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  • Battalion Wars im Gamezone-Test

    Wie sich Nintendos gewagte Fusion aus Action und Strategie in Sachen Spielspaß schlägt, lest ihr in unserem Test.

    Lange hat es gedauert, doch endlich ist es soweit: Die kultige und auf dem GBA äußerst beliebte Advance Wars-Serie bekommt einen dreidimensionalen Ableger auf dem Gamecube. Wie sich der actionreiche Strategie-Mix letztendlich in Sachen Spielspaß schlägt, lest ihr in unserem Test.

    Battalion Wars Battalion Wars Die Hintergrundgeschichte von "Battalion Wars", welches zuvor noch unter dem Namen "Advance Wars: Under Fire" entwickelt wurde, ist relativ einfach und schnell erklärt: Zwei Nationen stehen sich seit Jahren an der gemeinsamen Grenze bis an die Zähne bewaffnet gegenüber und eines Tages passiert das, was früher oder später einfach passieren musste: Der Krieg zwischen der Westlichen Allianz und dem Imperium Tundrana bricht los. Man könnte jetzt denken, dass es sich bei "Battalion Wars" um ein ziemlich martialisches und gewalttätiges Kriegspiel handelt, doch dann würde es wohl kaum von Nintendo selbst veröffentlicht werden. Natürlich geht es hier um einen militärischen Konflikt, doch die Art und Weise, wie das Ganze inszeniert wurde, ist absolut kindgerecht, stellenweise sehr humorvoll und fast schon völlig gewaltfrei. Die ziemlich dünne Story wird von überraschend witzigen Charakteren transportiert und dadurch auch gerettet: Egal ob es nun die sexy Brigadierin Betty, der smarte Marschall Nowa oder die später auftauchenden Nazi-Vampire des finsteren Reiches "Exilvana" sind - all diese Figuren entschärfen das kriegerische Treiben auf dem Bildschirm ungemein und sorgen mit klischeebehafteten Sprüchen für Stimmung. Aber auch auf dem Schlachtfeld selbst geht es eher witzig zu, denn keiner der Soldaten hinterlässt eine Blutspur oder schreit bei einem Treffer vor Schmerz auf, ganz im Gegenteil: Die äußerst liebevoll animierten Comic-Kämpfer geben im Ernstfall mit ihrer ulkigen Pipsstimme sogar noch manch amüsanten Kommentar von sich.

    Actionbetontes Strategie-Gameplay

    Battalion Wars Battalion Wars Das der Name des Spiels letztendlich nun doch kein "Advance Wars" mehr enthält, ist wohl auch auf die deutlichen Unterschiede im Gameplay zurückzuführen. Denn in "Battalion Wars" habt ihr zwar die strategische Kontrolle über verschiedene Einheiten und müsst diese taktisch versiert gegen den Computergegner einsetzten, doch geschieht das Ganze in einem äußerst actionbetonten Echtzeit-Rahmen. Ihr spielt also nicht als planender Feldherr auf einer Übersichtskarte und verschiebt dort in aller Ruhe einzelne Kampfverbände, sondern steckt selbst zu jeder Zeit mitten im bleihaltigen Geschehen. Dirigiert man beispielsweise gerade eine Gruppe Gewehrschützen, darf man selbst als Truppenmitglied aus der 3rd Person-Perspektive mitmischen und Feinde ins Visier nehmen. Eine praktische Zielfunktion erleichtert den Kampf, damit umkreist ihr ganz automatisch den aktuellen Feind und könnt sogar mit Gefechtsrollen den meisten seiner Geschosse ausweichen. Das strategische Element hängt direkt mit dieser Zielfunktion zusammen: Per Knopfdruck kann man weitere Truppen auf das aktuell anvisierte Ziel ansetzen und sich selbst anderen Aufgaben zuwenden. Natürlich ist es auch per Knopfdruck zu jeder Zeit möglich, in die Haut einer anderen Einheit oder hinter das Steuer eines Fahrzeugs zu schlüpfen und damit auch an anderer Stelle auf dem Schlachtfeld aktiv mitzuwirken.

    Battalion Wars Battalion Wars Sämtliche Befehle gehen aufgrund der gelungenen, aber auch komplexen Steuerung sehr leicht von der Hand: Mit dem rechten C-Stick wählt ihr die unterschiedlichen Einheitentypen eurer Armee am unteren Bildschirmrand aus und schickt sie mit einem Druck auf die Y-Taste in den Kampf. Auch ist es möglich, einen einzelnen Soldat per C-Stick herauszupicken, um ihn damit beispielsweise in einen Geschützbunker zu beordern. Ein flinkes Hin- und Herschalten zwischen den einzelnen Einheiten ist absolut überlebenswichtig, in besonders hitzigen Schlachten sollte man deshalb einen kühlen Kopf bewahren und die gelungene, aber auch komplexe Steuerung bis ins letzte Detail verinnerlicht haben. Natürlich steuert sich ein Panzer oder ein Helikopter völlig anders als ein Infanterist, allerdings ist man auch mit der Fahrzeugsteuerung sehr schnell vertraut. Lediglich die schnellen Spähfahrzeuge sind unter Höchstgeschwindigkeit nur noch sehr schwammig zu steuern und brechen sehr leicht aus. Bei einem schweren Panzer ist das glücklicherweise nicht der Fall, allerdings sind schnelle Ausweichmanöver mit diesen stählernen Ungetümen so gut wie unmöglich.

    Raffinierte Einheiten-Palette

    Battalion Wars Battalion Wars Wie bei jedem Strategiespiel sind auch in "Battalion Wars" die verschiedenen Einheiten und deren taktischer Einsatz der zentrale Schlüssel zum Sieg. Damit das Gameplay übersichtlich bleibt und nicht zu komplex wird, basierten die insgesamt 18 Einheiten auf dem klassischen Schere-Stein-Papier-Prinzip: Während beispielsweise ein Infanterist mit einer Panzerfaust gegen Fahrzeuge jeder Art bestens geeignet ist, macht ein Soldat mit Flammenwerfer schnell kurzen Prozess mit ihm. Auch fliegende Einheiten müssen sich vor Luftabwehrgeschützen in Acht nehmen; vor dem Anflug sollte man als schlauer Feldherr derartige Bedrohungen also zuerst mit den Bodentruppen ausgeschaltet haben. Später im Spiel kommt man dann auch noch in den Genuss von Artilleriegeschützen, welche über große Entfernung angreifen können oder darf am Steuer des mächtigen Spezialpanzers auch durch größere Kampfverbände brechen.

    Battalion Wars Battalion Wars Der spielerische Anspruch entsteht bei "Battalion Wars" ganz klar dadurch, dass man die unterschiedlichen Gegner immer mit dem entsprechenden Gegenstück der eigenen Armee angreifen muss - als Rambo gewinnt man hier definitiv keinen Blumentopf. Zu jederzeit kann man die eigene Armee in den Überwaschungsmodus schalten und sich mit einem ausgewählten Spähtrupp ein Stück im Alleingang vorarbeiten. Das Ganze hat irgendwie etwas von "Pikmin" da man den Kampfverband meist in sicherer Entfernung hinter sich herzieht und bei Bedarf per Knopfdruck in den aktuellen Angriff eingreifen lässt. Beispielsweise sollte man eine von Bazooka-Schützen bewachte Straße erst mit einem Sondereinsatzkommando freimachen und dann die in sicherer Deckung wartenden Panzer und anderen Einheiten herbeirufen. Sollte eine eurer Truppen dann doch mal das Zeitliche segnen, gibt es nur in absoluten Ausnahmefällen Ersatz: "Battalion Wars" hat keinerlei Aufbau-Elemente, Verstärkung gibt es nur dann, wenn das Missionsdesign zufällig die Eroberung eines Gefangenenlagers beinhaltet, ansonsten müsst ihr mit den Einheiten auskommen, die man euch zu Beginn mitgegeben hat. Das man beim Spieldesign auf die Produktionsmöglichkeit von neuen Einheiten komplett verzichtet hat, liegt natürlich an den dadurch auftretenden Gefahren in Bezug auf Übersicht und Spielbarkeit. Spiele wie "Battlezone" oder "Pikmin" haben allerdings bewiesen, dass so etwas auch in einem Strategiespiel aus der 3rd Person-Perspektive möglich ist.

  • Battalion Wars
    Battalion Wars
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Kuju PLC. (UK)
    Release
    10.12.2005
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Battalion Wars
Battalion Wars im Gamezone-Test
Wie sich Nintendos gewagte Fusion aus Action und Strategie in Sachen Spielspaß schlägt, lest ihr in unserem Test.
http://www.gamezone.de/Battalion-Wars-Classic-18673/Tests/Battalion-Wars-im-Gamezone-Test-990588/
15.12.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/12/TV2005121414520300.jpg
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