Assassin's Creed: Recollection im Gamezone-Test
Im Schatten verhüllt, schleichen wir für gewöhnlich durch dunkle Gassen, auf der Suche nach Informationen um das nächste Auftrags-Ziel möglichst perfekt und ungesehen auszuschalten. Was Ubisoft seit etwa vier Jahren genüsslich und äußerst erfolgreich auf den Heimkonsolen oder dem PC zelebriert, findet abermals seinen Weg auf die iOS Plattform. Wir hatten die Gelegenheit, auf dem iPad in das Italien der Renaissance zu schlüpfen und den Konflikten zahlreicher Gemeinden beizuwohnen. Was uns hier erwartet, hat spielerisch aber kaum etwas mit der Assassin's Creed Reihe zu tun. Recollection offenbart uns ein gewieftes Kartenspiel, welches durchaus Spieltiefe aufzuweisen hat!
Assassin's Creed: Recollection [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Weder der alte Haudege Altair, noch der sympathische Held Ezio Auditore Di Firenze mimen in Recollection den Titelhelden, dennoch sind sie wie auch zahlreiche weitere Figuren, Assassinen und Tempelritter wieder mit von der Partie und entführen uns in eine antike Welt voller Gefahren und Konflikte. Eine allumfassende, zusammenhängende Hintergrundgeschichte, welche einen roten Faden durch die Kampagne bilden könnte, sucht man vergebens. Dennoch werden die etwa zwanzig einzelnen Missionen mit viel Text und geschichtliches verbunden und Bezug auf die bisherigen Abenteuer der Assassin's Creed Reihe genommen. So werden vor allem Kenner vorsorgt, während die restlichen Quereinsteiger zwar unterhalten werden, sich aber nicht weiter in die Thematik hineingezogen fühlen. Prinzipiell auch völlig in Ordnung. Für ein kurzes Spiel zwischendurch möchte man schließlich auch nicht allzu viel Geplänkel haben und in wenigen Schritten einen ordentlichen Kampf austragen.
Dennoch freuen sich Fans über den Bonus eines 20 Minuten langen Animations-Kurzfilms Assassin's Creed Embers, welcher Ezios Geschichte zu Ende bringt, sowie zahlreiche Artworks und Zeichnungen.
Kartenkampf um die Vorherrschaft
Assassin's Creed: Recollection [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Assassin's Creed Recollection unterscheidet sich von den Konsolenvarianten dahingehend, dass es sich hierbei weder um ein Action-Adventure handelt, noch das völlig freie Konzept einer ungehindert begehbaren Stadt offenbart. Am ehesten ist das Konzept wohl mit Spielen wie Magic: The Gathering vergleichbar. Ziel eines jeden Konflikts bzw. jeder Mission ist die Herrschaft eines Gebietes zu erhalten, indem man eigene Ritter oder Schergen gegen den Kontrahenten einsetzt oder die Bürger mit Bauten beeindruckt. Hierzu wird ein gut sortiertes Kartendeck aus der eigenen Hand gespielt, während der Kontrahent mit selbigen Mitteln in den Krieg zieht. Der Einblick in das Deck des Gegners bleibt uns natürlich verwehrt und somit auch dessen Strategie. Nur gespielte Karten können genauer betrachtet werden, um deren Eigenschaften und speziellen Fähigkeiten einschätzen zu können.
Assassin's Creed: Recollection [Quelle: Siehe Bildergalerie]
In der Mitte des Spielfeldes befinden sich insgesamt drei Territorien. Zwei davon müssen wir für einen Sieg erobern. Aus der eigenen Hand können nun so genannte Agenten gespielt werden. Sie ergattern entweder Punkte für den territorialen Sieg, oder aber schwingen das Schwert im Kampf gegen die gespielten Ritter des Feindes. Bezüglich der Werte kommt es drauf an, wer seine Figuren komplett verliert bzw. glücklicherweise bur zurück ins Hauptquartier schicken muss.
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Die zweite Kartenart, so genannte Sites, erlaubt es uns Bauten zu errichten. Je nachdem wie stark unser Ansehen gegenüber des Gegners bei den Bürgern ist, werden täglich Punkte auf unserem Konto gut geschrieben. Auch dies bringt uns dem Sieg etwas näher!Die dritte Variante sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden. Mittels spezieller Karten können diverse Effekte aufgerufen und das Spiel entscheidend beeinflusst werden. Spezielle Schattenwandler kümmern sich hinterrücks um die Schergen des Gegners, man verbessert das eigene Konto, lässt mit speziellen Karten den Bau eines Gebäudes unterbinden und vieles mehr. Die Vielfalt dieser Sonderkarten ist unglaublich riesig und es ist empfehlenswert, hier einerseits den Überblick zu wahren, andererseits aber auch entsprechend gute Karten immer im Deck dabei zu haben!






