Axel & Pixel im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Das abgedrehte PnC-Adventure gibt sich fotorealistisch wie auch comichaft surreal. Helft den Helden der Traumwelt zu entkommen!

Fans so genannter Point&Click-Adventures hatten dieses Jahr allen Grund zur Freude. Neben zahlreichen PC-Spielen sorgten vermehrt auch auf den Konsolen bekannte Kollegen für Furore - allen voran "Sam & Max" sowie "Monkey Island"! Mit dem neuen Duo "Axel & Pixel" liefert 2K nun jungfräuliche Helden in einem völlig frischen Abenteuer. Wir haben das Xbox Live Arcade Spiel genau unter die Lupe genommen und uns durch eine fotorealistische Spielwelt gearbeitet, die surrealer gar nicht mehr ausfallen könnte! Der Titel hat was, doch einige Bedenken gilt es ebenso zu äußern!

Eine tiefgründige Geschichte gibt es nicht. Axel, seines Zeichens ein Kunstmaler, möchte sich einfach mal von seiner schweißtreibenden Arbeit am Zeichenbrett ausruhen und für ein paar Minuten im weichen Wohnzimmersessel die Äuglein schließen. Der knuffige Pixel - des Herrchens Hündchen - macht sich sofort auf dem Schoß breit und beide entschwinden in wunderbare Tagträume. Dumm nur, wenn die Traumwelt einen nicht mehr in Ruhe lässt, die lästige Hausratte den Weg ins traute Heim mit einem gestohlenen Schlüssel blockiert und die Welt alles andere als normal wirkt!

Axel & Pixel Axel & Pixel Den Controller in der Hand und die ersten Schritte gemacht, breitet sich zunächst die Ernüchterung aus. Das eigentliche Spielprinzip ist äußerst simpel gehalten und erfordert nur in seltenen Fällen wirklich Gedankenverrenkungen und geschickte Finger. Der leuchtende Zeiger wird über das animierte Bild bewegt und wann immer dieser sich gelblich färbt sowie ein Aktionssymbol aufweißt, könnt ihr den neuen Helden mit der A-Taste Befehle geben. Axel wird sich alsdann mit aberwitzigem Gebrabbel aufmachen und der Tür, dem Schalter oder einem völlig anderem Gegenstand entgegen wanken, oder je nach Situation auch seinen Wauziwuff schicken. Pixel - welch ungewöhnlicher Name im heutigen HD-Zeitalter - tänzelt stets um sein Herrchen herum, wedelt freudig mit dem Schwanz und zeigt euch dank seiner guten Spürnase oftmals auch Geheimnisse. Nur müsst ihr dann auch auf sein Bellen oder wildes Herumspringen reagieren.

Axel & Pixel Axel & Pixel Falsch machen kann man in den 24, über die komplette Jahreszeit von Frühling bis Winter verteilten Kapiteln eigentlich nichts. Ihr müsst stets nur die Interaktionspunkte in der richtigen Reihenfolge ausmachen und könnt damit das eigentliche Rätsel - den Ausgang zu finden - schnell lösen. Hin und wieder nimmt Axel oder Pixel auch einen Gegenstand wie einen Hammer oder ein Streichholz auf, das Inventar ist aber nur peripher und sobald das jeweilige Objekt seinen Einsatz findet, wird dieses automatisch angewendet. Somit entfallen alle kombinatorische Aufgaben - zum Beispiel wird ein Seil stets automatisch an einen Korb oder ähnliches befestigt und klickt ihr anschließend nochmals darauf, wird Axel bzw. Pixel die jeweilige nächste Aktion damit direkt ausführen. Für jeden Level könnt ihr zwar bis zu drei Tipps bekommen, doch verderben diese nicht nur Achievements, sondern auch vehement den Spielspaß. Die Reise durch Axels Traumwelt ist äußerst kurz und in nur wenigen Stunden erlebt und die typischen Adventure-Aufgaben viel zu einfach, als dass man auf solche Tricks reinfallen sollte. Einzig allein kleine Puzzles wie das Aufbauen einer Pyramide oder das Verlegen von Wasserrohren können etwas Zeit in Anspruch nehmen. Doch hat man auch dort den Dreh raus, sind auch diese fix gelöst.

Axel & Pixel Axel & Pixel Abwechslung wird euch aber dennoch in gewisser Weise geboten. Zahlreiche Kletteraktionen erfordern schnelle Reaktionen dank eingebauter Quick-Time-Events. Geht dies daneben, sorgen oftmals witzige Animationssequenzen für einen hohen Unterhaltungswert. Ist ja nicht unbedingt Vorteilhaft, wenn man von einer riesigen Kugel überrollt wird oder vom Hochseil stürzt. Darüber hinaus sorgen drei Fahrzeugpassagen für etwas Variation im ansonsten tristen Spielkonzept. Mit einem Ballon fliegt man durch eine Höhle oder man darf in einem Segelschiff einem gefährlichen Fluss entlang schippern. Beides mal muss man extrem darauf achten, nicht die Ränder zu berühren oder in die Falle zu tappen, anderenfalls muss der komplette Level mühselig wiederholt werden. Zudem sorgt eine Buggyfahrt für witzige Stunts im Stil von "Trials HD". Alle drei Minispiele können auch außerhalb der Story für Highscores gezockt werden, was aber auf Dauer nicht wirklich motivieren wird. Sammlernaturen und Achievement-Jäger werden zudem zahlreiche Schätze finden und können auch spontan jeden Leven wiederholen, um nach verpassten Farbtuben, Knochen oder Zeichnungen zu suchen.

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