachern die Waffe entwenden, wogegen sich dieser natürlich wehrt. Da hilft es meist nur noch sich den Gegner zu packen und gegen die Wand zu werfen, wobei sie hoffentlich ihre Waffe verlieren. Denn besonders die mit Schusswaffen ausgestatteten Wachen sind schlau genug sich immer etwas von uns entfernt aufzuhalten, so dass wir nicht einfach nach ihnen greifen können. Denn erst wenn sie sich nah genug befinden, können wir die Spezial-Attacken auslösen, die bei einem Kampf gegen mehrere Gegner meist entscheidend sind. Leider endet hier auch schon die Intelligenz der NPC's, derer ganzer Handlungsspielraum darauf beschränkt zu sein scheint, sich in unmittelbarer Nähe befindliche Gegner zu hauen. Kaum befinden wir uns etwas über oder unterhalb oder auch nur einige Meter von ihnen entfernt, scheinen sie uns nicht mehr wahrzunehmen. Dieses Manko gleichen sie aber meist durch massenhaftes Auftreten aus, wo wir auch schon dem zweiten großen Manko von Alias begegnen, nämlich dem etwas ungünstig ausgefallenem Kampfsystem. Derweil sind es weniger die wenigen Bewegungen und Schläge die Sydney ausführen kann, als vielmehr ihr Unvermögen die Gegner richtig aufs Korn zu nehmen. So schlägt sie gerne und oft daneben, was den NPC's genug Zeit lässt sich in Position zu bringen und uns das Leben schwer zu machen. Da hilft es auch nicht viel zu versuchen Sydney vor dem Schlag in die richtige Richtung zu drehen, sie schlägt einfach gerne daneben.

    Könnte man von der Spielbeschreibung her noch meinen es mit einem astreinen Splinter Cell-Klon zu tun zu haben, spielt es sich doch mehr wie ein waschechtes Action-Adventure, da die Schleicheinlagen nur selten zwingend sind und man mit blanker Gewalt meist ebenso weit kommt. Nur selten ist es wirklich notwenig sich lautlos zu bewegen, meist bewegt man sich in bester Buffy-Manier durch die Level und prügelt was das Zeug hält. Die gestellten Aufgaben werden einem zudem haarklein erklärt und sind jederzeit im mitgeführten PDA abzurufen. Zu erwähnen sei an dieser Stelle noch der Hack-Mechanismus, der schon sehr an die alte Spielidee aus Master Minds erinnert. Denn das sogenannte "Hacken" besteht immer aus dem gleichen Versuch den dreistelligen Kode aus den Ziffern A bis D zu erraten. Wir geben also einen beliebten Code ein und erhalten als Antwort die Anzahl der richtigen Zeichen. So tasten wir uns ans richtige Ergebnis bis der Computer als gehackt gilt. Selbstverständlich ist Sydney noch mit diversen anderen Geräten ausgestattet welche uns im Laufe des Spiels das Leben erleichtern. So besitzt sie neben einem Wärmesichtgerät den sogenannten Sichtverbesserer, dessen Funktion stark an den 007-Blick von James Bond erinnert. Aktivieren wir diese Sicht, werden alle Missionsrelevanten Dinge und Charaktere hervorgehoben, so dass wir uns leichter orientieren können. Besonders wenn sich der Ausgang aus einem Raum unter oder über uns befindet, leistet diese Sicht gute Dienste. Ganz ab von ihren Geräten ist eine der wichtigsten Fähigkeiten die Sidney beherrscht die Tarnung, was in der Praxis viele verschiedene Klamotten zum wechseln bedeutet. Zwar trägt sie nicht ihren kompletten Kleiderschrank mit sich herum, auf die für die aktuelle Mission wichtigen Bekleidungsstücke aber kann sie jederzeit zugreifen. Denn bugsieren wir Sydney im knappen Minirock in die Kühlkammer, dauert es nicht lange bis sie nur noch zitternd in der Ecke steht und sich kaum mehr bewegen kann. Dann heißt es flugs in den Kampfanzug gewechselt und Sydney wird wieder warm. Meist jedoch geht es darum Sydney die Klamotten zu verpassen mit denen sie am wenigsten auffällt, damit sie in Ruhe ihre Arbeit erledigen kann.

    Was uns grafisch auf den Schirm gezaubert wird ist ziemlich durchwachsene Kost. Die Charaktere selbst sind recht gelungen und gefallen besonders wegen der authentischen Gesichter, ihre Animationen hingegen wirken schon sehr roboterhaft und kein bisschen echt. Besonders Sydney ist mit einem Gang gesegnet der wirkt als sitze sie auf einem Einrad. Derweil ist ihr langsamer Gang durchaus erträglich, kaum geht sie aber in den Laufschritt über meint man einen aufrecht schwimmenden Fisch durchs Wasser fahren zu sehen. Dazu gesellt sich der Umstand, dass sie keine Treppe hinauf- oder hinunterschleichen kann, da sie sich auf Stufen grundsätzlich aufrecht hinstellt und laut mit ihren Stöckelschuhen klappert.
    Die gebotene Umgebung hingegen muss sich nicht verstecken, auch wenn man ihr deutlich die Herkunft von einem Multiplattform-Titel ansieht. So dürfen wir nicht zu viele Details erwarten, bekommen aber im Gegenzug eine absolut stabile Framerate geboten. Wirklich zu bemängeln sind nur einige der Zwischensequenzen, die viel zu stark komprimiert wurden und hässliche Artefakte im Bild zurücklassen. Seltsamerweise trifft dies nicht auf alle Filmschnipsel zu, die mitunter eine durchaus akzeptable Qualität aufweisen.
    Die Anpassung an das PAL-Format darf man als gelungen bezeichnen, gibt es doch im ganzen Spiel keine PAL-Balken zu sehen und die Videos sind praktisch frei von Pump- oder Ruckeleffekten. Schade, dass man der PAL-Version keinen 60 Hertz-Mode zugestanden hat.

    Besonders Fans und Freunde der gleichnamigen TV-Serie dürfen sich über die Soundkulisse freuen, die neben vielen bekannten Rhythmen und Sounds vor allem eine sehr gelungene deutsche Synchronisation bereithält. Keinen Satz lang hat man das Gefühl die Sprecher wüssten nicht worum es geht, ganz im Gegenteil scheinen sie voll ins Geschehen involviert. Besonders der Computer-Freak Marshall Flinkman begeistert mit seinem seltsamen Auftreten.

    Die Steuerung zu Alias ist schnell erlernt da auf jeder Taste auch nur eine Funktion gelegt wurde. Zwar werden auch die schwarze und weiße Taste ebenso benutzt wie das Steuerkreuz um die Gadgets auszuwählen, da sich aber die Belegung der restlichen Tasten im gesamten Spiel nicht ändert und sie sich auch sehr an die bekannten Mechanismen hält, verschwendet man schon bald keinen Gedanken mehr an diese und kann frei und schnell agieren. Bis auf das Manko, dass Sydney gerne und oft daneben schlägt, sollte man kein Problem mit der Steuerung haben.
    Wer sich in anderen Spielen gerne über die spärlich verteilten Save-Points ärgert, hat ihn Alias mehr als einen Grund zur Freude. Denn die Save-Points sind in diesem Game schon sehr spielerfreundlich angeordnet und erlauben es uns fast alle paar Meter zu speichern, was mitunter schon etwas übertrieben ist, wenn wir uns nur wenige Meter ganz ohne Feindbegegnung bewegt haben und schon wieder speichern können. Damit gehört Alias zu den wenigen Games wo man sich über den Mangel an Speichermöglichkeiten nicht beschweren kann, ganz im Gegenteil wird man in der Praxis so manchen auslassen um den Spielfluss nicht zu bremsen.

    Alias (XB)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Engagierte Synchronsprecher
    viele Speicherpunkte
    immer klare Missionsziele
    viele verschiedene Gadgets
    auch für Einsteiger geeignet
    Hölzerne Animationen
    dumme Gegner-KI
    unausgereiftes Kampfsystem
  • Alias

    Alias

    Publisher
    Acclaim Entertainment
    Release
    02.04.2004
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

    Aktuelles zu Alias

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Battleborn Release: Battleborn 2K Games , Gearbox Software
    Cover Packshot von Rogue Stormers Release: Rogue Stormers
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989772
Alias
Alias im Gamezone-Test
Hilf Sydney Bristow dabei alles über "die Maschine" in Erfahrung zu bringen und den SD-6 zu stürzen.
http://www.gamezone.de/Alias-Spiel-17753/Tests/Alias-im-Gamezone-Test-989772/
05.04.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/04/TV2004040516382900.jpg
tests