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  • American Civil War: Gettysburg - Die Entscheidungsschlacht - Leser-Test von BigJim

    American Civil War: Gettysburg - Die Entscheidungsschlacht - Leser-Test von BigJim Die Schlacht bei Gettysburg im Sommer 1863 bedeutete die Wende im US-amerikanischen Bürgerkrieg. Sie festigte den Vormarsch der Unionstruppen und drängte die Konföderation schließlich in die Defensive. Die Massenschlacht dauerte drei Tage und forderte auf beiden Seiten hohe Verluste. Tausende starben. Der Krieg zwischen Nord und Süd lieferte immer wieder genug Stoff für Film- und Romanumsetzungen. In den 1990er Jahren gab es erstmals ein entsprechendes PC-Spiel. AMERICAN CIVIL WAR ist der neueste Titel, der sich dieser Thematik annimmt.

    GETTYSBURG ist eine klassische Rundenstrategie und ähnelt vom Spielprinzip her dem früheren PANZER GENERAL. Natürlich gibt es grundlegende Unterschiede. Letztgenannter bot weitaus mehr Spieltiefe und taktische Möglichkeiten. Zweitens ist GETTYSBURG auch in einer ganz anderen Zeit, einem anderen Szenario angesiedelt. Denn während es im 2.Weltkrieg Unmengen an Gerätschaften und Einheitentypen gab, beschränkte sich die Ausrüstung früherer Kriege auf wenige Waffengattungen, nämlich Kavallerie, Infanterie und Geschütze. In AMERICAN CIVIL WAR wird dieses Manko schnell deutlich. Zwar existieren die Einheiten in unterschiedlichen Stärken (z.B. volles und halbes Bataillon), sie sehen aber nahezu alle gleich aus. Da ermüden schnell die Augen, zumal die optische Präsentation auch alles andere als beeindruckend ausfällt.

    Überhaupt macht der Titel grafisch einen hoffnungslos veralterten Eindruck. Die Texturen wirken matschig, die Figuren polygonarm und die Effekte absolut unspektakulär. Der Sound ist da schon besser, auch wenn er sich weitgehend auf den Gefechtslärm beschränkt. Gesprochen wird - mit Ausnahme gelegentlicher Befehlsrufe - nicht .Und die musikalische Untermalung beschränkt sich auf den geschichtsträchtigen "Glory, glory, halleluja!"-Gesang. Das ist authentisch, trotzdem auf Dauer langweilig.

    Genre-spezifisch bewegen wir unsere Einheiten aus einer Draufsicht auf Hexfeldern. Diese zeigen uns an, bis zu welchem Geländeabschnitt man seine Truppen bewegen kann. Der Gegner unternimmt zeitgleich dasselbe. In einer sich anschließenden Filmsequenz führen die verfeindeten Parteien ihre Aktionen aus. Das hat einen gewissen Reiz, weil der Spieler die Manöver seines Gegenübers nie genau zu vorhersehen vermag. Kleinere Überraschungen bleiben da nicht aus. Die Gegner-KI agiert allerdings nicht sehr schlau, weswegen wir in der Regel nicht überfordert werden.

    Kinderleicht ist GETTYSBURG dennoch nicht. Die meisten der insgesamt sechzehn Kampagnenmissionen müssen innerhalb einer zuvor vom Computer festgesetzten Rundenzahl bewältigt werden. Es reicht also beispielsweise nicht aus, die Feindkräfte am Überqueren eines Flusses zu hindern, vielmehr hat dies in einem gewissen Zeit- bzw. Rundenrahmen zu geschehen. Gelingt dies nicht, gilt das Gefecht als verloren.

    Es existieren bestimmte Formationsbefehle. Einheiten können sich vergraben. Waldstücke bieten den Truppen einen gewissen Schutz, Artillerie auf Anhöhen besitzt eine höhere Reichweite als Kanonen auf dem flachen Feld. Infanterie ist im Fernkampf recht wirkungsvoll, im Nahkampf mit Reiterei dagegen relativ wehrlos.

    Neben einem Tutorial, der Hauptkampagne und einem Multiplayer-Part gibt es noch kleinere Einzelgefechte, in denen sich der PC-Stratege auf unterschiedlichen Karten in und um Gettysburg austoben darf. Gefallen haben mir die historischen Extras außerhalb des eigentlichen Spiels. Man kann alte Fotografien und Orginalaufnahmen abrufen. In einer "Galerie" finden sich (Schlachten-)Gemälde aus jenen Tagen. Militärische Persönlichkeiten (hohe Kommandeure, Generale und Obristen) beider Seiten werden dargestellt und der Bereich "Dokumente" enthällt zahlreiche Texte. Darunter die damalige Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, die Emanzipations-Proklamation sowie Präsident Lincolns berühmte "Gettysburg-Rede".

    Negative Aspekte:
    maue Grafik, unspektakuläre Effekte, auf Dauer etwas eintönig

    Positive Aspekte:
    Szenario (US-amerikanischer Bürgerkrieg), historische Hintergrundinformationen

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • American Civil War: Gettysburg
    American Civil War: Gettysburg
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    Talonsoft
    Release
    28.02.2006

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American Civil War: Gettysburg
American Civil War: Gettysburg - Die Entscheidungsschlacht - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/American-Civil-War-Gettysburg-Spiel-17894/Lesertests/American-Civil-War-Gettysburg-Die-Entscheidungsschlacht-Leser-Test-von-BigJim-1004925/
22.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/03/PCG0506_Gettysburg_02.jpg
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