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  • Anno 1602: Sucht? Welche Sucht? - Leser-Test von Helios23

    Anno 1602: Sucht? Welche Sucht? - Leser-Test von Helios23 Quelle: Sunflowers Kaum einem Spieler ist der Klassiker "Anno 1602" unbekannt. Das Spiel vermochte es, Aufbau, Handel und Startegie in einer (fast ganz) perfekten Mischung zu vereinen. So wurde für jeden etwas geboten: Wer Siedlungen aus dem Boden stampfen wollte, konnte dies tun. Wer feindliche Siedlungen wieder einstampfen wollte konnte dies ebenfalls tun, und nebenbei war es außerdem möglich ein Wirtschaftsmonopol aufzubauen. Diese Optionen gepaart mit hoher, aber noch beherrschbarer Komplexität und einer wunderschönen detailverliebten Spielwelt garantierten dem Spiel einen Riesenerfolg, welcher sich in Form von Doppelplatin manifestierte. Somit ist "Anno 1602" eines der erfolgreichsten deutschen Spiele - zu Recht!
    Sehr zum Leidwesen vieler Spieler gibt es keine richtige Storyline, sondern nur einen "Kampagnenmodus" indem sie schlicht und einfach nacheinander im Schwierigkeitsgrad ansteigende Missionen spielen, welche untereinander keinerlei Bezug haben und auch nicht mit Videos verbunden sind. Doch das eigentliche Herzstück des Programms ist sowieso der "Endlosmodus". Ein Spielziel im eigentlichen Sinne gibt es nicht, Sie können tun was immer sie wollen. Nur in der Kampagne müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein um die Mission zu gewinnen ( z. B. 400 Kaufleute). Zuerst legen sie den Schwierigkeitsgard fest, was sich auf das Piratenaufkommen sowie die Größe und Fruchtbarkeit der Inseln auswirkt, danach wählen sie noch eine Flagge (Farbe) was allerdings eine reine Geschmackswahl ist, Vor - oder Nachteile entstehen durch eine bestimmte Flaggenfarbe nicht. Kurz darauf befinden sie sich auf dem Hauptbildschirm, von dem aus sie ihr ganzes Reich beherrschen und steuern. Am rechten Bildschirmrand befindet sich eine Leiste, in der sich eine Übersichtskarte befindet und sich die verschiedenen Status-, und Baumenüs verbergen. Ihr kleines Schiff ist mit wenigen Nahrungsmitteln, etwas Holz und Werkzeugen beladen, was liegt also näher als eine der wunderschönen Inseln zu besiedeln? Also suchen Sie sich eine große, vielversprechende Insel aus, wobei Sie sich bemühen müssen die Insel als erster zu besiedeln. Siedeln sie auf einer Insel, welche schon von einem Konkurrenten besetzt ist, ist dies ein Grund für fristlosen Krieg und der Computergegner wird sich größte Mühe geben sie zu vernichten. Vorteilhaft ist es außerdem mit den vier Gegnespielern einen Handelsvertrag abzuschließen, denn nur so können sie untereinander Handeln. Zusätzlich bessert sich ihr Ruf bei ihren Konkurrenten. Haben sie ihre Insel erkundet und für tauglich befunden geht es daran, diese in ein florierendes Wirtschaftsparadies zu verwandeln. Zuerst platzieren Sie einen Kontor, ziehen einige Straßen und errichten mehrer Holzfäller im Wald. Da neben den Rohstoffen auch Geld eine Rolle spielt bauen Sie sobald genügend Holz vorhanden ist mehrere Hütten, in welchen Pioniere leben. Solange Sie alle Wünsche der Bevölkerung erfüllen können zahlen diese ihnen schön fleißig Steuern, doch soblad Sie ihre Pflichten vernachläßigen beginnen die Leute auszuziehen und die Hütten verfallen. Um mehr Platrz zum bauen zur Verfügung zu haben errichten sie Marktplätze, die ihren Einflußbereich ausdehnen. Zudem stellt ihnen jeder Marktplatz noch einen Marktkarrenfahrer zur Verfügung, welcher dann automatisch die fertigen Güter aus Betrieben abholt und lagert.
    Am Anfang sind die Wünsche noch leicht zu befriedigen, damit die Menschen nicht verhungern bauen sie einige Fischerhütten und erhöhen gleich mal die Steuern, da die Zufriedenheit gestiegen ist. Doch keine fünf Minuten später geht es los, die Pioniere wollen eine Kapelle, Stoffe werden gewünscht und eine Kneipe ist sowieso das wichtigste. Doch damit sie eine Kneipe bauen können benötigen sie Steine, leider können sie erst einen Steinbruch bauen wenn sie sie eine bestimmte Zahl an Pioniere haben.
    Da sie somit vieles noch nicht selbst produziern können sind sie auf die "Fliegenden Händler" angewiesen. Diese Schiffe fahren von einem Hafen zum nächsten und verscherbeln seltene Waren. Der einzige Nachteil ist allerdings der hohe Preis, der für die Waren verlangt wird. Falls sie alle Wünsche ihrer Untertanen erfüllen bauen diese ihre Häuser zu Behausungen der nächsthöheren Stufe um. Somit werden aus Pionieren Siedler u. s. w.. Diese Leute haben dann zwar höhere Anforderungen, zahlen allerdings auch mehr Steuern. Außerdem werden viele Gebäude erst verfügbar wenn sie eine bestimmte Anzahl Menschen einer bestimmten Bevölkerungsschicht haben ( z. B. Kanonengießerei: 450 Bürger).
    Sobald Ihre Schützlinge höher gesteckte Anforderungen wie Gewürze und Kakao haben werden sie etwas feststellen: Nicht alles wächst auf ihrer Insel gleich gut. Manche Sachen wachsen perfekt, andere nur zu 50% und andere wiederum gar nicht. So bleibt ihnen nichts anders übrig als ihr kleines Schiff wieder mit Werkzeugen und Holz zu beladen und eine zusätzliche Insel zu besiedeln. Ist dies geschehen können sie die produzierten Güter in ihr Schiff laden und auf ihrer Hauptinsel wieder ausladen. Diese Funktion läßt sich auch automatisch Regeln, sie legen nur die Handelsroute fest und klicken auf "Los". Um das ganze Unterfangen nicht zu leicht zu gestalten gibt es immer wieder Ereignisse wie Feuer, Dürre oder die Pest. Wohl dem der eine Fuerwehr und eine Aztpraxis errichtet hat.
    Mit der Zeit baue sie ihre Flotte und Siedlungen aus, wobei ihnene eines auffällt: Ihree Gegenr belegen Inseln die sie auch gut gebrauchen könnten!!! ! Was bleibt also anderes übrig als ihn davon zu "überzeugen" diese hübsche kleine Insel zu verlassen? Zu diesem Zweck bilden sie Soldaten aus, welche sie dann per Schiff uaf seiner Insel absetzen und den Gegner plätten. Bevor sie allerdings solch ein Manöver wagen sollten sie sichergehen das sie dem Gegenr haushoch überlegen sind, ansonsten rächt dieser sich später. Die Strategischen Möglichkeiten sind leider etwas mager geraten, es gibt nur vier verschiedene Truppentypen und anstelle zu taktieren muss man einfach stupide Massenangriffe fahren. Nach getaner Schacht lassen sich die Soldaten auch nicht wieder entlassen, was bedeutet dass sie auch in Friedenszeiten enorme Heereskosten haben. Doch glücklicherweise passt sichd er Gegner iher Spielweise an, somit werden Anfänger und Profis zugleich gefordert, die CPU eilt nie vorraus oder hinkt hinterher. Wenn es ihnen mehr Spaß macht die Inselwelt wirtschaftlich zu kontrollieren - nur zu, der Computer wird nicht eher anfangen Soldaten auszubilden ehe Sie es tun. Einzige Ausnahme stellen hierbei die höheren Schwierigkeitsstufen dar. Aber der Wirtschaftspart ist sowieso der Hauptanreiz von "Anno 1602". Schön sind die vielen verschiedenen Warenkreisläufe, die mit fortlaufender Spieldauer immer komplexer werden, allerdings nie unübersichtlich. Glücklicherweise wird man nicht auf einmal mit der ganzen Komplexitäts-Keule erschlagen, sondern die neuen gebäude werde immer Stück für Stück eingeführt. So hat man außerdem immer noch einen Anreiz zum weiterspielen. "Anno 1602" ist ein richtiger Zetfresser mit enormer Langzeitmotivation, oft kommt es vor das man in die "nur-noch diese Insel besiedeln" - Falle tappt, es sind schneller drei Stunden um als man schauen kann. Langeweile kommt jedoch nie auf.
    Grafisch ist "Anno 1602" etwas altbacken, die Iso-Perspective ist nicht mehr auf dem neuesten Stand, allerdings verhindern viele kleine liebevolle Details ein grafisches Fiasko. Alle Modelle sind sorgfältigst gemacht und das gesamte "Anno-Style" hat einen besonderen Flair. Damit ihnene auch kein einziges Detail an den Modelle entgeht können sie sich in mehreren Stufen an ihr Volk heranzoomen. Schade ist nur das auf den Straßen etwas wenig los ist, es laufen nur die Warenträger und ab und zu ein paar Einwohner herum. Der Wuselfaktor der "Siedler"-Serie fehlt leider. Unglücklicherweise gibt es auch keine Animation beim errichten eines Gebäudes, es steht auf einmal da, wie aus dem Boden gestampft. Besondere Ereignisse werden von kleinen Rendersequenzen begleitet, haben sie ein Schloß gebaut erfolgt eine wunderschöne Videosequenz in der sie die Räume von innen betrachten können. Diese Videos gibt es allerdings auch bei weniger erfreulichen Ereignissen wie z. B. Feuer, Pest oder Dürre.
    Die Sounduntermalung ist grandios, man hört wie einige Bauern ihre Felder mit der Sichel abernten, Windmühlen knarzen, ein Holzfäller geht seinem Beruf nach und und und... .. alle Ereignisse in "Anno 1602" sind mit dem passenden Geräusch unterlegt worden. Im Hintergrund laufenmeistens grandiose Klavierstücke, die sich hinter den Soundtracks andere Spiele nicht zu verstecken brauchen. Wem diese Musikrichtung gar nicht zusagt, kann entweder einzelne Tracks aus der Liste nehmen oder die Musik komplett desaktivieren.
    Fast das ganze Spiel wird mit der Maus gesteuert, nur wenn sie Soldaten in Schiffe verladen wollen, benötigen sie die "Shift" - Taste. Ebenfalls noch zu erwähnen währe die Spielgeschwindigkeitsregelung. Mit den Tasten F5 - F7 können sie die Spielgeschwindigkeit in drei Stufen regeln, was sehr nützlich ist falls gerade keine Rohstoffe im Lager sind.
    Im Multiplayermodus können Sie mit oder gegen Freunde und Computergegner spielen, wobei allerdings große Ausdauer von nöten ist, da eine Partie "Anno" etwas länger sehr viel länger! ) dauert als normal für Multiplayerspiele üblich.
    Fazit: "Anno 1602" MUSS man einfach haben! Wer Aufbauspiel auch nur ein ganz klein wenig mag wird begeistert sein.

    Helios23

    Negative Aspekte:
    schlechte Kampfoptionen

    Positive Aspekte:
    Langzeitmotivation

    Infos zur Spielzeit:
    Helios23 hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Anno 1602

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Helios23
    8.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Anno 1602
    Anno 1602
    Publisher
    Sunflowers Interactive Entertainment GmbH (DE)
    Developer
    Sunflowers Interactive Entertainment GmbH (DE)
    Release
    15.08.2008

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Anno 1602
Anno 1602: Sucht? Welche Sucht? - Leser-Test von Helios23
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15.07.2003
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