Bärenbabys im Gamezone-Test

Test Goreminister

Knut war gestern; Nun mischen die Bärenbabys von RTL den Nintendo DS auf und versuchen die Kleinsten zu verzaubern.

Neben Hund und Katze avancierte in den letzten Jahren eine weitere Tierart zum Lieblingstier der Deutschen, auch wenn sich diese ungleich schwerer domestizieren lässt. Die Rede ist hierbei natürlich vom Bären, speziell aber vom Berliner Eisbär Knut und dem leider dahingeschiedenen Bruno, der aufgrund übereifriger Jäger in Bayern sein Leben aushauchen musste. Diese Bären-Manie nutzt RTL Playtainment nun entsprechend und veröffentlicht mit Bärenbabys einen Spieltitel, welcher einen völlig gefahrlosen Umgang mit den wilden Tieren garantiert; vor allem aber für die ganz kleinen Spieler unter uns.

Bärenbabys Bärenbabys Bärenbabys ist im Grunde genommen nichts anderes als eine fortgeschrittene Version des guten alten Tamagotchi. Kümmert ihr euch gut um den Bären, so ist dieser glücklich und verbringt ein angenehmes Leben in unseren virtuellen vier Wänden. Eine Story ist leider non-existent und so erfahren wir eingangs nicht, wie wir zu dem Bären kamen, da er einfach da ist und ständig um unsere Aufmerksamkeit buhlt. Unnötig zu erwähnen, dass dies mit der Realität herzlich wenig zu tun hat und wir nicht zu sehen bekommen, wie er seine Beute reißt wenn ihn der Hunger überkommt. Dafür werden wir aber Zeuge, wie er glücklich und zufrieden mit einem Schnuller im Mund im Kinderbettchen einschläft. Szenen wie diese kristallisieren die Zielgruppe schnell heraus und während ein erwachsener Spieler unter Umständen nur mit dem Kopf schütteln wird, fühlt sich eine andere Spielergruppe sicherlich angesprochen und zwar: Kleine Mädchen.

Knut war gestern

Beginnen wir also mit der Bärenzucht! Haben wir aus Eis, Schwarz- und Braunbär eine entsprechende Rasse gewählt und mit einem Namen unserer Wahl versehen kann der Spaß auch schon beginnen. Tolpatschig tapst der kleine Niedlichbolzen durch unsere Wohnung, wobei man zu Anfang noch nicht wirklich viel mit ihme anstellen kann und mit den verschiedenen Bedürfnissen des Tieres vertraut gemacht wird. So möchte unser kleiner Bär gestreichelt werden, die Zähne geputzt bekommen oder einer Geschichte zuhören, welche wir ihm vorlesen. Dabei ist es wichtig natürlich genau die Bedürfnisse zu erfüllen, welche mittels Anzeige auf dem Topscreen des Nintendo DS signalisiert werden. Ist der Bär dreckig muss er natürlich gewaschen und anschließend mit Hilfe des DS-Mikrophons trocken geblasen werden, was uns im Bestfall Sterne oder Herzen einbringt. Diese Art der "Währung" kann dazu verwendet werden, dem Bären immer mehr Spielzeug und nützliche Alltagsgegenstände zu kaufen, damit er sich noch wohler bei uns fühlt. Herzen erhält man hierbei für die Fütterung und Pflege des Bären und kann diese für neue Kleidung und/oder Dekorationsgegenstände auswählen, während man Sterne fürs Spielen und Trainieren erhält und hiermit neue Spielzeuge oder Kunststücke auwählen darf.

Bärenbabys Bärenbabys Je nach Zimmer in dem wir uns bewegen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So kann man den Bären im Bad logischer Weise waschen oder im Schlafzimmer zur Ruhe betten. Meist aber hält man sich im Spielzimmer auf und bringt dem Bären Kunststückchen bei oder macht sonstige Faxen mit dem kleinen Racker. Und genau; Es gibt nur drei Räume in denen wir uns bewegen können und die wir auch niemals verlassen können, beispielsweise für einen Spaziergang auf der Straße wie bei den Nintendogs. Zwar ist das Spielprinzip hierbei ähnlich, allerings in wesentlich abgespeckter Form, zumal es auch keinen Mehrspieler-Modus gibt in dem man seine gezüchteten Bären in besonderen Events oder Minispielen gegeneinander antreten lassen könnte. Die Bärenzucht läuft dabei in Echtzeit ab, was bedeutet, dass man sich je nach Tages- oder Jahreszeit entsprechend anders um den Kleinen kümmern und ihn versorgen muss. Möchte man einmal nicht mit dem Bärenbaby spielen so kann man es 1,2 fix in den Winterschlaf versetzten was einer Speicherfunktion gleich kommt.

Bärige Steuerung

Die Steuerung der Barenbabys ist denkbar simpel, doch wurde der Touchpen hierbei sehr gut zum Einsatz gebracht, weswegen man das komplette Spiel nur mit Stift und Mikrophon bestreiten kann. Tippt man auf den Bären nimmt man ihn hoch und kann ihn somit in die jeweiligen Räume verfrachten. Ein kleines Menü zeigt uns die entsprechenden Möglichkeiten an und lässt den Spieler die entsprechenden Mini-Mini-Aufgaben bestreiten. Fühlt sich der Bär wohl so bringt er dies mit Worten auf dem oberen Topscreen zum Ausdruck, weswegen es von Vorteil ist wenn der kleinere Spieler des Lesens mächtig ist. Wie gesagt ist die Steuerung simpel, funktioniert soweit aber einwandfrei und ist für jedermann äußerst schnell erlernbar. Besonders im Hinblick auf kleinere Spieler kann dies durchaus zum Vorteil gereicht werden.

Weniger bärige Technik

Bärenbabys Bärenbabys Die Grafik erfüllt durchaus ihren Zweck, wobei man jedoch keinerlei Höhenflüge auf dem DS erwarten sollte. Die Bären unterscheiden sich in ihrem Aussehen nur in der Farbe und auch die Wohnung sieht immerzu gleich aus, kann allerdings umgewandelt werden, wenn man die entsprechenden Accessoires hierfür erwirbt. Die Grafik bewegt sich hierbei auf einem eher niedrigen Niveau und wird hierbei definitiv vom Niedlichkeitsfaktor übertroffen, welcher in gewissem Maße durchaus gegeben ist. Dennoch mag es vielleicht gewöhnungsbedürftig erscheinen einen Bären mit Schnuller oder Kuscheldecke durch eine Wohnung tapsen zu sehen, die recht trostlos in Szene gesetzt wurde. In solch einem langweiligen Junggesellen-Apartment würden sich auch viele Menschen sicherlich weniger wohl fühlen, wobei das unseren Fellbomber herzlich wenig interessiert und er die kargen vier Wände als Aushilfs-Höhle durchaus akzeptiert.

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