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  • Alter Echo im Gamezone-Test

    Ein Action-Adventure mit ganz eigenem Grafik-Stil, einer fantastischen Story und viel Abwechslung.

    Von Formwandlern und Fleischbergen

    Im Jahr 2850 ist das Multiplast zur wichtigsten aller Substanzen geworden. Nur wenige Menschen sind in der Lage das Potenzial dieses fantastischen Stoffes zu entfesseln. Die sogenannten Formwandler sind es, die das Multiplast in jede beliebige Form verwandeln und ihren Wünschen anpassen können. Selbst so komplexe Maschinen wie Raumschiffe, Fluggeräte oder Fahrzeuge lassen sich aus Multiplast formen. Dieser wertvolle Stoff existiert nur auf einem einzigen Planeten im bekannten Universum, Proteus. Dort ist auch der Meister der Formwandler beheimatet, Paavo, dessen Fähigkeiten im Umgang mit dem Multiplast inzwischen Legendenstatus erreicht haben. Im Laufe seiner Karriere hat er sich immer weiter abgeschottet und zurückgezogen, bis er, unbemerkt von der Öffentlichkeit, seinen fleischlichen Körper aufgegeben hat und nun im Multiplast ein ewiges Leben erwartet. Die Stuvelt Kompanie allerdings - Besitzer des Planeten - sah die egozentrischen Anfälle ihres Genies überhaupt nicht so gerne, weswegen sie eine kleine Truppe Spezialisten nach Proteus schickt um nach dem Rechten zu sehen.

    Bereits der Anflug auf den Planeten ist eine Katastrophe. Das Raumschiff wird abgeschossen und stürzt unkontrolliert auf den Planeten. Eigentlich hätte den Absturz niemand überlebt, wenn es da nicht die unbekannte Macht aus dem inneren Proteus gäbe die helfend eingreift. So erwacht Nevin, unser Hauptcharakter in dem Spiel, aus seiner Bewusstlosigkeit und findet sich in einer ihm völlig unbekannten Umgebung wieder. Alles scheint organisch und in Bewegung zu sein, fast hat es den Anschein, als wäre die ganze Welt aus Fleisch geformt. Genau so ist es auch, zumindest spricht die unbekannte Macht immer von "ihrem Fleisch" aus dem Paavo seine Objekte und Geschöpfe formt. Die Macht die sich selbst "Echo" nennt, scheint auf Kriegsfuß mit Paavo zu stehen, denn Paavo verursacht ihr große Schmerzen, weswegen sie sich schon in das innerste des Planeten zurückgezogen hat. Mit dem Erscheinen von Nevin sieht sie die Zeit gekommen gegen Paavo zu revoltieren. Sie stattet ihn mit einem Kampfanzug aus Multiplast aus, der fantastische Möglichkeiten besitzt. Im normalen Zustand verstärkt er nicht nur Nevins Attacken, er sammelt während des Kampfes Energie von den Gegnern auf, wenn wir Combo-Attacken benutzen. Je länger die Combo's sind desto mehr Energie für den Anzug steht uns zur Verfügung. Freilich viel nützlicher ist die Möglichkeit des Anzuges sich in verschiedene Formen zu verwandeln. Die Stärkste davon ist sicherlich die Kanonenform, welche die weitreichendste und stärkste Waffe besitzt und in der Lage ist spezielle Punkte zu benutzen die seine Feuerkraft noch mal verstärken. An den Stellen wo man mit blanker Gewalt nicht weiter kommt hilft oft die Dritte, die Stealthform. Auch wenn sie etwas nach Hund aussieht, da Nevin in dieser auf allen Vieren krabbelt, hat sie ebenfalls ganz einmalige Fähigkeiten. Nevin kann damit an bestimmten Wegen die Wand hinauf und auch die Decke entlang krabbeln, um bestimmte Punkte zu erreichen an die er ansonsten nicht hinkommt. Der Clou allerdings, und deswegen heißt diese Form auch Stealthform, ist, dass sich Nevin damit für eine kurze Zeit unsichtbar machen kann. Dieses Feature ist ideal um sich hinter die Feinde zu schleichen, während sich unsere Begleiter von der anderen Seite an die Gegner heranmachen, oder um automatische Feueranlagen auzutricksen. Die Feinde einfach zu umgehen ist allerdings nicht möglich, was an dem verwendeten Spielprinzip liegt. Paavo benutzt nämlich kleine Drohnen um seine Kämpfer an die gewünschten Stellen zu Teleportieren. Erst wenn besagte Drohne zerstört ist, versiegt der Strom aus immer neuen Gegnern. Die Drohne aber lässt sich erst zerstören wenn wir eine bestimmte Anzahl an Gegnern erlegt haben, vorher schützen diese ihre Drohne mit einem undurchdringbaren Schutzschild.
    Die wichtigste Fähigkeit von Nevin's Multiplast-Anzug aber wurde noch gar nicht erwähnt, da diese Eigenschaft des Multiplast auch vor Paavo geheim gehalten wird. Das Multiplast ist nämlich in der Lage die Zeit zu manipulieren, eine Fähigkeit die nur Nevin mit seinem Anzug besitzt und so seine einzige Chance gegen den übermächtigen Paavo ist. Spielerisch umgesetzt wurde dieses Feature mit einem Minigame welches etwas an das rudimentäre Snake erinnert. Einmal ausgelöst gilt es den fortschreitenden Wurm in der vorgegebenen Zeit und dem ebenfalls vorgegebenen Timing über die gezeigten Gegner zu führen. Jeder so getroffene Gegner wird augenblicklich ausgeschaltet. Auf diese Weise kann man ganze Scharen auf einen Schlag eliminieren. Allerdings benötigt diese Funktion auch Energie, die uns nicht unendlich zur Verfügung steht. Es lohnt sich also sich dieses Feature für den richtigen Augenblick aufzuheben.

    Ähnlich wie die "Time Dilation" funktionieren auch die Form- und Kontrollmodule, welche uns im Verlauf des Spiels immer wieder begegnen. Formmodule stellen eine direkte Verbindung zum Nervensystem des Multiplast dar. Mit ihnen ist es möglich ganze Level-Abschnitte zu verwandeln. Auf diese Weise kann man Brücken entstehen lassen oder Durchgänge erzeugen, welche uns in den nächsten Levelabschnitt führen. Die Kontrollmodule schließlich kontrollieren ganze Areale auf Proteus. Gewinnen wir die Kontrolle über eines dieser Module, hat Paavo keine Macht mehr über dieses Areal.

    Ab und zu führt uns Echo zu einem Upgrade-Modul, bei dem wir diverse Eigenschaften des Multiplast-Anzugs aufpowern können. Je nach Leistung in den vorhergehenden Levelabschnitten ist es auch möglich sich komplett neue Angriffe und Waffen zu kaufen.

    Das Gameplay von "Alter Echo" ist ideal ausgewogen und führt uns Schritt für Schritt, während bereits die ersten Ereignisse der Geschichte erzählt werden, in die Fähigkeiten des Anzugs und der Steuerung ein. Sind die Speicherpunkte Anfangs noch recht nahe beieinander, zieht der Schwierigkeitsgrad schon bald angenehm an und verlangt vom Spieler die volle Beherrschung des Kampfes um möglichst viele Combo-Attacken hintereinander hinzulegen, damit einem die wertvolle Energie nicht ausgeht. Dies ist auch bitter nötig, denn die Spieldauer ist für geübte Zocker mit gerade mal sechs Stunden nicht allzu lang. Da erwartet man als Gegenleistung schon entsprechend fordernde Kämpfe. Denn so interessant wie die Story auch beginnt, deren Grundidee schon sehr an den lebenden Plasma-Planeten aus Asimov's Solaris erinnert, so schnell versickert sie in den andauernden Kämpfen. Mitunter nämlich spielt sich "Alter Echo", trotz der gebotenen Abwechslung, fast wie ein Hack'n Slay. Trotz des "Time Dilation"-Features ist man nämlich die meiste Zeit mit dem Schwert am Hacken, um sich die Energie für die Endbosse aufzuheben.

    Die gebotene Grafik glänzt vor allem wegen ihrer organischen Erscheinung. Weit und breit sind keine Quader, gerade Kanten oder Parallelen zu sehen. Alles ist asymmetrisch und rund, die Oberflächen fliesen und scheinen in Bewegung zu sein, während sich die von Adern durchzogene Umgebung immer wieder verändert. Das alles ist meist in violetten und blauen Tönen gehalten und erzeugt so einen ganz eigenen Eindruck, der, den Entwicklern sei Dank, nicht so stark an lebendes Fleisch erinnert wie uns die Geschichte Weiß machen will. Zu kritisieren gibt es eigentlich nur den relativ niedrigen Detailgrad, der dafür sorgt, dass man sich schon bald an den ganzen runden und sehr bunten Erscheinungen satt gesehen hat. Die Xbox-Hardware reizt das Spiel auf alle Fälle nicht aus, trotzdem kommt es im Kampf mit vielen Gegnern schon mal zu dem ein oder anderen Framedrop, dem man mit etwas Optimierungsarbeit sicher entgegenwirken hätte können.

    Dafür versteht es die Soundkulisse umso mehr für Begeisterung zu sorgen. Die englische Synchronisierung ist gut gelungen und läuft praktisch Lippensynchron ab. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist muss sich mit den gebotenen deutschen Untertiteln zufrieden geben, was in der Eifer des Gefechtes kein leichtes Unterfangen ist. Besonders wenn wir uns mitten im Kampf befinden entgeht einem so schon manche Information. Allerdings ist das verwendete Englisch eher von er einfacheren Sorte, so dass man mit etwas Schulenglisch ohne Probleme zurechtkommen sollte.
    Der Soundtrack passt sich der augenblicklichen Situation an und begeistert wegen der hochqualitativen Synthiesounds, der für jeden Levelabschnitt eine eigene Melodie bereithält. Übergangslos wird das Ohr mit Klängen aus dem Off beschallt und beschert uns nicht einen ruhigen Augenblick. So hat sich die Musikuntermalung zu einem Spiel anzuhören.

    Die Steuerung darf man angesichts der vielen Funktionen als gelungen bezeichnen. Die beiden Analogsticks werden in bekannter Weise für das Fortbewegen und die Kamerasteuerung benutzt und auf den Aktionstasten liegen die verschiedenen Schlagoptionen und der Sprung. Nicht ganz so günstig ist, dass man entweder den linken Stick oder die weiße Taste drücken muss um sich zu schützen, da man mit dem linken Stick meist auch noch die Figur dreht und die weiße Taste etwas ab vom Schuss liegt. Die besser geeigneten Schultertasten sind nämlich schon mit der Aktion des Formwandelns belegt, wofür eigentlich eine Taste gereicht hätte.
    Das Geheimnis der Erfolgs liegt natürlich in der Beherrschung der Combos, dem einzigen Weg seinen Anzug aufzupowern. Dieses Feature ist auch hervorragend umgesetzt worden und erlaubt dem Spieler die aberwitzigsten Aktionen. Besonders lustig ist es einen Gegner per Schwertschlag in die Luft zu schleudern und noch während er sich in der Luft befindet in die Kanonenform zu verwandeln und den Gegner immer wieder gezielt gen Himmel zu schleudern. Ähnlich kann man vorgehen wenn man von mehreren Gegnern gleichzeitig angegriffen wird. Wie ein Jongleur katapultiert man die Feinde in die Höhe und hat so Zeit sich einem einzelnem Gegner zu widmen, bis die anderen wieder vom Himmel fallen und erneut nach oben geschleudert werden können.
    Etwas ärgerlich hingegen ist das Auto-Aim Feature der Kanonenform, die sich oft und gerne das falsche Ziel auswählt, was ein manuelles nachkorrigieren nötig macht. Dagegen aber scheint sich das Programm manchmal zu wehren, wenn immer wieder der falsche nahe Gegner ins Visier genommen wird statt den entfernten Sniper aufs Korn zu nehmen.

    Alter Echo (XB)

    Singleplayer
    7,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Einmaliges Design
    gut integrierte Features der Time Dilation und des Formwandelns
    sehr ausgereiftes Combo-System
    stimmige Soundkulisse
    Generell etwas detailarme Areale
    kein 60 Herz Mode
    nur gut sechs Stunden Spielzeit
  • Alter Echo
    Alter Echo
    Developer
    Outrage Entertainment
    Release
    22.09.2003

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989470
Alter Echo
Alter Echo im Gamezone-Test
Ein Action-Adventure mit ganz eigenem Grafik-Stil, einer fantastischen Story und viel Abwechslung.
http://www.gamezone.de/Alter-Echo-Spiel-17868/Tests/Alter-Echo-im-Gamezone-Test-989470/
23.09.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/09/TV2003092312084800.jpg
tests