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  • Athlete Kings: Bis die Finger bluten... - Leser-Test von karaokefreak

    Athlete Kings: Bis die Finger bluten... - Leser-Test von karaokefreak Alle vier Jahre ist es wieder soweit, die Olympischen Spiele kündigen sich an, und mit ihnen eine Vielzahl an Spielen, von denen Joypads nachts träumen und schreiend aufwachen:
    Die Joypadkiller!
    Gemeint sind Sportspiele, die hauptsächlich auf schnelles Buttongehämmere ausgelegt sind!
    Mit den seltsamsten Methoden (z. B. mit nem Feuerzeug über die Buttons "wischen") hat man schon so manches Joypad übern Jordan Geschickt! Das normale Saturn Joypad verweigert durch seine konstrukion jedoch jegliche Schummelei, und setzt reine Fingerakrobatik vorraus. Pech für Saturn - Feuerzeugartisten.

    Segas Vertreter zur 32 Bit Ära war Athlete Kings (in Japan "Dec Athlete"), das für den Spielhallenmarkt konzipiert wurde. Im Gegensatz zu konkurenzprodukten konzentrierte man sich jedoch auf den reinen Zehnkampf und nicht auf andere Olympische Wettkämpfe wie Schwimmen usw.
    Ob das nun positiv oder negativ ist, kann man als Geschmackssache abtun, ich persönlich hätte jedoch auch gern noch ein paar andere Disziplinen gespielt!

    Als einer von 8 Athleten aus unterschiedlichen ländern, die jedoch eher Charikaturen von echten Sportlern sind, bestreitet man also einen (fast) regelgetreuen auf zwei Wettkampftage verteilten ZehnKampf!
    Die Disziplinen sind

    100m Sprint
    Weitsprung,
    Kugelstoßen
    Hochsprung
    400m Lauf
    110m Hürdenlauf
    Diskuswerfen
    Stabhochsprung
    Speerwerfen
    1600m Lauf

    Da in fast allen Disziplinen gelaufen oder gerannt wird, erklärt sich die Steuerung oft von selbst: 2 Rennbuttons und ein Aktionsbutton (z. B. zum Springen beim Hürdenlauf), die auch im Optionsmenü beliebig umgelegt werden können. Aber nicht in allen Disziplinen muss man zum Rennen wie Wild auf den Knöpfen rumhauen! Der 400m und der 1600m Lauf erfordern beispielsweise eher gleichmäßiges triggern, da man die Ausdauer mit einberechnen muss!
    In den Disziplinen Hochsprung, Diskuswerfen, Weitsprung Speerwerfen und Kugelstoßen braucht man zudem etwas Fingerspitzengefühl um den richtigen Absprungs oder abwurfswinkel zu erwischen.
    Kugelstoßen und Diskuswurf setzen sogar viel eher auf timing! Leider ist der Diskuswurf für Joypadspieler etwas unfair, denn für diese Disziplin muss das Steuerkreuz so schnell wie möglich im Kreis gedreht werden, was mit einem Stick viel besser funktioniert! Hier erkennt man etwas zu deutlich die Arcade Herkunft!
    Alle anderen Disziplinen sind jedoch fabelhaft ausgelotet, abgesehen von der Tatsache, das Disziplinen bei denen 3 Versuche pro Maß (z. B. Stabhochsprung) die Regel sind, nur 3 versuche an sich eingestellt wurden. Aber dies sollte nur ein kleiner Kritikpunkt sein!

    Zur Grafik
    Sieht der Automatenfassung sehr ähnlich, wenn auch Kenner sofort sehen, das unterschiedliche Techniken zur realisation verwendet wurden. So ist bei der Saturn Fassung der Stadionboden beispielsweise ein gekipptes Bitmap (ähnlich wie beim mode7 effekt beim SNES). Diese Technik hat man bereits bei Virtua Fighter 2 verwendet, um Rechenzeit für die Polygonalen Protagonisten zu sparen, und da der Stadionboden eben ist, fällt das kaum einem auf. Zudem erleichtert das technische Spirenzchen wie transparenten Schattenwurf usw.
    Die Athlet(inn)en Sind recht aufwändig modeliert und animiert. Allerdings sind manche Begegungsabläufe nicht so ganz gelungen. Alles ist sehr groß und stabil dargestellt, aber auf der anderen Seite auch etwas hölzern, denn wenn ein Athlet nach dem Stabhochsprung auf die Matte fällt, siehts aus, als ob die Matte aus Holz wär!
    Beim 1600m Lauf werden die zahlreichen gegner mit etwas animationsarmen Sprites dargestellt, was aber auch nicht Polygonal lösbar gewesen wäre, bei der Rechenleistung des Saturns!
    Die Verschiedenen Tageszeiten werden sehr Stimmungsvoll rübergebracht. Hinter dem Stadion ist ein Felsen zu sehn, der je nach tageszeit an anderes Rot-Spiel hat. Besonders beim Speerwerfen (abends) sieht das Wunderbar aus.

    Zum Sound
    Im gegensatz zur Grafik ist der Sound eher bescheiden. Sowohl die Soundeffekte als auch die Sprüche der Athleten sind nicht gerade prickelnd! Die Musik ist klangtechnisch unter Super Nintendo Niveau, hält sich aber glücklicherweise meist zurück, außer einem Tusch gibts oft nix zu hören, und das ist auch besser so!

    Zum 2 Spieler Modus / Fazit
    Eigentlich der Einzige Anreiz dieses Spiel zu spielen, denn alleine wirds schnell langweilig!
    Genau in diesem Punkt, dem Multiplayer Mode, liegt jedoch der Hund begraben!
    Warum hat man keinen Tuniermodus oder ähnliches eingebaut? Zu zweit zu spielen ist ja spaßig, aber was wenn mehr als 2 Spieler da sind? Das ging bei "Summer Games " auch mit 2 Joysticks, dann kann man halt nicht direkt gegeneinander antreten, aber es ist besser, als wenn immer einer zuschauen muss, bzw warten bis die anderen alle Disziplinen durchhaben.. .

    Hier hat man meiner Meinung nach geschlampt!
    Ansonsten recht spaßiges spiel, das man allerdings nur kaufen sollte, wenn man desöfteren zu zweit zoggt! Dann kann das spiel aber durchaus unterhaltsam sein! Für den notfall ein Ersatzpad vorkaufen: )

    Negative Aspekte:
    Nicht mehr als zwei Spieler möglich,e twas hölzern animiert

    Positive Aspekte:
    Gute Automatenumsetzung. Spaßig zu zweit. Es wird nicht nur Buttongehämmere gefordert

    Infos zur Spielzeit:
    karaokefreak hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Athlete Kings

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: karaokefreak
    7.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    3/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
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Athlete Kings
Athlete Kings: Bis die Finger bluten... - Leser-Test von karaokefreak
http://www.gamezone.de/Athlete-Kings-Classic-46157/Lesertests/Athlete-Kings-Bis-die-Finger-bluten-Leser-Test-von-karaokefreak-996671/
04.09.2002
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