Asura's Wrath im Gamezone-Test
Asura's Wrath [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Der Wendepunkt steckt im tatsächlichen Gameplay. Asura's Wrath ist überwältigend, doch spielerisch alles andere als eine Granate! Über viele Stunden hinweg wird der Spieler geradezu zum extrem passiven Zuschauer degradiert, welcher das Grafikfeuerwerk über sich ergehen lässt, derweil aber den Controller einfach nur in der Hand hält, damit dieser aufgrund der Vibration auf dem Tisch keinen unnötig nervenden Lärm macht. Gut, öfters als manchen lieb sein wird durchbrechen Einblendungen von Tasten, die gedrückt werden sollen, das hypnotisierende Stakkato an Bildern. Während in Kämpfen dadurch die Angriffe geblockt oder bedrohliche Backpfeifen ausgeteilt werden, dienen diese in den Storysequenzen der allgemeinen Zuschauerunterhaltung. Viele haben so gut wie keinen Einfluss auf das Geschehen und können sogar komplett falsch eingegeben werden. Einzig allein das Ranking für die Episode wird deutlich schlechter ausfallen, sofern nicht vollkommen synchron und zeitlich abgestimmt die Tasten gehämmert werden. Ein Lückenfüller, eine gelegentliche Abwechslung als Interaktion in einem ansonsten eher als Film ablaufenden Abenteuer.
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Gekämpft wird dennoch, auch wenn sich dies zumeist auf Auseinandersetzungen mit den anderen Gottheiten, deren Handlangern und einigen mächtigen Gohmas beschränkt. Asuras unbändiger Zorn spiegelt sich auch im Schlagabtausch wieder. Wild wird auf die Gegner eingedroschen, bis diese sich schillernd und Funken sprühend in Luft auflösen. Ein leichter Hieb wird durch mehrmaliges Hämmern zur Combo verarbeitet und sobald sich der Protagonist in Rage gearbeitet hat, sprich eine Balkenanzeige seine Vollendung findet, kann er seinen ganzen Hass an den armseligen Kreaturen auslassen. Das Kampfsystem beschränkt sich auf wenige Elemente, die von Anfang an zur Verfügung stehen und im Verlaufe des Abenteuers weder verbessert, noch in irgend einer anderen Form verändert werden. Gegen Ende des Spiels kann es mitunter dann auf höherem Schwierigkeitsgrad auch richtig heftig werden, aber auch nur, weil es eher unfair wirkt. Jegliche Taktik verfliegt durch Dauerfeuer der Feinde und man kann sich fast nur noch mit wildem Zorn und Buttonmashing Platz verschaffen. Das größte Problem ist einfach, dass Asura in seinem wilden Wahn nahezu nur die Offensive kennt und Deckung fast völlig außen vor lässt. Dadurch ist er verletzlich, dadurch kann ein gewiefter Spieler nur kaum Strategien anbringen und dadurch wirkt das Spiel einfach nur frustrierend. Kein Vergleich zu Kratos (God of War) oder der adretten Bayonetta, die den Gegnern durchdacht an die Gurgel gehen. Das Kampfsystem ist simpel, langweilig und dient nur dem Zweck, den Film mit einiger Prügelaction zu unterbrechen!
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Immerhin sorgen zahlreiche Sequenzen im Stil von Panzer Dragoon für etwas Alltagsabwechslung, alles natürlich weiterhin extrem aufwendig inszeniert. So kommt es, dass trotz des schmalspurigen Gameplays die Motivation nur kaum an Fahrt verliert. Solange das Ende nicht über den Bildschirm flimmert, entfacht Asura auch im Herzen des Spielers eine treibende Kraft. Vieles ist rein Story, die gut inszeniert ist und durchaus tiefgründige Charaktere hinterlässt, welche aber auch per Tastendruck überflogen werden kann. Wer es darauf ankommen lassen möchte, kann, die meisten Sequenzen überspringend, Asura's Wrath in gut 2,5 bis 3 Stunden komplett durch haben - auch daran erkennt man, wie viel "Spiel" in diesem Spiel tatsächlich steckt! Nach Abschluss fragt man sich ohne Umschweifen: Wann kommt die nächste Staffel? Denn der Zauber verfliegt mit dem tatsächlichen Abspann. Nur Erfolgsjäger und Sammler werden Extras und Rekorden hinterher eifern oder das alternative Ende anstreben und weitere Strapazen wie erschwerte Missionen durch veränderte Lebens- und Wutleiste über sich ergehen lassen.






