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  • Assassin's Creed: Ja, ich war einmal ein Assassine! - Leser-Test von Chris-S

    Ubisoft setzte schon immer auf starke Marken. Jedoch hatten die neuen Marken in den letzten Jahren kein großes Potential fortgesetzt zu werden. Deswegen musste was ganz Großes her! Mit "Assassin's Creed" hat es Ubisoft nun wieder geschafft, eine neue starke Marke auf dem Markt zu etablieren, welche viele Fans gefunden hat.

    STORY: Eigentlich ist die Story zum Teil sehr verwirrend, denn die meisten Dinge geben am Anfang erst mal gar keinen Sinn. Der Spieler steuert nämlich 2 Personen. Zum einen Desmond Miles, welcher gefangen genommen wurde und in einem Labor erwacht. Unter Beobachtung vieler und unter Betreuung von Lucy und einem weiteren Mann im weißen Kittel muss sich Desmond ständig unter den "Animus" legen, welcher in ihm die Erinnerungen seiner Vorfahren hervorbringt. Aus irgendeinem Grund wollen die Menschen in diesem Labor an diesen Erinnerungen teilhaben. Im Animus selbst spielt man die zweite Person im Spiel: Altair. Denn hier beginnt eigentlich erst das Spiel selbst...

    GAMEPLAY:
    "Assassin's Creed" hat insgesamt 7 Kapitel, welche im Spiel als "Erinnerungen" dargestellt werden. Erst wenn das Spiel einmal beendet wurde, können die einzelnen Kapitel nocheinmal gespielt werden. Im ersten Kapitel bekommt der Spieler gleich mal eine Einführung in die Steuerung.
    Mit dem linken Analogstick wird Altair bewegt. Mit dem rechten Analogstick kann man die Kamera in alle möglichen Richtungen drehen, um auch immer den Überblick zu behalten. Das klappt sehr gut und als Spieler hat man die meiste Zeit eine wirklich gute Übersicht. Der Kampf- bzw. Zielerfassungsmodus wird mit der L1-Taste aktiviert. Hiermit findet Altair automatisch Personen, Soldaten oder andere Menschen, mit denen er interagieren kann. In "Assassin's Creed" wird man aber nicht wie in einem Rollenspiel einfach zu den Leuten hingehen und mit ihnen einen Plausch führen. Das funktioniert leider nur mit Storyrelevanten Personen.
    Die Waffen werden mit dem Steuerkreuz ausgewählt. Am Anfang besitzt Altair noch nicht alle Waffen, denn er muss sie sich erst verdienen. Der Spieler kann später zwischen dem Schwert, den Wurfmessern, dem Attentatsdolch oder der blanken Faust wählen. Jedoch wird man nicht ständig mit einer Waffe in der Hand im Spiel rumlaufen, denn das erregt die Aufmerksamkeit der ganzen Stadt und natürlich den Soldaten - und das will man ja nicht. Wer den Überblick verloren hat, kann mit der Select-Taste eine Karte der Umgebung aufrufen, die dem Spieler genau zeigt, was er noch zu tun hat, optionale Ziele und natürlich das momentane Kapitelziel.

    Damit man im Dorf unentdeckt bleibt und in Ruhe sein Attentat vollführen kann, muss man natürlich im Geheimen agieren und keine Aufmerksamkeit erregen. Mit der X-Taste taucht Altair unter und die Soldaten denken, dass er ein Mönch ist. So kann man sich als Spieler auch unter die weiß gekleideten Mönche mischen, falls man mal entdeckt worden ist. Wer einfach nur durchs Dorf rennt (mit Halten der R1-Taste), wird wohl oder übel die Leute anrempeln und die sind natürlich nicht gerade über so einen Rüpel begeistert. Mit gedrückter O-Taste stößt man die Leute freundlich zur Seite und erregt keine Aufmerksamkeit. Mit der Dreieck-Taste kann man den Visions-Modus aufrufen, welcher dem Spieler farblich zeigt, welche Menschen in diesem Moment ihm böse gesonnen oder gut gewillt sind. Leider kann man im Visions-Modus die Kamera nicht drehen, was sehr schade ist. Wer die X-Taste zusätzlich zur R1-Taste hält, rennt mit Altair regelrecht. Das is besonders wichtig, wenn man fliehen und untertauchen muss. Und schließlich mit der Viereck-Taste wechselt der Assassine in den Kampf-Modus.
    Nicht nur zu Fuß ist Altair unterwegs. Muss er von einer Stadt zur nächsten, kann er ein Pferd mit sich nehmen. Hier gelten die gleichen Aktionen wie auch schon zu Fuß. Auch das Pferd kann unauffällig und schnell geritten werden. Wenn man schnell galoppiert und an Soldaten vorbeirennt, werden diese natürlich auf den Spieler aufmerksam. Jedoch werden sie sich nie ebenfalls auch auf ein Pferd setzen, sondern sind immer zu Fuß unterwegs. So kann man mit seinem Assassinen immer schnell entkommen.
    Oben links sieht der Spieler einen Synchronitäts-Balken, welcher die Lebensenergie von Altair darstellt. Die Balken sind meistens weiß und links leuchtet eine grüne Signallampe. Diese Lampe wechselt zu gelb, wenn sich Altair in einem Gebiet von Soldaten bewegt. Leuchtet sie sogar rot, beobachten die Soldaten den Assassinen und als Spieler sollte man nun aufpassen, dass man nicht weitere Aufmerksamkeit erregt, denn jeder falsche Schritt könnte jetzt dazu führen, dass man gejagt oder angegriffen wird. Passiert dies, kann der Spieler nun entscheiden, ob man weglaufen möchte oder kämpfen wird. Entscheidet man sich für einen Kampf, wird die Musik dramatischer und der Spieler muss jetzt hohe Vorsicht genießen, denn die Soldaten sind nicht unbedingt leicht zu besiegen. Immer nur mit dem Schwert draufschlagen, funktioniert vielleicht noch am Anfang des Spiels, jedoch kurze Zeit später werden die gegnerischen Soldaten kontern. Das selbst kann Altair im richtigen Moment aber auch. So wird die meisten Zeit die Viereck-Taste zum Angreifen und Kontern benutzt. Mit der O-Taste kann man den Gegner auch greifen und wegschleudern oder auf andere Soldaten schupsen. Mit der X-Taste kann man sogar einen Ausfallschritt machen. Im Verlauf des Abenteuers lernt Altair noch mehr Kniffe für die Kämpfe, die man aber alle im Trainingsbereich des Spiels vorher trainieren kann. Ist der Kampf gewonnen wird die Synchronität wieder weiß und man kann sich in Ruhe davonschleichen, nachdem man gemordet hat. Denn sehr schnell werden weitere Soldaten herbeieilen, um nach ihren ermordeten Kumpels zu schauen. Verliert der Spieler den Kampf und somit seine Energie, geht er GAME OVER, startet jedoch am letzten gespeicherten Punkt. Das Spiel speichert übrigens automatisch nach jedem wichtigen Ereignis oder wenn man ein wichtiges Item eingesammelt hat.

    Der Spieler wird in "Assassin's Creed" ziemlich überwältigt von der Optik des Spiels sein. Insgesamt besucht man 4 große Städte, darunter Akkon und Jerusalem. Die Städte sind wirklich toll inszeniert, riesig groß und man merkt, dass auf sehr viele Details geachtet wurden. Sie sind reich bevölkert und absolut nicht still. Da Altair sehr gut klettert, kann man fast jedes Haus oder Gebäude nach oben erklimmen können oder an Leitern nach oben klettern und sich von oben eine noch bessere Aussicht gönnen. Besonders hier sieht man die fantastische Grafik des Spiels und es wundert schon fast, dass "Assassin's Creed" im gesamten Spiel ohne Ladezeiten auskommt. Lediglich wenn ein neuer Bereich betreten wird (und davon gibt es ja nicht viele, weil jeder so riesig ist) muss man mit einer Ladezeit von fast einer Minute rechnen. Das ist jedoch wirklich erträglich, für das was man geboten bekommt. Außer den Städten, Häusern und Türmen sind natürlich auch die Bewohner sehr gut gelungen. Sie agieren selbstständig, als wenn sie wirklich dort wohnen würden. Es gibt Marktschreier, Bettler, Besoffene, Mönche, Prediger und natürlich noch viele andere Bürger, die ihrem Leben nachgehen und z.B. nur einen Topf durch die Gegend tragen, der natürlich runterfällt, wenn man den Bürger anrempelt. Danach regt sich der Bürger natürlich auf und so steigt die Aufmerksamkeit der Soldaten. Diese patrollieren übrigens ständig und überall durch die Gegend und man muss immer aufpassen, was man als Assassine tut. Es lebt sich eindeutig besser, unbemerkt durch die Gegend zu schleichen. Fährt man allerdings die Kamera an die Bürger näher ran, sieht man die pixeligen Gesichter. Nur wichtige und Storyrelevante Personen sind besser detailliert. Altair sieht sowieso umwerfend aus und es macht richtig Spaß mit so einem beweglichen Assassinen durch die Gegend zu schlendern.

    Die eigentlichen Aufgaben des Spiels bekommt man von Al Mualim im Assassinen-Gebäude. So bricht man in die Städte auf und muss erstmal Informationen sammeln. Jedoch zeigen sich die Informanten nicht von alleine. Kleine Nebenziele gibt es zu erledigen, damit sie auf der Karte erscheinen. So gibt es in jedem Bereich einer Stadt Aussichtstürme, die erklommen werden können, um sich einen Überblick zu verschaffen. Dadurch werden die meisten Ziele auf der Karte analysiert. So z.B. auch Bürger, die gerade bedroht werden. Der Spieler entscheidet selbst, ob er den Bürgern hilft. Tut er es, danken sie ihm natürlich sehr. So stehen in bestimmten Bereichen der Stadt dann Bewohner, die einem helfen vor Soldaten zu entkommen, indem sie diese mit Gemüse bewerfen oder selbst aufhalten wollen. So kann sich Altair schneller in einem Heuhaufen verstecken und seine Synchronität wieder herstellen.
    Die eigentlichen Ziele, um die Story voranzutreiben, sind dann schon ein wenig schwieriger zu erfüllen. Natürlich nicht alle - wie z.B. ein Gespräch mithören, aber ein Taschendiebstahl ist schon ein weniger anspruchsvoller. Genauso muss man einen bestimmten Bürger in eine ruhige Gasse verfolgen, ihn mit der Faust angreifen und aus ihm alle Infos holen. Danach wird er getötet und man sollte sich schleunigst aus dem Staub machen. Auch Kollegen aus der Assassinen-Gesellschaft warten in den Städten auf den Spieler. Diese wollen, dass man bestimmte Ziele auf der Karte ausschaltet oder Fahnen einsammelt - das aber in einer begrenzten Zeit! Es gibt viele Möglichkeiten an die Infos zu kommen, wo aber gleich ein großer Minus-Punkt des Spiels erscheint: denn die Möglichkeiten wiederholen sich leider schon ab dem 3. Kapitel des Spiels. Immer wieder muss man einen Taschendiebstahl machen, ein Gespräch zuhören oder Fahnen sammeln. Die Ideen sind zwar gut umgesetzt und es macht auch immer wieder Spaß, jedoch hätte noch mehr Abwechslung nicht geschadet.
    Lediglich die Attentate selbst bleiben immer ganz klasse. Hat man seinem Informanten genug Infos zugeteilt, zeigt er Altair das eigentliche Ziel des Kapitels. Diese sind dann genau mit den Infos, die man zuvor erkämpft oder belauscht hat zu bewältigen. Gut, man muss sich nicht wirklich an die Infos halten, man kann auch direkt zum Ziel rennen und es angreifen. Jedoch wird man beim eigentlichen Attentatsziel nicht mehr so einfach entkommen können, denn es werden fast sämtliche Soldaten auf der Karte (meist über 100 und noch mehr) alarmiert. Aus diesem Grund sollte man immer im Geheimen vorgehen und sich so lange wie möglich versteckt halten und lieber heimlich töten als zu auffällig. Das macht aber einen Pluspunkt aus, denn der Spieler hat soweit freie Hand im Spiel, wie man seine Aufträge erledigt. Man kann es sich also schwer machen oder es relativ einfach haben.

    Außer den Missionszielen kann man im gesamten Spiel auch noch Fahnen einsammeln. Entweder so oder durch Retten der Bürger oder Besteigen der Aussichtstürme kann man seine Energieleiste erweitern. Leider gibt es sonst nicht viel Freischaltbares im Spiel, was sehr schade ist. Auch Trophäen wurden beim Release des Spiels leider noch nicht unterstützt.

    STEUERUNG: Hier punktet "Assassin's Creed" wirklich sehr! Am Anfang wirken die vielen Möglichkeiten von Altair überfordert, aber je länger man spielt, desto besser kommt man damit klar und merkt, dass alles einen Sinn ergibt. Die Kamera ist sehr gut schwenkbar und man kann in alle Richtungen, auch während eines Kampfes, drehen. So behält man immer die Übersicht. Die Steuerung von Desmond in der Praxis jedoch, wurde nicht sehr gut umgesetzt und es hakelt immer wieder. So schlimm ist das jedoch nicht, weil man zu 90% des Spiels sowieso mit Altair unterwegs ist.
    SOUND: Die Hintergrundmelodien sind seicht und passen hervorragend zum Spiel. In den Städten selbst gibt es keine Melodie, dafür hört man sehr viel bei den Bewohnern. Sie reden miteinander, beschweren sich, verkaufen ihr Gemüse und wundern sich oft über viele Dinge, die Altair tut. Dabei sind sowohl die Bewohner, wie auch die Storyrelevanten Personen super gut synchronisiert und man kauft den Leuten wirklich ab, was sie einem erzählen. Die deutschen Sprecher wurden wirklich gut gewählt.
    GRAFIK: Auch hier gehört "Assassin's Creed" mit Sicherheit zu den Besten PS3-Spielen, die am Anfang herausgekommen sind. Mit einer sehr offenen Spielwelt, riesigen Städten und einfach einer echt bombastischen und super detailreichen Grafik macht es wirklich Spaß, mit Altair durch das Spiel zu rennen. Dass nicht jeder Bewohner detailreich animiert ist, macht dann auch nicht mehr viel aus.

    FAZIT:
    "Assassin's Creed" ist auf jeden Fall ein Spiel, das man gespielt haben muss. Zumindest wenn man auf Action steht, gerne Dinge erkundet, beobachtet und nicht unbedingt auf eine zieltreibende Story eingestellt ist. Denn die Story wird nur in kleinen Schritten erzählt und wird mit einem bombastischen Finale enden, sodass wahrscheinlich keiner, der Mal angefangen zu spielen, so schnell auch wieder aufhören kann. Dem Spieler bleibt es im Spiel selbst überlassen, ob er bestimmte Missionsziele erfüllt oder nicht. Man kann schnell durchs Spiel rennen, sich aber auch Zeit nehmen und das Ganze genießen. "Assassin's Creed" ist wirklich ein Spiel von der Sorte, welches "Lust auf mehr" macht und wer eine Playstation 3 daheim hat, sollte auf jeden Fall in diesen 1. Teil der Serie mal reingeschaut haben.

    Negative Aspekte:
    Missionen ähneln sich leider sehr, aus dem Kampfsystem hätte man noch mehr machen können, Spielzeit relativ gering, kaum Freischaltbares, keine Langzeitmotivation

    Positive Aspekte:
    Tolle Grafik, super Steuerung, riesige Städte mit viel Liebe zum Detail, interessante noch nie dagewesene Story, tolle deutsche Syncho, der Spieler kann selbst entscheiden wie er das Spiel spielt

    Infos zur Spielzeit:
    Chris-S hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Assassin\'s Creed

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Chris-S
    8.3
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Assassin's Creed
    Assassin's Creed
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    15.11.2007
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Assassin's Creed
Assassin's Creed: Ja, ich war einmal ein Assassine! - Leser-Test von Chris-S
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28.10.2010
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