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  • Anno 1602: Endlos Siedeln - Leser-Test von thePan

    Anno 1602: Endlos Siedeln - Leser-Test von thePan Im Jahre 1998 konnte die kleine österreichische Programmierschmiede Sunflowers erstmals auf sich aufmerksam machen: Mit ihrem Aufbau Strategiespiel "Anno 1602" lieferten die Macher von "Techno Mage" und "Knights of Honor" eine der bekanntesten und erfolgreichsten Wirtschaftssimulationen Europas ab, die am 28. März 2003 sogar zur Veröffentlichung eines Nachfolgers, "Anno 1503: The World", führte. Mit über 500. 000 verkauften Einheiten war "Anno 1602" auch finanziell eine DER großen Neuerscheinungen 1998, doch auch heute, 5 Jahre später, hat das PC- Programm nichts von seinen Qualitäten eingebüßt und ist für einige sogar besser als der teils polarisierende, serien-interne Nachfolger.

    Gameplay:
    Im Jahre 1602 macht sich der Spieler mit seinem Schiff, einer Handvoll Rohstoffen und seiner Vorliebe für Wirtschaftsorientierte Strategiespiele auf, eine neue Welt zu erforschen. Egal ob man lieber den durch eine leicht zusammenhängende Story verbundenen Kurz-Missionen folgt, oder lieber Stunden im beliebten Endlos-Spiel verfließen lässt, die Grund-Spielmechanik ist immer die gleiche: Mit einem kleinen 2-Master beginnt man die Erforschung der in Isometrischer Draufsicht dargestellten 2D-Map, die zu ungefähr zwei dritteln aus Wasser besteht. Sobald man sich in der Nähe einer der zahlreichen und relativ kleinen Inseln begibt, beginnt man sodann auf Knopfdruck mit Erforschung derselben, um näheres über geologische Ressourcen und Umweltdaten zu erfahren. Ist man mit den Ergebnissen zufrieden, reicht ein - zumindest für den Profi - oder besser mehrere, mehr oder weniger simple, Knopfdrücke aus, um mit dem Bau eines Kontors, der zugleich als Hafen und Warenlager dient, den Grundstein für die erfolgreiche Besiedelung der Insel zu legen. Wenige Mausklicks später, beginnt man dem meist chaotischen Dschungelwuchs des Eilandes mit einigen schnell verlegten Straßen und Holzfällerhütten zu Leibe zu rücken, die via Click-'n-Build und automatischem Ressourcenabzug errichtet werden. Dank frisch errichteter Hütten ziehen auch eifrig neue Bewohner zu, um einerseits die weiters verfügbaren Wirtschaftsbetriebe wie etwa Fischereien, Farmen oder Rohstoff-Minen zu besetzten, und euch so mit den Grundrohstoffen Holz, Stein und Werkzeugen zu versorgen, und andererseits über individuell regulierbare Steuersätze Gold in eure Staatskasse bringen. Mit der Zeit müsst ihr mehr und mehr Expandieren und bekommt mit steigenden Bevölkerungszahlen immer mehr Möglichkeiten, auf zusätzliche Ressourcen wie etwa Getreide, Tabak oder Wolle zu zugreifen. Zusätzlich beginnt sich die Bevölkerung eurer kleinen Siedlung mit der Zeit zu entwickeln, 5 Bevölkerungsstufen, von Pionieren, Siedlern, Bürgern, Kaufleuten und Aristokraten stehen euch zur Verfügung, die dank steigendem Einkommen zwar jeweils mehr Steuern abgeben "wollen", allerdings auch steigende Anforderungen ihre Zufriedenheit zu sichern haben. Wo Pioniere sich noch mit Alkohol und der Errichtung einer kleinen Kirche zufrieden geben, verlangen Kaufleute oder gar Aristokraten nach aus aufwendigen Herstellungsprozessen gewonnen Luxusgütern wie etwa Seidenkleidung, Geschmeiden oder erlesenen Gewürzen. Neben den, den teils arg knapp bemessenen Platz auf dem kleinen Eiland weiter einschränkenden, Produktionszyklen, wie etwa bei der Brotherstellung benötig (Getreidefarmen bauen die goldenen Ären an, Mühlen kümmern sich um die Weiterverarbeitung zu Mehl, das Backstuben dann in dringend benötigte Brotlaibe umwandeln) zwingt euch auch unpassende Bodeneigenschaften zu Expansion und Warenaustausch mit euren Konkurrenten und freien Händlern. Man kann nun mal nicht auf jeder Insel ein Goldvorkommen finden, ebenso wie sich nicht jedes Klima zum Getreide- und Gewürzabbau lohnt. Und so fließen die Stunden dahin, während ihr immerzu Bemüht seiht, die Wünsche eurer Bürger bestmöglich zu erfüllen und vielleicht gar Neo-Siedlern eure kleine Insel schmackhaft zu machen. Mit der Zeit erschließen sich immer neue Produktionszyklen, verfügbare Einrichtungen und bislang unbekannte Handelspartner, denen ihr mit einem recht einfach gestrickten Diplomatiemenü entweder positiv, neutral oder feindlich gegenüber treten dürft. Für letztere Option stehen euch gar das Anheuern eines - recht kostenintensiven - Söldnerheeres und eine Kriegsmaschinerie zur Verfügung, wobei ihr Kanonen, Mauern und Bewaffnung ebenfalls entweder selbst produzieren oder zumindest einzeln erwerben, müsst. Zwar kann dieser Teil des Spiels nicht ganz mit "Richtigen" Echtzeitstrategiespielen a la Command 'n Conquer mithalten, dafür ist die Steuerung eurer Truppen ein klein wenig zu fummelig gestaltet, doch lässt er sich optional auch ganz deaktivieren. Vor allem im Endlosmodus entfaltet "Anno 1602" seine ganzen Stärken, es gibt immer etwas zu tun, obwohl angenehme Komfort-Optionen euch das Leben und Abklappern von Standardrouten, mit eurer im Laufe des Spieles stetig wachsenden Flotte, angenehm erleichtern. Für Internet Fans gibt es zudem einen Multiplayermodus, in dem ihr euch mit Gleichgesinnten Messen dürft, wobei ihr hier, aufgrund der bereits 5 Jahre zurückliegenden Erstveröffentlichung, schon mal länger nach Spielpartnern Ausschau halten müsst. In den offiziellen Foren aber noch immer zahlreich vertretenen und recht netten Community dürft aber auch dies keine allzu große Schwierigkeit sein, von denen sich niemand an der leider doch schon recht altgebackenen Grafik zu stören scheint: Denn der Zahn der Zeit hat leider Gottes recht heftig an der angestaubten 2D-Iso-Bitmap Optik genagt. In niedrigen Auflösungen und 4 Blickwinkeln "erstrahlen" Inseln und Meer im etwas grob anmutenden Animationsphasen, die aber dank eines nicht zu leugnenden Wuselfaktors ihren ganz persönlichen Charme verströmt. Wild wird von euren Jägern erlegt, Fischschwärme ziehen vor Küsten - bis zum Nahen eurer Fischer - ihre Kreise und die einzelnen Handwerker ziehen ihre Runden und holen sich von untergeordneten Betrieben die benötigten Rohstoffe, wobei Größenverhältnisse nicht ganz maßstabsgetreu wiedergegeben wurden. Auch die bei besonderen Geschehnissen eingestrahlten FMV-Videos sind nicht gerade das gelbe vom Ei, aber zumindest Soundtechnisch passend unterlegt: Wie im gesamten Spiel versetzen euch klassische Klänge in die richtige 17tes Jahrundert Siedlungs-Stimmung, Fazit:

    Anno 1602, ein Spiel das dank schöner Lernkurve sowohl Einsteiger als auch Kenner der Materie zu gleicher Maßen süchtig macht. Das sollten sich sogar - oder gerade? - Anno 1503 Verweigerer mal näher anschauen...

    Negative Aspekte:
    Grafik leicht altgebacken

    Positive Aspekte:
    faszinierendes Suchtgefühl im Endlosmodus

    Infos zur Spielzeit:
    thePan hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Anno 1602

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: thePan
    8.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    4/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Anno 1602
    Anno 1602
    Publisher
    Sunflowers Interactive Entertainment GmbH (DE)
    Developer
    Sunflowers Interactive Entertainment GmbH (DE)
    Release
    15.08.2008

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01.02.2004
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