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  • Batman: Arkham Knight im Test: Pompöses Ende einer Trilogie

    Batman: Arkham Knight im Test. Quelle: Warner

    Das Finale der 2009 angestimmten Batman Arkham Serie ist da. Dass Batman genug Stoff und Tiefgang für eine Trilogie liefern kann, zeigten die Nolan-Gebrüder bereits auf der großen Leinwand. Aber kann auch Rocksteady das finale grande?

    Die fette Lady hat gesungen – und wie!

    Fallen wir gleich mit der Tür ins Haus: Die Geschichte von Arkham Knight ist eines großen Finales absolut würdig. Im Hinblick auf Handlungsdichte, Atmosphäre, Erzählstruktur hat Rocksteady zum Schluss die dicke Lady bis zum Stimmverlust singen lassen, bevor sie die Bühne verlassen darf. Dabei besticht das Erlebnis neben üblichem, schön übertriebenem Pathos auch mit cineastischer Inszenierung, knallharten Storytwists und starken emotionalen Momenten. Auch wenn es das Grundgerüst zunächst nicht vermuten lässt: In Arkham Knight bekommen wir es mit gleich zwei Bösewichten, nämlich Scarecrow und dem mysteriösen Arkham Knight, einer optisch stark an Marvels Iron Man erinnernden Abwandlung Batmans, zu tun. Die Bedrohungsthematik wird dabei intelligent aufgeteilt und im Verlauf der Geschichte miteinander verwoben.

    Batman trifft auf alte Bekannte: Scarecrow, Pinguin und Two-Face. Batman trifft auf alte Bekannte: Scarecrow, Pinguin und Two-Face. Quelle: Warner Bros. Während Scarecrow mit Gotham eher das große Ganze im Blick hat und Batman vor allem mit der Bedrohung seiner Stadt übel beikommen möchte, verfolgt der Arkham Knight primär Batman und hilft im Zuge dessen Scarecrow bei der Umsetzung seines Plans. Also liegt es an uns zu verhindern, dass Scarecrows modifiziertes Angst-Gas nicht wie erdacht in einer großen Bombe detonieren und somit auch jenseits von Gothams Stadtgrenze für Panik und Tod sorgen kann und zudem unser eigenes Leben bis zur Rettung Gothams vor den Angriffen des Knights zu schützen. Als wären wir mit zwei auf einer Stufe stehenden Zielen nicht schon genug beschäftigt, treffen wir auch alte Bekannte wie Harvey Dent alias Two-Face, den Pinguin Oswald Cobblepot, Harley Quinn oder den Riddler auf der einen, Oracle, Alfred und Police-Commissioner Jim Gordon auf der anderen Seite. Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten, denn diese Story hat es verdient, von jedem Spieler eigens entdeckt, interpretiert und erlebt zu werden.

    Gotham City als neues Revier ist viel größer als Arkham City - und sieht phänomenal aus. Gotham City als neues Revier ist viel größer als Arkham City - und sieht phänomenal aus. Quelle: PC Games Gleiches gilt für die Stadt: Gotham ist nicht nur um ein Vielfaches größer als Arkham City, sondern auch in gleichem Maße schöner. Aus heutiger Sicht würde wohl keiner mehr behaupten, Arkham City könne sich angesichts Gothams Ausmaße ernsthaft als Stadt bezeichnen. Nach der im Anschluss an Scarecrows Bombendrohung sofort eingeleiteten Evakuierung der Bevölkerung Gothams wird die Stadt von Ganoven aller Art sowie dem dunklen, schmutzigen Schick regiert. So bedrohlich die Stadt im Nachtregen aufgrund der aktuellen Lage auch wirkt, können wir sie in der Rolle des Batman auch bewundern und uns mit ihr identifizieren. Wir werden automatisch zum wahrscheinlich berühmtesten Bürger Gothams und kämpfen bereits nach wenigen Minuten mit jeder Menge Herzblut für das Wohl unserer Stadt. Dabei ist die Stadt selbst im Vergleich nicht sonderlich belebt. Dennoch haben wir nie das Gefühl gehabt, die Stadt wirke nicht bedrohlich genug oder sei nicht lebendig. Im Gegenteil: Oft haben wir uns dabei erwischt auch mal zu Fuß durch kleine Seitengassen zu schlendern und die Stadt zu erkunden. Dabei kann man auch auf das eine oder andere Easter-Egg stoßen, welches beispielsweise Batmans nächstes großes Filmkapitel ankündigt.

    36:42
    Batman: Arkham Knight - Video-Talk der Tester zum Rocksteady-Finale - ohne Spoiler
    Spielecover zu Batman: Arkham Knight
    Batman: Arkham Knight

    Bat(un-)mobil

    Oft werden Batmobil-Einsätze zu ziemlich plumpen Panzerschlachten. Oft werden Batmobil-Einsätze zu ziemlich plumpen Panzerschlachten. Quelle: PC Games Die wahrscheinlich einschneidendste Gameplay-Neuerung in Arkham Knight ist das von Spielern lang ersehnte Batmobil. Dieses orientiert sich im Vergleich zum ersten Teil, wo es Batman lediglich in das Arkham Asylum und von dort nach dem Schlussakkord wieder wegbrachte, auch eher am Nolan-Tumbler als an den langen, Dragster-ähnlichen Interpretationen des Fahrzeugs. Dabei dient der fahrbare Untersatz jedoch nicht nur dazu, von A nach B zu gelangen, sondern wird auch in den Haupt- und Nebenmissionen munter eingesetzt. Dabei kann man die Beziehung zwischen Batman und seinem Batmobil an sehr vielen Punkten mit der Kult-Serie Knight Rider vergleichen. Auf Knopfdruck können wir das Batmobil in jeder Straßenecke Gothams rufen und in wenigen Sekunden mit gezündetem Nachbrenner durch die Nacht rasen.

    Neben dem Fahrmodus spendierte Rocksteady dem Batmobil jedoch auch einen weiteren Modus. Halten wir die linke Trigger-Taste gedrückt, wird das Batmobil zu eben jenem futuristischen Panzer, den die Optik verspricht. Während sich das Batmobil unbewaffnet wie ein Dampfhammer fährt, operiert ihr im Kampfmodus dank 60mm-Geschütz und MG wie ein Skalpell. Aus Beschleunigung und Drift wird Durchschlagskraft und extreme Wendigkeit. Und diese ist auch bitter nötig: Der Arkham Knight lässt die Straßen Gothams von ferngesteuerten Panzerdrohnen mit mächtig Durchschlagskraft bewachen, denen wir häufig im Spiel gegenüber stehen.

    Präzise Verfolgungsjagden sind wegen der schwammigen Steuerung nicht drin. Präzise Verfolgungsjagden sind wegen der schwammigen Steuerung nicht drin. Quelle: PC Games Im Gefecht geht die Steuerung gut von der Hand: Da wir mit unserem Geschütz nach jedem Schuss eine gewisse Ladezeit in Kauf nehmen müssen, geben wir mit dem MG ordentlich Zwischenfeuer. Währenddessen müssen wir dank der Schubdüsen schnell aus der angezeigten Schusslinie der Drohnen kommen. Werden wir nicht getroffen und schalten im Gegenzug Drohnen aus, können wir bei voll aufgeladener Anzeige sogar Raketen auf mehrere Drohnen abfeuern, die zur sofortigen Reise ins Alteisen führen. Später können wir per Upgrade sogar Drohnen kontrollieren und uns temporär Verbündete in den feindlichen Linien schaffen.

    So schön die Idee mit dem Batmobil ist, so kritisch muss man sie auch betrachten. Rocksteady macht es dem Spieler bereits bei der Tastenbelegung schwer. Wer häufiger Rennspiele spielt, wird über die Jahre gelernt haben den rechten Trigger für Gas und den linken Trigger für Bremse zu benutzen. In Arkham Knight ist der rechte Trigger zwar nach wie vor für die Beschleunigung zuständig, jedoch wird die Bremse über "Quadrat" (PS4) oder "X" (XBOX) bedient. Wer gut kombiniert weiß bereits, welcher Knopf den Kampfmodus einleitet – Richtig, der linke Trigger! So kommt es das komplette Spiel über vor, dass wir statt zu Bremsen freudig im Kampfmodus die Wand hinter der Kurve eines kleinen Crashtests unterzogen. Im Fahrmodus neigt das Batmobil zu starkem Übersteuern. Dabei greift die Bremse unterstützend ein und leitet den drohenden Ausbruch des Hecks mit wehenden Fahnen endgültig ein. Zackige Wendungen in engen Kurven oder präzise Fluchtmanöver sind so definitiv nicht drin.

    Ein weiterer Streitpunkt ist die Art der Implementierung des Batmobils in den Handlungsstrang. Ein endgültiges Urteil fällt schwer. Oft wirken die Abschnitte im Batmobil stark aufgesetzt und reißen uns aus der Spannung der Hauptstory für teils wahnwitzige Ballersequenzen ohne großen Mehrwert. Allerdings machen die Abschnitte auch Spaß und sorgen für Abwechlsung. Vielleicht ist Rocksteady der Vorwurf zu machen, nicht feinfühlig genug an die Sache herangegangen zu sein. Viele der Missionen sind zwar gut spielbar und angenehm fordernd, hätten so aber auch in einer Nebenmission untergebracht werden können. Uns haben beispielsweise jene Abschnitte sehr viel Spaß gemacht, in der klassische Batman-Momente mit dem Batmobil kombiniert wurden. Wir können jedoch verstehen, dass Rocksteady die Aufnahme des Batmobils in das Spiel durch eine starke Gewichtung in der Hauptgeschichte auch vor den Fans rechtfertigen wollte. Denn wenn wir ehrlich sind, hätte uns das Batmobil als reines Nebenmissionsfutter auch nicht gefallen.

    07:22
    Batman: Arkham Knight: Time To Go To War - Über 7 Minuten Gameplay aus Rocksteadys Trilogie-Abschluss
    Spielecover zu Batman: Arkham Knight
    Batman: Arkham Knight

    Alles beim Alten, nur besser

    Das Freeflow-System kann uns auch nach sechs Jahren noch begeistern. Das Freeflow-System kann uns auch nach sechs Jahren noch begeistern. Quelle: PC Games Im übrigen Spielverlauf sind die Veränderungen lediglich in Nuancen auszumachen. Das Free-Flow-Kampfsystem wurde um ein paar neue Animationen sowie die Einbindung der Umgebung verfeinert. In den wenigen Auftritten von kampferprobten Verbündeten wie Robin oder Nightwing können wir nahtlos zwischen beiden Figuren hin und her schalten und sogar cool umgesetzte Partner-Finisher vollführen. Für erfolgreich und besonders geschickt gelöste Gefechte und Nebenmissionen erhalten wir Erfahrungspunkte, die uns beim Levelanstieg Punkte bringen, um uns neue Gadgets oder Fähigkeiten zu erspielen.

    Gerade die Nebenmissionen haben es in sich. Über ein Missionsrad können wir uns jederzeit einer anderen Aufgabe widmen. Neben den obligatorischen Riddler-Missionen, greifen wir der Feuerwehr in Notsituationen unter die Arme, eliminieren alle Drohnen in einem Stadtteil oder klären eine perverse Mordserie auf. Insgesamt sollten somit über 30 Stunden Spielzeit locker vergehen. Auch die Gegner haben neue Tricks auf Lager. Diese verminen jetzt Aussichtspunkte und verhalten sich insgesamt wesentlich intelligenter. Somit müssen die Stealth-Passagen nun deutlich besser geplant werden. Batman ist unterdessen aber dank neuer Gadgets auch nicht gerade Chancenlos. So verfügen wir jetzt beispielsweise über eine Waffe, die bis zu drei Gegnern gleichzeitig das Schießeisen lahmlegt. Dank dem Stimmenimitator können wir einzelne Schläger auch von der Gruppe trennen und aus dem Verkehr ziehen.

    In bestimmten Momenten kann sich Batman Hilfe von Robin oder Nightwing holen. In bestimmten Momenten kann sich Batman Hilfe von Robin oder Nightwing holen. Quelle: Warner Bros. Technisch ist Batman: Arkham Knight schlichtweg phänomenal. Zwar gibt es zwischen den Konsolenversionen Unterschiede in der Auflösung, jedoch sind diese nur anhand der nackten Zahlen wirklich nachzuvollziehen. Wenn es extrem hektisch und effektreich auf dem Bildschirm zur Sache geht gibt es auf beiden Konsolen leichte Ruckler. Ansonsten ist das Spiel extrem poliert und wartet mit tollen Texturen, fantastischen Animationen und stimmungsvollen Lichteffekten auf. Allein der erste Flug über das verregnete Gotham ist den Kaufpreis wert. Die Synchronsprecher lassen auch im dritten Teil nichts dem Zufall. Die englische als auch die deutsche Tonspur stehen auf einer Stufe wenn es um Intonation, Aussprache und Engagement geht. Der Soundtrack ist gewohnt filmisch und hat für jede Situation das richtige Playback. Ein besonderes Lob vergeben wir an das Sounddesign. Egal ob der Motor des Batmobils oder nur der im Wind Gothams flatternde Umhang des dunklen Ritters: Das fetzt!

    In eigener Sache: Wir haben nur die durchweg guten Konsolenversionen gesichtet. Die verbuggte PC-Version hatten wir nicht im Test.


    Batman: Arkham Knight (PS4)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    10/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Batman: Arkham Knight (XBO)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    10/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Tolle, abwechslungsreiche Story
    Große Stadt
    Grandioses Sounddesign
    Düsteres Spieldesign
    Neue Gadgets
    Batmobil
    Viele Nebenmissionen
    Free-Flow-Kampfsystem
    Bessere Gegner-KI
    Bei hektischen Spielmomenten vereinzelte Ruckler
    Steuerung des Batmobils
    Tastenbelegung des Batmobils
    Fazit
    Batman: Arkham Knight mag zwar einen pompösen Abschluss der Trilogie darstellen, kämpft aber inhaltlich mit blutleeren Batmobil-Szenen.

    03:31
    Batman: Arkham Knight - Video-Grafikvergleich PC vs. Xbox One vs. PS4
    Spielecover zu Batman: Arkham Knight
    Batman: Arkham Knight
  • Batman: Arkham Knight
    Batman: Arkham Knight
    Publisher
    Warner Bros. Interactive
    Developer
    Rocksteady Studios
    Release
    23.06.2015
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 35 Kommentare zum Artikel
    Von Ricewind
    Also technisch ist es auf der One einwandfrei. Soll bei der PS4 ja nicht anders sein, dort ist sie dank höherer…
    Von BigJim
    Du meinst wahrscheinlich untertrieben bzw. nach unten hin übertrieben. Die PC-Version hat bei 4players nur 57 %…
    Von ARCdefender
    Ja die 4P Wertung ist übertrieben.Wenn ich eine Wertung geben müsste wäre die so zwischen 78- 80% Aber auf keinen Fall…

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    • Es gibt 35 Kommentare zum Artikel

      • Von Ricewind Erfahrener Benutzer
        Also technisch ist es auf der One einwandfrei. Soll bei der PS4 ja nicht anders sein, dort ist sie dank höherer Auflösung sogar noch einen Tuck besser.
        Also im 80er Bereich würde ich das Spiel auch ansiedeln. Aber mehr unten als oben.
      • Von BigJim Erfahrener Benutzer
        Zitat von ARCdefender
        Ja die 4P Wertung ist übertrieben.
        Wenn ich eine Wertung geben müsste wäre die so zwischen 78- 80% Aber auf keinen Fall höher.
        Du meinst wahrscheinlich untertrieben bzw. nach unten hin übertrieben. Die PC-Version hat bei 4players nur 57 % bekommen, die Konsolenfassungen…
      • Von ARCdefender Erfahrener Benutzer
        Ja die 4P Wertung ist übertrieben.
        Wenn ich eine Wertung geben müsste wäre die so zwischen 78- 80% Aber auf keinen Fall höher.
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Batman: Arkham Knight
Test: Pompöses Ende einer Trilogie
Das Finale der 2009 angestimmten Batman Arkham Serie ist da. Dass Batman genug Stoff und Tiefgang für eine Trilogie liefern kann, zeigten die Nolan-Gebrüder bereits auf der großen Leinwand. Aber kann auch Rocksteady das finale grande?
http://www.gamezone.de/Batman-Arkham-Knight-Spiel-54131/Tests/Batman-Arkham-Knight-Test-Pompoeses-Ende-einer-Trilogie-1163408/
30.06.2015
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2014/03/Batman_Arkham_Knight_March_new__1_-pcgh_b2teaser_169.jpg
batman arkham knight,action,batman,warner
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