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  • Aura: Tor zur Ewigkeit im Gamezone-Test

    Rätsel bis das der Schädel qualmt bietet uns Aura aus dem Hause der Adventure Company.

    Rätsel bis zum Abwinken

    Ich kann mich noch gut an den Eindruck erinnern den ein Adventure wie Myst oder die darauffolgenden Uru-Games bei einem unbedarftem Spieler hinterlassen haben. Zuerst ist man überwältigt zwecks der bombastischen Grafik, die wegen ihrer 360 Grad Drehbilder mit einem Detailreichtum aufwarten kann den eine 3D-Engine so schnell nicht wird bieten können. Nach kurzer Spielzeit allerdings, und nachdem man die gebotene und in ganz eigenem Stil gehaltenen Grafik als selbstverständlich hingenommen hat, muss man sich den Rätseln widmen, die es, gelinde gesagt, in sich haben. In diesem Augenblick beginnt sich der Detailreichtum zu rächen, bzw. die Unachtsamkeit des Spielers, der sich am besten jedes Symbol, jede Markierung und jedes Schriftstück zu Gemüte führen und merken sollte, um auch nur den Hauch einer Chance zu haben das Ende des Abenteuers zu erleben. Freunde dieser Adventures werden bereits erfahren haben, dass der Schwierigkeitsgrad der diversen "Schizm", "Myst", "Uru" und des kürzlich erschienenen "Evany" Adventures, die sich stilmäßig recht gleichen, ebenfalls ziemlich unterscheiden. Besonders letztgenanntes eignet sich auch für Neu- oder Quereinsteiger, da die Rätsel recht zivil gehalten wurden und auch nicht in zu großer Stückzahl vorkommen.

    Doch wie verhält es sich nun mit Aura, welches wiederum mit den bekannten 360 Grad Drehbildern einhergeht die es uns lediglich gestatten fest vordefinierte Punkte zu betreten und eine zur Grafik passende abgefahrene Story bietet? Zuallererst natürlich den Anfang der Geschichte, die in einem Haus beginnt welches mit sehr seltsamen Maschinen ausgestattet ist. Wir starten lediglich mit dem Wissen über eine alte Legende die von Männern erzählt welche die magischen Tore beschützen, die Durchgänge zu anderen Realitäten darstellen, welche die Männer nach ihren Wünschen erschaffen können. Doch viel wichtiger ist ihr Wissen um die Unsterblichkeit, welches schon viele Abenteurer auf den Plan gerufen hat die sich dieses Wissen aneignen wollten. Doch keiner ist je wieder zurückgekehrt. Klar, dass es an uns, also dem Spieler, liegt, dieses Geheimnis zu lüften. Doch dafür müssen wir erst die Örtlichkeit erkunden, was schon alleine eine ziemliche Aufgabe ist. Denn bereits am Startort befinden sich nicht wenige Maschinen, wovon jede einzelne ein Rätsel darstellt, welches meist wiederum nur das nächste Rätsel zugänglich macht. Ihr merkt schon worauf ich hinaus will, die Rätseldichte in Aura ist nämlich besonders hoch und lässt uns kaum einen Schritt machen ohne eine Aufgabe zu lösen. Diese sind zwar durch die Bank recht logisch ausgebaut, allerdings nur wenn man sich wirklich jede Kleinigkeit merkt und notiert und zusätzlich in der Lage ist die Stolpersteine die einem in den Weg gelegt werden zu umgehen. Denn es kommt schon mal vor, dass man sich ganz sicher ist ein bestimmtes Farbenrätsel durchschaut zu haben, einem aber trotzdem eine richtige Farbe fehlt, weil der eigentlich blaue Schalter an der Maschine selbst plötzlich violett ist. Wer sich hier keine Gedanken macht und einfach Violett statt Blau wählt, hat das Rätsel auch schon gelöst. Ähnliches passiert im Spiel mit diversen Farben, wie Gelb und Orange oder Violett und Blau. Was einem zusätzlich die Sache etwas erschwert sind die vielen mitunter recht abstrus wirkenden Gegenstände, die man ohne eine schriftliche Bezeichnung nicht als solche erkennen würde. Denn woher soll man wissen, dass eine Kupferbohne ein Generator ist oder ein metallener Skarabäus ein Feuerzeug darstellt.
    Damit darf man sagen, dass der Schwierigkeitsgrad nicht zu verachten ist und für Gelegenheitsspieler die Gefahr besteht, dass sie an einem Rätsel hängen bleiben und das Spiel nicht werden beenden können. Wer sich aber schon durch ein Myst, Schizm oder Uru gearbeitet hat, sollte auch mit Aura kein Problem haben. Denn wirklich unfair sind die Rätsel nie, sie lösen sich nur nicht von alleine.

    Die Steuerung des Adventures fiel im Gegensatz zu den schweren Rätseln recht einfach aus und verlangt vom Spieler lediglich die Bedienung der Maus. Die Tastatur kann man ruhig zur Seite legen, sie wird nicht einmal zum Speichern oder Laden eines Spielstandes benötigt. Stattdessen wechselt man mit der linken Maustaste zwischen den beiden Mode "freier Blick" und "Inventar" hin und her. Befinden wir uns im freien Blick, können wir alles was sich in der Mitte des Schirms befindet anklicken, benutzen, nehmen oder kombinieren. Wechseln wir hingegen ins Inventar, können wir die dort üblichen Dinge vornehmen, wie Gegenstände zu verwenden oder zu kombinieren.

    Die gebotene Grafik glänzt mit dem unglaublichem Detailreichtum der gezeigten Welten, die aber gleichzeitig mit einer unnatürlichen Sterilität zu kämpfen haben. Bewegungen gibt es nur manchmal zu sehen und auch Menschen treffen wir nur ganz selten. Die Gespräche mit diesen laufen zudem vollautomatisch ab und bieten uns keine Interaktionsmöglichkeit. So kann man sich nur schwer des Eindrucks erwehren, auf einem menschenleeren Planeten zu sein, kurz nach dem Supergau. Der Vorteil daran ist, dass man nie gehetzt wird und sich allen Dingen mit aller Ruhe widmen kann.

    Die Soundkulisse beschallt uns mit sanften Sphärenklängen die je nach Situation variieren sowie vielen Geräuschen, von denen jedes einzelne eine Bedeutung besitzt. Hören wir etwas schalten, klackern oder rasseln, hat dies immer einen Sinn und will uns etwas mitteilen, weswegen man seine Ohren immer gespitzt halten sollte. Denn auch in diesem Punkt kennen die Entwickler keine Gnade und verlangen den vollen Einsatz des Spielers um voranzukommen.

    Aura: Tor zur Ewigkeit (PC)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Details bis zum Abwinken
    extrem hohe Rätseldichte
    deutsche Sprachausgabe
    Steril wirkende Welten
    automatisch ablaufende Gespräche
    nur für Rätselfreaks geeignet
    Gameplay eng wie ein Korsett
  • Aura: Tor zur Ewigkeit
    Aura: Tor zur Ewigkeit
    Publisher
    The Adventure Company
    Developer
    The Adventure Company
    Release
    06.2004

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
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Aura: Tor zur Ewigkeit
Aura: Tor zur Ewigkeit im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Aura-Tor-zur-Ewigkeit-Spiel-18410/Tests/Aura-Tor-zur-Ewigkeit-im-Gamezone-Test-989955/
20.07.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/06/Aura20.jpg
tests