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  • Assassin's Creed: Altair's Chronicles im Gamezone-Test

    Der charismatische Held gibt sich auch im Hosentaschenformat äußerst agil und kompromisslos.

    Nachdem der junge Assassine auf den Heimkonsolen sein Schattendasein erfolgreich absolviert hat, stürzt sich der charismatische Kerl im Hosentaschenformat auf seine Widersacher. "Assassin's Creed - Altair's Chronicles" verführt euch abermals in das Jahr 1190 AD, in der Zeit des Dritten Kreuzzuges im Heiligen Land. Es handelt sich aber um keine Fortsetzung des Konsolenerfolges, sondern um den geschichtlichen Vorgänger. Ihr erfahrt mehr aus Altairs Vergangenheit und wie es zu den Ereignissen in "Assassin's Creed" kam. Wir durchstreiften die staubigen Straßen von Jerusalem bis Damaskus und prüften die Endfassung des Nintendo DS Titels auf Herz und Niere. Das Ergebnis könnt ihr im Folgenden lesen.

    Assassin's Creed: Altair's Chronicles Assassin's Creed: Altair's Chronicles Der Konflikt zwischen den Sarazenen und den Kreuzrittern spitzt sich langsam aber sicher zu, doch keine Partei möchte sich entblößen oder gar freiwillig auf die Verliererseite wechseln. Ausgebeutet, und mittlerweile dem Hungerstod nahe, wurden auch die unschuldigen Bewohner des Landes stark in Mitleidenschaft gezogen. Als Assassine setzt sich der Meuchelmörder kompromisslos für das Volk ein und stellt sich zwischen die Konfliktparteien. Doch kaum in der Heimat angekommen, erhält der junge Altair vom Rat der Ältesten den Auftrag, ein heiliges Objekt zu finden - den sagenumwobenen Kelch. Was für ein Gegenstand dies ist und vor allem, wo er ihn zu suchen hat, ist noch unklar - die Templer scheinen aber eine Spur zu haben, der man nachgehen ebenfalls sollte. Der Kelch birgt unvorstellbare Macht und sollte dieser in falsche Finger geraten, wäre dies der Untergang für das Volk. Noch ahnt der charismatische Titelheld aber nicht, in welche Intrigen er verwickelt ist und dass selbst die seinigen ein böses Spiel mit ihm spielen!

    Assassin's Creed: Altair's Chronicles Assassin's Creed: Altair's Chronicles Wer sich nun auf belebte Straßen und im Zwielicht befindliche Gassen in herrlich orientalisch angehauchten Städten freut, die völlig frei dem eigenen Willen nach begehbar sind, sollte seine Erwartungen etwas zügeln. Die oftmals gelobte offene Welt der großen Brüder wurde in der Nintendo DS Fassung kompromisslos über Bord geworfen. Stattdessen setzt Entwickler Gameloft auf einen sehr linearen, aber klassischen Sidescroller mit reichlichen Hüpfeinlagen. Doch auch dieser wurde mit einer priese "Tiefgang" gesegnet, welcher euch einen gewissen Grad an Entscheidungsfreiheit bietet und trotz einer meist seitlichen Ansicht in die dritte Dimension entführt. Man hat sich Mühe gegeben, die bekannten Gameplay-Elemente auch im Hosentaschenformat anbieten zu können. Nach wie vor dient das Handwerk des Assassinen dazu, unentdeckt durch die Menge zu kommen und feindliche Auseinandersetzungen zu meiden. Dazu klettert der agile Kerl kurzerhand kleine Marktstände und Vordächer hinauf und begibt sich auf die hoch gelegenen Dächer der Stadt. Von dort springt und klettert der Gute seinem Ziel entgegen, ohne den Augen der aufmerksamen Wachen in den Straßen aufzufallen.

    Nicht nach unten sehen...

    Assassin's Creed: Altair's Chronicles Assassin's Creed: Altair's Chronicles Die Kletterpartien nehmen einen großen Teil dieses Abenteuers ein. Was anfänglich mit simplen Sprüngen und einigen Klimmzügen schnell erledigt ist, artet alsbald in komplexe "Prince of Persia" Akrobatik aus. Gut getimte Wandsprünge, halsbrecherische Hopser mit Saltoeinlagen über Säulen hinweg, Rutschpartien über Schrägdächer und gefährliche Überquerungen der Straßen über morsche Bretter und hauchdünne Seile fordern nicht nur Geschick, sondern auch viel Geduld. Nicht selten wird im falschen Augenblick die Taste gedrückt und Altair rutscht über die Kante hinweg in den bitteren Heldentod. Doch nicht nur fehlende Koordination und Reaktion wird der Assassine zum Verhängnis, oftmals ist es auch die ungünstig positionierte Kamera, welche ein Abschätzen der Abgründe und der Position des nächsten Vorsprungs fast unmöglich macht. Dies sorgt für unnötige Wiederholungen trotz häufiger Rücksetzpunkte und nicht selten für Frust und Ärgernis. Würde die Handhabe etwas feinfühliger und intuitiver ausfallen, wären die anspruchsvollen Plattformaufgaben regelrecht unterhaltsam. Denn Abwechslung wird grundsätzlich groß geschrieben. Zahlreiche Fallen wie Stacheln oder Feuer verlangen ein listenreiches Vorgehen und der offensichtliche Weg muss ab und an erst freigelegt werden. Das heißt, Schalter wollen betätigt, Kisten müssen gestapelt und manche Säulen umgehauen werden, um die nächste Ebene sicher erreichen zu können. Doch nur so kann man ungehindert die großen Städte des Orients durchqueren und den Wachen aus dem Weg gehen.

    Assassin's Creed: Altair's Chronicles Assassin's Creed: Altair's Chronicles Ist man für das allgemeine Volk unsichtbar, kann man sich fies aus dem Hinterhalt in die dunklen Gassen fallen lassen und lautlos einen Templer mit dem Messer über den Jordan schicken oder hinterhältige Fallen auslösen. Nichts ist vergnüglicher, als einer Wache eine schwere Kiste auf dem Kopf fallen zu lassen oder per Schalter ein überdimensioniertes Lagerfeuer auszulösen, ohne dabei entdeckt zu werden. Aber nicht immer kann man den Konfrontationen entgehen, oder man lässt es schlussendlich explizit darauf ankommen - den die Wahl des Vorgehens bleibt oftmals euch überlassen. Doch auch mit Schwert und Dolch zeigt sich Altair geübt und letztendlich völlig kompromisslos. Vor allem gegen Ende verlieren einige Leute ihr Leben in sekundenschnelle, sobald der Assassine mit einem beherzten Sprung das Messer direkt an der Kehle ansetzt. Trotz zahlreicher Angriffsvarianten, welche im Verlaufe des Spieles mit etlichen neuen Möglichkeiten angereichert werden, reicht unkontrolliertes massieren der beiden Schlagtasten aus, um das geschichtliche Ende des Titels erleben zu dürfen. Wildes Buttonschmashing bringt selbst defensive Widersacher in Blockhaltung früher oder später zur Strecke. Nur einige der Obrigkeiten des Templerordens scheinen von der wilden Schwert-Fuchtelorgie unbeeindruckt und müssen mit schnellen Quick-Time-Events und präzisem Timing ausgeschalten werden. Letztere Gefechte kommen aber nur selten auf und sind - einmal durchschaut - simpel zu gewinnen.

    Abwechslungsreicher Alltag

    Assassin's Creed: Altair's Chronicles Assassin's Creed: Altair's Chronicles Streng genommen kann das Gameplay auf die beiden Grundelemente Kletterpartie und Kampf reduziert werden, denn diese stehen zu 90% im Vordergrund. Dennoch hat der Entwickler Gameloft einen abwechslungsreichen Ablauf hinbekommen. Kaum scheint die Luft heraus zu sein, wird eine neue Einlage geboten, ein neuer Kampf herauf beschwört oder ein Endgegner in den Weg gestellt. Aufgelockert wird das Abenteuer durch ständige Konversation mit den eigenen Leuten oder einigen Widersachern. Möchte man tief in die Taschen der Leute greifen und unbemerkt Diebesgut erlangen, muss man ein kleines Minispiel absolvieren. Ebenfalls beim Verhör wichtiger Personen wird schmerzvoller Druck über den Touchscreen auf verschiedene Körperbereiche ausgeübt. Die Minispiele sind zwar nicht gerade einfallsreich und spannend, lockern das Geschehen aber hin und wieder auf.

    Assassin's Creed: Altair's Chronicles Assassin's Creed: Altair's Chronicles Zudem tragen die zahlreichen Zielorte ihren Teil zur Abwechslung bei. Von Jerusalem, über Damaskus und Akkon bis hin zum düsteren Wüstentempel gibt es einiges zu sehen und auch wenn mancher Ort einen mehrfachen Besuch wert ist, serviert man uns stets neue Szenarien und Abschnitte. Durchstreifte man anfangs die Marktstraßen und erfreute sich am lebhaften Umgang mit den Bewohnern, hetzt man später durch dunkle Abwasserkanäle oder inmitten kriegerischer Wirren durch rauchenden Häusern und über brennende Feuersäulen hinweg. Optisch macht der Titel einiges her. Zahlreiche Details zieren die Wege durch die Gassen. Kisten und Gestrüpp kann der Deckung dienen, während einige wenige Passanten die Welt beleben. Dazu gesellen sich ganz selten sogar nett inszenierte Videosequenzen, welche die Story voran treiben. Die Charaktere selber wirken aber etwas zu pixellastig, grob und kantig, vor allem auf dem Spielbildschirm kann man Altair nur dank seiner weißen Kleidung richtig von den Templern unterscheiden. Das Meucheln klappt aber weiterhin wunderbar und geht leicht von der Hand, dazu trägt die einfache Steuerung bei, die bei den Klettereinlagen aber an ihre Grenzen stößt. Auf die Ohren wiederum gibt es wirklich hervorragende orientalisch angehauchte Musikstücke, die wunderbar in das Ambiente passen. Oftmals wird das Geschehen auf den Bildschirmen auch nur mit Marktgeschrei und Gemurmel der Passanten ausgefüllt. Sobald ein Templer den Assassinen entdeckt, macht euch aber hektische Musik Beine. Insgesamt wurde das Abenteuer in 13 Kapitel mit mehreren Abschnitten unterteilt und erfordert in etwa 6-8 Stunden für das erfolgreiche Absolvieren aller Missionen. Doch ob das Ende erstrebenswert war? Das müsst ihr selber heraus finden!

    Assassin's Creed: Altair's Chronicles (NDS)

    Singleplayer
    6,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Interessant gestaltete und wechselhafte Story
    schöne Inszenierung des Orients
    durchaus spaßige und abwechslungsreiche Klettereinlagen mit einigen Rätseln
    geschickte Levelarchitektur
    gehobenes Schwierigkeitsniveau
    guter Soundtrack erzeugt ein orientalisches Ambiente
    Klettereinlagen werden dank unpräziser Steuerung und unnötig erschwerenden Kameraperspektiven zur Qual
    häufiges und frustrierendes Ableben
    die zwei vorhandenen Minispiele wirken mit der Zeit langweilig und einfallslos
    einfaches Buttonsmashing reicht in den Kämpfen aus
    grobe Darstellung der Figuren
    nur zwei Minispiele (die alsbald langweilig werden) lockern den Spielfluss auf
    einmal durchgespielt fasst man diesen Titel kaum ein zweites mal mehr an
  • Assassin's Creed: Altair's Chronicles
    Assassin's Creed: Altair's Chronicles
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Gameloft (FR)
    Release
    10.04.2008
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Assassin's Creed: Altair's Chronicles
Assassin's Creed: Altair's Chronicles im Gamezone-Test
Der charismatische Held gibt sich auch im Hosentaschenformat äußerst agil und kompromisslos.
http://www.gamezone.de/Assassins-Creed-Altairs-Chronicles-Spiel-18276/Tests/Assassins-Creed-Altairs-Chronicles-im-Gamezone-Test-991756/
21.04.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/02/ACDS_09.jpg
tests