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  • Alien Breed: Impact - Gelungene Rückkehr der Alien Brut - Leser-Test von alpha_omega

    Spiele, in denen Aliens eine besondere Nebenrolle einnehmen sollten, gab es speziell im 16bit Videospielzeitalter wie den berühmten Sand am Meer. Doch versprühten nur die wenigsten Games eine derart beklemmenden Atmosphäre, wie der Titel Alien Breed, der vor allem Besitzern eines Amigas noch in bester Erinnerung sein sollte und vom englischen Spielehersteller Team 17 produziert wurde. Eben jene Macher nahmen sich nun der grausig schaudernden Alienjagd erneut an und veröffentlichten innerhalb kürzester Zeit drei neue HD-Remakes, die zuerst auf dem Xbox Live Markt, dann für den PC und zu guter Letzt im Store des Playstation Networks jeweils als Download veröffentlicht wurden. Mit Alien Breed: Evolution, der unter dem Beinamen Impact später erst für den PC und die PS3 erschien, durften Xbox360 als erstes das nostalgische Flair der Serie schnuppern. Mittlerweile gibt es für die Microsoft-Konsole auch eine Disc-Edition, die sowohl Evolution, als auch die beiden Nachfolger Assault und Descent enthält. In Nachfolgendem Artikel möchte ich mich allerdings ein wenig näher mit Alien Breed: Impact beschäftigen, der mit etwas Verspätung und einer etwas modifizierten Auflage im September 2010 ins PSN gelangte.

    Eine richtig ausführliche Story zu Alien Breed: Impact gibt es eigentlich nicht. Tief im Weltraum kollidiert das Raumschiff von Chief Engineer Theodore Conrad mit einer von Aliens verseuchten Raumstation namens Leopold. Wir schlüpfen nun also in die Rolle von Conrad, der mittels Funkkommunikation Kontakt zu dem weiblichen Leutnant Mia, die Schäden am eigenen Raumschiff beheben soll. Zwischen den fünf Einzelmissionen werden wir stets mit Comicbildern und englischer Sprachausgabe über den aktuellen Zustand der eigenen Raumfähre versorgt. Die einzelnen Bilder, die in gruseligen dunkelblauen Farbtönen erscheinen, sind zwar ganz nett gemacht, erinnern aber eher doch an die Präsentation vergangener Tage. Eben jenes Nostalgie-Feeling spürt man auch gleich direkt beim Gameplay. Wie in den früheren Teilen der Serie, so stapft man auch diesmal durch zahlreiche Gänge, Flure und Kabinen, bekämpft Aliens mittels Sturmgewehr, Flammenwerfer oder einer futuristischen Schrotflinte, und durchsucht zahlreiche Schränke und Leichen nach wertvollen Zusatzgegenständen wie MediPacks oder Granaten. Möchte man das Spiel einem gewissen Genre zuordnen, so würde ich es aus einen Mix aus Horror-Survial und Shootem up zuordnen. Nicht selten werden wir in eher ruhigen Situationen von einem plötzlich aus einem Schacht hinabzustürzendem Alien bedroht, Schockmomente die speziell zu Beginn des Spieles richtig ziehen, sich mit der Zeit allerdings ein wenig abnutzen.

    Das Ganze wird uns aus einer isometrischen Kameraperpektive optisch dargestellt, die allerdings nicht automatisch auf den Rücken des Akteurs schwenkt, sondern man diese stets manuell justieren muss, beziehungsweise kann. Dass die Alienjagd auch ohne Kameraausrichtung recht reibungslos abläuft, liegt zum einen an dem sehr aufmerksamen HUD-System, welches sich am rechten oberen Bildschirm befindet und uns die fiesen Eindringlinge als roten Punkt sofort anzeigt. Mittels halten des rechten Analogsticks projizieren wir einen Laserstrahl, mit dem wir im alten klassischen 8-Wege-Controlling unsere Gegner ins Visir nehmen. Relativ unkompliziert verlaufen somit zahlreiche Gefechte, der vor allem im fortgeschrittenen Spielverlauf, zumeist unzählig anrückenden Gegner. Lediglich beim schnellen Wechsel der einzelnen Waffen als auch der Zusatzgegenstände kann etwas Hektik aufkommen, da man diese stets alle bei sich trägt und mittels Richtungstasten aufruft. Als willkommenen Ausgleich zu den zahlreichen zumeist auf Reaktionen basierenden Schusswechseln, darf man deswegen auch die kleinen Schalterrätsel zählen, die wir in den einzelnen Arealen stets aktivieren müssen. Zwar sind auch diese eher recht einfach gestrikt, zumeist gilt es nur irgendwelche Konsolen zu aktivieren oder einfach nur die Stromzufuhr wieder herzustellen, doch dienen sie als willkommene Ruhepause zu den zumeist von Action und Hektik geprägten Alienjagden.

    Neben dem altbekannten Gameplay gibt es aber auch Spielparts aus der Neuzeit. So absolvieren wir zum Beispiel einen Abschnitt außerhalb der Raumfähre, bei dem wir unter Vakuum stets auf unseren Sauerstoffgehalt achten müssen. Aber auch eine nervenaufreibende Flucht vor einem riesigen Mutteralien erwartet uns, ebenso wie ein fetter Endboss zum Ende des Spieles, dessen Ableben allerdings nur den Start des zweiten Teils der Serie einleitet. Neben einem recht geschickt gestrickten Leveldesign, welches nicht selten durch intelligente Laufwege glänzt, die gelegentlich erst mittels Sprengstofflaschen erkundet werden müssen, bietet Alien Breed: Impact auch zahlreiche sogenannte Intex-Terminals. An diesen Automaten können neben Munition und nützlichen Gegenständen, wie zum Beispiel Selbstschussanlagen, auch diverse Upgrades der eigenen Waffen und des Charakters vorgenommen werden. Allerdings ist pro Waffe nur maximal nur eine Verbesserung möglich. Möchte man der gewünschten Wumme ein weiteres Upgrade hinzufügen, so verschwindet das erste wieder, was ich leider nicht ganz nachvollziehen konnte. Die Intex Terminals dienen allerdings nicht nur dazu finanzielle Geschäfte zu erledigen, sondern stehen sie gleichzeitig für Speicherpunkte. Zusätzlich speichert das Spiel auch automatisch an speziell kniffligen Situationen, in denen wir unter anderen unter Zeitdruck gewisse Aufgaben erledigen müssen.

    Neben fünf einzelnen Story-Kapiteln, die man in etwa vier bis fünf Stunden Spielzeit absolviert haben dürfte, bietet Alien Breed: Impact auch zusätzliche Missionen für einen kooperativen Zweispielerdmodus, der je nach Bedarf online als auch offline an einer Konsole bestreitet werden kann. Allerdings sollte man es vorziehen, sich zusammen vor eine Konsole zu setzen und das Spiel angehen, da man online nicht mit dem erhofften Teamspeak-Feature versorgt wird, welches dieser Titel nicht unterstützt. Unterstützt werden hingegen die Trophäen, von denen es, im Vergleich zu den meisten anderen Download-Titeln, eine richtig große Anzahl gibt und die stellenweise auch recht motivierend sind. So gilt es zum Beispiel ein komplettes Kapitel komplett ohne Hilfsgegenstände zu absolvieren oder auch mit einer einzigen Granate zehn Aliens zu töten. Des Weiteren gibt es auch ein paar Pokale im insgesamt recht guten Zweispielermodus zu ergattern. Wem das alles nicht reicht und wer sich mit den besten der Welt messen möchte, kann dies tun, in dem er seine ergatterten Punkte in die dazugehörigen Online-Highscore Tabellen hochlädt. Bei dem Bewertungssystem werden übrigens Faktoren wie Zeit, Trefferquote als auch eigener Schaden berücksichtigt.

    Zu guter Letzt werfen wir noch einen kleinen Blick auf die Präsentation, die optisch aufpoliert mit einer HD-Grafik das Auge erfreut. Die einzelnen Areale wurden zum einen recht futuristisch, so laufen wir zum Beispiel über eine Hologrammbrücke, und zum anderen sehr düster und mit viel Schleim und etwas Blut versehen. Ebenso abwechslungsreich erscheinen die Aliens, die mal in Krabbelausführung winzig klein, mal mit leuchtendem Laser-Maul und mal mit einem Freeze-Effekt daherkommen, der uns kurzzeitig die Sinne raubt und den Bildschirm in einem verwaschenen Schwarz-Weiß-Effekt verzaubert. Für Erleuchtung in den dunkleren Arealen sorgt ein Taschenlampenlicht, welches sich stets an unserer aktuell aufgerüsteten Waffe befindet. Doch ist die Grafik nicht vollkommen frei von sämtlicher Kritik. Nicht selten kommt es zu leichten Tearing und auch beim automatischen Speichern friert das Bild kurz ein. Des Weiteren machen auch die vereinzelt auftretenden Cutscenen einen eher altbackenen Eindruck. Beim Sound erwarten uns hingegen gruselige Alien- und Außengeräusche, die für eine schaurige und knisternde Atmosphäre sorgen. Sei es das Knarren von defekten Türen, das Durchqueren von glitschigen Schleim oder der elektronischen Stimme, die uns auf ein "access denied" hinweist. Ebenso überzeugen die einzelnen Waffen SFX als auch die englischen Synchronsprecher, speziell Conrad fällt durch eine markante raue Stimme auf, die die aktuelle Stimmung unseres Charakters hervorragend zur Geltung bringt. Der eher auf rocklastigen Gitarren basierende Soundtrack hält sich hingegen zumeist bedeckt und dreht erst richtig auf, sobald wir in besonders hektische Situationen geraten.

    Fazit. Alles in allem macht Alien Breed: Impact auf der PS3 einen recht guten Eindruck. Alte Spielelemente der Serie wurden mehr als deutlich sichtbar eingebaut und dank der guten Einbindung von HD-Grafik und Sound entsteht ein kurzweiliger aber nicht selten nervenaufreibender Trip durch eine von Aliens besetzte Raumstation, dem es lediglich ein wenig an spektakulären Höhepunkten wie dem einen oder anderen fiesen Endboss mehr, mangelt. Doch nicht nur Nostalgiker und Kenner des Originals sollten einen Blick in diesen kleinen aber mit vielen feinen Details versehenen Titel werfen, bietet er unter Umständen eine Art Dead Space light für das von Horror-Action verwöhnte Publikum. Und das für einen sehr fairen Preis von 8,99 Euro.

    Negative Aspekte:
    Kein Teamspeak-Support im Koop, nur ein ernüchternder Endbossfight, gelegentliches Tearing, altbacken wirkende Cutscenes, Waffenwechsel kann mitunter zu Hektik führen

    Positive Aspekte:
    Unbeschwertes Nostalgie-Gameplay, interessante Levelarchitektur, Grafik und Sound fangen düstere Stimmung hervorragend ein, zusätzliche Koop-Missionen, sehr günstiger Preis, Online-Highscore Tabellen

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Alien Breed: Impact

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    7.6
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Alien Breed: Impact
    Alien Breed: Impact
    Developer
    Team 17
    Release
    03.07.2010

    Aktuelles zu Alien Breed: Impact

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Alien Breed: Impact
Alien Breed: Impact - Gelungene Rückkehr der Alien Brut - Leser-Test von alpha_omega
http://www.gamezone.de/Alien-Breed-Impact-Spiel-17768/Lesertests/Alien-Breed-Impact-Gelungene-Rueckkehr-der-Alien-Brut-Leser-Test-von-alpha-omega-1010698/
24.04.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2011/04/20100928alienbreedimpactoirznme4.jpg
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