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  • Astonisha Story im Gamezone-Test

    Erstaunlich an diesem Titel ist weder Story, noch Spielsystem oder Grafik. Dafür die Veröffentlichung im Westen.

    In Europa ist "Astonishia Story" aus dem Hause Sonnori wohl nur absoluten Freaks bekannt gewesen. Trotz einiger Umsetzungen z. B. auf dem PC oder für den GP32 schaffte es der koreanische Titel nie in den Westen. Das im Jahre 1994 erstmals veröffentliche Rollenspiel belagert nun dank Ubisoft auch die westlichen Händlerregale. Endlich wird die Geschichte um den Ritter Lloyd und seinen Mannen in einer verständlichen Sprache präsentiert, auf den im Titel suggerierten Effekt des Staunens wird man aber wohl verzichten müssen. Doch lest selbst, warum "Astonishia Story" eher was für ausgehungerte Rollenspielfanatiker bzw. Einsteiger sein dürfte.

    Astonisha Story Astonisha Story Dreh und Angelpunkt in der Welt von Astonishia sind einige heilige Artefakte, welche bis aufs Blut beschützt werden müssen. Sollten diese in die falschen Hände gelangen, könnte der Gott der Zerstörung wieder auf Erden wandeln und somit die Menschheit auslöschen. Der junge Lloyd, ein Ritter aus dem fernen Palmira und Kommandeur der fünften Infanterie, erhielt die ehrenwerte Aufgabe, einen Kirchenvertreter auf seiner Reise zu begleiten. Er soll mit seiner Truppe und einigen anderen Wächtern den Zug und vor allem eines der heiligen Artefakte vor heimtückischen Angreifern schützen. Nachdem sich die Truppe in Bewegung gesetzt hat, kommt es, wie es kommen musste. Eine Falle sorgt für ein Blutbad, aus dem der kleine Lloyd nur durch Glück lebend heraus kommt. Das heilige Artefakte ist aber von dannen und alle seine Freunde und Truppenmitglieder abgeschlachtet. Am Boden zerstört und voller Wut setzt sich unser Held ein neues Ziel: Der feige Mörder muss für seine Tat büßen und dafür seit nun ihr zuständig, in dem ihr mit Lloyd die Welt durchstreift.

    Auf der Suche nach Vergeltung

    Den ersten Tipp bekommt man am Rande des Blutbades im Wald, denn dort trifft man auf Francis de la Cross, welcher von nun an als Drahtzieher betrachtet wird, obwohl letztendlich auch er nur einer von vielen Handlanger der wirklich bösen Macht ist. Francis ist im Moment der einzige Hinweis und von daher gilt die Suche dem blonden Schlächter. Der Kampf zwischen Gut und Böse und vor allem das Streben nach Macht ist ein häufig in Rollenspielen benütztes Klischee. Die x-te Wiederholung ist aber nicht der Hauptkritikpunkt den sich "Astonishia Story" gefallen lassen muss. Die in kleinen Sequenzen und mittels Bildschirmtexten präsentierte Geschichte birgt weder überraschende Wenden, noch wird der Spannungsbogen hoch gehalten. Relativ schnell irrt man einfach von einem Ort zum nächsten und erhofft alsbald das Ende des Spieles zu sehen - was mit etwas 20 Stunden Spielzeit auch schnell der Fall ist. Eigentlich sehr schade, denn die Charaktere sind vielfältig und sorgen mit nett zickigen Sprüchen untereinander durchaus für einige unterhaltsame, manchmal aber auch sehr romantische und besinnliche Momente.

    Astonisha Story Astonisha Story Spaßbremsen findet man an allen Ecken und Enden. Auf dem Weg durch Astonishia kommt ihr häufig an kleinen Dörfern, aber auch richtig großen Städten vorbei. Wandelt man durch die altertümlich anmutenden Gassen und begutachtet die Waren auf dem Marktplatz bzw. dem Basar, fällt vor allem die karge Interaktion mit den Bewohnern auf. Wie üblich könnt ihr jede Person auch ansprechen, meist bergen die Konversationen aber nur sinnloses und eher langweiliges Geschwafel. Unterhaltsame und Erfahrung bringende Nebenaufgaben werdet ihr vergebens suchen, jede noch so kleine Aufgabe (normalerweise max. eine pro Siedlung) gehört zugleich auch zur Hauptmission dazu. Ohne dass man die Frau des Bürgermeisters aus einer dunklen Höhle befreit, einem kranken Mädchen das Heilmitten verschafft oder verloren gegangenes Gut wieder zurück bringt, stehen die weitere Wege nicht zur Erkundung offen. Damit müsst ihr stets in den sauren Apfel beißen und die kleinen Aufgaben übernehmen.

    Die Reise durch die feindreiche Landschaft führt euch über den gesamten Kontinent, doch keine Angst, Lloyd wird nicht lange alleine die ausgetretenen Feldwege bewandern. Recht schnell schließen sich euch mutige Krieger und Zauberer an, welche zumindest eine Weile lang gemeinsam an der Seite von Lloyd massig Orks und Banditen ins Jenseits befördern. Leider müsst ihr euch auch damit abfinden, dass sich die Wege wieder trennen und ihr somit auf die eine oder andere tatkräftige Unterstützung verzichten müsst. Natürlich sehr ärgerlich, wenn kurz zuvor die komplette Ausrüstung des Mitstreiters für mühsam erarbeitetes Münzgeld teuer erneuert wurde. Die Truppe stellt im Verlaufe des Spieles ein recht bunt zusammen gewürfelten Haufen dar: Ein alter und weiser Zauberer, dessen hübsche Tochter, ein herumwandernder Zwerg, ein zynischer Elf und weitere Charaktere bringen sowohl storytechnisch, aber vor allem auch spielerisch frischen Wind mit sich.

    Der offene Kampf

    Astonisha Story Astonisha Story Die Konfrontationen auf dem offenen Feld sehen etwas anders aus, wie man es evtl. aus anderen Rollenspielen gewohnt ist. Seid ihr auf der Weltkarte unterwegs, wird die Truppe durch Lloyd als überdimensionale Person auf dem Feld dargestellt. Gegner wandeln ebenfalls als Spielfigur zwischen den Flüssen und Bergen umher und haben es auf unvorsichtige Abenteurer abgesehen. Dadurch ist es möglich, den Feinden auszuweichen, berührt eure Figur aber die gegnerische, wechselt das Spiel in eine Kampfarena. Befindet ihr euch stattdessen in einer Höhle, im Wald oder einer sonstigen mit Feinden besiedelten Gegend, so sorgen bekannte Zufallskämpfe für den selben Wechsel zur Kampfarena. Dort habt ihr keinerlei Einfluss auf das Geschehen und müsst es der willkürlichen Natur des Spieles überlassen. Zum Glück habt ihr immer die Möglichkeit, aus einem Kampf zu fliehen, ob dies aber klappt, ist eine andere Sache.

    Sobald ihr das Schlachtfeld betretet, tauchen auch alle weiteren Mitstreiter wieder auf. Zumeist wird die eigene Truppe einigermaßen zusammenhängend auf eine Fläche verfrachtet, die feindlichen Schergen tummeln sich nicht weit davon entfernt. Die Aufstellung ist ebenfalls willkürlich und sorgt damit für immer wieder neue Ausgangspositionen. Von nun an kommt jede Figur auf dem Feld nacheinander zum Zuge, darf ähnlich eines Strategie-Rollenspiels einige Schritte durch die Arena wagen und anschließend eine Aktion ausführen, danach kommt der nächste aus der eigenen Kämpfertruppe oder aber der Feind dran. Ihr habt diverse Auswahlmöglichkeiten, welche stets über ein intuitives Ringmenü gewählt werden. Klassisch zieht man dem ekeligen Mostrum das Schwert über die Rübe, oder legt vor allem auch grafisch sehr effektreiche Zauber an den Tag. Zusätzlich könnt ihr im Inventar nach Heilmitteln oder Wurfgeschossen wühlen oder euch auf den Weg ins sichere Hinterland machen. Praktisch sind die Verschnaufpausen, denn während ihr euch die verschiedenen Möglichkeiten in den Menüs anschaut, bleibt das Spiel stehen. Ausgeteilt wird immer nur Runde für Runde, wenn man dran ist!

  • Astonisha Story
    Astonisha Story
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    22.06.2006

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Astonisha Story
Astonisha Story im Gamezone-Test
Erstaunlich an diesem Titel ist weder Story, noch Spielsystem oder Grafik. Dafür die Veröffentlichung im Westen.
http://www.gamezone.de/Astonisha-Story-Spiel-18317/Tests/Astonisha-Story-im-Gamezone-Test-990821/
26.06.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/06/Astonishia_Story_Screen1.jpg
tests