Backbreaker im Gamezone-Test

Test Thomas Pfnür

Die Euphoria Grafik-/Physik-Engine leistet ganze Arbeit, das Gameplay und die Präsentation aber fielen eher mittelmäßig aus.

Backbreaker Backbreaker Weitaus weniger zeitraubend gibt sich die "Saison", bei welcher man eine komplette Spielzeit in der entsprechenden Liga verbringt und versucht dort den ersten Platz zu erobern. Ganz nett und etwas ganz anderes ist die Spielvariante "Tackle Alley". In diesem Minispielchen geht es darum ohne Regeln und ohne irgendwelcher einzwängender Spielzüge in typischer Manier eines Arcarde-Spielautomatens der ersten Generation Punkte zu sammeln. Drehungen, Ausweichmanöver, Schulterrempler und schlussendlich Touchdowns führen dazu, dass ihr euch eventuell mit einem neuen Highscore in die Rekordliste eintragen dürft. Besonders witzig gibt sich dieser Modus natürlich, wenn man ihn nicht gegen die CPU, sondern einen Freund spielt.

Backbreaker Backbreaker Apropos Multiplayer. Neben den normalen "Freundschaftsmodus" - ein schnelles Offline-Spiel -, gibt es natürlich auch einen Onlinemodus über Xbox Live bzw. PSN. Leider zeigt sich selbiger aber doch sehr überschaubar, was Inhalte und Umfang betrifft. Es gibt zwar auch hier ein schnelles Spiel, auch oben erwähntes "Tackle Alley" ist enthalten und erspielte Erfolge können in unzähligen Ranglisten abgelegt werden, allerdings vermisst man eben auch das Vorhandensein von tiefgängigen Onlineligen oder die Durchführung von Teammatches, also das Spielen von Begegnungen mit mehr als nur zwei menschlichen Usern.

Grafik a la Euphoria und Sound zum Vergessen

Backbreaker Backbreaker Euphoria: Zum einen einfach nur das lateinische Wort für Lebensfreude, zum anderen aber auch die seit "Star Wars" und "GTA IV" gefeierte Grafik-Engine. Basierend auf Untersuchungen der Bewegungen von Tieren und Menschen wurde hier eine 3D-Animationstechnik entwickelt, die sich komplett in Echtzeit generiert und versucht Videospielfiguren möglichst realistisch aussehen bzw. agieren zu lassen. "505 Games" erkannte wohl die sich dadurch für eine Sportspielumsetzung bietenden Möglichkeiten und benutzt diese Software nun um sämtliche Aktionen der Spieler optisch und vor allem physikalisch korrekt auf die Bildschirme zu zeichnen. Grundsätzlich eins der Highlights von "Backbreaker". Was hier so an Animationen und sich kaum wiederholenden Bewegungen gezeigt wird, braucht sich hinter einem "Madden NFL" nicht zu verstecken. Leider kann der Rest der Optik damit aber nicht mehr mithalten. Das Design der Spieler selbst ist einfallslos, um nicht zu sagen ziemlich lächerlich, ausgefallen und soweit von der Realität weg, wie ich von einem Profivertrag in der NFL, die Zuschauer, sowieso ein ziemlich leidiges Thema im sportlichen Genre, zeigen sich praktisch nur als unscharfer Pixelmatsch, Details in den Stadien sind Mangelware, die Wettereffekte kann man kaum als solche bezeichnen und "last but not least" ist eine Präsentation, die einen ins Spielgeschehen ziehen würde, nicht vorhanden. Schade eigentlich, denn die Grafik-/Physik-Engine Euphoria ist wirklich gut eingesetzt und kann vollends überzeugen, leider kann man dies von der restlichen Optik nicht behaupten.

Backbreaker Backbreaker Noch schlimmer wird es aber beim Sound. Es gibt natürlich das geschmacksabhängige, sich schnell wiederholende Gedudel als Menüuntermalung, es gibt auch so etwas ähnliches wie akustische Fanunterstützung, die man aber kaum als euphorisch oder mitreisend bezeichnen kann, auch nuschelt von Zeit zu Zeit ein englischsprachiger Stadionsprecher irgendwas in sein Mikrofon, aber einen Kommentar zum Spiel selbst gibt es nicht. Ob man dies nun bedauern soll, sei mal dahingestellt, schließlich wird hier schon seit Jahren auch bei der Konkurrenz nichts Besonderes geboten, dass es die Entwickler aber grundsätzlich schon gleich überhaupt nicht versucht haben, sondern uns in die "absolute" Stille schicken, muss einfach kritisch erwähnt werden.

Meinung

Wertung zu Backbreaker (PS3)

Wertung:

5.9 /10
Pro & Contra
Steuerung leicht zugänglichfordernder Karrieremodus, nicht zuletzt durch Auf- und AbstiegArcardemodus „Tackle Alley“Einsatz der Grafik-/Physik-Engine Euphoria kann überzeugenschöne Animationen und Bewegungsabläufegut erklärendes Begleitheft in Deutsch
Unausgewogenes GameplaySteuerung viel zu oberflächlich gestaltetKI mit häufigen Aussetzernkeine besonderen Spielmodiumfangarmer Online-Modussehr schwaches SpielerdesignHintergrund = Pixelmatschpraktisch keine Präsentation vorhandenlangweiliger Soundkeine Kommentatorenkomplett in Englisch
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