Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • American McGee's Alice: Geniale Gruselaction mit Atmosphäre und Nostalgie - Leser-Test von Tabascofanatikerin

    American McGee's Alice: Geniale Gruselaction mit Atmosphäre und Nostalgie - Leser-Test von Tabascofanatikerin Zugegeben: das Thema "Alice im Wunderland" hatte mich vor dem Spiel schon fasziniert. Ich spreche nicht nur vom kuschelig-schmusigen-quietschbunten Disneyfilm, auch die Bücher habe ich gelesen und diese ("Alice im Wunderland", "Alice im Spiegelland" ) sind eine Leseempfehlung, wenn man dieses Spiel spielen möchte.
    Denn "American McGees Alice" steckt voller Details und Figuren aus beiden Geschichten, sodass eine ganze Palette von "Guten" und "Bösen" oder sogar Kombinationen aus beidem geboten werden. Doch der Reihe nach...

    Handlung: zuerst sehen wir die 7-jährige Alice, wie sie in ihrem Zuhause schlummert und dabei einer weiteren Teepartie des verrückten Hutmachers beiwohnen darf. Doch durch einen dummen Zufall entfacht ein Feuer und nur durch die Warnschreie des Wunderlandes schafft es Alice lebend aus dem Inferno - im Gegensatz zu ihren Eltern, die einen qualvollen Tod sterben. Fortan erleidet Alice ein Trauma und 10 Jahre später befindet sie sich noch immer in einer Irrenanstalt, in der sie aufgrund ihrer zunehmenden Verrücktheit und ihrer Suizidversuche vegitiert. Aufsicht auf Heilung besteht nicht - doch dann erhält sie einen Hilferuf: das Wunderland braucht sie...
    Sie wird dahin spontan befördert und ab da ist der Spieler gefragt: er muss sich durch das Wunderland kämpfen, dass sich ebenfalls wie Alices angeschlagene Psyche drastisch verändert hat. Diverse Figuren unterstützen sie, doch manche haben sich der bösen Seite verschrieben und das Oberhaupt des Wunderlandes ist die rote Königin, die es zu besiegen gilt, wenn Alice wieder geheilt werden soll...

    Aus dem Kindermärchen eine derartige Fortsetzung zu machen, halte ich persönlich für originell. Doch wie wurde das umgesetzt? Ballert Alice etwa mit Pistolen und Bazookas auf ihre Feinde? Schwingt und stolziert sie wie Lara Croft von Level zu Level?
    So sehr man das bei einer etwa 17-jährigen Spielfigur erwarten mag: American McGee und sein Team waren klug genug, sich möglich an den Geist der Literaturvorlage zu halten, um ein reines Actionspiel zu meiden. Auch hier gibt es verrückte Rätsel, Sprüche und ein Leveldesign, das seinesgleichen sucht. Zwar wurden Schauplätze wie die Schule (mit den ebenfalls gestörten Kindern) oder das Zuhause des verrückten Hutmachers extra für das Spiel geschaffen, doch kann man auch Schauplätze des Buches durchlaufen, wie das Schloss der Königin oder die Natur in der Körpergröße einer Ameise. Ebenso geht und kämpft man meist mit Figuren des Buches, häufige Gegner sind beispielsweise die Kartenwächter, die eine eigene Hierarchie haben (die Herzwächter sind die Stärksten). Da Alice aber ein viel düstereres Wunderland besucht, wurden neue Kreaturen geschaffen, gegen die Alice vorzugehen hat, beispielsweise wandelnde Schrotthaufen des Hutmachers, die es aber in sich haben!
    Und so manches Wiedersehen mit den bekannten Charakteren wird garantiert für Überraschungen sorgen.
    Das Spiel selbst spielt sich ähnlich wie ein Shooter (nur aus der 3. Person-Sicht, eine Ego-Sicht gibt es leider nicht), man sammelt Waffen (in Form von deformierten Spielzeugen meist, aber auch Messer unter anderem), beseitigt die auf einem zulaufenden Gegner und schaltet ebenso die härteren Endgegner aus.
    Aber hier bieten sich wie gesagt diverse Rätsel an, die mit der Zeit immer mehr das Kleinhirn fordern. Zudem gilt es immer auf der Hut zu sein, denn auch mit Gegner aus der Ferne, von unten oder von oben wurde nicht gerade gespart.
    Ausgestattet von Anfang an wird man mit einer Energie- und Willenskraftanzeige. Bei der Willenskraftanzeige kommt es darauf an, manche Waffen mit länger und effektiver bedienen zu können. Je mächtiger eine Waffe ist, desto mehr Willenskraft wird gefordert. Der Wechsel von Waffe zu Waffe erfolgt nach einer Weile ganz einfach und ebenso die Steuerung lässt sich beliebig über die Optionen ändern.
    Cool: für einige Momente kann man Alice auch zum Beserker machen lassen, indem sie einen bestimmten Trank (den man natürlich erst finden muss) zu sich nimmt, was sie zu Wutausbrüchen (und daher mehr Stärke) verhilft.
    Die Grafik wirkt mitllerweile etwas angestaubt und kantig, was einen Wermutstropfen einbringt. Trotzdem muss man den Einfallsreichtum loben, den man optisch ins Spiel einfließen ließ. Ausserdem sollte man es sich nicht nehmen lassen, die Artworks zum Spiel oder die Filmsequenzen im Spiel zu betrachten. :)
    Die Musik stammt von Chris Vrenna, der einst bei den Industrial Metal-Band Nine Inch Nails arbeitete und hier seine Erfahrungen spielen lässt und es kann sich hören lassen! Düstere Klänge vermischen sich mit Geräuschen diverser Art wie Spieluhren, Schreien oder Uhrticken, was eine angsterfüllende, aber schön schaurige Atmosphäre sorgt und nicht zu modern klingt. Die Stimmen sind im Original sehr gut gewählt, mit britischem Akzent sprechen die Figuren, was auch etwas Sympathisches hat (wie ich finde). Dagegen wirken die deutsch sprechenden Figuren leider etwas magerer. Nicht wegen eines akzentfreien Sprechens, sondern wegen des Timings unter anderem: Alice spricht z.B. mit Verstärkung von Gesten, die im Deutschen aber später kommen und daher nicht mehr passen (was leider öfter vorkommt). Und die eine oder andere Stimme hätte man sich schenken können (bringt die eigentlichen Gefühle nicht ordentlich zum Ausdruck oder wirkt einfach recht albern).
    Das Menü des Spiels wurde atmosphärisch gestaltet (Alice auf ihrem Krankenbett), anwählbar sind die Standardeinstellungen (Sound, Schwierigkeit, Bild, Helligkeit, Steuerung usw.) sowie spezifischere Einstellungen wie die (De)aktivierung des Fadenkreuzes.
    Nützlich: Das Speichern und Laden von einzelnen Spielständen ist jederzeit möglich (beim Start eines neuen Levels wird automatisch gespeichert).

    Rundum also ein gelungenes Spiel, das hier und da ein paar Verbesserungen vertragen hätte, aber allemal für gruseligen Spass sorgt :)

    Negative Aspekte:
    Etwas kantige Grafik, Firmenlogos am Anfang nicht überspringbar, deutsche Synchro mittelmäßig, wenig Filmsequenzen

    Positive Aspekte:
    Gute Idee, Verarbeitung mit zahlreichem, bekannten Material der Literaturvorlage, Musik und Optik ansprechend, einige Schockmomente, einfaches Speichern, Einfallsreichtum in Level- und Charakterdesign

    Infos zur Spielzeit:
    Tabascofanatikerin hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    American McGee\'s Alice

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Tabascofanatikerin
    9.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • American McGee's Alice
    American McGee's Alice
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Rogue Entertainment
    Release
    01.12.2000
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1004995
American McGee's Alice
American McGee's Alice: Geniale Gruselaction mit Atmosphäre und Nostalgie - Leser-Test von Tabascofanatikerin
http://www.gamezone.de/American-McGees-Alice-Spiel-17899/Lesertests/American-McGees-Alice-Geniale-Gruselaction-mit-Atmosphaere-und-Nostalgie-Leser-Test-von-Tabascofanatikerin-1004995/
04.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2001/11/3127alice.jpg
lesertests