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  • Atelier Iris 3: Grand Phantasm im Gamezone-Test

    Grundsolide Knuddelkost und ein auf Dauer leider etwas eintöniges Missionsdesign.

    Noch vor einigen Jahren sah der hiesige Markt recht mager aus, sofern man auf der Suche nach japanischen Rollenspielen war. Abseits solcher Hitkandidaten wie "Final Fantasy" tummelten sich nicht gerade viele Spiele in den Händlerregalen. Diese Situation hat sich glücklicherweise stark gebessert und immer mehr alteingesessene Serien schaffen den Sprung nach Europa. Darunter auch "Atelier Iris", dessen neuester Ableger mit dem Untertitel "Grand Phantasm" vor kurzem veröffentlicht wurde. Während dies der dritte Ableger in unseren Gefilden darstellt, zählen die Japaner mittlerweile acht Finger ab! Im Land der aufgehenden Sonne ist dies nämlich schon der achte Teil einer altehrwürdigen Rollenspielserie des Entwicklers Gust. Wie viel Spaß und Unterhaltung in diesem Stück Software steckt, haben wir für euch herausgefunden.

    Atelier Iris 3: Grand Phantasm Atelier Iris 3: Grand Phantasm Nach dem Einschalten der Playstation 2 lässt ein aufwendig gezeichnetes Anime-Video das Wasser im Mund zusammen fließen. Heiße Bosskämpfe und tolle Szenarien machen schon mal Lust auf mehr, wobei der gelungene J-Pop Song die Atmosphäre zusätzlich untermauert. Relativ schnell ereilt euch aber die Ernüchterung, denn dies wird ein einmaliges Erlebnis im weiteren Verlauf bleiben. Auch wenn zwischen den zehn Kapiteln kurze Sequenzen eingeblendet werden, so bereichern uns diese mehr oder weniger nur mit ein wenig Geschwafel und bildlich dargestelltem Text. Eigentlich sehr schade, weitere Videos in der Qualität des Intros als Geschichtenerzähler wären durchaus wünschenswert gewesen.

    Typischer Storyverlauf

    Atelier Iris 3: Grand Phantasm Atelier Iris 3: Grand Phantasm Ihr schlüpft in die Rolle des aufgedrehten und abenteuerlustigen Edge sowie seiner vergesslichen und oftmals auch dümmlichen Freundin Iris. Eine freundschaftliche Beziehung, die schon seit der frühen Kindheit besteht. Gerade deshalb fallen durchaus einige neckische Sprüche, vor allem von Edge, der gerne Iris auf den Arm nimmt. Entwickler Gust serviert ein durchaus humorvoll gestaltetes Rollenspiel, dass unter anderem auch jüngere Spieler ansprechen wird. Liebevoll sind die unterschiedlichen Charaktere in Szene gesetzt. Seien es nun die beiden Hauptfiguren, das jammernde Gespenst in der alten Bibliothek oder die zickigen Geschwister, welche euch im späteren Verlauf des Abenteuers über den Weg laufen - jede Figur hat ihren eigenen Charme. Gerade die Unterhaltungen kommen mit durchaus witzigen Ideen und humorvollen Gestiken daher, die teils typisch übertrieben wirken. Unterstützt werden die Gespräche hin und wieder durch tolle Charakterzeichnungen und einer durchwegs gelungenen Sprachausgabe. In gewisser Weise wirkt das Charakterdesign zwar etwas kitschig, das passt aber wiederum wunderbar auf die eh sehr knuffige Präsentation des gesamten Spiels.

    Atelier Iris 3: Grand Phantasm Atelier Iris 3: Grand Phantasm Geschichtlich sollte man keinen epischen Plot erwarten, der mit tiefgründigen Intrigen und außerordentlichen Mythen einem "Final Fantasy" das Wasser reichen könnte - denn leider hat man sich in der Gestaltung der Story deutlich weniger Mühe gegeben, als im Charakterdesign. Es dreht sich alles um das geheimnisvolle Buch Escalario, über dessen Seiten die beiden Hauptdarsteller zufällig stolpern. Einer alten Legende zufolge verspricht dieses geschriebene Werk seinem Besitzer, jeden Wunsch zu erfüllen. Sofort müssten alle Alarmglocken läuten, sofern man sich schon mit dem typischen Aufbau japanischer Rollenspiele beschäftigt hat. Denn eines ist sofort klar: Es wird wieder einmal die bösen Buben geben, die ebenfalls hinter einer solchen Macht wie dem Buch Escalario her sind, nur um die Welt ins Verderben zu stürzen. Es dauert natürlich nicht lange, und schon trifft man auf einen geheimnisvollen und dunklen Mann. Seinem Geschwafel sollte man auf jeden Fall nicht trauen. Da uns die Geschichte leider kaum weitere Anhaltspunkte und nur wenig Stoff für Diskussionen bietet, wollen wir die Sache auch gar nicht weiter vertiefen. Denn so gibt es für euch zumindest noch einige Dinge zu entdecken.

    Müßiger Gang zum Arbeitgeber

    Atelier Iris 3: Grand Phantasm Atelier Iris 3: Grand Phantasm Der Ausgangspunkt aller Erkundungstouren ist das verschlafene Örtchen Zey Meruze. Dort finden sich einige Händler für neue Items und Rüstzeug, sowie einige Passanten und Einwohner zum Plaudern. Leider erweisen sich die Konversationen eher als Smaltalk und bieten nur nebensächliche Informationen an. Nur selten haben diese auch tatsächlich etwas mit der Hauptgeschichte zu tun. Des Weiteren findet ihr dort die ortsansässige Gilde, sprich euren Arbeitgeber. Edge und Iris haben einiges zu tun, damit die Kasse stimmt und das tägliche Brot auf dem Tisch liegt. Daher müsst ihr euch an den stetigen Gang in das größte Gebäude von Zey Meruze gewöhnen. Als so genannte Raider erledigen die beiden Helden spezielle Missionen und Aufgaben, welche von den Stadtbewohnern gestellt oder vom Gildenmeister ins Leben gerufen wurden.

    Atelier Iris 3: Grand Phantasm Atelier Iris 3: Grand Phantasm Sprich, nach dem Speichern in der eigenen Hütte und einigen vorbereitenden Maßnahmen macht man sich auf den Weg zur Gilde, plaudert mit der netten Empfangsdame und begibt ans Schwarzen Brett. Je nach Rang und Fortschritt stehen unterschiedliche Quests zur Verfügung. Ihr könnt die Steckbriefe durchwühlen und passende Aufgaben herauspicken. Dabei dienen zahlreiche Informationen der Orientierung: Welche Person müsst ihr vorher ausfragen, welche Gegenstände müssen gefunden werden und wo soll die Mission stattfinden! Mit der erfolgreichen Absolvierung der Quests erhält man nicht nur nützliche Items, sondern steigt hin und wieder im Raider-Rang auf. Da die Hauptgeschichte nur mit einem entsprechend angesammeltem Erfahrungsschatz und daraus resultierenden Rangaufstieg ihren Lauf nimmt, seid ihr auf diese zahlreichen Botengänge angewiesen. Der Entwickler wertet die in anderen Spielen als Nebenmissionen deklarierten Aufgaben zur täglichen Arbeit auf, was leider recht schnell sehr langweilig wird. Immer wieder irgendwelche spezielle Feinde zu killen, Fische zu fangen oder unheimliche Geschehnisse aufzuklären, macht mit der Zeit einfach keinen Spaß mehr. Dabei ist die Spieldauer gar nicht mal so kurz ausgefallen. Jedes Kapitel und somit jede storyrelevante Mission steht meist erst nach einigen Spielstunden zur Verfügung, so dass man sich hauptsächlich mit den immer eintöniger werdenden Gildenquests beschäftigen muss. Und dabei sollte man mit etwa 30-40 Stunden Spielzeit auf jeden Fall rechnen, bis man alle zehn Kapitel von "Grand Phantasm" durchgespielt hat!

    Die Alterworlds

    Atelier Iris 3: Grand Phantasm Atelier Iris 3: Grand Phantasm Sofern man nicht gerade zufällig alle Gegenstände für das Erledigen einer Quest parat hat, muss man sich in die so genannten Alterworlds begeben. Das sind Parallelwelten, die über spezielle Tore betreten werden. Sei es nun der dichte Wald, ein funkelndes Paradies aus Edelsteinen oder das unheimliche Schloss Grimoire - eine Afterworld dürft ihr als Raider nur für eine bestimmte Zeit betreten. Ist die Uhr abgelaufen, werdet ihr automatisch wieder in die Stadt zurück transportiert. Ein durchaus interessantes und für Rollenspiele eher eigenartiges Feature. Dadurch ist eine gewisse Planung des Missionsablaufs von Nöten. Blindlings in der Gegend herumirren, wird euch nämlich kaum ans Ziel bringen. Leider gerät man durch dieses Zeitlimit immer wieder in Panik - man hat ja schließlich keine Zeit! Ausgiebige Erkundungstouren der verwinkelten Umgebungen bleiben zumeist ebenfalls aus, obwohl es durchaus einiges zu entdecken gibt.

    Atelier Iris 3: Grand Phantasm Atelier Iris 3: Grand Phantasm Im Gegensatz zum Vorgänger verzichtete man, wohl aufgrund des eingeschränkten Zeitlimits, auf Zufallskämpfe. Feindliches Getier wird auf der Levelkarte immer als farbiger Schleim dargestellt. Anhand der Kolorierung könnt ihr direkt die Stärke der Gegner ausmachen und einer Auseinandersetzung gegebenenfalls auch aus dem Weg gehen. Ansonsten greift ihr den Blob an und begebt euch damit in die Kampfarena. Was nun folgt, ist ein auf Runden basierender Fight nach Schema F der alten RPG-Schule, ohne erwähnenswerte Besonderheiten und entsprechenden Tiefgang. Standardangriffe weichen immer wieder, sofern der Vorrat an entsprechenden Spezialpunkten ausreicht, charakterspezifischen Attacken oder verschiedenen Zaubern. Im Notfall wird zu den zahlreichen Heilgegenständen gegriffen oder man sucht das Glück in der Flucht. Letztere Aktion wird aber nur selten vorkommen, da die Feinde mit Geschick immer recht gut zu besiegen sind. Selbst ein harter Endgegner ist stets nur eine Frage der Geduld und entsprechender Heilmittel! Etwas aufgelockert wird der Schlagabtausch durch das Burst-Meter. Wird die Anzeige durch kraftvolle Attacken komplett gefüllt, erleiden die Gegner durch weitere Angriffe deutlich mehr Schaden - ein probates Mittel gegen besonders starke Widersacher.

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Atelier Iris 3: Grand Phantasm
Atelier Iris 3: Grand Phantasm im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Atelier-Iris-3-Grand-Phantasm-Spiel-18347/Tests/Atelier-Iris-3-Grand-Phantasm-im-Gamezone-Test-991394/
13.08.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/08/screen1_large_11_.jpg
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