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  • Batman: Arkham Asylum - Wer flattert so spät durch Nacht und Wind?! - Leser-Test von schwarzweisz

    Als der junge Bruce Wayne mit ansehen musste, wie seine Eltern in einer gewöhnlichen Nacht erschossen wurden, schwor er, den kriminellen Abschaum zu bekämpfen. Im Selbststudium eignete er sich Fähig- und Fertigkeiten in naturwissenschaftlichen, kriminologischen sowie technischen Bereichen an, erlernte einige durchaus schlagfertige Kampfkünste und mit dem schweren Erbe seiner Eltern stand ihm der Weg in die Forschung offen. Batman ist kein Comicheld, wie ihn sich manch einer vorstellen mag. Ohne Superkräfte ist er ein "normaler" Mensch, wie du und ich, der tagsüber dem Arbeitsleben nachgeht und nachts als Fledermaus verkleidet mit vielerlei Spielereien und seinen Gliedmaßen in Gotham City aufräumt.

    Wie sich das Blatt wenden kann.

    Wie auf einer Rennstrecke hämmert das Batmobil mit dem Ritter am Steuer und dem Joker im Schlepptau über die Straßen Gothams auf die Insel Arkham Asylum zu. Am Ziel angekommen betreten Beide die gleichnamige psychiatrische Anstalt Gotham Citys. Der Fiesling wird dem Anstaltsleiter in Gefolgschaft von Sicherheitskräften zur Verwahrung übergeben. Batman überwacht die anschließende Fixierung des Jokers auf einem hochgestellten Bett und den weiteren Abtransport mit Sorgfalt - viel zu gefährlich ist der Clown, als dass man ihn so mir nichts, dir nichts einsperren könnte. Trotz des Begleitschutzes in Form von Polizisten hat unser Held ein komisches Gefühl. Es war zu einfach, den Joker zu bändigen.

    Mit etwas Abstand zum gefesselten, grünhaarigen Ganoven verfolgt ihr die Szene, wobei die Kontrolle über Batman bereits in den Händen des Spielers liegt, und versucht eure ersten Schritte im düsteren Heldenspiel. Bei der abschließenden Visitation wird euch klar, warum der dunkle Ritter dem Ganzen nicht recht trauen konnte. Als der Joker sich befreit und die Wache sowie den Arzt ruhig stellt, bleibt euch auf Grund der fehlenden Sicherheitsfreigabe - und den damit verschlossenen Türen - nichts anderes übrig, als dem Treiben von einem anderen Raum beizuwohnen. Wenn ihr den Zellenblock endlich betreten könnt, ist der Joker bereits verschwunden.

    Von nun an folgt ihr den Spuren des Jokers, wobei ihr mehr oder minder von ihm geködert werdet. Unfähig ihm direkt zu folgen, da er die Zentrale der Anstalt unter seine Kontrolle gebracht hat, schleicht ihr euch durch Luft- und Fahrstuhlschächte, um so die zurzeit noch verschlossenen Türen zu umgehen. Wer Batman kennt, kann sich sicherlich schon denken, dass die Fledermaus einige nützliche Gadgets im Petto hat. Angefangen mit der Batclaw, die es euch ermöglicht euch an Vorsprünge oder an Wasserspeiern zu hangeln und daran hochzuziehen, über das Explosivgel, welches in porösen Wänden eigens für euch kreierte Eingänge schafft, dem Batarang - eine Art Bummerrang zum Ausschalten von Gegnern, bis hin zum Detektiv-Tool der ganz besonderen Art ist einiges an Spielzeugen dabei. Je weiter ihr euch durch Arkham schlagt, umso hilfreicher werden die Gegenstände. Dabei schaltet ihr diese Utensilien nach und nach mittels gewonnenen Erfahrungspunkten frei und verbessert diese mit Selbigen. Erfahrungspunkte bekommt ihr unter anderem durch das Lösen von euch gestellten aber zumeist freiwillig zu lösenden Rätseln und - natürlich - das Ausschalten von Gegnern, am Besten im Zusammenhang mit einer ordentlichen Schlagcombo. Und was hilft Batman dabei mehr als seine Gliedmaßen? Richtig, gar nichts.

    Trefft ihr auf Gegnerscharen wollen diese nach Strich und Faden verdroschen werden. Dabei benötigt ihr zumeist nur eine Taste, mittels welcher ihr euch Zugang zu Batmans Atemi-Techniken verschafft und die gegnerischen Recken in die Traumwelt geschickt werden. Wird hierbei eine Richtungseingabe getätigt ist es Batman möglich, den entsprechend nächsten Schläger zu attackieren. Je ruhiger und konzentrierter ihr dabei zu Werke geht, desto längere Combos lassen sich erarbeiten. Denn in Kampfkunst/-sport spielt das Einschätzen der Situation und richtiges Timing natürlich eine entscheidende Rolle. Demnach wird es euch nichts bringen, die Taste wie ein Irrer zu drücken und auf Grund der doch recht simplen Handhabung ist dies auch nicht nötig

    Sollte einer der Schurken einmal dazu kommen einen Schlag austeilen zu wollen, ist es Batman möglich diesen zu kontern, wobei der Schlag zuerst geblockt und dann schmerzhaft zurückgegeben wird. Ein gegnerischer Angriff macht sich durch blaue Blitze über dem Kopf des Angreifers bemerkbar. Jetzt ist es Zeit, die entsprechende Taste zu betätigen um den Angriff abzuwehren. Seid ihr erfolgreich, könnte ein Variationsbonus in Form von zusätzlichen Erfahrungspunkten winken.

    Mit zunehmendem Spielfortschritt werden die Gegner zahlreicher, wobei diese dann auch mit Messern, Elektrostöcken und Gewehren ausgerüstet sind. Direkte Konfrontation will hier voreilig erscheinen. Für die Messer- und Stockschwinger hat Batman auch sogleich ein Gegenmittel parat. Während ihr die Messerstecher mittels des Capes einfach verwirren und diese sodann verdreschen könnt, solltet ihr dem Stockschläger hinterrücks angreifen, indem ihr elegant über diesen hinweg springt - anderenfalls könnte als Belohnung für euer Nichtbeachten ein elektrischer Schlag warten. Beides ist relativ einfach mit einem bzw. zwei Tastendrücken erledigt, so dass die Recken nach wenigen weiteren Aktionen der Marke "Fausthieb und Kniestoß" hart auf dem Boden der Tatsachen aufprallen sollten.

    Widersacher mit Gewehren erfordern da schon ein bisschen mehr Feingefühl. Deshalb ist es erforderlich, die Sache ein wenig taktischer anzugehen und hier offenbart sich euch das wahre Potential des Titels. Es wird Zeit, die vielen Spielereien auszupacken.

    Da der Joker euch ködert und ihr deshalb nur Stück für Stück vorankommt und vor allem nicht mit der Tür ins Haus fallen könnt, müssen zumeist Alternativrouten ausgekundschaftet werden. Mittels des Detektivtools ist dies auch kein Problem. Einmal eingeschaltet zeigt es euch nicht nur die Gegner, die Bewaffnung und ihren Gemütszustand an, sondern lassen sich so erhöhte Posten - wie Wasserspeier - für hinterhältige Angriffe und Lüftungsschächte zum Umgehen von Gegnerscharen sowie Ausschalten aus dem Hinterhalt ausmachen. Hier heißt es nun die Routen der Recken zu erkennen um sie dann im richtigen Moment K.O. zu schlagen. Vor Bodenschächten liegende oder unter Wasserspeier baumelnde, bewusstlose Schläger schinden bei dem Rest der Truppe natürlich mächtig Eindruck. Doch Obacht, nachdem der erste schlafende Mitinsasse gefunden wurde, werden die Verbleibenden nervös und ändern ihr Verhalten. So wird es vorkommen, dass sie zu zweit und Rücken an Rücken durch die Gänge streifen oder aber der Einzelne aufmerksamer patrouilliert. Demnach müsst ihr eure Taktik immer wieder ein wenig korrigieren. Vor allem, wenn die Gegner eine Art Halskette tragen, welche Alarm schlägt, wenn ein Schläger K.O. geht. So hat nicht nur der Joker zu jeder Zeit einen Überblick über sein Personal. Nein, auch die umliegenden Schergen werden dem Signal folgen.

    Nicht zu vernachlässigen ist hier der technische Schnick-Schnack, den Batman mit sich führt und der nach und nach durch die von euch gewonnenen Erfahrungspunkte verbessert werden kann. So erlernt Batman mit der Zeit anstatt einen Batarang zwei bzw. sogar drei zu werfen, auf das ihr auf einen Schlag drei Schergen kurzzeitig verwirren oder ausschalten könnt. Ebenso ist es möglich, das Explosivgel statt nur für poröse Stellen im Mauerwerk auch für das Beseitigen der Schläger zu verwenden. Auch auf einen explosiven Batarang oder einen solchen, der schrillen Töne zur Ablenkung erzeugt, muss nicht verzichtet werden, so dass euch hier mehrere Wege zur Bewältigung der Aufgaben zur Verfügung stehen.

    Und dies nicht zuletzt wegen der Erweiterung der Batclaw, welche sich übrigens auch vorzüglich als Waffe eignet. Habt ihr zu Beginn des Abenteuer nur einen "Enterhaken", mit welchem ihr euch auf erhöhte Posten begeben könnt, steht euch ab einem bestimmten Zeitpunkt ein dreiteiliges Enterhakenset zur Verfügung, so dass ihr auch höher positionierte Luftschachtgitter erreichen und aus der Verankerung reißen könnt. Ja, seit jeher gilt, viele Wege führen nach Rom.

    Um noch einmal auf das Detektivtool bzw. den Detektivmodus zurück zu kommen. Batman wird nicht ohne weiteres durch die Gänge und Freiflächen der Anstalt laufen können und hoffen, dass er den Joker dabei auf halber Strecke erwischt. Er muss natürlich seine hart erworbenen Fähigkeiten als Spürnase einsetzen. Und dazu hilft ihm das besagte Tool. Habt ihr einmal den Faden verloren, wird der Detektivmodus aktiviert und den dann gefunden Spuren gefolgt. Ob nun Fußspuren, Zigarrenrauch oder Alkoholgestank, sei mal vollkommen dahingestellt. Das Tool wird es auf jeden Fall aufdecken.

    Und auch Abseits der eigentlichen Handlung hat der Titel noch ein wenig zu bieten. So könnt ihr euch zum Beispiel auf den Geschichtspfad der Anstalt begeben und einige grabsteinähnliche Artefakte finden, welche euch etwas über den Begründer der Anstalt vermitteln wollen. Oder aber ihr versucht die vielen Rätsel des Riddlers zu lösen, welcher euch hin und wieder eines dieser stellt, um am Ende - ach, probiert es einfach selbst. Jäger und Sammler kommen hier aber auf ihre Kosten.

    Neben der Kampagne wartet das Spiel mit dem sogenannten Herausforderungsmodus auf. In diesem stehen euch einige, an Bereiche der Anstalt angepasste, Levelabschnitte zur Verfügung bei denen es Aufgaben zu lösen gilt. Hier wäre zum einen die Kampfherausforderung, bei der es schlicht und einfach um das möglichst schnelle vermöbeln einer Anzahl gegnerischer Schergen geht. Je schneller und kombinationsreicher ihr die Grüppchen auseinander nehmt - möglichst ohne getroffen zu werden - desto mehr Punkte bekommt ihr, welche wiederum für eine bessere Platzierung in der Onlinebestenliste sorgen.

    Zum Zweiten gibt es die Jägerherausforderungen in welchen es darum geht, Jokers Truppen auf vorgeschriebener Art und Weise in das Traumland zu befördern, ebenfalls so schnell wie möglich. Je nachdem wie viel der vorgegebenen Varianten oder, für die Kampfherausforderung, Punkte ihr erfolgreich bekommen konntet, werden euch Batarangs als Art Medaille verliehen.

    Technik, die begeistert?

    Mit betreten der Anstalt werdet ihr in die dichte Atmosphäre von Arkham Asylum hineingezogen. Die Idee die Handlung in einer Anstalt spielen zu lassen ist erfrischend und hebt sich gut vom Einheitsbrei ab. Die Anstalt selbst ist jedoch das Sahnehäubchen. Bei der Verfolgung eures Widersachers kommt ihr in allerlei ansprechende und vor allem abwechslungsreiche Umgebung. Zumindest letzteres könnte verwundern, befinden wir uns doch in einer, auf einer Insel liegenden, Anstalt. Als Beispiel sei ein Gewächshaus genannt - zu viel soll hier jedoch nicht verraten werden. Auch sind die Hauptcharaktere derart detailreich gestaltet, dass man meinen würde, man befinde sich direkt zwischen ihnen. Zwar lassen dafür die einfachen Schlägertrupps des Jokers zumindest in der Anzahl der vorhandenen Variationen zu wünschen übrig. Doch wird man dafür allein schon durch Batmans mehr und mehr verschlissener Kleidung entschädigt. Je weiter man im Titel voranschreitet, desto mehr Makel weißt der Heldenanzug auf. Selbst Batman sieht zunehmend mitgenommener aus, so dass das Manko mit den einfachen Insassen verschmerzbar scheint. Dass auch Batmans Kinn so sehr glänzt, wie sein Anzug kann ich mir nur so erklären, als es unter der Maske ziemlich warm sein muss. Hier und da sind die Texturen auch nicht ganz so prachtvoll und einzelne Treppchenbildungen lassen sich erkennen. Im Großen und Ganzen stört dies aber den Spielfluss wenig bis gar nicht, so dass es verschmerzbar scheint.

    Weiters Glanzstück des Titels ist die Vertonung. Die deutsche Sprachausgabe ist nicht nur gelungen, sondern bietet auch einige hochkarätige Sprecher und dies nicht nur auf dem eigentlichen Kampffeld. Wie die Hauptcharaktere haben sich auch die Sprecher der Nebenschauplätze reichlich reingehängt. So laden zum Beispiel die überall zu findenden Tonbandaufnahmen zum Reinhören ein. Auch sind die Beiträge des Anstaltsgründers hörenswert, die hier und da in Form eines Grabsteins entdeckt werden können. Ein weiterer Leckerbissen ist der Soundtrack, welcher sich mehr als sehen lassen kann und mehr an eine weitere Verfilmung als an einen Spielsoundtrack erinnert.

    Für Batman-Fans ist dieser Titel ein Muss. Allen Anderen würde ich wärmstens an's Herz legen, diesem Titel eine Chance zu geben - vor allem vor dem Hintergrund des kürzlich erschienenen Nachfolgers.

    Negative Aspekte:
    Eintönigkeit beim normalen Fußvolk, Batmans glänzendes Kinn

    Positive Aspekte:
    Atmosphäre und Story, Detailreichtum, Vertonung und Sound, Herausforderungen

    Infos zur Spielzeit:
    schwarzweisz hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Batman: Arkham Asylum

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: schwarzweisz
    9.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Batman: Arkham Asylum
    Batman: Arkham Asylum
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Rocksteady Studios
    Release
    27.08.2009

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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Batman: Arkham Asylum
Batman: Arkham Asylum - Wer flattert so spät durch Nacht und Wind?! - Leser-Test von schwarzweisz
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03.11.2011
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