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  • Auto Modellista: Hübscher aber wenig prickelnder Racer - Leser-Test von sinfortuna

    Auto Modellista: Hübscher aber wenig prickelnder Racer - Leser-Test von sinfortuna Auf der Sony Playstation 2 gibt es ein Genre, dessen Titel uns nahezu Woche für Woche überfluten, die Rede ist von den Racern oder besser gesagt Rennspielen. Um sich mittlerweile aus der breiten Masse an angebotenen Titeln positiv hervortun zu können, muss uns schon wahrhaftig Beeindruckendes oder zumindest Abgefahrenes angeboten werden. Ein innovatives Gameplay oder zumindest eine bombastische Präsentation sind da quasi Pflicht, um entsprechend viele Käufer überhaupt noch anlocken zu können. "Auto Modellista" von Capcom ist nur einer von vielen Versuchen, die letztlich scheiterten. Verstehen wir uns aber bitte nicht falsch: schlecht ist dieses Rennspiel keineswegs, nein wirklich, überhaupt nicht. Doch da wir aus obengenannten Gründen die Meßlatte ziemlich hoch anlegen müssen, reicht es insgesamt im vorliegenden Fall zu nicht mehr als zu der Bezeichnung als grundsolider PS2-Titel. Was schließlich dazu geführt hat, dass sich dieses Rennspiel nicht in der Spitzengruppe hat etablieren können, versuche ich im Folgenden möglichst anschaulich zu erläutern.

    Ein großer Unterschied "unserer" europäischen Pal-Version im Vergleich zur US-Fassung direkt vorweg: nein, es geht ausnahmsweise einmal nicht um die dicken schwarzen Pal-Balken oder Geschwindigkeitseinbußen bei dieser Raserei, vielmehr ist der Onlinemodus komplett weggefallen. Wieso, weshalb, warum? Keine Ahnung. Fakt ist, dass wir Europäer demzufolge offline durch die Gegend düsen. Betrachten wir uns des Weiteren den angebotenen Spielumfang, fällt ein weiterer leicht negativer Aspekt ins Auge: es werden nur insgesamt sechs unterschiedliche Strecken angeboten. Das ist insgesamt einfach viel zu wenig und heutzutage einfach nicht mehr zeitgemäß. Aus den obengenannten Gründen muss da in dieser Hinsicht einfach mehr kommen, das hier aber ist im Hinblick auf den Wiederspielwert bzw. die Langzeitmotivation einfach deutlich zu wenig. Geheizt werden darf jedenfalls im bekannten Suzuka, in Osaka und Tokio und schließlich machen wir zwei Überlandfahrten, die uns rauf ins Gebirge führen. Der Zweispielerspaß wurde zum Glück nicht außen vorgelassen, alles Andere wäre aber auch ein unverzeihlicher Fehler, ein echter Hammer im negativen Sinne gewesen. Die Splitscreen-Raserei zu zweit macht aber nur für relativ kurze Zeit Laune, dafür werden uns einfach zu wenig Autos und Strecken geboten und schließlich - ein dicker Negativpunkt - rasen CPU-Karren dann einfach nicht mit. Es existiert zwar ein Editor, der allerdings außerordentlich unübersichtlich, möchte sogar sagen dilettantisch daherkommt, wer trotzdem Lust hat, darf dort herumwuseln, bis ihm schwindlig wird. Hier könnt Ihr Euch die Wiederholungen der Rennen anschauen und auf Wunsch Spezialeffekte im Nachhinein mit einbauen. Meine Meinung dazu: überflüssiger Schnickschnack, der Schwerpunkt hätte eindeutig mehr auf die Rennen an sich gelegt werden müssen, so zum Beispiel auf die Anzahl der Strecken und einen spannenderen Splitscreen-Modus.

    Im Mittelpunkt von "Auto Modellista" steht aber zweifelsohne der Karrieremodus, der (nur) auf den Solospieler zugeschnitten ist. Nach und nach rüsten wir - im Erfolgsfall, versteht sich - unsere Karre auf, tunen was das Zeug hält oder kaufen uns schlichtweg leistungsstärkere Karossen oder zumindest jene, mit denen es sich deutlich entspannter fahren lässt. Die Werkstatt beeindruckt durch eine große Anzahl an verfügbaren Ersatzteilen, wobei im Übrigen primär die fernöstlichen Marken zur Geltung kommen. Für die faulen (oder auf Dauer gelangweilten) Spielernaturen unter uns gibt es die Möglichkeit, das Setup dem Computer zu überlassen. Letzteres macht das individuelle Tuning nahezu überflüssig, ja eigentlich sogar total, was unmittelbar die Frage aufwirft, wozu das Ganze dann überhaupt angeboten wird. Die Rennen unterteilen sich in der Folgezeit in mehr oder weniger herausfordernde Schwierigkeitsstufen, wobei negativ auffällt, dass die Motivation schon sehr schnell nachlässt, zu wenig spannend gestaltet sich die Karriere. Das Gameplay ist somit im Großen und Ganze leider keine Stärke dieses Rennspiels, was zur deutlichen Abwertung im Hinblick auf den Gesamtspielspaß führen muss. Die Steuerung der Fahrzeuge stellt uns vor keine größeren Probleme, diese als einsteigerfreundlich zu bezeichnen, trifft es am Ehesten, schätze ich. Auch die Kameraführung gibt kaum Anlass zur Beanstandung, so dass das Handling dieses Racers im Allgemeinen völlig in Ordnung geht. Die Fahrphysik ist im vorliegenden Fall nicht unrealistisch, vom Klassenprimus Gran Turismo aber meilenweit entfernt. Jenes Game spielt einfach in einer ganz anderen Liga als "Auto Modellista", da gibt es überhaupt kein Vertun. Auf Wunsch könnt Ihr schließlich die Lenkrad-Funktion nutzen, ich selber habe dies aber nicht ausprobiert.

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Auto Modellista
Auto Modellista: Hübscher aber wenig prickelnder Racer - Leser-Test von sinfortuna
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09.11.2006
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