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  • Alone in the Dark: Alone in the Dark 5 – Düstere Aussichten? - Leser-Test von Celon

    Alone in the Dark: Alone in the Dark 5 – Düstere Aussichten? - Leser-Test von Celon Des Nachts kommen sie aus Ihren Löchern gekrochen, um Angst und Schrecken zu verbreiten. So oder so ähnlich würde man sich den Eingangsplot von Alone in the Dark in kurzen poetisch umschriebenen Worten ausmalen. Dem ist nur leider nicht so. Vielmehr wollen die Entwickler von Eden Games im bereits fünften Teil der Reihe einige Geheimnisse der Reihe aufklären. Warum schießt sich unser Held Edward Carnby schon seit über 100 Jahren durch die Geschichte des Paranormalen?

    Um dem ersten Survival-Horror-Game aller Zeiten (oftmals wird fälschlicherweise Resident Evil mit diesem Titel geehrt) gerecht zu werden ließen sich das Entwicklerteam um Produzentin Nour Polloni eine menge Zeit, was auf technischer Seite zu großen Teilen mehr als nur gerechtfertigt ist. Kurzum, das Spiel sieht zu 90 Prozent einfach nur geil aus. Das bewerte Physikengine-Tool Havok macht aus jedem Zusammenstoß mit einem Gegenstand z.B. ein einmaliges Erlebnis. Technisch ist an Alone in the Dark 5 bis auf gelegentliche Clipping-Fehle wenig auszusetzen. So gesehen beherrschen die Jungs bei Eden Games ihr Handwerk. Nur was bietet die Hintergrundgeschichte dem gewillten Spieler.

    Eure erste Aufgabe, so langweilig wie sich das auch anhören mag, ist es einen Gang entlangzugehen. Ihr wacht als Edward Carnby, umringt von unbekannten Personen in einem Zimmer, dass von finster wirkenden Schurken bewacht wird, auf. Kein Stückchen Erinnerung ist mehr da. Und als Ihr da so eures Weges schlendert, noch ganz benommen aus dem Tiefschlaf erwacht, gibt schon ordentlich Aktion. Merkwürdige Risse durchziehen die Wände und reißen euren "netten" Aufpasser einfach schnell mal ins Verderben. Nun seid Ihr frei und sucht einen Weg aus diesem Alptraum, der Anfangs noch sehr irreal erscheint. Verfolgt von einer fremden Macht, die mit Leichtigkeit die Wände und Decken durchbohrt, müsst Ihr raus aus diesem Hochhaus, das einzustürzen beginnt. Ein paar kleine Rätsel und Zombies später fahrt Ihr zusammen mit einer jungen Kunsthändlerin und einem alten Mann, den Ihr schon bei euren ersten Schritten in der fantastischen Welt von "Alone in the Dark" flüchtig kennengerlernt habt, durch die Garage ins New York, wie es bebt und lebt. Ein Fest für die Sinne, nicht aber die Nerven ist die folgende "Verfolgungsjagd", die euch bis in den thematisierten Central Park treibt. Dort angekommen beginnt euer Abenteuer erst richtig, infolge wessen Ihr das Geheimnis um die wahre Identität des Edward Carnby aufklären sollt. Wer oder was ist Carnby. Hört sich ein bisschen, wie "Die Bourne Identität" auf Horror an. Ist es auch.

    Alone in the Dark war immer für seine spannende Atmosphäre unter Spieler bekannt. Der nun fünfte Teil des Genre-Urgesteins macht zwar fast alles richtig, bringt aber auch kaum neue Aspekte in das Prinzip des Gruselns. Dunkle Schatten, fiese Monster die von allen Seiten zu erschrecken versuchen begegnen euch mehr als nur einmal. Einmalig hingegen ist der gekonnt komponierte Soundtrack des Spieles, der von Grammy-Gewinner Olivier Deriviere einen Hauptteil der aufkommenden Grusel-Atmosphäre trägt. Folkloristischer Chorgesäng in bester Qualität. Qualitativ hochwertig ist neben dem gelungenen Gamesoundtrack auch das Gameplay z.B. mit dem Ausrüstungsmenü, dass auf elegante Art und Weise in die Jackeninnenfläche des amnesiegeplagten Carnby verlegt wurde. Sobald Ihr z.B. an eine aufgesammelte Weinflasche heran wollt, mit welcher Ihr gleich mehrer Zombies umlegen könnt, vorausgesetzt Ihr habt ein Taschentuch zur Hand, öffnet der Detektiv fürs Übersinnliche seine Jacke und zeigt, was ein echter Mann so alles unter der Jacke haben sollte. Mit einem Wein und einem Taschentuch kann man flugs einen Molotowcocktail zusammenmixen, der den Gegnern ordentlich um die Ohren fliegt. Die Explosion und das Feuer, das übrigens der wahre Star des Spieles zu sein scheint, erledigen die Monsterschar und schicken sie zurück in den Tiefen de Hölle. Das realistisch wirkende und fein animierte Feuer ist das ganze Spiel über präsent und hilf euch bei so machen Rätsel. Weil man eben nicht so alleine im Dunklen sein sollte. Das gesamte Spiel folgt dank den begeisterten Serienguckern unter den Entwicklern der allgemeinen Serienstruktur. Acht folgen lang tobt Ihr durch einzelne Sequenzen, die der (faule oder schlechte) Spieler auch einfach und schnell überspringen kann. Kommt man also mal nicht weiter, weil der fieser Obermotz den guten Detektiv ins Jenseits befördert, kann man einfach mal die Augen zudrücken und DVD-like vorspulen ohne dass man damit vollkommen aus dem Handlungsverlauf ausscheidet. In einigen Momenten kann das ganz schön nützlich sein, obwohl die Rätsel und die Monsterjagd meist sehr fair und ausgewogen abläuft. Die Rätsel hier und da sind selten mal schwieriger als etwas von A nach B zu schieben und vorher von Bedingung C erfüllen. Ein einfaches Prinzip, dass den Fokus des Spielers stärker auf die Zwischensequenzen lenkt. Hier und da ein kleines Quicktime-Event, mal ne abstürzende Hauswand hinaufklettern oder per Auto den Central Park erkunden (natürlich auch zu Fuß, nur ist ein Auto etwas bequemer und sicherer) machen den Titel durchaus sehr abwechslungsreich. Bei all dieser "Fülle" an Abwechslung kann man aber nicht darüber hinweg täuschen, dass trotz der gelungenen Atmosphäre, die Actionlastigkeit des Spieles ans Licht kommt. Das ist nicht wirklich so tragisch, wie sich das anhört, sollte aber durchaus beim Kauf Beachtung finden. Kleine Grafikfehler konnten auch die Jungs und Mädels von Eden nicht vermeiden, obwohl sich diese bei meiner Testspielreihe eher seltener bemerkbar machten.

    Alles in allen erfüllt der Titel nicht komplett alle Erwartungen, ist aber dennoch ein sehr brauchbarer und durchaus spaßiger Titel, der mit seiner Spielzeit von über 10 Stunden (bei Erkundung des Parks könnte man schon noch mal die Hälfte draufschlagen) heute schon zu den enorm langen Spielen gehört. Vorbei die Zeiten, in denen wir uns 30, 40 oder mehr Stunden mit unseren Helden herumgeschlagen haben. Gute alte Zeiten. "Alone in the Dark 5" erfindet das Rad zwar nicht gänzlich neu, macht aber meistens eine menge Spaß. Wünschenswert wäre allerdings eine Onlinefunktionalität gewesen, mit welcher es möglich gewesen wäre neue Episoden zum downloaden anzubieten und die Handlung damit weiterzuspinnen. Was nicht ist kann ja durchaus noch werden, so war es ja anfangs eigentlich aus geplant. Unterm Strich: Wirklich brauchbarer Titel, der zwar nicht ganz an seinen Vorgänger heranreicht, aber auch über so mach anderem Nachahmertitel thront.

    Negative Aspekte:
    Handlung etwas zu gewöhnlich, kleine Grafik und Clippingfehler, Atmosphäre könnte noch ein winziges Stückhen besser sein, machmal zu viele Gegner

    Positive Aspekte:
    Interessante Seriestruktur mit Cliffhanger, meist fantastische Grafik, realitisch animiertes Feuer, überaus feiner Soundtrack, frei erkundbarer Central Park, viel Action, nette Tarzaneinlagen

    Infos zur Spielzeit:
    Celon hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Alone in the Dark

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Celon
    9.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.4/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Alone in the Dark
    Alone in the Dark
    Developer
    Eden Games
    Release
    20.06.2008
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  • Print / Abo
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Alone in the Dark
Alone in the Dark: Alone in the Dark 5 – Düstere Aussichten? - Leser-Test von Celon
http://www.gamezone.de/Alone-in-the-Dark-Spiel-17844/Lesertests/Alone-in-the-Dark-Alone-in-the-Dark-5-Duestere-Aussichten-Leser-Test-von-Celon-1007497/
23.06.2008
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