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  • Backbreaker im Gamezone-Test

    Die Euphoria Grafik-/Physik-Engine leistet ganze Arbeit, das Gameplay und die Präsentation aber fielen eher mittelmäßig aus.

    Sommer, Sonne... und Football? Schon grundsätzlich ist der Juni nicht unbedingt der Monat, wo das große Football-Fieber grassiert. Ok, in der GFL - German Football League - ist man mitten im Titelkampf und in knapp fünf Wochen steht auch eine Europameisterschaft an, aber die stärkste und damit wohl auch interessanteste Liga der Welt, die NFL, hat aktuell spielfrei und beginnt erst im August mit diversen Preseason-Spielen ihren Betrieb wieder aufzunehmen. Also, wenn man ehrlich ist, Football ist aktuell nicht wirklich im Fokus der Sportfans. Erschwerend kommt hinzu, dass selbige zur Zeit sowieso von einem ganz anderen Großereignis abgelenkt sind: Ich sage nur FIFA Fußball WM. Schlechte Zeiten also, um ein komplett neues Game in die Läden zu stellen und vor allem damit auch die entsprechende Aufmerksamkeit zu bekommen. Wie es auch sei, "505 Games" hat sich dazu aber entschlossen und will mit "Backbreaker" endlich wieder ein konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt bringen. Das große Ziel: Die jahrelange Dominanz von "Madden NFL" durchbrechen. Ob das gelingt?

    Der Stick macht alles - Alle Macht dem Stick

    Eins sei "Backbreaker" schon mal zugute gehalten: Es ist seit langem die erste Footballumsetzung, die versucht mit einem realistischen Ansatzpunkt in Konkurrenz von "Madden NFL" zu treten und sozusagen das Paradeprodukt von EA Sports mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Leider bleibt es aber bei dem Versuch. Warum? Zu unausgewogen ist das Gameplay und zu unentschlossen waren die Entwickler dann im Endeffekt doch, den tiefgängigen Weg einzuschlagen. Einerseits ist dies nicht mal so negativ, weil euch dadurch die Möglichkeit gegeben wird, schnell ins Spielgeschehen zu finden, andererseits stößt man gerade als Fan der Sportart aber auch relativ schnell an eine spielerische Grenze. Eine spielerische Grenze, die sich einfach dadurch ergibt, dass praktisch jede Aktion der Offence bzw. Defence auf die beiden Sticks gelegt ist. Die Buttons werden bei "Backbreaker" nur sehr selten gebraucht, um nicht zu sagen, nie. Ihr wollt mit eurem Quaterback einen Bullet-Pass machen? Rechter Stick nach oben. Ihr wollt mit eurem Running Back über ein Hindernis springen? Rechter Stick nach oben. Ihr wollt mit eurem Linebacker einen Tackle ausführen? Rechter Stick nach oben. Logisch, die Aktionen gehen euch durch ihre Begrenztheit spätestens nach zwei Spielen ins Blut über und Probleme mit der Steuerung sind bei diesem Spiel ein absolutes Fremdwort, leider heißt das aber auch, dass ihr nach besagten zwei Spielen bereits alles an Handlungsmöglichkeiten gesehen / benutzt habt und somit Neues nicht mehr zu entdecken ist.

    Das Spiel rühmt sich ja damit, dass keine der auf den Bildschirm gezeichneten Aktionen vorgerechnet sind, also dass selbige nach Aufruf über den Controller eben nicht, wie teilweise bei der Konkurrenz, automatisch ablaufen. Und in der Tat, man hat wirklich den Eindruck, dass kein Hit, kein Fake und kein Tackle dem anderen gleicht. Schade nur, dass die vom Spiel gewährte Freiheit damit auch schon endet. Wo sind die sinnvoll gestalteten Kameraeinstellungen, wo das abwechslungsreiche Spielgeschehen? Stattdessen wird die vom Spiel vorgegebene Sicht so auf die Rasenfläche gedrückt, dass öfters als einem lieb sein kann, die Übersicht flöten geht. Auch fehlt es komplett an der Ausgewogenheit von Pass- und Laufspiel. Während das eine fast unspielbar ist, geht das andere viel zu leicht vom Controller. Mitschuld daran trägt sicher auch die doch sehr mangelhaft gestaltete KI, die sowohl bei Mitspielern als auch Gegnern vor allem mit diversen und leider auch sehr häufigen Aussetzern dienen kann. Beobachtungen, wie Wide Receiver, die trotz vorgegebenen Laufweg plötzlich stehen bleiben, Defense Tackle, die eine glatte Arbeitsverweigerung begehen oder Cornerbacks, die sich sinnloserweise in den Dreck werfen, sind hierbei keine Ausnahme, sondern ständiger Begleiter von Versuch zu Versuch.

    Saison, Karriere und Online-Spielchen, aber alles ohne Lizenz

    "Backbreaker" kommt komplett ohne Lizenz auf den Markt. Dass die National Football League nicht enthalten ist verwundert kaum, die Exklusivrechte liegen nun mal bei EA, aber dass es leider auch sonst nichts "Realistisches" ins Spiel geschafft hat, enttäuscht ein wenig. Wie wäre es denn mit einer europäischen Lizenz gewesen? Zum Beispiel mit der EFAF - European Federation of American Football - oder der bereits eingangs erwähnte GFL? Lächerlich, meint ihr? So abwegig ist das gar nicht, denn wenn man sich die enthaltenen Modi etwas genauer ansieht, dann stellt man schnell fest, dass dort bereits europäische Einflüsse vorhanden sind, unter anderem z. B. Auf- und Abstieg innerhalb der Ligen, eine Praxis, die so im amerikanischen Profisport kaum zu finden ist.

    Dafür findet ihr sie aber, und zwar in der geballten Form von drei fiktiven Ligen, im Karrieremodus der Footballumsetzung von "505 Games". "Road To Backbreaker" heißt diese Spielvariante, die sich insgesamt zwar keine Blöße gibt und auch genau das bietet, was man von einer solchen Art Modi erwartet, trotzdem aber zu keinem Zeitpunkt an die Tiefgängigkeit eines "Madden NFL", "NHL" oder "NBA 2K" heranreichen kann. Ihr erstellt euch ein Team, weist selbigen einen Namen, ein Logo, ein Trikot, das Stadion, sowie den Heimatort zu und beginnt nun aus einer acht Mannschaften umfassenden Basisliga in die sogenannte Elite aufzusteigen, um in selbiger dann, wie soll es anders sein, irgendwann die Meisterschaft bzw. den "Backbreaker Bowl" zu gewinnen. Dieses Ziel ist natürlich nur erreichbar, wenn ihr euch auch entsprechend verstärkt. Nehmt dazu einen Free Agents unter Vertrag oder wartet auf den Draft von College-Spielern vor einer Saison. Interessanter-, oder besser komischerweise sind Trades, also der Tausch von Spielern, nicht möglich. Die Währung im Spiel ist übrigens nicht Dollar, Euro oder sonst was, sonder schlicht und einfach "Credits". Wenig überraschend wird es sein, dass ihr euch diese Bonuspunkte durch Siege, außergewöhnlich gute Leistungen auf dem Spielfeld oder Auszeichnungen erarbeiten müsst. Einnahmen durch irgendwelche Eintrittsgelder, Merchandising oder Werbung gibt es nicht. Realismus sieht dann vielleicht doch etwas anders aus. Wie auch immer, trotzdem kann dieser Modus auch eine gewisse Spielfreude auslösen und euch für einige Zeit vor die Konsole "zwingen".

  • Backbreaker
    Backbreaker
    Publisher
    505 Games
    Release
    04.06.2010

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von FIFA 17 Release: FIFA 17 Electronic Arts , EA Canada
    Cover Packshot von NBA 2K16 Release: NBA 2K16 2KSports , 2KSports
    Cover Packshot von FIFA 16 Release: FIFA 16 Electronic Arts , EA Sports
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Backbreaker
Backbreaker im Gamezone-Test
Die Euphoria Grafik-/Physik-Engine leistet ganze Arbeit, das Gameplay und die Präsentation aber fielen eher mittelmäßig aus.
http://www.gamezone.de/Backbreaker-Spiel-18492/Tests/Backbreaker-im-Gamezone-Test-992807/
11.06.2010
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/06/screen_09_120531145423.jpg
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