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  • Batman: Arkham City - Batman goes urban - Leser-Test von jayjay1989

    Der dunkle Ritter, besser bekannt als Batman hat auch in seinem neusten Abenteuer wieder aller Hand zu tun, um dafür zu sorgen, dass die Millionenmetropole Gotham City auch weiterhin bewohnbar und zumindest einigermaßen sicher bleibt. Das gestaltet sich aber alles andere als einfach, denn das Who is Who des Batman- Universums hat sich in Gotham versammelt und treibt nun mächtig Schabernack. Klar ist, dass wir nun wieder für Recht und Ordnung sorgen sollen, wobei natürlich auch wieder das komplette Arsenal von Batmans Gadgets mit an Bord ist.
    Erschienen ist das Spiel unter der Fahne von Warner Bros. Interactive, während sich die Rocksteady Studios für die Entwicklung verantwortlich zeigen. Release war in Europa der 21.10.2011, wobei dieser Termin nur die Ableger für die Xbox 360 und die Playstation 3 umfasst. Die PC-Version erschien einen guten Monat später am 25.11.2011.
    Nachdem der direkte Vorgänger "Batman Arkham Asylum" einen waschechten Überraschungscoup landen und sowohl die Fachpresse als auch die Zockergemeinde größtenteils begeistern konnte, waren die Erwartungen im Vorfeld diesmal natürlich um ein Vielfaches höher.
    Im Zuge der obligatorischen Berichterstattungen über solch ein großes Spiel, kamen allerdings vielleicht auch die einen oder anderen Zweifel auf, denn es wurden immer mehr Schurken enthüllt, die den Weg in das Spiel gefunden haben. So wurde beispielsweise befürchtet, dass es eine Anhäufung von Charakteren ohne echten Tiefgang geben würde.
    Ob die Zweifler Recht hatten, oder ob Rocksteady doch ein Qualitätsspiel abgeliefert hat, versuche ich nun im nachfolgenden Review ein wenig zu erläutern.
    Wie immer an dieser Stelle der Hinweis, dass der nachfolgende Abschnitt eine kurze Zusammenfassung der Story beinhaltet, sodass diejenigen unter euch, welche nicht gespoilert werden möchten, einfach zum nächsten Absatz springen können.

    -Die Story-

    Volksfest der Batmanfeinde

    Die Handlung des Spiels ist 1,5 Jahre nach den Ereignissen in Arkham Asylum angesiedelt. Die Mauern der Irrenanstalt wurden zu einem Großteil zerstört, sodass die Fieslinge ungehindert in die Freiheit spazieren konnten. Dass dies wohl nicht Sinn der Einrichtung sein kann, hat auch der mittlerweile zum Bürgermeister von Gotham aufgestiegende, ehemalige Leiter von Arkham Asylum, Quincy Sharp bemerkt. Aus diesem Grund hat Sharp den Mad Scientiest Hugo Strange damit beauftragt einen Teil Gothams abzuriegeln und die Bösewichte und psychisch Kranken dort einzusperren.
    Doch schnell gerät die ganze Situation außer Kontrolle, denn solch prominente Insassen wie der Joker, der Pinguin oder Two Face lassen sich freilich nicht gerne bevormunden. Batman, in Form seines menschlichen Ichs Bruce Wayne, fordert deshalb die Schließung von Arkham City, doch während er eine Rede hält, wird er von einem Tyger-Trupp, welcher eigentlich die Sicherheitspolizei in Arkham City darstellen soll, entführt und seinerseits in die Einrichtung verfrachtet. Nachdem er gerade noch entkommen konnte, nimmt Wayne Kontakt mit seinem Butler Alfred auf, sodass dieser ihm die Ausrüstung schicken kann, die Wayne in Batman verwandelt. Nun will sich Batman auf den Weg machen und das Chaos in Arkham City wieder lichten, doch schnell wird klar, dass hier mehr im Argen liegt als zunächst zu vermuten war. Der Joker stellt zunächst die größte Bedrohung dar, denn dieser wurde mit Bane's Titan infiziert und ist (fast) unheilbar krank. Batman wird allerdings von Joker's besserer Hälfte Harley Quinn niedergeschlagen und gefangen genommen. Nachdem er wieder aufgewacht ist, teilt Joker ihm den Umstand seiner Krankheit mit, doch zusätzlich erfahren wir, dass Joker sein verseuchtes Blut in Form von Blutspenden an die örtlichen Krankenhäuser weitergegeben hat, sodass auch schnell viele Bürger Gothams infiziert sein werden. Und als wäre dies nicht genug, hat Joker auch Batman eine Ladung seines Bluts verpasst, was dafür sorgt, dass auch Batman erkrankt und zusehends schwächer wird. Ein Heilmittel soll jedoch herstellbar sein, woraufhin sich Batman auf den Weg zu Mr. Freeze macht. Da dieser jedoch vom Pinguin gefangen gehalten wird, müssen wir zunächst den kleinen Vogelmann vermöbeln um so Freeze befreien zu können. Jedoch stellt sich die Herstellung des Gegenmittels als schwierig dar, denn es fehlt ein ganz bestimmtes Enzym. Batman der Fuchs kommt aber auf die Idee, dass der unsterbliche Ras al Ghul in Besitz dieses Enzyms sein könnte, sodass dieser das nächste Ziel seiner Tour darstellt. Nachdem auch dieser verhauen und das Enzym gesichert wurde, kehren wir zu Freeze zurück, nur um festzustellen, dass dieser natürlich ebenfalls böse Absichten hegt. Nach einem weiteren Kampf können wir die Frostbeule aber überzeugen das Gegenmittel doch herzustellen. Batman kann sich also zunächst heilen, doch das restliche Gegenmittel wird von Harley Quinn gestohlen, sodass wir erneut zu Joker müssen. Als wäre dies aber nicht genug, erfahren wir im Laufe der Handlung immer mehr über das so genannte Protokoll 10, welches bald in Kraft treten soll. Nach und nach stellt sich heraus, dass dies ein von Hugo Strange initiierter Versuch ist, ganz Gotham City zu zerstören. Zum Ende des Spiels müssen wir also zunächst Strange besiegen und dann im finalen Kampf Joker (oder doch nicht?) zur Strecke bringen.
    Die Story des Spiels ist eigentlich gut geworden, doch teilweise hatte ich leider wirklich das Gefühl, dass der eine oder andere Twist nur gemacht wurde um so immer mehr Bösewichte einbauen zu können. Schnell kann es deshalb auch ein wenig unübersichtlich werden. Die eigentliche Hauptstory ist auch ein wenig kürzer ausgefallen als im Vorfeld zu vermuten war.

    -Grafik und Sound-

    Actionfeuerwerk für Augen und Ohren

    Denkt man an bombastische Inszenierungen in Verbindung mit Videospielen, fällt einem wohl zuerst Activisions Call of Duty Reihe ein. Doch Batman Arkham City weiß in Sachen effektvoller Präsentation durchaus zu überzeugen.
    Das erste was euch auffallen wird ist, dass Batman die deutsche Synchronisationsstimme von David Nathan verliehen bekommen hat. Dieser ist ebenfalls für die Synchronisation von Christian Bale zuständig, welcher Batman in den letzten beiden Kinofilmen "Batman Begins" und "The Dark Knight" hervorragend verkörpert hat. Wer also diese beiden Filme gesehen hat, wird sofort einen positiven Eindruck erhalten.
    Auch sonst sind die Figuren (allen voran der von Bodo Wolf gesprochene Joker) exzellent vertont und werden ihren jeweiligen Eigenschaften vollkommen gerecht. Das soll meinen, dass der Joker eine Spur von Wahnsinn in seiner Stimme hat, während beispielsweise Ras al Ghul eher geheimnisvoll erscheint.
    Auch sonst wirkt Arkham City sehr lebendig, denn überall sind Gespräche zwischen Gruppen von Jokers Schlägern zu hören. Teilweise überfallen diese auch unschuldige Opfer, sodass diese um Hilfe rufen. Im Hintergrund ertönen immer wieder Lautsprecherdurchsagen von Hugo Strange, die meistens darauf hinweisen, dass Batman wieder gesichtet wurde. Auch die Rotoren von Suchhubschraubern, die sich nähern und wieder entfernen sind ein steter Begleiter auf eurer Mission.
    Neben der exzellenten Vertonung weiß auch die Grafik zu überzeugen, denn vor allem die Charaktere sind absolut gelungen dargestellt. Gerade in den Zwischensequenzen wird dies ganz deutlich.
    In Kämpfen oder Kletterpassagen sind Batmans Bewegungen stets flüssig und auch Schatten werden immer korrekt geworfen.
    Arkham City ist sehr düster und einschüchternd modelliert. Bewegt ihr auch auf dem Boden, seid ihr nicht selten in kleinen Gassen von hohen Gebäuden flankiert und so ein leichtes Ziel für etwaige Angriffe. Aus der Luft wird schließlich das Ausmaß des Chaos sichtbar und lässt euch oben beschriebene Überfälle zum Beispiel erkennen.
    Zusammen mit dem tollen Sound entsteht so eine wirklich fesselnde Atmosphäre, die den einen oder anderen von euch sicherlich auch einmal einfach einen Blick in die Ferne blicken lässt.
    Ein paar Abzüge bekommt der Titel aber dafür, dass bei einer genaueren Betrachtung z.B. Pflanzen sehr künstlich und tot wirken und ganz leichte Treppchenbildung zu erkennen ist. Ebenfalls nicht ganz perfekt ist die Kollisionsabfrage in den Kämpfen, sodass es schon vorkommen kann (wenn auch sehr selten), dass ihr einen Schergen oder Fiesling mit einem Aufwärtshaken trefft, dieser aber nach unten fällt.
    Insgesamt ist die technische Präsentation und Ausführung von Batman Arkham City also als sehr gut zu bezeichnen, wenn auch kleinere Mankos zu finden sind. Die Umgebung ist übrigens leider nicht zerstörbar.

    -Gameplay-

    Wie der Vorgänger, nur besser

    Batman Arkham City ist eine Mischung aus Hack and Slay und Stealtheinlagen. Kurz zusammengefasst geht es meist darum von A nach B zu gelangen und bei B angekommen einen Bösewicht zu verhauen. Auf dem Weg dorthin kommen euch dann immer wieder ein paar kleinere Fieslinge und Schläger in die Quere, die ihr selbstredend auch ausschalten müsst. Habt ihr dann den Zwischengegner besiegt, erfahrt ihr wo ihr als nächstes hin müsst und macht euch auch prompt auf den Weg.
    Das mag auf den ersten Blick sehr eintönig wirken, ist aber alles andere als das. Hauptgrund dafür ist, dass ihr quasi ganz Arkham City abklappern müsst und dieses Gebiet ist weiß Gott nicht klein. Auch die Bossbattles fallen alle unterschiedlich aus und erfordern eine immer neue Herangehensweise.
    Zuerst möchte ich ein wenig auf die Mann gegen Mann Kämpfe eingehen, da diese den Hauptteil der Auseinandersetzungen darstellen. Habt ihr euch einen einzelnen Schergen oder eine ganze Gruppe ausgesucht, könnt ihr mit X Schläge und Tritte austeilen. Da eure Gegner natürlich nicht einfach nur zugucken wie sie vermöbelt werden, ist es auch notwendig deren Attacken zu kontern. Dies geschieht indem ihr im richtigen Moment Y drückt. Dieser wird durch ein erscheinendes Symbol über dem Kopf eines angreifenden Rivalen angekündigt. Ausweichen könnt ihr durch Drücken von A in Verbindung mit einer Richtung. Schafft ihr eine Kombo von mindestens fünf Schlägen, kann Batman Spezialangriffe ausführen. Diese werden stärker, je höher die Trefferserie ist. Ausgeführt werden diese durch Tastenkombinationen wie A+B oder A+X.
    Mit voranschreitender Spielzeit werden aber auch die Gegner immer stärker und vor allem besser ausgerüstet und bewaffnet in die Kämpfe ziehen. Besonders Schusswaffen stellen in Nahkämpfen ein echtes Risiko für eure Gesundheit dar. Daher ist es wichtig, dass ihr nicht einfach nur die Haudrauf-Taktik wählt, sondern geschickt eure Stärken ausnutzt. Sehr hilfreich sind hier natürlich auch die zahlreichen Gadgets, die Batman nach und nach zur Verfügung stehen. Da Batman über keine Superkräfte verfügt, ist er auf diese auch sehr häufig angewiesen. Besonders häufig müsst ihr den Detektiv-Modus aktivieren. Dieser hebt nämlich (ähnlich wie im Vorgänger) Feinde farbig hervor und informiert euch auch direkt über eventuelle Bewaffnungen. Auch wichtige Umgebungsteile wie Wasserspeier oder Türen werden so sofort sichtbar. Die Wasserspeier dienen vor allem dazu Angriffe aus der Luft zu starten. Hier ist beispielsweise der Gleittritt ein probates Mittel um einen Fiesling auf die Matte zu schicken. Kurz noch Y hinterher gedrückt und schon ist selbiger unschädlich gemacht. Mit eurem Greifhaken könnt ihr nun wieder schnell auf einen Wasserspeier zurückkehren und schon habt ihr die Gegner lautlos um eine Person dezimiert. Weitere Helferlein sind z.B. das Explosivgel, der Batarang, die Stromladungskanone oder Eisgranaten, welche allesamt für Distanzangriffe geeignet sind. Doch auch in den Nahkämpfen können diese Gadgets für Schnellangriffe genutzt werden. Die genauen Tastenkombinationen erfahrt ihr natürlich im Spiel. Setzt ihr nun also alle eure technischen Hilfsmittel geschickt ein, sind auch größere Gruppen schnell ausgeschaltet.
    Doch nicht nur in Kämpfen sind eure Gadgets von entscheidender Bedeutung, denn auch die Kletter- und Stealthpassagen sind nur durch den Einsatz selbiger zu meistern. Verschlossene Türen öffnet z.B. der kryptografische Sequenzer, während ein Seilwerfer auch große Abgründe überwinden kann und euch sogar um die Ecke gleiten lässt. Mit Stromladungen können "tote" elektrische Geräte wie Transformatoren wieder funktionsfähig gemacht werden, während euch das Explosivgel auch einmal eine alternative Route frei macht. Ausgewählt werden die Hilfsmittel allesamt über das Digikreuz, doch teilweise sind Richtungen gleich dreifach belegt, sodass dies in hektischen Situationen schon einmal etwas kompliziert sein kann auch wirklich eine Stromladung abzufeuern und nicht doch das Explosivgel zu benutzen.
    Durch gewonnene Kämpfe und gekonnte Kombos erhaltet ihr zusätzlich Skillpunkte. Diese dienen dazu eure Ausrüstung zu erweitern beziehungsweise zu verbessern oder neue Kampftechniken freizuschalten. Das hat ein wenig was von einem RPG, allerdings ohne wirklichen Tiefgang, denn am Ende des Spiels sollten sowieso alle Extras errungen sein. Dennoch ist dies motivierend, denn gerade lange Trefferserien verschaffen euch eine Menge Skillpunkte, sodass folgende Kämpfe aufgrund der besseren Ausrüstung deutlich einfacher werden.

    Zwar ist der Verlauf der Story sehr linear aber dennoch ist Arkham City eine offene Spielwelt. Wenn ihr also einmal eine Erkundungstour startet, werdet ihr schnell feststellen, dass es einiges zu entdecken gibt. Natürlich spreche ich hier von den zahlreichen Nebenmissionen, die nicht nur weitere Charaktere in das Spiel integrieren, sondern auch für etwas Abwechslung sorgen. Beispiele für solche Nebenmissionen sind unter anderem Titantanks, die von Bane in der Stadt verteilt wurden und zerstört werden müssen, Attentate, die von Deadshot durchgeführt wurden und nun zurückverfolgt und aufgeklärt werden müssen oder seltsame Todesfälle, bei denen den Opfern das Gesicht entfernt wurde. Zudem werdet ihr Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen Verfolger machen.
    Die wichtigste und gleichzeitig auch umfangsreichste Nebenmission wurde vom allseits beliebten Riddler initiiert. Dieser hat nämlich mehrere Geiseln genommen und droht damit diese zu töten, wenn Batman sie nicht rechtzeitig findet. Um nun aber an die Aufenthaltsorte der Geiseln zu gelangen, müsst ihr so genannte Riddler Herausforderungen meistern. Diese bestehen, ähnlich wie schon in Arkham Asylum, aus Riddler Rätseln, die ihr lösen und Trophäen, die ihr einsammeln müsst. Die Rätsel sind jeweils so gestaltet, dass ihr eine Frage gestellt bekommt oder eine Beschreibung erhaltet und ihr nun die Umgebung scannen müsst. Ist das gesuchte Objekt richtig erfasst, ist das Rätsel gelöst. Beispielsweise müsst ihr um die Frage: "Womit schützt man sich, wenn es Kugeln hagelt?" zu lösen, einen Regenschirm scannen. Die Trophäen sind teilweise einfach einzusammeln, doch einige sind aber nur mit Tricks zu erhalten. So müsst ihr z.B. ein Druckfeld betreten und in einer vorgegeben Zeit das nächste erreichen. Aber auch eure Ausrüstung muss immer wieder benutzt werden. Insgesamt sind ganze 400 Riddler Herausforderungen auf dem gesamten Gebiet verteilt, so dass alleine diese Aufgabe für etliche Spielstunden sorgen wird.

    Für erfolgreiches ein Absolvieren von Teilen der Story, erledigte Nebenmissionen oder das Lösen von Riddler Rätseln, werden Informationen über verschiedene Charaktere im Batman Universum, Orte in Gotham, Charaktermodelle und andere Hintergrundinformationen freigeschaltet. Diese können im Menü angesehen werden und stellen eine sinnvolle und vor allem unterhaltsame Ergänzung zum Spiel dar.

    Um nun nicht den Überblick zu verlieren, hat Batman natürlich auch eine Karte, auf der wichtige Objekte und Missionsziele vermerkt sind. Über selber wählbare Checkpoints könnt ihr so euer Voranschreiten planen. Sichtbar wird der Checkpoint übrigens stilecht indem der Scheinwerfer mitsamt Fledermaus über dem Objekt der Wahl erscheint- sehr schön gemacht.
    Gespeichert wird automatisch und zwar mehr als nur fair. Etwas übertrieben gesagt, findet ihr jedes Mal, wenn ihr um eine Ecke biegt einen Speicherpunkt, sodass ihr im Falle eines Ablebens eures Alter Egos nicht erst wieder nerviges Zurücklegen bereits gegangener Wege praktizieren müsst.

    Doch auch beim Gameplay muss ein wenig Kritik geübt werden, denn oft kommt ihr an bereits bekannten Stellen vorbei. Gut demonstriert werden kann dies am Beispiel des Museums. Dieses weist einen quasi kreuzförmigen Grundriss auf und eure Aufgabe besteht darin jede Ecke des Kreuzes einmal zu erreichen. Dazu müsst ihr mehrmals bereits gesehene Areale durchwandern.
    Ebenfalls etwas schade ist, dass die Hauptstory nur etwa 1/3 der Spielzeit ausmacht. Die restlichen 2/3 der Spielzeit gehen an die Nebenmissionen und die Herausforderungen.
    Letztere bestehen darin, dass ihr eine Kampfstage von Gegnerwellen befreien müsst und für gekonntes Vorgehen Medaillen erhaltet. Diese Herausforderungen fand ich ehrlich gesagt ein wenig langweilig, sodass ich unterm Strich nicht das komplette Spiel ausreizen konnte.
    Nichts desto trotz ist eine Spielzeit von ca. 20 Stunden locker zu erreichen, mit allen Herausforderungen sollten auch 30 Stunden problemlos drin sein.

    -Steuerung-

    Dark Knight oder doch nur dunkler Depp?

    Besonders bei Hack and Slay Spielen, werfe ich gerne einen genauen Blick auf die Steuerung, denn nicht selten kommt es vor, dass Kämpfe zu einem reinen Button-Mashing verkommen und so gar nicht alle Möglichkeiten des Charakters ausgeschöpft werden können. Daher sollte die Steuerung auf jeden Fall übersichtlich und leicht von der Hand gehend sein. Dies ist bei Batman größtenteils auch gut gelungen. In den Kämpfen wird zwar meistens der X-Button malträtiert, aber auch geschicktes Kontern und Ausweichen ist absolut wichtig. Mit ein wenig Übung sind auch die Schnellattacken gut ausführbar. Überladen ist die Steuerung daher in meinen Augen nicht. Auch das Ansprechverhalten der gedrückten Buttons ist perfekt gelungen, sodass Batman auch wirklich das macht was wir wollen.
    Ein kleines Manko ist aber das für meinen Geschmack zu überladene Digikreuz. Wie bereits erwähnt, sind hier manche Gadgets in einer Dreierreihe zu finden, während andere eine Richtung für sich alleine haben. Da stellt sich natürlich die Frage wieso dann nicht eines der drei Gadgets dorthin verfrachtet wurde.
    Ebenfalls etwas hakelig ist es Batman im Gleitflug zu steuern, denn hier reagiert unser Held sehr diffizil. Bewegungen des Sticks bis an den Rand, führen meist zu nicht gewollten Reaktionen, sodass eine Hauswand auch einmal gerne touchiert statt elegant umflogen wird. Um dies ein wenig üben zu können, sind in Arkham City so genannte erweitere Realitätstrainings zu finden. Bei diesen geht es darum Batman durch leuchtende Ringe zu manövrieren. Diese solltet ihr auch jeden Fall recht früh im Spiel absolvieren, da ein sicherer Flug später sehr wichtig ist.
    An dieser Stelle noch der kleine Tipp, dass die Steuerung im Flug von Haus aus invertiert ist. Dies könnt und solltet ihr im Menü ausstellen, da dies die ganze Angelegenheit sonst meiner Meinung nach noch zusätzlich erschwert.
    Zusammengefasst kann also gesagt werden, dass die Steuerung gut umgesetzt ist, allerdings erfordert diese ein wenig Übung, welche das Spiel aber bereitstellt.

    -Allgemeine Informationen-

    -Das Spiel ist bisher für die Xbox 360, die Playstation 3 und den PC erschienen. Für das nächste Jahr ist auch eine Auskopplung für Nintendos neue Konsole, die Wii U, geplant.

    -Das Spiel verfügt sowohl über stereoskopisches als auch anaglyphes (spezielle Brille benötigt) 3D.

    -Achievements sind größtenteils durch Voranschreiten in der Story und erledigen der Nebenmissionen zu erhalten, wobei die Riddler- Nebenmission den Löwenanteil spendiert bekommen hat. Aber auch die Herausforderungen geben durchaus eine Menge Punkte für euer Konto.

    -Bei neuen Games ist der Catwomen DLC bereits enthalten. Dieser lässt euch Catwomen spielen und ergänzt den Storystrang. Weitere DLCs, unter anderem mit Robin und Nightwing als spielbare Charaktere, sollen noch folgen.

    -Es sind verschiedene Versionen (händlerspezifisch) verfügbar, die beispielsweise im edlen Steelbook daherkommen und verschiedene Skins für Batman enthalten.

    Fazit:

    Batmans neues Abenteuer ist einfach fantastisch geworden. Sowohl die technische Seite, als auch das Gameplay wissen voll und ganz zu überzeugen. Hinzu kommen eine gelungene Bedienung und die tolle Atmosphäre.
    Auch der Umfang geht absolut in Ordnung, auch wenn kein Multiplayer enthalten ist.
    Wie jedes Spiel hat aber auch Batman Schwächen, obwohl diese hier wirklich kaum ins Gewicht fallen. Da wären die nicht perfekte Story, welche ein wenig wirr daher kommt und für meinen Geschmack einen Tacken zu kurz ist. Auch kleinere Treppchen und die eher fragwürdige Catwomen Implementierung (wieso als DLC?) trüben den Spielspaß meiner Meinung nach nicht. Zugegeben wirken viele Bösewichte ein wenig "reingequetscht" aber auch dies kann den Gesamteindruck nicht schmälern. Von meiner Seite bekommt das Spiel also eine klare Kaufempfehlung, gerade für Fans des Dunklen Ritters.

    Negative Aspekte:
    Story etwas wirr und kurz, kleine Treppchen zu erkennen, Areale werden mehrmals durchlaufen, Catwomen nur als DLC

    Positive Aspekte:
    Tolle Inszenierung und Atmosphäre, genialer Sound, abwechslungsreiches Gameplay, großer Umfang, Batman rockt einfach, viele Schurken

    Infos zur Spielzeit:
    jayjay1989 hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Batman: Arkham City

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: jayjay1989
    9.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Batman: Arkham City
    Batman: Arkham City
    Publisher
    Warner Bros. Interactive
    Developer
    Rocksteady Studios
    Release
    21.10.2011
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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Batman: Arkham City
Batman: Arkham City - Batman goes urban - Leser-Test von jayjay1989
http://www.gamezone.de/Batman-Arkham-City-Spiel-18655/Lesertests/Batman-Arkham-City-Batman-goes-urban-Leser-Test-von-jayjay1989-1010973/
12.12.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2011/10/0009Hubschrauber.jpg
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