Das Glück dieser Erde liegt nicht immer auf dem Rücken der Pferde! Kleine Töchter aber finden hiermit einen günstigen Pony-Ersatz.
Mädchen und Boybands, bzw. Mädchen und Pferde sind wohl nur schwer zu trennen, zumal die beiden genannten Themengebiete oftmals die wichtige Lebensabschnitte einer jungen, heranreifenden Frau bestimmen. Seitdem Nintendo mit dem DS oder der Wii auch eben jene, heranreifende Frauenzielgruppe für sich gewinnen konnte, muss diese natürlich mit entsprechenden Spieltiteln versorgt werden. Die Lizenz zur Pferdeshow Apassionata kommt Publisher RTL Playtainment hier sichtlich gelegen, bietet sie jungen Mädchen doch eine Chance ebenfalls an der künstlerischen Vorführung verschiedener Pferderassen und Reitstile teilzunehmen, welche obendrein mit Lichtkompositionen, sowie Live-Darbietungen von Musikern und Tänzern garniert wird; Und sei es auch nur in der virtuellen Welt des Nintendo DS. Ob die Pferde-Show für die Hosentasche ebenfalls das liefert, was das reale Bühnenprogramm bietet, haben wir in einem freudestrahlenden Selbstversuch für euch herausgefunden...
Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde
Apassionata: Meine Show
Getreu nach diesem Motto steigt man ein und begibt sich auf den steinigen Pfad zur glänzenden Karriere im Rahmen der Apassionata-Show. Dazu besucht man einen Reiterhof auf dem man ein kleines Tutorial durchläuft, welches uns mit den Gepflogenheiten der Pferdewelt vertraut macht. Nachdem wir uns für lau einkleiden und einen Namen geben konnten, machen wir uns mit dem Gelände vertraut und können einen ersten Ausritt wagen. Damit ist natürlich noch lange nicht Schluss denn ähnlich wie ein Tamagotchi möchte das Tier gepflegt, gefüttert und geknuddelt werden, damit wir eine innige Bindung zu ihm aufbauen. Ist dies geschehen und das Pferd sauber gestriegelt sowie gebürstet kann es in den Ring, bzw. die Arena gehen. Dort gilt es die vorgegebenen Pfade einzuhalten und im Scheinwerferlicht zur musikalischen Untermalung zu bestehen. Die Choreographie muss sorgsam vollzogen werden, denn Patzer kann man sich in der Show natürlich nicht erlauben, da man anschließend ein Nachhilfe-Training im Schockemöhle-Stil erhalten würde. Ganz so schlimm sind die Folgen natürlich nicht, denn verpatzt man ein Event, beginnt man eben nochmals von vorn und strengt sich ein wenig mehr an.
Apassionata: Meine Show
Dabei kann man sich verschiedene Showevents aussuchen, je nachdem welches Pferd man reitet. In verschiedenen Minispielen muss man seinen Gaul durch die verschiedenen Umgebungen lenken und möglichst präzise vorgehen um die benötigte Punktzahl zu erreichen, um den Level zu meistern. Als Belohnungen erhält man weitere Kleidungsgegenstände und Pferde, die man seinem Gestüt hinzufügen kann. Dabei muss jedem die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werden, was den geneigten Reiter, bzw. die Reiterin ganz schön auf Trab hält. Angefangen wird aber mit einem einzelnen Pferd, dem man all seine Liebe und Zuneigung zukommen lassen kann, doch schon bald gesellen sich weitere dazu, welche ebenfalls zu Stars der Show gemacht werden wollen (!?)
"Hü Hott,... nein, in die andere Richtung"
Apassionata: Meine Show
Gesteuert wird hierbei vorzugsweise mit dem Touchpen, welchen man auf dem unteren Bildschirm zum Lenken von Reiter und Pferd nutzt. Leider ist diese Steuerung, zumindest im freien Bereich wie dem Ausrittparcours, recht schwammig und ungenau. Bei den Showevents, sowie bei den Säuberungs- und Striegelaktionen "am Objekt" präsentiert sich die Handhabung zum Glück ein wenig gefälliger, wenngleich man sich präzisere Möglichkeiten gewünscht hätte, um den Hengst über Stock und Stein zu jagen. Die Menüführung ist jedoch denkbar simpel und aufgrund der verständlichen Icons sehr zugängig, speziell im Hinblick auf jüngere Spieler/innen.
Pixelpferde und orchestrale Klänge
Apassionata: Meine Show
In einer isometrischen Ansicht, ohne frei bewegliche Kamera, bewegen wir uns über den Reiterhof und besuchen die verschiedenen Örtlichkeiten, um unser Pferd auf Vordermann zu bringen. Technisch setzt Apassionata dabei nicht zum großen Sprung an und versorgt den Spieler mit streckenweise äußerst verpixelten Darstellungen von Pferden und Reitern. Die Animationen sind zudem recht stockend und nicht sonderlich glanzvoll, wie es sich für eine solch edle Show gehört. Schlimmer geht es natürlich immer, doch besser noch wesentlich öfter und so versorgt uns Apassionata mit absolut unterdurchschnittlicher Grafikkost.
Der Sound hingegen weiß streckenweise sogar durchaus zu gefallen und wartet mit teils orchestralen Klängen auf, die den visuellen Gesamteindruck jedoch nicht zu retten vermögen. Die beiden Aspekte Sound und Musik können jedoch als die gelungensten des Spiels hervorgetan werden auch wenn es nicht wirklich viel bedarf, um die anderen, eher mager ausgefallenen, Wertungspunkte zu übertrumpfen.
