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Archer Maclean's Mercury (PSP)

Release:
01.06.2005
Genre:
Action
Publisher:
k.A.
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Archer Maclean's Mercury im Gamezone-Test

26.07.2006 15:41 Uhr
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Neu
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Knifflig und unterhaltsam! Führt das Quecksilber durch kippen der Arena ins Ziel.

Geschicklichkeitsspiele eignen sich doch bestens für den kleinen Videospiel-Hunger zwischendurch und von daher ist uns das Denkspiel "Archer Maclean's Mercury" für die tragbare PSP doch ganz recht. Der Titel verspricht ein einzigartiges Gameplay mit kreativen Ideen, welches einfach zu erlernen und dennoch schwierig zu meistern ist. Dem kann man durchaus nicht widersprechen und dazu wirkt der Titel auch noch ungemein fesselnd! Doch lest selbst in unserem Review zu "Mercury" warum das bunte Quecksilber durchaus seinen Reiz hat und bei jeden Fan von Puzzlespielen nicht in der Sammlung fehlen darf.

Archer Maclean's Mercury Archer Maclean's Mercury [Quelle: Siehe Bildergalerie] Das Ziel des Spieles ist denkbar einfach: In einer labyrinthartig aufgebauten Welt wurde mindestens einer, wenn nicht sogar mehrere Quecksilberkleckse verteilt, welche geführt durch eure Hand sicher das Ziel erreichen oder die Aufgabe erfüllen müssen. Nun gut, wer schon einmal mit einem Brett und einer zähen Flüssigkeit darauf hantiert hat, wird sicherlich festegestellt haben, dass man durch Kippen und Drehen das Zeugs zwar gut in Bewegung bringen kann, dieses aber koordiniert über entsprechende Linien oder durch ein Labyrinth zu manövrieren, fällt dann doch etwas schwer. Parallelen zu Sega's Hit "Super Monkey Ball" tun sich hier auf, welche man auch gar nicht von der Hand weisen kann. Die Steuerung der Mercurys (das ist das Quecksilber) funktioniert genau gleich. Durch kippen der 3D Arena, fast stufenlos mit dem Stick möglich, bringt ihr das Quecksilber in Fahrt und navigiert es durch den Irrgang, welcher mit Fallen, tiefen Abgründen und massig kleinen Denkaufgaben gespickt ist.

Von Aufgaben und Welten

Archer Maclean's Mercury Archer Maclean's Mercury [Quelle: Siehe Bildergalerie] Wenn ein neues Spiel für den Solisten gestartet wird, gelangt ihr in die zentrale Karte, in der im Kreise sechs Portale angeordnet sind. Diese führen euch zu den einzelnen Welten genannt Neon, Quartz, Aqua, Xero, Helios und der letzten Ebene Nano. Neben der optisch etwas anderen Präsentation zum Beispiel Aqua als eine nasskalte Unterwasserwelt und Helios eher griechisch und vor allem sonnig angehaucht, unterscheiden sich die Welten hauptsächlich von ihrer Komplexität. Von daher ist es nur recht und billig, dass einzig allein Neon - die Einführungswelt - zu Beginn offen steht. Ab durchs Portal zur Levelauswahl, wo nun pro Welt jeweils zwölf knifflige Geschicklichkeitslevel zur Auswahl stehen - das macht über 70 verzwickte Rätselaufgaben. In Neon braucht ihr euch aber kaum Gedanken über den Schwierigkeitsgrad machen. Dieser erste Abschnitt dient dazu, die grundlegenden Aspekte des Gameplays zu erlernen, wie das Kippen der 3D-Arena, das Mischen unterschiedlicher Farben, wie man bestimmte Schalter und Tore aktivieren muss und wie man letztendlich mit beweglichen Plattformen und Fallen umzugehen hat - schlicht ausgedrückt, stellt Neon das Tutorial für jeden Neuling dar!

Archer Maclean's Mercury Archer Maclean's Mercury [Quelle: Siehe Bildergalerie] Strukturell hat man die zwölf Aufgaben einer Welt in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Als ersten wären da das so genannten "Rennen", welches man aber nicht unbedingt als F-1 Rundkurs verstehen sollte. In erste Line geht es darum, wie schnell du ein Labyrinth beenden kannst. In diesen Abschnitten wird eine ganz heikle zeitliche Grenze gesetzt, die ihr auf jeden Fall einhalten müsst, ohne Rücksicht auf Verluste! Ganz anders sieht es in den Prozent-Level aus, wo meist reichlich Zeit vorhanden ist, ihr aber so gut wie kein Mercury opfern dürft. Der Dritte im Bunde hört auf den Namen "Aufgabe". Diese Abschnitte verfügen über mehrere Leittürme, welche mittels Schalter und anderer Objekte von euch innerhalb der Zeit aktiviert werden müssen. Schlussendlich werden diese drei Aufgaben in zusätzlichen Missionen kombiniert, was die volle Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit von euch abverlangt.

Es kann ganz schön kompliziert werden ...

Archer Maclean's Mercury Archer Maclean's Mercury [Quelle: Siehe Bildergalerie] Eine kurze Sequenz vor dem Start eines Levels zeigt in einem Überflug die Struktur, was euch einen groben Überblick über die gegebene Situation verschafft. Was anfänglich durchaus leicht von der Hand geht, wird recht schnell zu einer Geduldsprobe. Das Problem liegt nicht nur an den verwinkelten und labyrinthartigen Aufbauten und den oftmals nur sehr schmalen Wegen - mit der Zeit werden eure grauen Gehirnzellen auch durch kombinatorische Konstruktionen und Rätsel richtig in Schwitzen gebracht. Manche Schalter benötigen eine bestimmte Menge Quecksilber zur Aktivierung, andere wieder eine entsprechende Farbe. Hier beginnt die ganze Sache knifflig zu werden. Da das Mercury flüssig ist, könnt ihr den "Klecks" auch teilen, müsst nun aber beachten, dass durch Kippen auch beide (oder mehrere) Teile sich dementsprechend in Bewegung setzen - dies erschwert die Steuerung bis ins unermessliche. Mittels spezieller Farbzonen könnt ihr der Edelflüssigkeit einen neuen Glanz verpassen und dadurch Farbe ins Spiel bringen. Das ganze geht nun sogar so weit, dass ihr unterschiedliche Kolorierungen kombinieren und so neue Mischungen kreieren könnt, wenn zwei Quecksilberkugeln unterschiedlicher Farbe zusammen geführt werden!

Archer Maclean's Mercury Archer Maclean's Mercury [Quelle: Siehe Bildergalerie] Verschiedene Objekte und Hindernisse sorgen nun dafür, dass ihr geschickt mit Farben und der Menge an Mercury umgehen müsst. Durch Farbschleusen gelangt ihr nur mit einer Quecksilberkugel entsprechender Farbe, Portale bringen die Flüssigkeit an einen anderen Ort und diverse Schalter müssen zum Öffnen von Türen betätigt werden. Die Architektur der Level schickt euch später auch über Fließbänder, steile Abhänge und über sich bewegende Plattformen und als ob das nicht schon genug für das schwache Herz eines Geschicklichkeitsspielers ist, sorgen gefräßige und dem Pac-Man ähnliche Gegner dafür, dass euer Vorrat an Mercury bei Feindkontakt schwindet. Es bleibt also allerhand zu tun, bis man das Spiel komplett gemeistert hat, vor allem da sich der Schwierigkeitsgrad der Denk- und Geschicklichkeitsaufgaben stetig steigert. Fleißige, welche sogar auf Highscores spielen, können noch einige Bonusrunden frei schalten - somit ist die Motivation für erneutes Spielen alter Missionen ebenfalls gegeben.

Zwei Spieler, ein Modus

Archer Maclean's Mercury Archer Maclean's Mercury [Quelle: Siehe Bildergalerie] Ein Modus für bis zu zwei Spieler kann "Archer Maclean's Mercury" auch bieten, welcher sich aber kaum von der Solistenvariante unterscheidet. Ihr wetteifert um die Zeit in allen aus dem Einzelspielermodus vorhandenen Levels. Wer als erstes das Ziel erreicht, ist Sieger. Alternativ verliert man auch, sobald die Mindestvorgabe an Quecksilber unterschritten oder weniger Aufgaben gemeistert wurden. Vorteile gegenüber seinen Gegner hat natürlich derjenige, der schon fleißig alle Level gelöst oder gar schon auf Rekorde gespielt hat. Schade ist auch, dass man zwar vor Beginn eines WLAN-Spiels einen Namen eingeben kann, dieser aber nur aus drei Buchstaben besteht. Es ist ein kurzweiliger, aber auch nicht gerade besonders spannender Modus für zwischendurch.

Archer Maclean's Mercury Archer Maclean's Mercury [Quelle: Siehe Bildergalerie] Technisch ist der Titel durchaus erhaben. Geboten bekommt man für Puzzlespiele eine typisch schlichte grafische Präsentation, welche aber durchaus einen gehobenen Stellenwert hat. Vor allem das flüssige Quecksilber in all seiner Farbenpracht sieht auf dem kleinen PSP-Bildschirm durchaus nett aus. Kleine Zwischensequenzen nach Abschluss einer jeden Welt erfreuen uns noch mit zusätzlichen Schmankerln, während ansonsten recht chillige und bisweilen auch in Trance abdriftende Melodien eine beruhigende Stimmung verbreiten. Insgesamt sollte man bei einem solchen Spiel aber weniger auf die grafischen Werte schauen, als eher auf die Spielbarkeit und hier kann das Spiel definitiv Punkten. Der Ministick ist gut ausbalanciert und ermöglicht eine sehr präzise Steuerung des Quecksilbers, welches sich physikalisch glaubhaft durch die Labyrinthe schlängelt. Da manche Bauten sehr verwinkelt sind, erfreut man sich über die recht freizügige Handhabe der Kamera, welche je nach Wunsch gedreht, gekippt und auch gezoomt werden kann. Damit habt ihr die farbigen Kugeln stets perfekt. Ist die Kamera aber auf alle Mercury-Teile gerichtet, musst diese ab und an doch arg weit aus dem Geschehen heraus zoomen, um auch wirklich alles darstellen zu können - manuell kann man sich hier aber Abhilfe schaffen.

   
Alexander Winkel
Einfaches Spielprinzip - das trifft auf jeden Fall auf "Archer Maclean's Mercury" zu. Nach nur wenigen Minuten wird jeder die recht unkomplizierten Grundregeln durchschaut haben und steuert seine kleinen Quecksilberkugeln gekonnt durch die verwinkelte Labyrinthe. Schwierig zu meistern - auch das trifft letztendlich zu! Anfänglich sind die kleinen Aufgaben durchaus in Sekundenschnelle erledigt, doch recht schnell geht ohne durchdachtes Vorgehen nicht mehr viel. Ihr müsst mit den unterschiedlichen Farben umgehen können und euch auf den Einsatz mehrere Mercury-Teile gleichzeitig fixieren, was grundsätzlich einfach zu steuern ist, sich aber äußerst knifflig gestaltet. Der üppige Umfang an über 70 Einzelaufgaben sorgt für viele Stunden Spielspaß und da ein Level zum einen recht schnell beendet werden kann und ihr jederzeit das Spiel auch speichern dürft, eignet sich dieser Titel geradezu für Unterwegs. Ein durchaus spaßiges und forderndes Gameplay, welches sich zumindest Geschicklichkeits-Fans nicht entgehen lassen sollten.
   
Archer Maclean's Mercury (PSP)
Singleplayer-Wertung

7,9 /10
Leserwertung
(6 Votes):
7,2
Multiplayer
Grafik
Sound
Steuerung
Gameplay
-
7/10
7/10
9/10
8/10
Gelungenes Gameplay
Aus dem Mehrspielermodus hätte man mehr machen können
raffinierte Ideen mit der Flüssigkeit
wie immer schlichte Päsentation
über 70 Einzelaufgaben
Erfahrener Benutzer
Moderation
26.07.2006 15:41 Uhr
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