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  • Assassin's Creed: Brotherhood - Eine Bruderschaft ist schon was Feines! - Leser-Test von zoggerman

    Ezio Auditore is back. Und dieses Mal ist er nicht allein. Wie es der Titel des Spiels schon verrät, schart unser Lieblingsassassine eine ganze Bruderschaft um sich, um seine Feinde ins Jenseits zu schicken. Warum das Spiel in keiner Sammlung fehlen darf, erfahrt ihr in dieser Review.

    Monteregioni unter Beschuss

    Das Spiel beginnt mit einem Rückblick auf die Ereignisse der Vorgängerspiele. Wer die Geschehnisse nicht mehr so ganz im Kopf hat, der ist mit dem Anfang des Spiels wieder Up to date. Nachdem man am Ende von Assassins Creed II vor den Abstergo-Jungs flüchten konnte, suchen Desmond und Co. nun einen sicheren Ort. Mit dem mobilen Animus, den das Team dabei hat, reist man aber vorher nochmal in Ezios Erinnerungen. Dieser kommt zurück nach Monteregionni und seine Familie möchte ein Fest für ihn ausrichten. Die kleine Stadt verfügt nun über Kanonen, welche von Ezio ausgiebig getestet werden. Unverhofften Besuch bekommt er von Catarina Sforza, welche ihn nachts verführt, damit er ihr Hilfe im Krieg zusichert. Am Morgen danach wird die Villa von den Borgia, den Feinden im Spiel, angegriffen. Nach einem wilden Ritt zu den Festungsmauern, muss der Spieler die Geschütze des Feindes mit den Kanonen unschädlich machen. Ist dies geschafft, muss Ezio seinen Soldaten im Kampf helfen. Leider sind die Borgia zahlenmäßig und auch waffentechnisch überlegen. Mit einer Handfeuerwaffe tötet Cesare Borgia Ezios Onkel und auch Ezio wird von einem Schützen verletzt. Mit letzter Kraft kann unser Held fliehen, doch Monteregionni ist Geschichte. Daraufhin macht sich Ezio auf den Weg nach Rom, um den Borgia zu zeigen, dass man sich nicht mit einem Auditore anlegen sollte.

    Die Befreiung Roms hat begonnen

    In Rom angekommen, müssen wir als Ezio einen Arzt aufsuchen, damit dieser unsere Schusswunde heilen kann. Ist dies geschehen, ist unser Protagonist wieder so agil wie eh und je und kein Hausdach, auf das er hochklettern kann, ist vor ihm sicher. Doch in einigen Teilen der Stadt sollte man vorsichtig sein, denn Rom ist unter der Kontrolle der berüchtigten Borgia-Familie und die haben die vorher so schillernde Stadt ziemlich runtergewirtschaftet. Überall findet man geschlossene Läden und baufällige Aquädukte. Auch berühmte Bauwerke sind nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Als Spieler hat man die Möglichkeit, die Stadt wieder aufzubauen. Das Problem dabei ist, dass alle Gebäude unter der Kontrolle der Borgia stehen und somit nicht ausgebaut werden können. Damit die Stadt wieder aufgebaut werden kann, muss man in den zwölf Stadtzonen die sogenannten Borgia-Türme niederbrennen. Dies ist die erste Neuerung im Gegensatz zum Vorgänger. Auch gameplaytechnisch macht diese Aufgabe viel Spaß. So muss man in das Gebiet um den Turm eindringen und den Borgia-Hauptmann, der auf der übersichtlichen Karte gekennzeichnet ist, umbringen. Ist dies erledigt, so muss man nur noch auf den Turm klettern und mit einem Tastendruck brennt er auch schon lichterloh. Zum Glück ist am Boden vor den Türmen immer eine Menge Heu, in das der gute Ezio hineinspringen kann, um den Flammen zu entkommen. Im Verlauf des Spiels erhält man die Möglichkeit Assassinen auszubilden. Die Anzahl richtet sich nach der Anzahl der abgefackelten Türme, weshalb es also maximal 12 Rekruten geben kann. Das Anwerben ist dabei sehr schnell erledigt. Auf der Karte seht ihr ein Symbol, welches euch anzeigt, wo ein Bürger gerade von den Borgia-Wachen angegriffen wird. Eilt dorthin und erledigt die Wachen. Danach nur noch kurz mit dem Gerettetem sprechen und schon zieht er für eure Sache in den Kampf. Mit den Rekruten macht man sich das Spiel im weiteren Verlauf um einiges leichter, da sie Ezio im Kampf unterstützen. Ein Druck auf L2 und schon kommen die Kollegen und meucheln unsere Gegner, falls man selbst in Probleme gerät. Hat man genug Rekruten zusammen, so sorgen diese bei Halten der L2-Taste, dass durch eine Art Pfeilsturm alle Gegner in der näheren Umgebung das Zeitliche segnen. Dieses Gameplayelement bringt etwas Taktik ins Spiel, macht es einfacher und macht Spaß. Ob man gerade Rekruten zur Verfügung hat, sieht man übrigens an einer Anzeige unter dem Lebensbalken. Die Rekruten können mit der Zeit zu vollwertigen Assassinen ausgebildet werden. Hierfür könnt ihr ihnen Aufträge geben, die sie in verschiedene Städte Europas führt. So schickt ihr sie nach Köln, Paris, London, Konstantinopel, Venedig und in weitere große Städte. Jeder Auftrag hat eine bestimmte Schwierigkeit, weswegen man durchaus überlegen sollte welche und wie viele Rekruten man zu einem Auftrag schickt. Erleichtert wird die Entscheidung aber durch die Angabe des Erfolgs der Mission in Prozent. So weiß der Spieler ganz genau, ob die Mission von Erfolg gekrönt sein wird und kann daher auch mit den Rekruten planen. Hat einer unserer Schüler einen Auftrag erfolgreich erfüllt, so erhält er Erfahrungspunkte mit denen er in der Stufe aufsteigt. Mit jeder neuen Stufe erhält er einen Fähigkeitspunkt, den der Spieler entweder in bessere Rüstung oder bessere Waffe investieren kann. Man sieht, es hat sich auch ein minimaler Teil Rollenspiel ins Spiel geschlichen. Hat der Rekrut die Stufe 10 erreicht, so ist er ein vollwertiger Assassine und der Spieler erlebt eine Zeremonie mit.

    Zurück zur Stadt. Ist ein Borgia-Turm von uns verbrennt worden, so ist das Gebiet von der Borgia-Familie befreit. Hat Ezio genügend Geld in der Tasche, so kann er verschiedene Läden wie den Kunsthändler, die Schmiede, den Schneider und den Arzt wieder aufbauen. Da Rom auch über ein Tunnelsystem verfügt, kann Ezio auch die geschlossenen Tunnel wieder errichten. Fortan dienen diese als Schnellreisesystem, weshalb der Spieler nicht mehr durch die halbe Stadt rennen muss, um von A nach B zu kommen. Mit jedem Gebäude, das Ezio wieder aufbaut, fließt etwas Geld in seine Kasse zurück. So wird alle 20 Minuten Geld auf sein Bankkonto eingezahlt. Je mehr von der Stadt also aufgebaut ist, desto mehr bekommt Ezio wieder zurück. Bei den verschiedenen Läden erhält er im Gegenzug für wiederaufgebaute Gebäude Rabatte. Auch berühmte Bauwerke und Aquädukte können von Ezio wieder zu altem Glanz verholfen werden und spülen ebenfalls Geld in seine Tasche.

    Die Sequenzen

    Wie auch in den Vorgängern wird die Story des Spiels in den DNA-Sequenzen von Desmond erzählt. In Brotherhood gibt es insgesamt neun verschiedene Sequenzen, wobei jede eine unterschiedliche Anzahl an Missionen hat. Es gibt Sequenzen mit vier Missionen, aber auch Sequenzen mit sieben oder acht Missionen. Jede Sequenz besticht dabei durch abwechslungsreiche Missionen, die sich zwar in der Vorgehensweise mit der Zeit wiederholen, aber durch die jeweiligen Situationen, doch wieder ein anderes Spielgefühl vermitteln. So muss man als Ezio beispielsweise bestimmte Charaktere verfolgen, gegen die Truppen der Borgia kämpfen oder verschiedene Dinge sammeln. Dies war allerdings nur ein kurzer Auszug aus den Missionen, denn es gibt noch einige andere Formen von Missionen. Natürlich wird im Großteil der Missionen geklettert, gerannt, versteckt und gemeuchelt was das Zeug hält. Dies macht ungefähr 60 Prozent des gesamten Gameplays aus. Doch der Spieler muss sich nicht nur um die Hauptmissionen kümmern.
    Das Spiel bietet viele kleine Nebenmissionen, die das Spiel etwas auflockern und etwas Abwechslung bringen. So kann der Spieler einige Aufträge von Kurtisanen annehmen. In diesen Aufträgen muss Ezio zumeist die Kurtisanen verfolgen, die ihn zu einem ehemaligen Kunden führen, der die Kurtisane bedroht hat. Ezio muss sich unentdeckt anschleichen und den Typen töten. In Rom finden sich allerdings auch sogenannte Christina-Missionen. Christina ist eine ehemalige Geliebte von Ezio, die er aufgrund seiner Flucht aus Teil 2 verlassen musste. Die Missionen dienen als Flashback, die dem Spieler zeigen, was Ezio vor einigen Jahren in Florenz gemacht hat. So zeigt eine Mission, wie sich die beiden kennengelernt haben, eine andere zeigt, wie Ezio die Leichname seiner Brüder und seines Vaters auf ein Boot verfrachtet, damit sie ehrenvoll begraben werden können. Diese Missionen geben einen kleinen Einblick in die Vergangenheit von Ezio und stellen eine gelungene Abwechslung zum restlichen Spielverlauf dar. Genauso wie im Vorgänger, gibt es auch in Brotherhood die Attentat-Nebenmissionen. Diese bekommt Ezio an Taubenschlägen. Das Gameplay dieser Missionen ähnelt sich von Auftrag zu Auftrag. Im Grunde muss Ezio eine bestimmte Person umbringen. Nur die Umstände ändern sich in den verschiedenen Missionen. So kommt es vor, dass sich Ezio leise an den Gegner anschleichen muss, oder einen anderen durch die halbe Stadt verfolgt. Viel Abwechslung bringen diese Missionen also nicht, aber sie sind trotzdem mehr als gelungen und machen Spaß.

    Eine weitere Gruppe von Nebenmissionen stellt die Suche nach Abstergo-Agenten dar. Dabei handelt es sich um Bürger Roms, die durch eine besondere Art und Weise ihre Gegner getötet haben und dadurch einen Eintrag in den Abstergo-Archiven haben. Ezios Aufgabe ist es dabei, diese Figuren zu töten. Gameplaytechnisch macht der Spieler in diesen Missionen so ziemlich das Gleiche wie im normalen Spielverlauf auch, weshalb es diesen Missionen etwas an Abwechslung fehlt. Wer aber gerade keine Lust auf die Storymissionen hat, der wird mit diesen Nebenmissionen sicherlich seinen Spaß haben. Wie auch schon im Vorgängerspiel, gibt es auch in Brotherhood den Abstieg in die Katakomben unter der Stadt. Diesmal handelt es sich allerdings nicht um Assassinengräber, sondern um Verstecke einer Bruderschaft, die Romulus verehren. Ist man am Ausgang eines Versteckes angekommen, so findet der Spieler eine Schriftrolle von Romulus. Hat man alle Verstecke durchkämmt, so erhält Ezio die Rüstung von Romulus, welche im Gegensatz zu den anderen erhältlichen Rüstungen um einiges stärker ist. Das Gameplay in den Verstecken, ähnelt dem des Vorgängers. Manchmal muss Ezio eine Person verfolgen, ein andern Mal hangelt er sich wie der Prinz aus Persien über meterhohe Abgründe. In den meisten Verstecken bekommt er zusätzlich Gesellschaft von Kämpfern der Bruderschaft, die ihn am liebsten tot sehen wollen. Die Nebenmissionen in den Verstecken bringen Abwechslung ins Spiel und machen sehr viel Spaß.

    Eine große Neuerung im Spiel ist die Synchronisation der Missionen. Der Spieler muss eine Mission exakt so ausführen, wie es Ezio seinerzeit wirklich getan hat. So bekommt der Spieler vor Beginn jeder Mission eine bestimmte Zusatzaufgabe, die er erfüllen muss, damit die Mission zu 100% synchron ist. Beispiel gefällig? Um 100% zu erhalten muss der Spieler zum Beispiel seinen Gegner mit der versteckten Klinge eliminieren oder er darf nur einen bestimmten Gegner töten um die volle Synchronisation zu erhalten. Aber keine Bange, es hat keine Auswirkung auf das Spiel, wenn man eine Mission nur zu 50% abgeschlossen hat, da die Synchronisation fehlgeschlagen ist. Das Spiel kann weiterhin ganz normal durchgespielt werden. Trotzdem ist dies eine kluge Neuerung, da es den Spieler dazu bringt, einige Missionen nochmal zu spielen, um bestimmte Aufträge auf 100% zu bringen. Dies erhöht den Wiederspielwert enorm.

    Die Wahrheit muss gefunden werden

    Wer Assassins Creed 2 gespielt hat, der kennt sie natürlich. Die Rede ist von den Glyphenrätseln. Hiervon gibt es in Brotherhood nur noch zehn, doch diese haben es in sich. Der Spieler muss dabei eine Reihe von Rätseln absolvieren. Sind die Rätsel anfangs noch leicht zu lösen, so werden sie im weiteren Spielverlauf richtig happig. So bekommt man es mit Bilderrätseln, Zahlenrätseln, Schieberätseln und mit einer Partie Schach zu tun. Dabei wird in jedem Rätsel mit einem wenig sagendem Satz eine Hilfestellung gegeben. Der Spieler muss also erst mal die Bedeutung dieses Satzes entschlüsseln um das Rätsel an sich zu lösen. Ist all dies geschafft, erhält der Spieler einen kleinen Teil eines Videos, das am Ende zusammengesetzt wird. Was dann geschieht, wird natürlich nicht verraten.

    Leonardo braucht Hilfe

    Natürlich ist Leonardo Da Vinci auch wieder dabei. Er versorgt Ezio waffentechnisch mit seinen neuesten Erfindungen. Dieses Mal braucht er aber auch unsere Hilfe, was den Spieler zu einer besonderen Art der Nebenmissionen bringt: Den Leonardos Kriegsmaschinen-Missionen. Wie es geschichtlich bekannt ist, hat Da Vinci einige für die damalige Zeit revolutionäre Kampfmaschinen wie einen Panzer und ein Maschinengewehr erfunden. Im Spiel hat er diese Erfindungen an die Borgia verkauft ohne an die Folgen zu denken. Nun gibt er Ezio den Auftrag diese Kampfmaschinen ausfindig zu machen und zu zerstören. Die Missionen sind dabei in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil muss der Spieler einen Borgia-Offizier töten und diesem eine Karte abnehmen, auf der der Ort verzeichnet ist, an dem sich die Waffe aufhält. Im zweiten Teil muss Ezio unentdeckt an den Wachen vorbei und die Baupläne der Waffe zerstören. Ist dies erledigt, folgt der dritte und spaßigste Teil der Missionen. Denn Ezio darf die Kriegsmaschinen selbst bedienen. So nimmt der Spieler also Platz in einem altertümlichen Panzer, einem von Da Vincis Fluggeräten, die auch Kanonenkugeln abfeuern können oder hinter einem Maschinengewehr. Sind die ersten beiden Missionsteile noch vom obligatorischen Gameplay geprägt, so ist der letzte Teil eine große Abwechslung. Es macht einfach Spaß die Maschinen zu bedienen und als Spieler hofft man, dass es noch weitere solcher Missionen gibt. Allerdings sind diese begrenzt und nur in geringer Anzahl vorhanden. Aber auf jeden Fall sollte es diese Art von Missionen auch in Assassins Creed 3 schaffen.

    Hilfe von den Gilden

    In Assassins Creed: Brotherhood erhält der gute Ezio auch Hilfe von drei verschiedenen Gilden. Da wären zum einen die Kurtisanen, welche die Borgia-Wachen durch Betörung ablenken, was Ezio in der einen oder anderen Situation den Weg frei macht. Eine weitere Gruppe sind die Soldaten. Wie man schon vermuten kann, helfen die unserem Lieblingsassassinen im Kampf, wenn es mal brenzlig wird. Zu guter Letzt gibt es noch die Diebe, die für die nötige Ablenkung sorgen. Auch vor einem Kampf schreckt diese Gilde nicht zurück. Für jede dieser Gruppierungen gibt es eine Hauptzentrale. Dort kann Ezio eintreten, um sich Nebenmissionen abzuholen oder um einen Blick in die Gilden-Herausforderungen zu werfen. In jeder Gilde bekommt Ezio nämlich zehn verschiedene Aufgaben, die er erfüllen muss. Zumeist muss Ezio eine bestimmte Anzahl von Gegnern auf bestimmte Art und Weise töten, um eine Aufgabe zu erfüllen. Im Gildenhaus der Soldaten gibt es zudem ein Nahkampf-Minispiel, welches eine kleine Abwechslung zum ewigen Klettern, rennen, kämpfen, meucheln Gameplay ist.

    Desmond in der Gegenwart

    Wer die Vorgänger schon gespielt hat, der weiß natürlich, dass die Abenteuer von Ezio nur Erinnerungen in der DNA von Desmond Miles sind. Dieser ist in der Gegenwart an ein Gerät namens Animus angeschlossen. Er und sein Team sind im Spiel auf der Flucht vor den Templern, denen die Firma Abstergo gehört. Während der Flucht findet das Team Unterschlupf in der zerstörten Villa Monteregioni. Im Gegensatz zu den Vorgängerspielen, ist hat der Spieler nun die Möglichkeit den Animus jederzeit zu verlassen und in der Villa und der umliegenden Stadt umherzulaufen. Dabei hat Desmond sogar die Möglichkeit E-Mails auf dem Computer zu lesen, was den Spieler noch tiefer in die Geschichte zieht. Bei der Erkundung der Stadt kann der Spieler zudem einige Artefakte finden. Zudem ist es möglich mit den Weggefährten zu sprechen und einige interessante Informationen zu bekommen. All das sorgt für Abwechslung und macht Spaß.

    Der Spieler kann nun sogar an einem Trainingsprogramm des Animus teilnehmen und verschiedene Dinge der Steuerung trainieren. Wer also keine Lust hat, nach Rom zurückzureisen, der kann im Animus auch seine Kampfkünste verbessern und die Feinheiten der Steuerung erlernen. In jeder Trainingseinheit gibt es bestimmte Ziele, die erfüllt werden müssen. Je nachdem wie gut der Spieler ist, erhält er eine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille. So ein System ist natürlich motivierend und treibt den Spieler zu neuen Bestleistungen, was den Wiederspielwert natürlich erhöht.

    Geschichtsunterricht

    Wer das Spiel spielt, der lernt vieles über Geschichte. Läuft man durch Rom, so erhält man in der Datenbank einige Informationen zu bekannten Bauwerken und Ereignissen. Wer ein bisschen Zeit mitbringt und sich diese Informationen durchliest, der kann in der nächsten Geschichtsstunde mit seinem Wissen prahlen. Die Infos werden dabei gut und ansehnlich vermittelt und wer sich darauf einlässt, wird beim Lesen sicherlich seinen Spaß haben. Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass die Jungs und Mädels von Ubisoft gut und viel recherchiert haben.

    Eine grafische Pracht

    Assassins Creed: Brotherhood ist grafisch ein wunderschönes Spiel. Die Stadt ist detailreich, die Weitsicht von hohen Stellen aus, ist richtig atemberauend und die Umgebungen sind ebenfalls schön. Die Bewohner der Stadt gehen ihrem normalen Tagwerk nach, was beim Durchstreifen der Straßen Roms äußerst atmosphärisch ist. Es kommt oft vor, dass uns Bettler nach etwas Geld fragen oder uns einige Barden mit ihren musikalischen Künsten nerven. Hin und wieder kommt es allerdings zu kleinen Slowdowns und das Spiel fängt an zu ruckeln. Gelegentlich fallen auch Pop-ups auf, wenn zum Beispiel vor uns Personen aufploppen. Dies kommt allerdings sehr selten vor und trübt den Spielspaß in keiner Weise. Soundtechnisch haben die Entwickler eine saubere Arbeit geleistet bei der man nicht meckern kann. Die Hintergrundmusik passt sehr gut zum Setting und auch die Synchronsprecher machen ihre Sache ordentlich. Die Steuerung könnte allerdings schnell zum Feind des Spielers werden. Sie ist zwar schnell erlernt und geht auch leicht von der Hand, doch manchmal tu Ezio nicht das, was man eigentlich wollte, da die Steuerung dem Spieler einen Strich durch die Rechnung macht. Vor allem wenn man auf der Flucht oder in einer Verfolgung ist, macht die Steuerung Fehler und Ezio springt an eine Stelle, an die man gar nicht hinspringen wollte. Nichtsdestotrotz ist die Steuerung ansonsten gut gelungen und für Anfänger geeignet. Eine richtig gute Arbeit haben die Entwickler bei den Animationen gemacht. Diese wirken nie stacksig oder abgehackt, sondern sind durchgehend flüssig und sehen gut aus. Vor allem im Kampf kann man die Schönheit der Animationen erkennen. In Brotherhood haben es zudem einige neue Finisher geschafft, die eine Pracht fürs Auge sind. Neu im Kampf ist zudem die Möglichkeit, dass man nach dem Töten eines Gegners per Knopfdruck und gewissem Timing sofort den nächsten ohne Gegenwehr ins Jenseits schicken kann, wodurch ganze Killreihen zu Stande kommen und ein Kampf gegen mehrere Gegner eine Angelegenheit von nur wenigen Sekunden werden kann. Auch neu ist das Feature, das anzeigt, welcher Gegner als nächstes einen Angriff auf Ezio wagt. Dabei blinkt die Lebensanzeige des jeweiligen Feindes auf und der Spieler kann sich schon mal darauf vorbereiten.
    Die Präsentation des Spiels ist Ubisoft ebenfalls außerordentlich gut gelungen. Die Story wird gut und spannend erzählt, weshalb man sich dabei erwischt noch eine Mission spielen zu wollen, da man wissen will, wie es weitergeht. Auch die Kämpfe werden actionreich inszeniert und bei gewissen Moves zoomt das Spiel sogar richtig in das Geschehen. Vor allem die Kämpfe mit den Kriegsmaschinen von Leonardo Da Vinci werden ansehnlich und spannend inszeniert. Gute Arbeit Ubisoft.

    Meucheln mit anderen

    Die größte Neuerung im Gegensatz zu den Vorgängern ist der Multiplayer. Nun können die Spieler in mehreren verschiedenen Modi gegeneinander antreten. Dabei kann man Solo gegen die anderen Spieler antreten, oder auch im Team. Allerdings sind die Modi im Grunde gleich, da es immer dieselbe Vorgehensweise gibt. Es verändern sich gelegentlich nur die Gegebenheiten. So gibt es beispielsweise Modi, in welchem man in der ersten Runde nur Gejagter ist und in der nächsten Runde nur Jäger. Ist man im Spiel drin, so bekommt man ein Attentatsziel, welches einer der anderen Spieler ist. Dies bedeutet natürlich auch, dass der Spieler selbst auch das Ziel eines Anderen ist. Ist man ein richtig guter Assassine, so kann es durchaus vorkommen, dass man das Ziel von vier anderen Mitspielern ist. Da kann das Umherstreifen durch die Map ziemlich schwierig werden, was den Spieler natürlich dazu zwingt etwas taktisch vorzugehen. Um sein eigenes Ziel zu finden, wird im HUD eine Art Halbkreis eingeblendet, der sich füllt, je näher man seinem Ziel kommt.

    Für jedes geglückte Attentat bekommt der Spieler Punkte. Die Punktzahl variiert aber mit der Qualität des Attentats. Rennt man stupide auf sein Ziel zu, sodass dieses uns noch als Assassine erkennt, so bekommt der Spieler nur wenige Punkte. Überraschen wir aber unser Ziel und töten es dann auch noch auf schwierige Wiese, wie zum Beispiel durch einen Sprung oder aus versteckter Position, dann regnet es die Punkte. Mit den Punkten steigt der Spieler immer wieder einen Rang auf, was mit bestimmten Belohnungen verbunden ist. So bekommt der Spieler mit der Zeit neue Fähigkeiten, wie Verkleiden oder Sprint-Boost, neue Eigenschaften wie doppelte Punktzahl und er erhält verschiedene Kostüme. Ein solches System ist natürlich motivierend und macht zudem Spaß. Als Anfänger sollte man aber noch nicht zu viel erwarten, denn das Niveau auf den Servern ist sehr hoch. Hat man sich aber einige Taktiken angewöhnt und etwas Erfahrung gesammelt, so wird man nach wenigen Tagen erste Erfolge erzielen und Runden gewinnen.

    Die Trophäen

    Wie in vielen anderen PlayStation 3-Spielen gibt es auch in Assassins Creed: Brotherhood Trophäen zu holen. Diese sind relativ leicht zu bekommen. So gibt es Trophäen für das Abschließen aller Sequenzen, für das Lösen aller Glyphenrätsel und für bestimmte Aktionen, wie das Runterspringen von der Spitze der Engelsburg mit einem Fallschirm. Wer drei Goldmedaillen im Animus-Training erspielt, bekommt dafür eine Trophäe. Auch für das Ausbilden von Rekruten zum Rang des Assassinen wird mit einer Trophäe belohnt. Auch der Multiplayer lockt mit dem Freischalten von Trophäen. Natürlich gibt es auch Trophäen für das Erkunden der Romolus-Verstecke und das Aufbauen von Rom. Wer sich etwas Zeit nimmt und das Spiel ausgiebig zockt, der kann mit Leichtigkeit ca. 90% der Trophäen holen. Für die restlichen 10% muss man dann schon etwas mehr Zeit einplanen, wie zum Beispiel für das Erreichen von Level 50 im Multiplayer.

    FAZIT:

    Assassins Creed: Brotherhood ist ein fantastisches Spiel. Die Story ist spannend, die Präsentation erste Klasse und die Grafik wunderschön. Das Spiel fesselt für mindestens 15 Stunden und der Multiplayer für mehrere Monate, weshalb das Spiel nicht gleich wieder im Regal verschwinden wird. Die Steuerung hat zwar hier und da ihre kleinen Tücken, was allerdings nicht so schlimm ist. Das Spiel besticht vor allem durch gut durchgeführte Verbesserungen und Neuerungen, leider hat es das lästige Sammeln von Fahnen und Federn wieder ins Spiel geschafft. Doch mit dem Kaufen von Karten, werden diese auf der Map im HUD angezeigt, weshalb das Sammeln nicht mehr so schlimm ist. Wer die Vorgänger gespielt hat, der kommt auch an diesem Teil nicht vorbei und sollte sich diesen so schnell wie möglich holen. Aber auch Fans von Actionspielen, die mit der Franchise noch nicht so vertraut sind, sollten unbedingt zugreifen. Es lohnt sich.

    Negative Aspekte:
    Fahnen und Federn-Sammeln immer noch dabei, Steuerung ab und an etwas ungenau, kleinere Grafikfehler

    Positive Aspekte:
    Tolle Story, hübsche Grafik, super Sound, schöne Animationen, Multiplayer macht Spaß, lange Spielzeit, man lernt etwas über Geschichte, Leonardos Kriegsmaschinen zu benutzen ist einfach cool, eine Menge Abwechslung

    Infos zur Spielzeit:
    zoggerman hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Assassin\'s Creed: Brotherhood

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: zoggerman
    8.9
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Assassin's Creed: Brotherhood
    Assassin's Creed: Brotherhood
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    18.11.2010

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Assassin's Creed: Brotherhood
Assassin's Creed: Brotherhood - Eine Bruderschaft ist schon was Feines! - Leser-Test von zoggerman
http://www.gamezone.de/Assassins-Creed-Brotherhood-Spiel-18278/Lesertests/Assassins-Creed-Brotherhood-Eine-Bruderschaft-ist-schon-was-Feines-Leser-Test-von-zoggerman-1010620/
15.02.2011
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