Dank des ausführlichen und fesselnden Tutorials ist der Titel gut für Einsteiger ins 4X-Genre geeignet.
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Armada 2526
Nach einer Weile denke ich mir: Von Stern zu Stern zu reisen, eventuell ein paar Kolonien zu gründen und diese zu entwickeln, ist zwar ganz nett, aber das kann doch nicht alles sein? Ich spiele also für die Föderation der Menschen, aber was ist mit den anderen elf Rassen? Meine Aufklärungsschiffe erreichen immer nur eine gewisse Distanz, ausgehend von den Sternen die ich erkundet und auf denen ich bereits Kolonien gegründet habe. Davon abgesehen, kann ich bei ausreichender Forschung auch Wurmlöcher im Weltraum zum Reisen benutzen und so längere Strecken zurücklegen. Auf eben einer solchen Wurmloch-Reise treffe ich auf die erste andere Rasse, weil ich beim erkunden auf einer ihrer Kolonien lande. Der kleine Roboter erklärt mir, das es sich um eine diplomatische und intelligente Rasse handelt. Nun habe ich die Wahl: Möchte ich ihnen den Krieg erklären? Oder möchte ich mich (zunächst) neutral verhalten? Ich entscheide mich gegen den Krieg und erhalte meinen ersten diplomatischen Kontakt. Die Qa-Qa-Verbindung bietet mir an, Karteninformationen auszutauschen, damit in Zukunft keine Missverständnisse mehr entstehen und nicht jemand "versehentlich" die Kolonien des anderen heimsucht. Gute Idee, finde ich.
Armada 2526
Auch die weiteren Gespräche zwischen mir und der Qa-Qa verlaufen sehr effizient. Wir greifen uns gegenseitig unter die Arme, indem wir Technologien austauschen, Friedensabkommen schließen und schließlich richten wir sogar jeweils in unseren Kolonien Handelszweige und Relaisstationen ein. Sehr praktisch, so kann ich mich noch weiter ausbreiten, ohne sinnlos Kolonien gründen zu müssen, kann aber meine Wege besser planen, als durch bloße Wurmloch-Reisen. Und so passiert es schließlich, dass ich auf die nächste unbekannte Rasse stoße. Das Klurgu-Imperium. Der kleine Roboter sagt mir sofort, dass diese Herrschaften keine Gespräche führen, sondern höchst aggressiv sind. Es passiert, was irgendwann passieren musste: Mein erster Kampf. Dieser soll im Gegensatz zum rundenbasierten Strategieteil in Echtzeit ablaufen. Die Grafik wirkt hier allerdings etwas schwerfällig und lässt Tiefe vermissen, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Einheiten und Schiffsmodellen fällt kaum auf, was sehr schade ist, weil es so viele verschiedene Schiffe für diverse Einsätze gibt und auch die Aktivitäten während des Kampfes sind schmucklos und unspektakulär. Im Kampf selber kann ich kaum einschreiten, hier entscheidet welche Einheiten ich besitze und welche der Gegner besitzt, sonst nichts. Taktik? Keine. Sehr schade.
Exploit
Armada 2526
"Armada 2526" bietet sehr viele Optionen und Möglichkeiten, die es auszutesten gilt. Auf der einen Seite gibt es verschiedene Szenarien, in denen man meist auswählen kann,welche der 12 Rassen man wählt. Jede Rasse hat eine präzise Beschreibung, ein ausgeprägtes Profil und verschiedene Eigenschaften, die sich positiv oder negativ auf Kampf, Forschung, Diplomatie und Wachstum auswirken. In einem der Szenarien gibt es nur sehr begrenzten Raum und ich beginne deshalb früh, mich auf Kriege vorzubereiten. Die mir bereits bekannte Qa-Qa-Verbindung reagiert prompt, sie wird mir gegenüber vorsichtig und bezahlt mich sogar dafür, dass ich dem Nichtangriffspakt für 20 Runden zustimme. Ausgezeichnet, denke ich, so gibt es also auch noch einen lukrativen Nebenverdienst. Freunde mache ich mir damit natürlich nicht. Auch weiterhin merke ich schnell, dass sich die diplomatischen Beziehungen drastisch verändert haben, weniger freundschaftlich geworden sind. Ich werde bestochen, milde gestimmt und bei Laune gehalten durch kleine Geschenke, wie etwa Zahlungen oder Technologien. Gleichzeitig muss ich jederzeit damit rechnen, angegriffen zu werden, denn nicht jedes Volk hält sich an Abkommen.
Armada 2526
Mit der Zeit lernt man, die jeweiligen Rassen und deren Charakteristika ganz gut einzuschätzen, die Computerintelligenz ist tatsächlich nicht zu verachten. Die anderen Mitspieler reagieren angemessen auf das Spielgeschehen, ihren Persönlichkeiten entsprechend. Wer keines des Szenarien spielen möchte, kann sich auch ein individuelles Spiel gestalten. Hierbei gibt es viele Optionen: Man kann frei wählen, wie viele Spieler teilnehmen können, welche Rassen dabei sein werden, außerdem kann man die Sternkarte an die eigenen Wünsche anpassen und die Anzahl der Runden bestimmen. Am Ende der gesetzten Runden gewinnt entweder, wer alle anderen Mitspieler ausgeschaltet oder wer die höchste Punktzahl erreicht hat.
