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  • Bad Day L.A. - Shit happens! im Gamezone-Test

    So viele böse und skurrile Witze in nur einem Videospiel gibt es nur ganz selten zu kaufen.

    Der Obdachlose Anthony Williams wollte mit seinem Einkaufswagen voller Habseligkeiten eigentlich nur den Highway überqueren, als in Los Angeles nicht nur eine Katastrophe, sondern eine ganze Reihe nicht enden wollender Katastrophen über die Stadt hereinbrechen. Mit Chemieabfall vollgestopfte Flugzeuge fallen vom Himmel, Erdbeben legen die Stadt in Trümmer, Feuer bricht aus und die ganze Stadt versinkt im Chaos. Und als ob das noch nicht genug wäre, tauchen plötzlich überall Zombies auf, Meteoriten fallen vom Himmel und eine Flutwelle überschwappt die Stadt. Das ist die Ausgangssituation des mehr als schrägen Abenteuers "Bad Day L.A.".

    Frag keinen Terroristen nach dem Weg

    Zombies werden per Feuerlöscher geheilt Zombies werden per Feuerlöscher geheilt Nachdem das erste Flugzeug vom Himmel gefallen ist und sich die grünen Giftwolken in L.A. verbreiten, welche aus den Leuten seltsam sabbernde Zombies machen die Galle kotzend durch die zerstörte Stadt laufen, besteht unsere erste Aufgabe in Person des Penners Anthony darin, das grundlegende Gameplay zu erlernen. Nur mit dem Nötigsten ausgestattet, nämlich einer Mullbinde, einem Feuerlöscher und einem Brecheisen, sind wir bereits in der Lage alle wichtigen Aktionen auszuführen. Die Mullbinde dient dazu um verletzte Menschen zu heilen, mit der Brechstange können wir uns der Angriffe wild gewordener Zombies wehren und der Feuerlöscher übernimmt gleich zwei Aufgaben gleichzeitig. Zum einen löschen wir damit brennende Passanten, und zum anderen können wir mit ihm die Zombies wieder in Menschen verwandeln. Hin und wieder wird der Feuerlöscher auch dazu benutz wofür er eigentlich konstruiert wurde, nämlich um Gebäude oder Autos zu löschen in denen sich noch Menschen befinden.

    Mancher will sich nicht helfen lassen Mancher will sich nicht helfen lassen Der Trick an der Sache ist, dass wir für das Heilen und Retten von Menschen positive Smilies erhalten, schaden wir ihnen hingegen, beispielsweise mit der Brechstange oder einem der Gewehre, gibt's negative Smilies aufs virtuelle Spielerkonto. Denn wie sagt Anthony am Anfang des Spiels so schön: "Bewahr dir deine Menschlichkeit, auch wenn die Welt um dich herum im Chaos versinkt". Derweil will auch Anthony nur eines, das Chaos hinter sich bringen und überleben. Dafür muss er sich durch zehn Kapitel kämpfen und alle möglichen Quests erfüllen, vom Retten in brennenden Häusern eingeschlossener Menschen, andere ins Krankenhaus bringen und sich so nebenbei der fiesen Angriffe der Terroristen zu erwehren, welche das Chaos für sich auszunutzen versuchen.

    Gehört zur Standartausrüstung eines L.A.-Krankenwagen: Das Maschinengewehr Gehört zur Standartausrüstung eines L.A.-Krankenwagen: Das Maschinengewehr Bei seinem Versuch aus der Stadt zu kommen ist Anthony nicht alleine, sein erster Begleiter beispielsweise ist ein kleiner Zombie-Junge der versorgt gehört, weswegen in Anthony zum nächsten Krankenwagen bringen muss. Auf dem Weg dorthin gilt es noch diverse Sub-Quests zu erfüllen, bis er schließlich den Krankenwagen erreicht. Mit diesem bahnt er sich sodann seinen Weg durch die Terroristenmenge, die sich auch brav als solche zu erkennen geben, steht auf ihren Autos doch in großen Lettern "Terrorists". Die hält er sich per im Krankenwagen montiertem Maschinengewehr vom Leibe, das in L.A. offensichtlich zu Standartausrüstung gehört.

    So geht es dann Kapitel für Kapitel weiter, wobei das Spiel nicht mit Querschlägen auf die aktuelle gesellschaftliche und politische Situation Amerikas spart. Besonders witzig sind die Originalzitate von Bush Junior, die geschickt ins Gameplay eingeflochten wurden. Denn das ist es was dieses Spiel auszeichnet, der herrlich schräge und bissige Humor, wenn Anthony beispielsweise ein Baby zur Rettung über einen Abgrund kickt oder sein Begleiter mit der Motorsäge durch die Menge heizt. Wer also auf bösartigen Humor steht sollte sich den Titel unbedingt einmal näher anschauen.

    Lösch mich, ich bin ein Zombie!

    Ein Terrorist Ein Terrorist So herrlich bissig auch das Spielgeschehen präsentiert wird, so einfach fiel die im Hintergrund werkelnde Mechanik aus. Denn man darf sich weder daran stören, dass Passanten mitunter versuchen durch Wände zu laufen, aneinander hängen bleiben oder explodierende Autos aus Ermangelung eines "Landeplatzes" in zwei Metern Höhe hin und her rutschen. Ebenfalls gerne passiert es, dass man etwas ziellos durch die Level irrt und nicht genau versteht was das Spiel nun von einem will. Die letzte Hilfe in solchen Situationen ist es die Passanten nach dem Weg zu fragen, wonach uns dann für kurze Zeit der bekannte Crazy Taxi-Pfeil eingeblendet wird und uns die Richtung weist.

    Anthony muss die Kinder retten Anthony muss die Kinder retten So warten im Laufe des Spiels einige Glitches auf uns die zwar gut zum Chaos in L.A. passen, aber doch etwas am Spielspaß nagen. Besonders wenn man eine Person kontaktieren soll, welche auch brav mit einem gelben Pfeil gekennzeichnet ist, diese aber einfach nicht merkt das wir sie schon zehn Minuten lang umkreisen, fragt man sich wo die angepriesene KI der NPCs geblieben ist. Auch nervte es mich nach einiger Zeit immer wieder eine gewisse Anzahl an Menschen löschen oder heilen zu müssen bevor der nächste Levelabschnitt zugänglich gemacht wird. Dafür wird man dann aber auch wieder mit viel schwarzem Humor belohnt und spielt dann doch gerne wieder weiter um nur ja keinen der Witze zu versäumen.

    Gleich lernt das Baby fliegen... Gleich lernt das Baby fliegen... Die Sprachausgabe im Spiel ist durchgehend im englischen Original belassen worden und mit deutschen Untertiteln versehen. Zwar sprechen die Charaktere keinesfalls Lippensynchron, doch kann man das dem Spiel noch leicht verzeihen. Weniger attraktiv sind die Animationen der Figuren ausgefallen, die sich recht mechanisch bewegen, auch in den Zwischensequenzen. Grafisch wird uns astreine Cartoon-Kost geboten die eigentlich nur an mittelstarken PopUps leidet. Dafür ist der Stil des gezeigten gut gelungen und wurde das komplette Spiel durchgehalten, weswegen das viele Blut auch bei weitem nicht so brutal wirkt als bei einer realen Darstellung.

    Bad Day L.A. - Shit happens! (PC)

    Singleplayer
    6,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Der skurille und mitunter sogar bösartige Humor
    das im Chaos versinkende Los Angeles
    die Charaktere und ihr Verhalten
    die generelle Präsentation des Themas
    Nicht unbedingt sauber arbeitende Physik-Engine
    diverse PopUps
    Trigger werden nicht immer korrekt ausgelöst
    Dauersterben an bestimmten Respawn-Points
  • Bad Day L.A. - Shit happens!
    Bad Day L.A. - Shit happens!
    Publisher
    Frogster Interactive
    Developer
    Enlight Software Ltd. (HK)
    Release
    15.08.2006

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    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Bad Day L.A. - Shit happens!
Bad Day L.A. - Shit happens! im Gamezone-Test
So viele böse und skurrile Witze in nur einem Videospiel gibt es nur ganz selten zu kaufen.
http://www.gamezone.de/Bad-Day-LA-Shit-happens-Spiel-18506/Tests/Bad-Day-LA-Shit-happens-im-Gamezone-Test-990884/
30.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/08/BadDayLA_2006-08-30_14-40-34-93.jpg
tests