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  • Anno 1701 im Gamezone-Test

    Vorbildliche Steuerung und ein süchtig machendes Gameplay - so wollen wir Aufbaustrategie auf dem DS haben!

    Langsam aber sicher kommt die Strategiewelle für den Nintendo DS ins Rollen. Nachdem die "Forschungsarbeiten" mit dem animalischen "Zoo Tycoon", strategischen "Age of Empires" und vergnüglichen "Theme Park" abgeschlossen sind, setzt die deutsche Firma Sunflowers nun zum Rundumschlag an. Erstmals wagen sich die Anno-Siedler ins Konsolenbusiness und versuchen auf neuem Territorium Fuß zu fassen. Der Entwickler serviert uns eine liebevolle und durchdachte Neuentwicklung - speziell angepasst auf die Gegebenheiten der Hardware - und keine blinde Umsetzung des PC-Originals. "Anno 1701" ist ein rundum gelungenes Aufbau-Strategie Spiel, dass nur im Detail noch Schwächen ausweist!

    Anno 1701 Anno 1701 Es war von Anfang an klar: Die umfangreiche PC-Welt von "Anno 1701" lässt sich nicht mal schnell auf den kleinen Handheld von Nintendo portieren. Nicht nur die Technik würde aufmucken, auch der Sichtbereich der Bildschirme würde ziemlich enge Grenzen setzt. Anstatt mit aller Gewalt eine Umsetzung auf ein DS-Modul zu pressen, entschied man sich Gott sei Dank für eine Neuentwicklung. Das heißt nun aber nicht, dass man auf das gewohnt gute Gameplay der Serie verzichten muss. Auch auf dem Nintendo DS schickt man euch als Entdecker und Eroberer aus, um die neue Welt zu erkunden. Ihr besiedelt und kontrolliert eine einflussreiche Kolonie abseits der Heimat und erfreut euch am putzigen Design der Bewohner, die durch die Stadt tigern und den gewissen Wuselfaktor mit sich bringen.

    Besiedelt eine neue Heimat

    Anno 1701 Anno 1701 Das Hauptaugenmerk sollte dabei auf dem Aufbau einer eigenen, florierenden und expandierenden Wirtschaft liegen. Alles beginnt mit dem Bau eines Kontors. Dort werden wichtige Waren zwischengelagert und an Händler wie auch Verbündete verkauft. Um aber eine rentable Kolonie auf die Beine zu stellen, müsst ihr Bewohner auf eure Insel locken. Ihr kümmert euch also um anfängliche Holzbaracken, die von ihren Bewohnern aber nach und nach zu architektonischen Meisterwerken heran gezüchtet werden - sofern sich der Bürger auch wohl fühlt. Denn oberste Priorität, parallel zur Verteidigung des Landes, haben die Bedürfnisse der Einwohner. Die Pioniere verlangen nach einer Kapelle, einer Schanke zum Saufen sowie für ihre Kinder entsprechende Bildungseinrichtungen. Einen Arzt, die Feuerwache und ein paar Gesetzeshüter können dem kleinen Dörflein auch nicht schaden.

    Anno 1701 Anno 1701 Anfänglich sind die Ansprüche der Bewohner noch sehr bescheiden. Ein wenig Baumaterial sowie eine ausreichende Verpflegung in Form von frischem Rindfleisch oder Fisch reicht aus. Werden die Bedürfnisse erfüllt und die Einwohner zufrieden gestellt, entwickeln sich die einfachen Bürger zu Kaufleuten und später zu Aristokraten. Nicht nur ihr Hab und Gut in Form von Häusern sieht prunkvoller auf dem keinen Bildschirm aus, ihr könnt auch von der oberen Gesellschaftsschicht deutlich mehr Steuergelder kassieren und damit die oftmals knapp bemessene Staatskasse füllen. Bis das Adelsvolk aber die kleine Insel besiedelt, gilt es nach wie vor eine funktionierende Wirtschaft aufzubauen und auch die Wünsche der Reichen erfüllen. Weitere Industriezweige wie die Herstellung von Stoffen, Kleidern und Schmuck gehören genauso in das Konzept, wie auch weiterreichende Genussmittel wie Gewürze und Pralinen.

    Der Kampf um die Waren

    Anno 1701 Anno 1701 Eine florierende Wirtschaft zu unterhalten, ist aber nicht gerade ein Kinderspiel. Das Klima und die Bodenbeschaffenheit spielt eine tragende Rolle für entsprechende Plantagen und bestimmt darüber, wie erfolgreich die Bauern ihre Ernte einholen können. Oftmals bleibt der Weg auf eine weitere Insel nicht erspart, auf der eine Zweigkolonie für gewisse Materialen oder den Bergbau errichtet wird. Schlussendlich muss jedes teuer aufgestellte Gebäude mit einer Straße und dem Kontor, oder einem Marktgebäude verbunden sein, damit die Waren auch ins Lager geliefert werden. Erst dann können sich die Bewohner daran laben. Überschüssige Lieferungen werden auf dem hiesigen Markt verkauft, wobei Angebot und Nachfrage den Preis regeln. Ist der Markt überschwemmt, gibt es nur wenig Zaster für die mühsam erarbeiteten Rohstoffe. Der Handel ist aber nach wie vor nur peripher zu betrachten, denn hauptsächlich sorgen die Einwohner für klingelnde Kassen - wer nicht aufpasst, verkalkuliert sich aber gewaltig und beendet den Ausflug in die neue Welt in Armut.

    Anno 1701 Anno 1701 Gewisse Vorsicht ist auch bei den Anliegern geboten. Die Eingeborenen sind meist nicht gerade über die Neuankömmlinge erfreut und manch ein "guter" Nachbar hat es ebenfalls auf die kostbaren Güter abgesehen. Taucht ein fremdes Segel am Horizont auf, sollte schleunigst die Wehrmacht aufgestockt werden. Sowohl in den Lagerhäusern, als auch in speziellen Stützpunkten und Kasernen lassen sich Soldaten stationieren. Diese Gebäude werden von den kriegerischen Barbaren angegriffen und letztendlich entscheidet die Übermacht und ein wenig Glück über Sieg und Niederlage. Dem militärischen Dasein schenkt man aber glücklicherweise eher weniger Beachtung. Der Kader muss zwar stimmig sein, aber letztendlich spielt sich der Einmarsch in das Territorium des Feindes eher schlicht als ausgeklügelt. In der Nintendo DS Variante wird deutlich mehr Wert auf den Aufbau einer florierenden Wirtschaft gelegt. Dafür ist dieser Teil recht anspruchsvoll. Viele Dinge gilt es zu beachten, damit keine roten Zahlen geschrieben werden.

    Vereinfacht ist aber auch das komplexe Waren- und Verhaltenssystem des Spiels. Man greift gerade einmal auf 16 Güter zurück, die für Reichtum und Wohlstand auf dem Atoll sorgen. Dennoch haben die Entwickler eine perfekte Symbiose zwischen dem Schwierigkeitsgrad, dem Anspruch des Aufbausystems und dem strategischen Anteil geschaffen, inklusive einiger netter Überraschungseffekte wie einem Vulkanausbruch und seine Folgen. Wer einmal mit dem Spielen anfängt, wird den Stylus nicht mehr so schnell weglegen wollen!

    Perfekte Spielbarkeit

    Anno 1701 Anno 1701 Meist scheitert der Versuch, ein PC-Spiel basierend auf Tastatur und Maus perfekt auf die Konsolen anzupassen. Im Falle von "Anno 1701" ist dieser Schritt nahezu perfekt gelungen. Wesentlicher Grund ist natürlich, dass man nicht krampfhaft versucht hat, die Steuerung und das Gameplay des Originals zu imitieren, sondern das Spiel von Grund auf neu entwickelt und somit auch optimal an die Gegebenheiten des Nintendo DS angepasst hat. Das fängt bei der grundlegenden und schlichtweg durchdachten Einteilung der beiden Bildschirme an. Der obere wird stets mit nützlichen Informationen ausgefüllt. Unter anderem sind dort die auf Lager befindlichen Baumaterialien gelistet sowie die Hinweise des Beraters.

    Anno 1701 Anno 1701 Alle kontextsensitiven Elemente befinden sich derweil auf dem Touchscreen, auf dem auch das wuselige Völkchen zu beobachten ist. Dabei wird auf einer isometrischen Welt gearbeitet, die zum Einen nur in einer 2D Pracht daher kommt und zum Anderen leider nicht gedreht und nur in zwei Zoomstufen betrachtet werden kann. Ihr platziert simpel mit dem Touchpen die Gebäude, könnt deren Infos per simplen "Klick" betrachten und nutzt die kleine Navigation auf der rechten Seite, um verschiedene Statistiken oder aber die entsprechenden Baumenüs aufzurufen. Besonders auffallend ist das weiche Scrolling, wenn der Globus mit dem Stift hin und her gedreht wird. Dabei rollt die Kugel je nach Schwung noch leicht nach, was die Atmosphäre eines außenstehenden Betrachters untermauert.

    Anno 1701 Anno 1701 Optisch, kann die Nintendo DS Variante natürlich nicht mit dem Original mithalten, bietet aber für die Hardware eine saubere und sehr abwechslungsreiche Spielwelt. Putzige Animationen, flüssiger Bildaufbau und sehr detailreiche Bauten verwöhnen das Spielerauge. Ganz ohne Tadel kommt uns der Titel aber nicht davon, denn die Story hätte durchaus etwas aufwändiger gestaltet werden können. Andere Nintendo DS Spiele begeisterten mit ausufernden Videosequenzen in guter Qualität, das Aufbau-Strategiespiel kommt aber leider mit zwar schön gezeichneten, aber animationslosen Standbildern daher, die nicht sonderlich mitreißend wirken. Zudem fehlt immer wieder die Abwechslung in der kreativen Häuserarchitektonik. Nicht selten bewohnen alle Aristokraten dasselbe Gebäude, als ob man diese als Bausatz bei Ikea bekommen würde. Musikalisch wird der Titel mit eingängigen, als auch träumerischen Melodien unterstützt, die mit der Zeit aber etwas auf die Nerven gehen können. Allzu viel Abwechslung kann der eingespielte Soundtrack leider nicht bieten. Ein paar Sprachsamples hätten zudem der Atmosphäre gut getan. Rundum ist der audiovisuelle Teil aber sehr ansprechend umgesetzt und trägt seinen Teil zum Spielspaß bei.

  • Anno 1701
    Anno 1701
    Publisher
    Buena Vista
    Developer
    keen games
    Release
    08.06.2007

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

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Anno 1701
Anno 1701 im Gamezone-Test
Vorbildliche Steuerung und ein süchtig machendes Gameplay - so wollen wir Aufbaustrategie auf dem DS haben!
http://www.gamezone.de/Anno-1701-Spiel-18003/Tests/Anno-1701-im-Gamezone-Test-991322/
13.06.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/06/anno1701-02.jpg
tests