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  • Assassin's Creed: In einem Jahr, wo fast monatlich ein neues Meisterwerk erschienen ist, bleibt bei "Assassins Creed" ein fader Nachgeschmack. Lest selbst warum das Spiel für mich die größte Enttäuschung 2007 war. - Leser-Test von morrowind

    Assassin's Creed: In einem Jahr, wo fast monatlich ein neues Meisterwerk erschienen ist, bleibt bei "Assassins Creed" ein fader Nachgeschmack. Lest selbst warum das Spiel für mich die größte Enttäuschung 2007 war. - Leser-Test von morrowind "Assassins Creed" ist ohne Zweifel ein typischer Senkrechtstarter in der Videospielindustrie. Auf der E3 2005 zum ersten Mal offiziell vorgestellt, konnte sich die nagelneue Franchise binnen weniger Wochen bereits eine beachtliche Anhängerschaft aufbauen. Anscheinend kam das Szenario um einen mysteriösen Assassinen-Kult im Mittelalter prächtig an, den mittlerweile wanderte die Disc bereits weit mehr als zwei Millionen Mal über die Ladentheke.

    Ganz im Mittelpunkt der Rahmenhandlung von "Assassins Creed" steht der blutjunge Meuchelmörder Altair, welcher sich innerhalb weniger Monate in einer Assassinen Sekte prächtig hocharbeiten konnte. Was nun folgt, scheint nur eine logische Konsequenz zu sei, denn Altair verkommt schon bald zu einem arroganten Jüngling, für den die Grundsätze und -regeln immer mehr in den Hintergrund geraten. Aus diesem Grund läuft auch der letzte Auftrag in Jerusalem schief, zudem muss er sich auch noch für den Tod eines Kameraden verantworten. Deshalb wird Altair kurzerhand von seinem nebulösen Lehrmeister zurückgestuft und nun liegt es am Spieler, den Ruf Altairs wiederherzustellen, indem er ein in Jerusalem verloren gegangenes Relikt wiederbeschaffen soll.
    Ganz im Stil eines epischen Videospiels will sich "Assassins Creed" allerdings nicht mit einer solchen plumpen Rahmenhandlung zufrieden geben, weshalb das Spiel auf zwei Ebenen erzählt wird. Zusätzlich erwarten den Spieler nämlich noch Spielsequenzen in der Rolle des ebenfalls jungen und engstirnigen Barkeepers Desmond, welche in der Gegenwart angesiedelt sind. Wie Desmond mit Altair in Verbindung steht und vor allem welche Bedeutung dieses Verhältnis hat, will ich an dieser Stelle nicht verraten - immerhin soll es ja noch spannend bleiben.
    Leider haben es die Entwickler nicht geschafft, der Geschichte die nötige Tiefe und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Gerade der Gegenwartplot ist einfach zu dick aufgetragen und driftet gegen Ende immer mehr und unfreiwillig ins Lächerliche ab. Mal abgesehen davon, dass der Titel mit einem ungeschickten Cliffhanger endet. Von einer packenden, epischen Geschichte, wie es im Sinne der Entwickler gewesen wäre, bleibt nicht einmal der Ansatz einer Spur. Außerdem fehlen den Charakteren echte persönliche Merkmale und sind selten sympathisch geschweige denn greifbar. Gerade die zwei Protagonisten Altair und Desmond bleiben im Verlaufe des Spiels blass und sind wenig liebenswert. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass der klischeebeladene Desmond mitunter recht dümmlich und bemitleidenswert wirkt.
    Auf der anderen Seite verleiht jedoch gerade das unverbrauchte Szenario dem Spiel die nötige Würze, wodurch das Spiel bis zum Schluss einigermaßen spannend bleibt. Trotzdem bleibe ich dabei: Hier wäre eindeutig mehr drin gewesen.

    Dieser zwiespältige Eindruck durchzieht auch das Gameplay, welches seltsamerweise mit den gleichen Problemen zu kämpfen hat wie der Plot. Doch darauf komme ich später noch einmal genauer zurück.
    Das Gameplay ist eigentlich aus drei elementaren Phasen aufgebaut, nämlich dem kämpfen, klettern (fliehen) und dem erkunden bzw. untertauchen.
    Das Kampfsystem von "Assassins Creed" macht durchaus Spaß, da die Kontermoves etc. gut aussehen und schnell erlernt sind, ist auf der anderen Seite aber auch mächtig anspruchslose und undynamisch. Außerdem sind die Auseinandersetzungen, meistens mit den Wachen im Lande aufgrund beängstigend dämlicher KI schlichtweg zu einfach, was die Spielbalance total aus ihrer Bahn wirft. Schließlich ist das Gameplay ja darauf ausgelegt, sich unauffällig zu verhalten und heimlich, still und leise das Mordhandwerk zu erledigen. Da die Kämpfe aber einfach zu meistern sind und sich Altairs Lebensenergie zu schnell neu regeneriert zieht man als Spiel dem nervigen Schleichen jedoch die einfachen Kämpfe vor.
    Morden kann Altair übrigens mit einem Schwert, Wurfmessern oder einer versteckten Klinge.
    Während die Kämpfe eher öde sind, bereiten einem die Klettereinlagen und das Fliehen vor den Wachen deutlich mehr Spaß. Dabei gestaltet sich die Klettertour als herrlich unkompliziert und eingängig und die Animationen sind ebenfalls fantastisch. Grandios: Ihr könnt wirklich jeden Flecken den ihr seht erreichen. Seid Ihr beispielsweise gerade in einer der drei großen Städten unterwegs und seht dort einen meterhohen Turm, so könnt Ihr diesen auch erreichen.
    Glücklicherweise ist Altair aber nicht nur auf Schusters Rappen unterwegs, sondern ist auch in der Lage, mit einem Pferd über die Länderein zu fegen. Löblich: Im Gegensatz zu anderen Spielen wie "Oblivion" und "Two Worlds" wurden die Pferde in "Assassins Creed" ausreichen dressiert, da die Steuerung sehr gut von der hand geht. Abseits der drei großen Städte der Spielwelt gibt es übrigens nur wenig zu entdecken, auch wenn sich die Entwickler scheinbar mächtig bemüht haben, den Ritt durch die ständig gleich aussehenden Landschaften mit Achievement Aufgaben interessanter zu gestalten.
    Wie bereits erwähnt, gilt es in "AC", sich möglichst unauffällig zu verhalten und viel mit der Menge zu interagieren. Grundsätzlich ist dies ein löbliches und vor allem wegweisendes Konzept, allerdings ist die Ausführung nur in den Ansätzen gut gelungen. Werdet Ihr beispielsweise von den Wachen entdeckt und verfolgt, läuft die Flucht immer nach einem Schema ab. Entweder Ihr hüpft in Heuhaufen, gliedert Euch in eine Reihe von Mönchen ein oder werft Euch in komische Dachhütten (?). Eine andere Möglichkeit wäre dann, wie oben bereits beschrieben, der Kampf. Abwechslung sieht anders aus.
    Das meiner Meinung nach große Problem von "AC" ist die Tatsache, dass die verschiedenen Gamplayelemente zusammen kein harmonisches Ganzes ergeben. Das Konzept klingt sicherlich bombastisch, aber letztlich erscheint das Spielerlebnis nicht flüssig, eingehend, sondern vielmehr oberflächlich mit einem tollen Drumherum. Ähnlich wie der Story fehlt auch dem Spiel die notwendige Tiefe, wodurch die Spielwelt enorm an Spannung und Interaktivität verliert, die sie doch so gerne suggeriert hätte.

  • Assassin's Creed
    Assassin's Creed
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    15.11.2007
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Assassin's Creed
Assassin's Creed: In einem Jahr, wo fast monatlich ein neues Meisterwerk erschienen ist, bleibt bei "Assassins Creed" ein fader Nachgeschmack. Lest selbst warum das Spiel für mich die größte Enttäuschung 2007 war. - Leser-Test von morrowind
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16.03.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/11/1195203516491.jpg
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