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  • Armed & Dangerous im Gamezone-Test

    Mit A&D kredenzen uns die Planet Moon Studios einen 3rd-Person Shooter der witzigeren Gangart.

    Reden wir über dein Genital...

    Mit Armed & Dangerous präsentiert uns Lucas Arts, respektive die Planet Moon Studios, einen Third-Person-Shooter der abgedrehteren Art. Mit ihm erleben wir die Abenteuer der "Lionhearts", wie sich die Gruppe der vier so verschiedenen Helden nennt, auf der Suche nach dem Book of Rules. Wir selbst schlüpfen dabei in die Rolle von Roman, einem ganz normalen Menschen, der von seinen treuen Freunden begleitet wird. Diese setzen sich aus Jonesy, einem schottischen Bergarbeiter-Maulwurf, Rexus, dem kleinen blinden Mann und Q1-11, einem teetrinkendem Roboter, zusammen. Alle vier haben nur ein Ziel: Im vom Krieg gebeutelten Land das Book of Rules zu finden und an sich zu bringen.

    Gameplay technisch bietet uns Armed & Dangerous vor allem eins, nämlich viel und heftiges Geballere. Anfangs noch mit nur einem Gewehr und den gefundenen Granaten ausgestattet, schießen wir auf alle grunzenden Gegner und zerstören dabei so ziemlich jedes im Weg stehende Gebäude, denn es gibt kaum etwas in dem Game was nicht zerstört werden kann. Als Belohnung ernten wir Munition, Gesundheit und die sehr wichtigen Ticker-Bombs, welche wir benötigen um Gebäude, große Maschinen, Mauern und Tore zu sprengen. Denn das ist meist auch das Ziel der jeweiligen Level, eine bestimmte Anzahl an Gebäuden oder Gegnern zu erledigen bevor man weitergehen kann. Manchmal gibt es auch gefangene Personen zu befreien oder ein Gebäude für eine bestimmte Zeit zu verteidigen. Doch wie die Aufgabe auch lautet, immer ist sie nur mit viel Waffengewalt und etwas taktischem Kalkül zu erfüllen. Denn leider ist die KI der restlichen Lionhearts nicht gerade die schlaueste. Meist beschränken sich unsere Begleiter darauf in dieselbe Richtung wie wir selbst zu feuern, selbst wenn da überhaupt kein Gegner steht. Da helfen die optionalen Kommandos auch nicht mehr viel, die man sowieso nur benutzen wird um ihnen zu sagen doch im hinteren Teil des Levels zu bleiben bis man die Aufgabe erledigt hat, da man so, besonders in den höheren Schwierigkeitsgraden, den Umstand des schnellen Ablebens der Begleiter elegant umgehen kann. Denn die kennen kein Pardon und laufen voller Freude mitten ins Feindfeuer, wenn wir es ihnen befehlen, manchmal aber auch ohne dazu aufgefordert zu werden. Die Gegner-KI hingegen scheint sich nicht entscheiden zu können wie sie sich verhalten soll. So kommt es schon mal vor, dass solch ein grunzendes Monster es überhaupt nicht mitbekommt, wenn der Typ neben ihm einen Kopfschuss verpasst bekam und einfach umfiel, ein anderes mal aber werden wir von den Gegnern schon entdeckt bevor wir sie sehen können, woraufhin sie uns schon mit bleihaltiger Luft empfangen. Der relativ hohe Schwierigkeitsgrad entsteht aber weniger durch das bedachte Vorgehen der Gegner, als vielmehr ihrem massigem Auftreten. Aus diesem Grund gilt es die Hütten der Soldaten so schnell als möglich zu zerstören, da aus diesen ständig neue Feinde herauslaufen. Unterstützung erhalten sie nicht selten von gigantischen Kampfmaschinen, die zwar manchmal recht witzig aussehen, wie die riesige Kampfente gleich am Ende des ersten Levels, aber meist ganz schön starke Waffen besitzen und nicht so leicht zu bezwingen sind. In Verbindung mit ganzen Horden der grunzenden Anhänger King Forge's bringt einem das Spiel so an mancher Stelle ganz schön ins Schwitzen. Nur gut, dass man schon ziemlich bald über ein recht ansehnliches Waffenarsenal verfügt. Dieses kann man in den in jedem Level vorkommenden Gaststätten aufstocken indem man sich neue Primär- oder Sekundärwaffen kauft. Ebenfalls sehr praktisch, dass man in den Gaststätten auch seine Gesundheit wieder aufleveln kann, gegen entsprechende Bezahlung freilich. Ansonsten muss man sich auf die Healthpaks verlassen, welche die Gegner Anfangs noch recht oft fallen lassen, die im späteren Verlauf des Games aber immer seltener werden.

    Was Armed & Dangerous von ähnlichen Titeln unterscheidet ist der viele Humor, der uns nicht nur im Spiel selbst sondern vor allem in den Cutscenes begegnet. Da wird nicht gespart mit fiesen Anspielungen auf das kleine Genital von Jonesy oder des seltsamen Angewohnheit Q's zu den unmöglichsten Zeiten eine Tasse Tee zu schlürfen. Dabei spart man nicht mit Anspielungen auf bekannte LucasArts-Filme ebenso wie auf die restliche Branche. So vergeht keine Cutscene ohne mindestens einen kräftigen Lacher. Umso unverständlicher weswegen die Zwischensequenzen so extrem stark komprimiert wurden, dass man sich nicht mal mehr getraut hat sie auf die komplette Bildschirmgröße aufzuziehen. Stattdessen laufen sie in einem Fenster welches gerade mal 50% des Bildschirms einnimmt.
    Absicht hingegen ist es, dass das gesamte Spiel im Cinemascope-Format läuft, man also oben und unten am Schirm dicke schwarze Balken hat, ganz so wie bei einer schlechten PAL-Anpassung auf der Playstation2. Dafür kann man auf einem entsprechend ausgestattetem PC ohne Probleme die höchste Auflösung von 1600x1200 Pixel fahren, ohne dass die Framerate unspielbar weit einrechen würde. Ganz im Gegenteil schaffen es gerade mal die ganz großen Explosionen, wenn wir z.B. ein ganzes Gebäude sprengen, die Framerate etwas sinken zu lassen. Ansonsten bietet uns die Engine angenehm hochaufgelöste Texturen und schön gestaltete Level, die nur ab und an etwas mehr Details vertragen hätten. Viel mehr gehen einem da schon etwas die fehlenden Farben ab, den meist bewegt man sich in grauen und braunen Umgebungen die sich nur mit den weißen Winterlandschaften abwechseln. Dafür kann man sich über die Charaktere selbst nicht beschweren, sie sehen sehr gelungen aus und bewegen sich auch angenehm echt.

    Die Steuerung orientiert sich an der bekannten Fusion zwischen Maus und Tastatur. Die Maus dient also dazu die Blick- bzw. Schussrichtung zu bestimmen und die Tasten A,S,D und W dienen zum Fortbewegen des eigenen Charakters. Auf den umliegenden Tasten liegen die Funktionen für den Waffenwechsel oder um eine Ticker-Bombe zu platzieren. So ist man innerhalb kürzester Zeit in der Lage sich voll auf das Spielgeschehen zu konzentrieren ohne sich mit der Steuerung auseinandersetzen zu müssen, die sich selbstverständlich auch komplett den eigenen Wünschen anpassen lässt.

    Die Soundkulisse bietet uns neben viel orchestraler Untermalung vor allem viele doofe Sprüche. Sehr angenehm dabei, dass sich diese kaum wiederholen und so wirklich für den Wortwitz sorgen für den sie gedacht sind. Ebenso sehr gelungen sind die verschiedenen Waffengeräusche, die in der Lage sind jedes gesprochene Wort komplett untergehen zu lassen. Mit den entsprechenden Boxen am PC kann man so richtig schön die Wände wackeln lassen.

    Allerdings darf man nicht unerwähnt lassen, dass sich das Gameplay mit der Zeit etwas hinzuziehen beginnt, auch wenn die Entwickler für möglichst viel Abwechslung gesorgt haben, indem es immer mal wieder einen Abschnitt gibt wo man ein Geschütz besetzen oder ähnliche Megawaffen bedienen muss, so ist man doch die meiste Zeit damit beschäftigt den Trigger zu drücken. Da auch die Anzahl der Waffen nicht unbedingt die höchste ist, hat man schnell das benötigte Werkzeug beieinander und ist eigentlich nur noch damit beschäftigt die Level leer zu putzen.

    Armed & Dangerous (PC)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr witzige Präsentation
    nette Grafik
    fulminante Soundkulisse
    gelungene Steuerung
    Zu stark komprimierte Zwischensequenzen die noch dazu im Fenster ablaufen
    auf die Dauer etwas eintöniges Gameplay
  • Armed & Dangerous
    Armed & Dangerous
    Developer
    LucasArts
    Release
    19.02.2004
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Armed & Dangerous
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http://www.gamezone.de/Armed-und-Dangerous-Spiel-18172/Tests/Armed-und-Dangerous-im-Gamezone-Test-989665/
07.01.2004
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