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  • Anno 1701 im Gamezone-Test

    Der neue König der Aufbaustrategie ist da: Diese Perle aus deutschen Landen gehört zu den Pflichtkäufen des Jahres!

    Ziemlich genau vier Jahre ist es nun her, als die PC-Entdecker zuletzt mit einem neuen Teil der Anno-Serie in See stecken durften. Doch die lange Entwicklungszeit für den Nachfolger hat sich gelohnt: "Anno 1701" ist nicht nur der optisch schönste Vertreter seiner Zunft, auch in Sachen Gameplay übertrifft das Spiel seine Vorgänger und sogar die Genre-Konkurrenz. Warum es sich bei dieser Strategie-Perle aus deutschen Landen um einen echten Pflichtkauf handelt, lest ihr in unserem ausführlichen Test.

    Anno 1701 Anno 1701 Für alle, die bisher noch nicht in den Genuss des unverwechselbaren Anno-Spielprinzips gekommen sind, starten wir unseren Bericht mit einer Einführung in das serientypische Gameplay: "Anno 1701" ist, wie seine beiden Vorgänger und Erzrivale "Die Siedler" auch, ein klassischer Vertreter der Aufbaustrategie. Im Gegensatz zur Echtzeitstrategie stehen hier der Aufbau einer funktionierenden Wirtschaft und verschiedenster Produktionsketten im Vordergrund. Im späteren Spielverlauf kümmert man sich um die Entdeckung neuer Inseln, betreibt Handel mit seinen Nachbarn und übt sich in Diplomatie. Wenn man es schließlich zusammen mit seinen emsigen Siedlern zu Reichtum und Wohlstand gebracht hat, kann man sich immer noch in aller Ruhe um den Aufbau einer Armee und die gewaltsame Übernahme fremder Reichtümer kümmern. Herzstück des Spiels ist der treffend bezeichnete Endlosmodus: Zwar lassen sich vor dem Spielstart noch ein paar grundlegende Einstellungen vornehmen und diesmal sogar verschiedene Spielziele definieren, in den meisten Fällen wird man aber einfach auf dem leichten Schwierigkeitsgrad in See stechen. Die zufällig generierten Inselwelten werden anschließend mit dem Entdeckerschiff ausgiebig erforscht, bis man sich schließlich auf einem Eiland mit besonders vielen Rohstoffquellen nieder lässt.

    Anno 1701 Anno 1701 Bereits nach kurzer Zeit hat man sich eine kleine, aber feine Siedlung mit einigen Pionieren aufgebaut. Die Mitglieder der untersten Zivilisationsstufe sind noch recht genügsam: Mit einer Kirche auf dem Dorfplatz, ein paar Stoffen und etwas zu Essen fühlen sich diese Bewohner bereits pudelwohl und zahlen bereitwillig ihre Steuern. Um aber neue Rohstoffquellen und damit Bauwerke freizuschalten, muss man seine Pioniere in der Zivilisationsstufe aufsteigen lassen. Das geschieht ganz automatisch, solange alle Grundbedürfnisse durch gut gefüllte Warenlager erfüllt sind und die Steuern nicht allzu hoch angesetzt wurden. Sobald eure Dorfbewohner den Status eines Siedlers erreicht haben, kommen neue Grundbedürfnisse wie beispielsweise Alkohol, Tabak und Bildung hinzu. Dieses Spielchen setzt sich über insgesamt fünf verschiedene Zivilisationsstufen auf immer komplexere Weise fort, bis man schließlich die ersten Aristokraten in seiner Stadt begrüßen kann. Diese feinen Herrschaften verlangt es nach Prunkgebäuden, Edelsteinen und exotischen Kolonialwaren - fehlt auch nur ein einziges Wirtschaftsgut, beginnen die Stadtbewohner zu demonstrieren und im schlimmsten Falle zünden Sie euch sogar die mittlerweile prunkvoll ausgebauten Häuser an.

    Anno 1701 Anno 1701 Die Langzeitmotivation ist im Endlosmodus einfach enorm, da man zwar schnell und einfach die ersten Pioniere zufrieden gestellt hat, sich damit aber ganz automatisch nicht zufrieden geben will - immer mehr Rohstoffe will man von der eigenen und den fremden Inseln schürfen, immer noch größere Häuser und Werkstätten errichten, bis schließlich auch die letzte der fünf Zivilisationsstufen erreicht ist. Man sorgt also durch das eigene Verlangen nach immer mehr Besitz und Macht gleichzeitig auch für ständig neue Herausforderungen. Schließlich sind die Ansprüche der Aristokraten derart hoch, dass man alle Mühe haben wird diese zu befriedigen. "Anno 1701" schafft es augrund dieser simplen Formel für unzählige Stunden zu begeistern, ohne dabei jemals langweilig zu werden. Einmal in Gang gebracht, ist dieses spielerische Perpetuum Mobile nicht mehr zu stoppen.

    Durchweg nur positive Neuerungen

    Anno 1701 Anno 1701 Es ist schon erstaunlich, wie die Entwickler von Related Designs der Anno-Serie durch ein paar zündende Ideen und entscheidende Verbesserungen im dritten Teil zum erneuten Höhenflug verholfen haben. Auf den ersten Blick hat sich nämlich im Vergleich zu den beiden Vorgängern gar nicht viel geändert, von der bombastischen 3D-Grafik einmal abgesehen. Primär hat man das Gameplay von unnötigem Ballast befreit und beim Spieldesign auf zeitraubendes Mikromanagement verzichtet. Beispielsweise dreht ihr jetzt direkt an der Steuerschraube, um mehr Einnahmen in den Staatssäckel zu spülen, müsst aber im Gegenzug auch die Bedürfnisse der geschröpften Bürger vollends befriedigen. Auf die mitunter dubiosen Marktstände des Vorgängers wurde ebenfalls verzichtet - die Wirtschaft bleibt dennoch fordernd, ist aber nun wesentlich transparenter. Selbst den guten alten Scout zur Erforschung neuer Inseln hat man in Rente geschickt - sobald Neuland entdeckt wurde, wißt ihr sofort über alle dort befindlichen Rohstoffe Bescheid.

    Anno 1701 Anno 1701 Einen unserer größten Kritikpunkte an "Anno 1503" haben sich die Entwickler ebenfalls zu Herzen genommen und äußerst gelungen ausgemerzt: Sollte euch ein Rohstoff oder eine Ware einmal ausgehen, liefert ein freier Händler auf Wunsch alles was das Herz begehrt. Im Kontor lassen sich sogar Mindestbestände für besonders wichtige Waren festlegen, wodurch der Handel mit dem geschäftigen Nachbarn kinderleicht automatisiert ist. Spielerische Sackgassen, bei denen man sich schon zu Beginn des Spiels den Nachschub an lebenswichtigen Waren verbaut, sind dank dem freien Händler ausgeschlossen. Und selbst wenn einmal das Geld knapp werden sollte, greift einem die Königin meist mit einer kleinen Finanzspritze unter die Arme. Doch der freie Händler hat noch mehr zu bieten: In recht regelmäßigen Abständen bittet er um eure Unterstützung in Form von Spezialaufträgen. Die Belohnung für das Finden von Schiffbrüchigen, Beseitigen von Piraten oder Liefern bestimmter Waren ist stets fürstlich und bringt jede Menge zusätzliche Abwechslung ins Spiel.

    Anno 1701 Anno 1701 Diese Verbesserungen machen "Anno 1701" im Vergleich zum bockschweren Vorgänger für Neueinsteiger und Gelegenheitsspieler wesentlich attraktiver. Profis und alte Hasen werden trotzdem nicht gelangweilt, da die Komplexität der wirtschaftlichen Zusammenhänge proportional zur Größe der Siedlung steigt. Damit ihr jederzeit bestens über den Stand der Dinge informiert seid, liefert einem die Siedlung optisches Feedback: Ein Klick auf das Stadtzentrum zeigt euch die gegenwärtige Stimmung der Bürger und die Erfüllung ihrer Bedürfnisse mittels kleiner Bildchen an. Details und Steuern legt man wiederum mit einem direkten Klick auf die Häuser der Bewohner fest. Generell ist die Benutzerführung, die Gestaltung der Menüs und vor allem das ausführliche Tutorial auf höchstem Niveau, wodurch selbst blutige Anfänger ohne große Mühe schnell die erste Insel besiedelt haben. Wichtige Ereignisse in der Spielwelt blendet das Spiel unaufdringlich am Bildschirmrand ein - ein Klick genügt, und schon wird die Ansicht auf die Ursache der Meldung zentriert.

  • Anno 1701
    Anno 1701
    Publisher
    Sunflowers Interactive Entertainment GmbH (DE)
    Developer
    Related Designs
    Release
    26.10.2006

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Anno 1701
Anno 1701 im Gamezone-Test
Der neue König der Aufbaustrategie ist da: Diese Perle aus deutschen Landen gehört zu den Pflichtkäufen des Jahres!
http://www.gamezone.de/Anno-1701-Spiel-18003/Tests/Anno-1701-im-Gamezone-Test-990977/
02.11.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/11/beduerfnisse_aristokraten_macht_001.jpg
tests