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  • Assassin's Creed: Brotherhood - Assassins Creed Brotherhood - Leser-Test von Drummer92

    Die Spielereihe Assassins Creed hat schon für einige Furore gesorgt und wird dies auch noch für die nächsten Jahre ganz sicher tun, so viel steht schon einmal fest. Schlug doch sowohl der erste Teil wie auch der zweite nachfolgende in die Videospielwelt geradezu feuerwerksmäßig ein und sorgte insgesamt für ein positives Bild unter den Videospielern. Besonders an dieser Serie ist eben nun einmal diese völlig neue Spielerfahrung, die man spüren kann, wenn man sich darauf einlässt. Noch niemals zuvor gab es eine Spielereihe geschweige denn ein Spiel, in welchem man einen Assassinen spielte und über den man eine solche Kontrolle hat und so viele spannende Abenteuer erlebt wie es bei Assassins Creed der Fall ist. Heute möchte ich euch, nachdem ich schon über die ersten beiden Teile ein Review geschrieben habe, auch den inoffiziellen dritten Teil der Serie näherbringen und euch etwas darüber erzählen. Ich möchte jedoch gleich schon an dieser Stelle betonen, dass es gut sein kann, dass der Test ein bisschen Durcheinander aufweist, denn ich werde in diesem Review auch auf ein paar Feinheiten des Spiels eingehen und nicht nur auf das Grobe Ganze.
    Desmond Miles ist ein ganz normaler Mensch. Doch eines Tages stellte sich sein Leben auf den Kopf. Er wurde entführt und scharf dazu aufgefordert, an einer Art Experiment teilzunehmen. Sollte er sich weigern, so würden ihm unangenehme Folgen drohen. Die Assistentin des Professors, der hinter dieser Entführung steckt, die den Namen Lucy trägt, entpuppt sich im zweiten Teil als Assassine und hilft Desmond, zu entkommen, damit ihm nicht das gleiche Schicksal kommt wie Subjekt 16. Desmond muss nun auch in Brotherhood in den Animus steigen und Erinnerungen des Assassinen Ezio nacherleben, damit er zu einem wirklichen Assassinen wird.
    Ezio ist nun nicht mehr nur ein Frauenheld, der sich mit seinem Leben herumschlägt, nein, er ist im zweiten Teil zu einem richtigen Assassinen herangereift und nun in Brotherhood kann er stolz sehen, was er alles so in der Villa seines Onkels Mario in Monteriggioni auf die Beine gestellt hat. Alles scheint seinen guten Lauf zu haben, aber dann kommen die Borgia und greifen die Villa an, an ihrer Spitze, Cesare Borgia. Cesare ist geradezu dazu prädestiniert, die Borgia zu verkörpern. Unglücklicherweise kommt Mario durch Cesare ums Leben, er wird von Cesare erschossen. Ezio muss erkennen, dass noch lange nicht alles im Lot ist und er Cesare und die Borgia bekämpfen muss, damit nicht alles verloren ist, was er so mühevoll aufgebaut hat.
    Assassins Creed Brotherhood weist einige Neuerungen auf und wir werden uns im Folgenden mit diesen Neuerungen beschäftigen.
    Neu in Assassins Creed Brotherhood sind die sogenannten Borgiatürme. Die Borgias haben die Kontrolle über Rom übernommen und es liegt nun an Ezio und seinen Verbündeten, diese Kontrolle zu zerschlagen. Damit Ezio dies gelingt muss er die Borgiatürme abfackeln, damit sie so zerstört werden und dadurch das Gebiet nicht mehr von den Borgias länger kontrolliert wird. Davor jedoch gilt es den Hauptmann auszuschalten, auch um die Soldaten zu demoralisieren und so nun besseren Zugang zur Spitze des Turms zu haben. Wenn möglich, dann sollte man hier mit einer gewissen Portion Vorsicht an die ganze Sache herangehen, denn nach dem Motto "Schaun mer mal und greifen an! " klappt das nicht so einfach. Sich darüber im klaren sein, was Ezio alles kann und diese Fähigkeiten benutzen und sorgsam vorgehen, so lautet das Rezept an dieser Stelle, wenn man die Borgiatürme zerstören will. Die Borgiatürme haben zum einen den Sinn, Rom wieder zu erneuern und wieder aufzubauen und zum anderen auch, um sich besser und freier umherbewegen zu können. Schwierig wird es nämlich dann, wenn eine Mission in dem Bereich von einem Kontrollgebiet der Borgias ist, denn dann ist höchste Vorsicht geboten. Das Kontrollgebiet ist nämlich Sperrzone und wenn man da entdeckt wird und man nicht abhaut, dann wird man zum Teil auch auf heftige Weise verfolgt.
    Eine kleine aber feine Neuerung sind auch die Lastenaufzüge, mit denen man in Windeseile auf die Dächer kommt. Das geht wesentlich schneller, als da an der Mauer zum Dach hinaufzuklettern. Besonders klug wäre es also natürlich, wenn man ein paar Stellen kennt, wo sich solche Aufzüge befinden, damit es auch mal schnell gehen kann, wenn es brenzlig wird. Verzeichnet sind diese Aufzüge auf der Karte nämlich nicht. Eine kleine, aber doch hervorragende Änderung, die unter anderem dafür sorgt, dass man nicht so oft stöhnt, wenn man schon wieder eine Wand hochklettern muss und das nach eigenem Empfinden zu lange dauert. Da bieten die Lastaufzüge eine hervorragende Hilfe und Unterstützung.
    Doch wir dürfen uns auch über eine neue Waffe freuen und diese hat es mehr als in sich. Es handelt sich nämlich um die hervorragende Armbrust. Sie ist ebenso wie die Pistole für die Ferne geeignet, jedoch kann man viel mehr Bolzen für die Armbrust als Kugeln für die Pistole bei sich tragen. Und die Armbrust ist noch dazu leise und man kann sie nahezu in jeder Situation einsetzen, wenn es darum geht, einen Gegner aus der Ferne auszuschalten. Und noch dazu sieht das Ganze einfach enorm interessanter und grandioser aus, wenn Ezio an seinem Rücken eine Armbrust trägt. Für diese tolle Waffe also einen großen Daumen nach oben. Jedoch habe ich immer den Eindruck, dass es keine Rolle spielt ob die Wachen den Schuss hören oder nicht, es ist aus meiner Sicht also egal, ob man mit der Pistole schießt oder mit der Armbrust. Etwas schade leider.
    Wenn es einmal auf dem Boden etwas schneller gehen soll und diese Situation werdet ihr zur Genüge haben, dann könnt ihr in vielen Situationen, je nachdem wo ihr euch gerade befindet, euer Pferd rufen. Um ganz sicher zu gehen, dass es auch wirklich zu 100% kommen wird, ist es ratsam, das Pferd auf dem Felde zu rufen, wo alles schön frei ist. Leider ist jedoch kein Sprint bei den Pferden möglich, man kann schon im Galopp laufen, aber eine Stufe höher so wie bei ACII ist nicht mehr möglich. Das ist insofern ärgerlich, da es genügend Situationen gibt, bei denen man schon einmal gerne richtig schnell mit seinem Pferd unterwegs wäre, um zum Beispiel schneller zu seinem Missionsziel zu gelangen.
    Die wohl größte Neuerung und auch der Grund dafür, warum das Spiel Brotherhood heißt, ist die Bruderschaft, die man sich nun aneignen kann. Ezio muss nicht mehr so oft allein kämpfen, er hat auch Assassinen an seiner Seite. Wie kommt aber Ezio zu seinen Rekruten, die er dann ausbildet? Das System läuft so ähnlich ab wie beim ersten Teil, in dem wir Bürger retten können. Auch in Brotherhood können wir Bürgern helfen und sie retten. Wenn wir dies erfolgreich tun, schließt sich diese Person uns an und wir haben von nun an einen Rekruten in unserer Reihe. Jedoch obacht, diese Rekruten können, wenn es dumm läuft, auch sterben. Indem wir Borgiatürme zerstören und damit den Einfluss der Borgia in diesen Gebieten eliminieren, haben wir auch die Möglichkeit wieder Bürger zu retten und sie bei uns aufzunehmen. Wenn Ezio sich nun im Kampf befindet, dann kann er diese zu Hilfe rufen, damit sie ihm im Kampf beistehen. Wir können ihnen aber auch Aufträge erteilen und sie zu Orten in ganz Europa verteilen. Es gibt Missionen, die weniger und dann mehr schwer sind. Wir können auf eine Mission nur eine bestimmte Anzahl von Rekruten schicken. Außerdem ist es möglich, die Erfolgschancen zu sehen, also wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Mission eben erfolgreich abgeschlossen wird. Für erfolgreich absolvierte Missionen erhalten die Assassinen Erfahrungspunkte, mit denen wir ihre Rüstung und ihre Waffen verbessern können. Damit die Rekruten wissen, welche Missionen sie zu absolvieren haben, geht Ezio zu einem der vielen Taubenschläge und verschickt die Nachricht. Eine wirklich sinnvolle Neuerung insgesamt, da es ja auch in gewisser Weise logisch ist, dass Ezio Unterstützung von Gleichgesinnten benötigt.
    Kommen wir nun zu einem Punkt, der doch problematisch anzusiedeln ist. Es geht um den Bereich Interaktion und Kommunikation. Dabei möchte ich zunächst einmal ein Beispiel geben. In einer Mission verkleiden wir uns als Soldat der Gegner und müssen in Geleit von ein paar von ihnen eine Kiste mit Geld wohin bringen. Dabei sagt einer von diesen Sodaten immer wieder " Ich hoffe, die lassen uns mit rein!" und dies sagt er öfters als einmal. Daran merkt man in negativer Hinsicht gemeint sofort, dass es sich dabei um eine Szene aus einem Videospiel handelt, denn das kann es ja wohl einfach nicht sein, dass dieser jemand mehrere Male immer wieder das Gleiche sagt. Ein anderes Beispiel wäre, dass wenn man sich auf einer Mauer oder ähnlichem befindet, es gut sein kann, dass ein Bürger sagt "Ist er betrunken?". Das passt ja soweit auch noch, aber wenn er dies öfters als nur einmal sagt, dann ist das einfach überhaupt nicht gut. Warum lassen denn manche Bürger ihre Sachen fallen, die sie tragen, wenn wir an ihnen vorbei vorbeireiten? Ein Herold sagt öfters immer wieder dasselbe nämlich "Gebt und euch wird gegeben werden. Denn so wie ihr die anderen behandelt, werdet auch ihr behandelt." Ein anderes Beispiel wäre noch, dass Ezio jedes Mal wenn er mit dem geretteten Bürger spricht, als ersten und einzigen Satz sagt:"Die Befreiung Roms hat begonnen!" Einmal habe ich dann einmal beobachtet, was denn der zukünftige Rekrut macht, nachdem er unserer Bruderschaft beigetreten ist. Er läuft weg von Ezio und als ich einmal zum Spaß jemanden verfolgt habe, durfte ich feststellen, dass dieser einfach nur umherläuft und sonst nichts tut. Die Entwickler müssen in dieser Hinsicht einen gewaltigen Schritt nach vorne machen beim nächsten Teil, denn es kann einfach nicht sein, dass so etwas noch auftaucht in einem solchen Spiel, welches gegen Ende des Jahres 2010 herausgekommen ist.
    Dass man die Bürger einfach umrempeln kann und dies keine Folgen hat, ist einfach ziemlich schwach. Die Bürger sind auf uns in keinster Weise schlecht zu sprechen. Man kann einen Bürger umbringen und auch wenn das andere sehen, so hat man mit keinen Konseqenzen zu rechnen, die schädlich für uns ausgehen könnten. Angeblich sollen ja auch die Bürger unter dem Einfluss der Borgia leiden, doch davon habe ich nichts mitbekommen, es ist zu wenig darauf eingegangen zu zeigen, wie sich Rom langsam verändert. Die Bürger haben davor nicht gelitten, zumindest sieht man davon einfach nichts und sie zeigen auch nachdem Rom nach und nach zurückerobert wird keine neue Reaktion, wie zum Beispiel eine frischen Lebensmut. Darauf ist also viel zu wenig eingegangen. Man sieht wie die einzelnen Gebäude von Ezio renoviert werden, also dass da ein geöffnetes Geschäft entsteht, aber das sind nur die einzelnen Gebäude, etwas mehr hätte nicht geschadet, wenn man sieht und bemerkt, wie sich Rom insgesamt verbessert allmählich, dass die Bürger wieder Hoffnung schöpfen usw.
    Umso wesentlich besser hat es dafür Ubisoft gemacht, wenn es um die sogenannten Cristina- Missionen geht. Für alle, die es nicht wissen: Cristina kommt im zweiten Teil vor und ist eine von Ezios Geliebten. In Brotherhood bietet sich uns nun die Chance Erinnerungen nachzuspielen, die mit Cristina zu tun haben. Dabei spielen wir den jungen Ezio und sofort werden wieder Erinnerungen wach an den zweiten Teil. Wir erfahren in diesen Erinnerungen unter anderem, wie es überhaupt zur ersten Begegnung zwischen Ezio und Cristina kam. Das ist durchaus interessant und macht Lust auf mehr solcher Missionen. Eine wie ich finde schöne Idee von Ubisoft so etwas einzubauen. So erfährt man auch mehr über die ganze Geschichte mit Ezio und man wird auch einmal aus diesem Borgiaalltag herausgeholt noch einmal in den zweiten Teil.
    Neben den Cristinamissionen gibt es jedoch auch noch eine andere Art von neuer Missionen, nämlich sogenannte Leonardomissionen. Ja ihr lest ganz richtig auch Leonardo, eine Art Verbündeter von Ezio, ist wieder mit von der Partie. Er sorgt auf alle Fälle für eine sympathische Wirkung, denn man kann ihn einfach nur mögen. Auch dieses Mal sorgt Leonardo dafür, dass wir ausgerüstet werden und wieder zu alter Stärke zurückfinden. Außerdem verhilft er uns zu einem Fallschirm. Dieser erlaubt es uns, dass wir nicht mehr den Tod oder eine schwere Verletzung fürchten müssen, wenn wir von einem hohen Gebäude oder ähnlichem fallen, da wir den Fallschirm jederzeit öffnen können. Allerdings und das ist hervorragend gelöst und sorgt für einen winzigen aber doch auch entscheidenden Realismusschub, müsst ihr euch die Fallschirme immer wieder kaufen, da ihr einen verbrauchten nicht noch einmal verwenden könnt. Leonardo ist von den Borgias bedroht worden und musste ihnen helfen, vernichtende Fahrzeuge und Waffen zu erstellen. Denn wie wir ja schon aus dem zweiten Teil wissen, ist Leonardo unter anderem ein ausgezeichneter Erfinder, der keine Mühen scheut, neue Dinge zu erfinden und auch unter Gefahr zu testen. Diese Fähigkeit machen sich die Borgias zu nutze. Unsere Aufgabe ist es, diese Maschinen zu zerstören und Chaos zu stiften, indem man auch noch andere Dinge dem Erdboden gleichmacht, um eben die Borgias zu schwächen. Das macht sehr viel Spaß zum Teil, eine solche Maschine zu benutzen und für etwas Chaos zu sorgen. Ein Beispiel wäre zum Beispiel die Flugmaschine, mit deren Hilfe wir durch die Lüfte gleiten und fliegen können. Diese Maschine ist jedoch auch in der Lage, Geschosse abzufeuern, welche dann kleine Brände verursachen. Dabei müssen wir auch strategisch vorgehen, denn die Flugmaschine kann sich nicht ewig in der Luft halten und benötigt Hitze am Boden, um wieder an Fahrt zu gewinnen. Dies geht eben am besten, indem wir eben auch mithilfe unserer Maschine für Brände am Boden sorgen, auf diese zufliegen und so wieder für Höhe und Fahrt sorgen. Bevor wir jedoch zum Beispiel mit einer Flugmaschine fliegen dürfen, haben wir den Architekten zu finden, aus ihm herauszubekommen, wo sich die Pläne befinden, um sie verbrennen zu können, sodass die Borgias die Erfindung nicht noch einmal erbauen können und dann eben die jeweilige Maschine zu finden. Dabei müssen wir zu Beginn so wie beim Borgiaturm diskret vorgehen und dürfen uns nicht entdecken lassen, denn dies führt im Falle der Leonardomissionen zu einer Desynchronisation.
    Leider ist die Grafik von Assassins Creed Brotherhood kein voller Erfolg, so viel kann man an dieser Stelle schon einmal sagen. Sehr häufig kommt es vor, dass vor uns einfach Dinge auftauchen, sie poppen sozusagen einfach auf und erscheinen einfach. Besser wäre es vielleicht gewesen, wenn diese Dinge langsam auftauchen, wenn man sie immer besser sieht, je näher man kommt, aber leider ist es häufig der Fall, dass Dinge einfach auftauchen aus der Ferne, seien es Bürger oder auch andere Dinge. Eine Stufe schlechter ist es jedoch auch. Es kommt nämlich auch vor, dass Menschen nicht einfach nur plötzlich aus der Ferne zu sehen sind, sondern dass sie auf einmal vor uns auftauchen ohne jede Vorwarnung, sie tauchen einfach auf. Das ist auch schon einmal mit einem Reiter passiert. Er tauchte einfach plötzlich auf, obwohl man ihn eigentlich schon längst der Logik nach hätte sehen müssen. Auch flackert ab und zu etwas, wenn wir es einmal näher betrachten oder was mir auch einmal aufgefallen ist, zwar eine sehr kleines Detail: Wenn man einmal sich ansieht, wie im Laden der Schmiede gearbeitet wird, dann kann man erkennen, dass der Arbeiter seine Füße nicht still hält, sondern sie zucken immer wieder. Wenn man auch einmal Bürger beobachtet, welche sich miteinander unterhalten, dann erkennt man zwei Dinge sehr leicht: Erstens es bewegen sich keine Lippen und zweitens und das ist noch schlechter, die Mimik und die Gestik kann man einfach einmal so etwas von vergessen, da ist einfach gar nichts eingebaut, rein gar nichts. Das sind Pappmenschen könnte man manchmal meinen, die deindividuiert dastehen und wo jeder Bürger wie der andere ist. Der Anspruch muss sich ändern. Wenn Ubisoft das sehr gut findet, was die da auf die Beine gestellt haben mit Brotherhood, dann sollten sie schleunigst ihr Niveau erhöhen.
    Genau dies ist ja dann auch das Problem, wenn die Diskussion um den Trailer um Brotherhood losgeht. Dass dieser Trailer viel zu schön dargestellt ist, das sollte jedem Videospieler klar sein. Das Spiel Brotherhood wird im Trailer sehr perfekt dargestellt. Versprecht euch also niemals zu viel, wenn ihr euch diesen Trailer zur Gemüte führt und hellauf vom Spiel begeistert seid.
    Wenn ihr es klug anstellt und euren Verstand benutzt, dann sollte das Durchspielen der Story von Brotherhood kein sehr großes Problem darstellen. Denn leider ist auch der inoffizielle dritte Teil der AC- Reihe etwas zu einfach geraten. Das liegt besonders daran, dass Ezio nun zwei Fernwaffen hat, nämlich die Pistole und die Armbrust. Mit diesen beiden Waffen im Gepäck, mit Rauchbomben und Schwert und Klinge ausgerüstet können einem manche Gegner fast schon leidtun, wenn man sie auf sich zukommen sieht. Ganz fatal ist der einfache Schwierigkeitsgrad dann zu sehen, wenn man gegen einen Gegner nur kämpfen muss, das ist viel, viel, viel zu einfach. Es gibt in AC Brotherhood nämlich einen Tritt, den man seinem Gegner verpassen kann gegen die Beine, sodass man ihm die Deckung nimmt. Dumm nur dass die Gegner zumindest bei mir nie etwas dagegen tun konnten, um diesen Tritt abzuwehren und das gute für uns liegt darin, dass man diesen Tritt immer und immer wieder ausführen kann, bis der Gegner am Boden liegt und wir ihm dann den Rest geben. Dabei spielt es absolut keine Rolle, ob der Gegner ein leichter nicht sehr muskulöser Soldat ist oder ein schwerer mit einer schweren Rüstung bewaffneter Gegner.
    Dafür gibt es in Assassins Creed Brotherhood ständig etwas zu tun und es wird einem niemals so leicht langweilig werden. Man kann noch weit mehr nämlich machen als einfach nur die Story durchzuspielen. Man braucht dann schon einige Stunden, bis man wirklich alles getan hat und absolviert hat, was es so an Missionen gibt, die man machen kann. Das verdanken wir auch der Vielfältigkeit, die in Brotherhood ihre Heimat gefunden hat. Es kommt so gut wie nie die Langeweile auf, weil alles so eintönig ist und man immer nur das Gleiche macht, genau so ist es eben nicht. Ich möchte dies an einem einfachen Beispiel erläutern: Man nehme einmal an, dass man vorhat eine Cristinamission zu abslovieren und macht sich auf den Weg. Auf dem Weg dorthin nehmen wir uns vor noch zum einen bei der Bank vorbeizuschauen und das verdiente Geld abzuholen und zum anderen noch einen Abstecher zu einem Taubenschlag zu machen und unseren Assassinen neue Aufträge zu geben, damit sie an Erfahrung und damit an Stärke gewinnen und im Level aufsteigen. Es gibt also genügend zu tun und wenn man jemand ist, der ein Spiel förmlich aushöhlen und auskosten will, der hat an Brotherhood eine ganze Weile zu knabbern. Für eine lange Spielzeit ist also auf alle Fälle gesorgt. Rom ist auch eine wirklich große Stadt und es gibt viel zu sehen und zu besichtigen, wie zum Beispiel das Kolosseum, von dem man aus eine herrliche Aussicht hat, wenn man erst einmal dort oben steht.
    Der Endkampf beziehungsweise die Endsequenz in Brotherhood braucht sich auf keinen Fall vor dem zweiten Teil von Assassins Creed verstecken. Fast bin ich schon geneigt zu sagen, dass das Ende in Brotherhood besser gestaltet ist und auch noch einmal in gewisser Weise etwas vereint. Wir sorgen nämlich dafür, dass Cesare nicht die kleinste Möglichkeit mehr bekommt, sich seine Macht wieder zu erarbeiten. Dass wir also am Ende gegen Cesare Borgia kämpfen müssen, dies dürfte kein großes Geheimnis sein. Cesare Borgia ist auf alle Fälle schwerer zu besiegen als der Papst aus dem zweiten Teil, denn das ist ja wohl der reinste Witz gegen Rodrigo zu kämpfen. Leider ist jedoch auch der Endkampf gegen Cesare zu leicht insgesamt geraten. Wenn man genügend Medizin hat und geschickt vorgeht, stellt das Ganze kein großes Problem dar, ihn zu besiegen. Aber es hat sich eine Steigerung getan im Hinblick auf den zweiten Teil. Man kämpft nämlich auch noch gegen einige Soldaten und Ezio kann noch einmal all seine Fähigkeiten ausspielen und sein Können unter Beweis stellen. Man bekommt noch einmal zu spüren, dass Cesare ein Mann ist, der blind und felsenfest an seinen Sieg glaubt und den Thron von Italien besteigen und damit über Italien herrschen will.
    Die Figuren in Assassins Creed Brotherhood sind insgesamt annehmbar und zeigen schon einen gewissen einigermaßen hohen Grad an Individualität. Da hätten wir eben zum einen Claudia, die Schwester von Ezio, die ihm auch zur Seite ein bisschen steht, wenn es um den Aufbau Roms geht. Bartolomeo ist ein witzig gestalteter Mensch, er will die Borgia einfach nur leiden sehen und möchte sie zur Strecke bringen. Als Waffe benutzt er dabei seine Bianca, sein Schwert. Auch La Volpe ist wieder mit von der Partie. Es gibt noch ein paar Personen mehr, die in AC Brotherhood eine gewichtige Rolle spielen und sie machen ihre Sache ingesamt gut. Jeder Charakter hat so seine Eigenheiten. Die Entwickler von Ubisoft sollten sich jedoch auch in diesem Punkt noch einmal steigern, damit wirklich die Hauptfiguren unverkennbar sind an ihrem Charakter und es dürften ruhig mehr Sequenzen und mehr markante, ironische und lustige Szenen eingebaut werden. Die Spiellänge der Story ist dabei insgesamt pasabel, sie sollte jedoch nicht allzu kürzer sein, da sonst der Höhepunkt zu schnell eintritt und die Entwicklung bis dahin zum Finale vernachlässigt wird.
    Toll auch von Ubisoft dass es nun einen virtuellen Trainingsmodus gibt. In ihm kann man wirklich sinnvolle Dinge üben, die auch von Nutzen sein können für unsere Geschichte als Ezio. Völlig frei ohne Druck können wir uns eine Übung aussuchen und werden nach dem Auswählen in einen Trainingsraum verfrachtet, wo wir dann diese Übungsmission so oft wie wir wollen wiederholen können. Je nach dem wie gut wir abgeschnitten haben, gibt es als Belohnung eine Bronze-, Silber-, oder Goldmedaille. Das ist allerdings weniger wichtig, es geht viel mehr ums Üben, denn auch Assassins Creed Brotherhood hängt mehr vom Können als vom Zufall und Glück ab und das soll auch so sein. Ein Beispiel für eine Übungsmission wäre zum Beispiel, gegnerische Ziele mithilfe der versteckten Klinge leise auszuschalten, ohne dass irgendeine Wache etwas überhaupt merkt davon.
    Was ihr unbedingt tun solltet, wenn ihr Wachen getötet habt, ist, sie zu untersuchen im Anschluss. Denn man findet eine Reihe sehr nützlicher Sachen bei ihnen, von der Rauchbombe über Geld bis hin zu Armbrust und Pistolenmunition. Ihr solltet also auf alle Fälle euch die Zeit nehmen und geduldig sein und die Wachen um ihr Hab und Gut ein bisschen erleichtern. Dadurch ist die Gefahr auch geringer, dass ihr irgendwann einmal zum Beispiel bei einer Borgiaturm- Mission in Munitionsmangel geratet. Überhaupt ist es in Brotherhood durchaus möglich taktisch klug und strategisch vorzugehen und besonders das wichtige auch nämlich leise. Ein wichtiger Punkt dabei ist eben Geduld. Wir haben die passenden Waffen und Ausrüstung dafür und dann macht das auch einen Spaß als Assassine sich dem Borgiaturm und dem Hauptmann zu nähern und dabei die nichtsahnenden Wachen zu überrumpeln. Dann macht das Spiel auch mehr Spaß, weil man eine Möglichkeit findet dadurch, die wahre Stärke in Assassins Creed Brotherhood herauszubekommen, nämlich auch seinen Verstand einzusetzen, der mitunter auch bei der Planung von Angriffen wichtig sein kann.
    Wenn es um die Definition von "Entdeckt werden" bei Assassins Creed Brotherhood geht, dann kann man in gewisser Weise streiten darüber. Diese ist nämlich manchmal etwas zweifelhaft. Bei mir kam es manchmal vor, dass ich zwar von jemandem gesehen wurde, dieser jedoch von mir kurze Zeit darauf ausgeschaltet wurde. Er hatte also nicht einmal die Zeit, es anderen mitzuteilen oder das andere etwas von seinen Rufen hören, aber dennoch trat die Desynchronisation ein. Dann gibt es wieder Situationen, in denen man eindeutig gesehen wird und trotzdem es noch schafft ihn mit der Armbrust auszuschalten. Was mir so ein bisschen daran fehlt ist die fehlende Kommunikation unter den Wachen, dass sie sich auch einmal verständigen. Auch kommt es vor, dass wenn uns eine Wache sieht und das Misstrauen dieser Wache steigt, wir einfach aus dem Blickwinkel verschwinden können und schon ist alles wieder so als wäre nichts geschehen. Die Wache sucht also nicht nach uns und wenn man den Anschein hat sie tut es, dann nicht gut genug. Da muss dann die Kommunikation einsetzen, dass eben dieser Soldat den anderen Wachen klarmacht "Leute hier ist irgendwo eine Person, die da nicht hingehört, haltet die Augen besser offen!". Überhaupt sind die Wachen manchmal doch etwas dumm, sei es wenn es darum geht, dass wir eine Wache aus der Ferne ausschalten und die Wache die neben dem Getöteten steht den Fehler macht, dass diese sich zuerst den toten Soldaten anschaut, was denn passiert ist, anstatt aufmerksam in die Gegend zu blicken und versuchen festzustellen, wer denn da seine Finger im Spiel hat. Oder aber die Wachen reagieren häufig zu langsam und man hat den Eindruck, bis diese kapieren, dass gerade ein Assassine die Gruppe angreift, da können wir die ein oder andere Wache, die da verdutzt dasteht, mit der Klinge töten.
    Außerhalb des Animus haben wir ein bisschen mehr Freiheiten nun. Wir können nun auch in Monteriggioni herumlaufen und Desmond ist nun auch in der Lage natürlich so klettern zu können wie es auch Ezio möglich ist. Allerdings sollte man sich keine allzu großen Hoffnungen machen, denn es ist kein Hit, was alles außerhalb des Animus möglich ist. Man kann mit Rebecca, Shaun und Lucy reden und sich draußen erkunden, aber viel mehr ist da nicht möglich. Sollte auch im offiziellen dritten Teil noch kein Kampf in der Realität mit Desmond gegen die Templer stattfinden, dann wäre es wichtig, wenn man mehr außerhalb des Animus machen kann, denn irgendwann muss unweigerlich der Kampf zwischen Assassinen und Templern im Hier und Jetzt stattfinden. Auffällig ist außerdem, dass nun der Anteil, den wir während der Story außerhalb des Animus verbringen, gewachsen ist. Das ist auch gut so, denn letzendlich geht es ja darum in der Realität zu überleben. Und der Spieler sollte dementsprechend auf den Kampf in der Realität vorbereitet werden, damit er nicht in einem späteren Teil dann einfach ins kalte Wasser geschmissen wird und wir plötzlich uns nicht mehr als der Assassine Ezio oder wer auch immer in einer schönen alten Zeit wie der Renaissance befinden.

    Fazit: Ich habe, wie ihr es vielleicht schon bemerkt habt, versucht den Test etwas anders zu gestalten und bin auch auf Dinge eingegangen, die eher ein Detail sind und habe dafür auch andere Sachen weggelassen, damit es nicht zu viel zum Lesen für euch wird. Den Multiplayer lasse ich nicht in meine Bewertung einfließen. Assassins Creed Brotherhood ist insgesamt besser als ACII, aber der Schritt vom zweiten zum inoffiziellen dritten Teil ist nicht so positiv groß wie der vom ersten zum zweiten. Trotzdem ist auch AC Brotherhood eine feine Sache, denn es sind einige neue Spielelemente enthalten. Allerdings muss ich eines deutlich betonen: Die Entwickler dürfen auf keinen Fall zu lasch werden, denn es kann nicht sein, dass das, was man teilweise in Brotherhood geboten bekommt, das Niveau der Entwickler ist. Am besten kann man dies bei der Interaktion und Kommunikation sehen. Es kann einfach nicht sein, dass bei einer Mission ein Soldat zum gefühlten fünften Mal den gleichen Satz immer wieder sagt, das würde er doch in der Realität auch nicht machen. Assassins Creed Brotherhood ist gut, aber aufpassen liebe Entwickler, denn sonst wird der dritte Teil zum ersten Mal vielleicht nicht die Erwartungen erfüllen und eher im Mittelmaß landen.

    Negative Aspekte:
    teilweise schlechte Interaktion und Kommunikation, nicht sehr gute Grafik, Trailer viel zu schön, insgesamt zu einfacher Schwierigkeitsgrad, Gegner auch mal etwas dumm,

    Positive Aspekte:
    einige neue Spielelemente, Bruderschaft, man kann durchaus taktisch vorgehen, Leonardo- und Cristina Missionen, virtuelles Training, es gibt immer etwas zu tun, gute lange Spielzeit

    Infos zur Spielzeit:
    Drummer92 hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Assassin\'s Creed: Brotherhood

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Drummer92
    8.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Assassin's Creed: Brotherhood
    Assassin's Creed: Brotherhood
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    18.11.2010

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1010811
Assassin's Creed: Brotherhood
Assassin's Creed: Brotherhood - Assassins Creed Brotherhood - Leser-Test von Drummer92
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07.08.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/11/Grab7-Brutus_R_stung_003_101119154213.jpg
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