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  • Ballerburg: Katapulte, Burgen und Kanonen - Leser-Test von BigJim

    Ballerburg: Katapulte, Burgen und Kanonen - Leser-Test von BigJim BALLERBURG ist die "Neuauflage" eines alten Spiele-Klassikers aus den 80er Jahren, der ursprünglich für Atari und C64 erschien. Technisch hat die neue Ballerburg gegenüber dem betagten Vorgänger natürlich zulegen können und wurde um einige Extras ergänzt. Das Spielprinzip blieb aber dasselbe. Zwei verfeindete Königsschwestern stehen sich zu Zeiten des Mittelalters gegenüber und müssen die Festung ihrer jeweiligen Widersacherin zerstören.

    BALLERBURG umfasst vier Kampagnen mit insgesamt 32 Leveln. Hinzu kommen Einzelszenarios und ein Multiplayer-Teil. Die landschaftliche Beschaffenheit (Wald, Vulkan, Wüste, Eis) fällt unterschiedlich aus, hat aber auf den eigentlichen Spielverlauf keine Auswirkungen. Die Grafik wirkte bereits bei Erstveröffentlichung des Titels (2001) etwas dröge, lediglich die Effekte sehen ganz gut aus. So wirbeln Kanonenkugeln beim Einschlag Erde auf und brennende Burggebäude flackern recht realistisch.

    Wir feuern unsere Burg-Artillerie aus der Ego-Perspektive ab. Um Trefferwirkung und Schäden an den eigenen Festungsanlagen zu begutachten, kann der Spieler in die Vogelperspektive umschalten. Karten am unteren linken sowie rechten Kartenrand zeigen den Grad der Zerstörung an. Die Steuerung erfolgt über Maus oder Tastatur und bedarf anfangs einer gewissen Gewöhnung, vor allem was die Zielgenauigkeit beim Schießen anbetrifft.

    Der Sound hinterlässt einen gemischten Eindruck. Zwar sind die Umgebungsgeräusche dem mittelalterlichen Szenario zuträglich, aber die Sprecher, welche das Geschehen während des Kampfes kommentieren, nerven auf Dauer durch ihre sich immer wiederholenden Sprüche. Immerhin geben sie dem Spieler aber auch Ratschläge, die im Eifer des Gefechts recht nützlich sein können. Denn im späteren Missionsablauf gestaltet sich BALLERBURG zeitweise sehr hektisch, so dass der Burgherr schon einmal bestimmte Dinge, zum Beispiel die Reparatur eines wichtigen Hauptgebäudes, übersieht. Eine Auto-Funktion für solche Tätigkeiten gibt es nämlich nicht.

    BALLERBURG ist - der Titel lässt dies bereits erkennen - ein reines Actionspiel. Gegenüber dem Quasi-Vorgänger aus den 80ern bietet die neuere Version jedoch einen vergleichsweise ausführlichen Aufbauteil. Bauernhöfe werden errichtet, Steuern eingenommen, Munitionslager und Waffenschmieden aus dem Boden gestampft. Natürlich existieren zudem Gebäude für die Forschung. Dort schreitet die Waffenentwicklung voran. Dazu gehört nicht nur die Produktion von Katapulten, Kanonen oder Brandgeschossen, sondern auch ein "Universalgenie", ein Erfinder mit magischen Gaben, der in seinem Zauberturm Angriffs- und Verteidigungssprüche formuliert. Damit kann man später Blitzgewitter über die gegnerische Burg entstehen lassen oder die eigene Festung vorübergehend mit einem Schutzschild umgeben.

    Die wichtigsten Einrichtungen des Burgherren sind Haupthaus und Schlossturm. Wer diese beiden Gebäude zuerst verliert, hat verloren. Das Munitionslager, welches unsere Artillerie mit Geschossen versorgt, ist ebenso wichtig wie gefährlich. Denn wird es durch Treffer schwer getroffen und explodiert womöglich, geht dem Spieler nicht nur die Munition aus, sondern die Kraft der Detonation zieht viele umherstehende Häuser ebenfalls in Mitleidenschaft. Die eigenen Verluste sind dann hoch.

    In BALLERBURG basiert die komplette Kampfkraft auf Geschützen. Fussvolk und Reiterei entfällt. Die verfeindeten Parteien bekriegen sich also stets auf großer Distanz. Folglich dauert es eine Weile, bis sich unsere Artillerie auf die Burg des Gegners eingeschossen hat. Die ersten Salven verfehlen meist ihr Ziel. Die Wirkung ist je nach Waffe unterschiedlich. Steinkatapulte verfügen über eine breite Streuung, sind aber unpräzise. Feuerschleudern können die gegnerischen Festungsmauern entzünden, jedoch nicht sofort zerstören. Am effektivsten ist die Trommel- Kanone, die mit einem einzigen Stoß gleich fünf Schüsse kurz hintereinander abgibt, allerdings nur in sehr begrenzter Stückzahl vorhanden ist.

    BALLERBURGs größtes Manko ist das simple Spielprinzip. Anfangs macht es noch Spass, die Burganlage der Gegenseite zu plätten. Aber da sich dieser Vorgang ständig wiederholt und der Aufbauteil auch nicht sehr ergiebig ist, stellt sich schnell Langeweile ein. BALLERBURG dient damit bestenfalls der kurzzeitigen Unterhaltung. Auf längere Sicht bietet dieses Action-"Spielchen" zu wenig Abwechselung.

    Negative Aspekte:
    auf Dauer zu eintönig

    Positive Aspekte:
    Mittelalter-Szenario (Burgherr sein), akzeptable Steuerung

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Ballerburg
    Ballerburg
    Release
    01.01.2007

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1004977
Ballerburg
Ballerburg: Katapulte, Burgen und Kanonen - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Ballerburg-Spiel-18537/Lesertests/Ballerburg-Katapulte-Burgen-und-Kanonen-Leser-Test-von-BigJim-1004977/
01.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2001/11/13020kanone.jpg
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