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  • Alien Syndrome im Gamezone-Test

    Hack and Slay RPGs gibt es noch nicht viele für WII, aber Alien Syndrome hilft dem mageren Angebot auch nicht weiter.

    Was hat der liebe Tester eigentlich erwartet, als er Alien Syndrome in Händen hielt? Nun, von der Grafik sehr wenig, denn anhand von Screenshots und Videos war kein optisches Feuerwerk zu vermuten, doch wenn auf der Spielepackung bekannte Logos von Firmen wie Sega und Totally Games prangen, habe ich mir schon ein recht spaßiges Hack & Slay-RPG im Sci-Fi-Look versprochen. Viel kann doch da nicht schief gehen, dachte ich mir. Oh doch, das kann es.

    Eine Frau für gewisse Aliens

    Alien Syndrome Alien Syndrome Raumschiff futsch und ihr müsst euch das in der Rolle von Leutnant Aileen Harding mal genauer anschauen. Kaum auf dem Pott angekommen, merkt die Frau, dass da etwas nicht stimmen kann, denn irgendwie haben sich ekelhaft, schleimige Aliens breit gemacht. Auch egal, besonders wichtig oder spannend ist die Story nicht, deswegen kommen wir flux zur Charakterauswahl. Vor Beginn eurer Alien-Hatz habt ihr die Wahl aus fünf unterschiedlichen Klassen. Der Abbruchexperte ist geschult für den Umgang mit Explosivwaffen und Granaten, die Feuerwalze (wirklich tolle Bezeichnungen) lässt die Feinde schön mit dem Flammenwerfer verbrutzeln, während der Froschmann (hey, ich spiele doch eine Frau) Spezialausrüstungen tragen darf und sich die Naturgewalten zu Nutzen macht. Der Panzerfahrer (brumm brumm) fährt keinen Panzer, sondern lässt Aliens im Nahkampf zerplatzen und last but not least (oder doch) wäre da noch der Scharfschütze, dessen Name selbsterklärend sein sollte.

    Alien Syndrome Alien Syndrome Da Alien Syndrome ein Hack & Slay-RPG ist, bekommt ihr fürs Monsterschnetzeln Erfahrungspunkte, die ihr dann in die vier Attribute Stärke, Geschick, Präzision und Ausdauer investieren könnt, wenn ihr denn bis zum nächsten Levelaufstieg überlebt. Auch für Fertigleiten wie Rüstung, Sprengstoff, Mächtige Schläge und noch einige andere, werden Pünktchen fällig. Dadurch, dass die Feinde nach ihrem Ableben zahlreiche Objekte wie Waffen, Rüstungsteile und Healthpacks fallen lassen (wo versteckt eigentlich eine kleine, blitzende Kugel einen riesigen Kampfstab?), kann der eigene Charakter dementsprechend ausgestattet werden. Unnötiger Ballast wird recycelt. Dafür erhaltet ihr so genannte Reservepunkte (werden auch von Gegnern fallengelassen), mit denen ihr neues Equipment kaufen könnt. Einen Händler werdet ihr jedoch nicht finden. Dafür ist der Scarab zuständig, ein kleiner, schwebender Roboter, der euch während der Missionen ständig begleiten wird und sogar sporadisch beim Kampf hilft. Bei ihm könnt ihr zu jeder Zeit Reservepunkte in Rüstungen, Strahlenkanonen oder Energieauffüller, die ihr für Waffen und euren Schutzschild braucht, eintauschen. Damit fällt schon mal das lästige Reisen zu Händlern weg.

    Neben futuristischen Kampfstäben stehen noch Flammenwerfer, diverse Lasergewehre oder Granatwerfer zur Verfügung. Mit eurem Schild, das sich für kurze Zeit aktivieren lässt, könnt ihr einen Augenblick lang jeglichen Schaden von euch fern halten. Zu den Monstern zählen schleimige Würmer, dreibeinige "Dinger", blitzende, stachelige Elektrogugeln, Aliens, die wie riesige Pflanzen aussehen, Roboter und so weiter. Nichts außergewöhnlich kreatives, und schlau sind die Viecher auch nicht, doch das erwartet man von einem Action-Rollenspiel nicht unbedingt, nur zahlreich sollen sie sein, denn schließlich will man ordentlich aufleveln. P.S.: Die berüchtigten Kisten, die in jedem RPG vorhanden sein müssen, und immer mal wieder nützliche Gegenstände beinhalten, fehlen auch in Alien Syndrome nicht. Zum Glück, denn ansonsten wäre wahrscheinlich das Universum implodiert.

    Das 10 Schritte-/20 Aliens Syndrome

    Alien Syndrome Alien Syndrome Hört sich doch alles nach einem spaßigen Action-RPG an, oder? Falsch, der Kandidat bekommt 30 Reservepunkte abgezogen, denn Sega und Totally Games haben im Prinzip fast alles falsch gemacht, was man bei diesem Genre nur falsch machen kann. Die Liste wird lang, also angeschnallt und los geht es: Alien Syndrome bietet uns keine NPCs, die kleine Quests verteilen, Alien Syndrome hat eine Haupthandlung zum vergessen, Alien Syndrome bietet nur sehr wenige unterschiedliche Rüstungsteile und Waffen, wodurch der Sammeltrieb einfach nicht aufkommen will, bei Alien Syndrome dauert es ungemein länger, bis man eine Stufe aufgestiegen ist, wodurch die Jagd nach Erfahrungspunkten weniger Spaß macht, als noch bei der Genrekonkurrenz...

    Was Alien Syndrome aber endgültig das Genick bricht, ist das langweiligste Gameplay, seit es ekelhaftes Weltraumgesocks gibt. 10 Schritte laufen, 20 plötzliche spawnende Gegner niedermähen, 10 Schritte laufen, wieder 20 Gegner zu Matsch verarbeiten, eine Kiste öffnen, 20 Gegner bearbeiten, Levelausgang, und das Ganze noch mal von vorne. Könnte ja im Prinzip auch Spaß machen, tut es aufgrund des zu hektischen und sich ständig wiederholenden Gameplays nicht mal im Ansatz. Hektisch deswegen, weil ihr über das Steuerkreuz ständig eure Energiereserven und Gesundheitsanzeigen auffrischen müsst und gleichzeitig immer und immer wieder euren Schutzschild (absolut lebensnotwendig) aktivieren solltet, der nur gefühlte 3 Sekunden eingeschaltet bleibt. Erschwerend kommt hinzu, dass das Steuerkreuz recht schwer erreichbar ist. Bei den Gegnermassen, und mit den gerade zu Beginn recht knappen Healthpacks, ist Alien Syndrome nichts für Anfänger. Pro Level gibt es selten mehr als zwei Checkpunkte, an denen ihr euer Spiel speichern könnt. Es wird oft vorkommen, dass ihr größere Passagen nochmals in Angriff nehmen müsst, da ihr einfach nicht mit dem Verputzen von Healtpacks nachkommt.

    Alien Syndrome Alien Syndrome Da Alien Syndrome ein Wii-Spiel ist, haben die Entwickler selbstredend eine bewegungssensitive Steuerung eingebaut. Als Fernkämpfer mit Strahlenkanone oder Flammenwerfer bewegt ihr mit dem Analog-Sticks des Nunchuks die Figur, während ihr mit der Fernbedienung, unabhängig von der Laufbewegung, wie mit einer Maus auf die Gegner zielt und abdrückt. Dies klappt auch recht ordentlich, doch was völlig misslungen ist, ist die Nahkampfsteuerung. Habt ihr einen Kampfstab, oder ähnliches, ausgerüstet, könnt ihr zwar leichte Angriffe auch per Knopfdruck ausführen, doch für die mächtigen Schläge, und die sind zum Überleben zwingend nötig, müsst ihr die Wii-Fernbedienung schwingen. Für einen kraftwollen 180 Grad Angriff müsst ihr beispielsweise die Wii-Remote von rechts nach links (oder umgekehrt) schwingen. Die Erkennung der Bewegung ist jedoch so schlecht, dass grundsätzlich nur jeder zweite Schlag gelingen will. Außerdem reicht es nicht, wie bei vielen anderen Wii-Spielen, locker aus dem Handgelenk zu agieren. Man muss schon kräftig arbeiten. Wenn man bedenkt, dass nur jeder zweite Angriff gut geht und euch Dutzende von Gegner gleichzeitig angreifen, könnt ihr euch schon denken, wie "spaßig" diese Spielerfahrung ausfällt. Nehmt also auf gar keinen Fall einen Nahkämpfer, denn dann wird das Spiel noch frustrierender, als es ohnehin schon ist. Man muss es klar sagen, hätte Alien Syndrome nur Nahkampfwaffen zu bieten, wäre es quasi unspielbar geworden. Der berüchtigte Müll-Award wäre die Folge gewesen. Mit Lasergeschossen und Co. macht Alien Syndrome immerhin kurzfristig etwas Laune, vor allem im Coop-Modus, der bis zu vier Spieler unterstützt. Das rettet den Titel jedoch auch nicht vor der absoluten Bedeutungslosigkeit.

  • Alien Syndrome
    Alien Syndrome
    Developer
    Totally Games
    Release
    07.09.2007

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991429
Alien Syndrome
Alien Syndrome im Gamezone-Test
Hack and Slay RPGs gibt es noch nicht viele für WII, aber Alien Syndrome hilft dem mageren Angebot auch nicht weiter.
http://www.gamezone.de/Alien-Syndrome-Spiel-17804/Tests/Alien-Syndrome-im-Gamezone-Test-991429/
17.09.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/09/28186_800.jpg
tests