Battlefield 5: Lieber spät als nie - der Battle-Royale-Modus in der Vorschau
Special
Die heißbegehrten Battle-Royale-Gefechte werden endlich auch Teil von Battlefield 5. Wir waren bei Criterion Games zu Besuch und haben den Firestorm-Modus zwei Wochen vor dem offiziellen Launch ausprobiert. Ob Battlefield auch Battle Royale kann, verraten wir euch in unserer Vorschau.
Battle Royale ist nach wie vor der beliebteste Modus in Online-Shootern. PUBG könnte man als Wegbereiter für die kurzweiligen Last-Man-Standing-Gefechte ansehen, während Fortnite die unglaublich spannenden Partien auch bei der jüngeren Generation beliebt gemacht hat. Zuletzt feierte das kostenlose Apex Legends einen riesigen Erfolg, als sich innerhalb von vier Wochen über 50 Millionen Spieler für den Battle-Royale-Shooter registrierten. Nun möchte auch Battlefield 5 (jetzt kaufen ) ein Stück vom großen BR-Kuchen abbekommen und bringt noch vor dem Trial-by-Fire-Updates am 25. März den Firestorm-Modus auf die Schlachtfelder des Zweiten Weltkriegs. Der Modus war eigentlich schon für den Release von BF5 im letzten November angekündigt worden, aber der zuständige Entwickler Criterion Games (Burnout-Reihe, Black) brauchte dann doch etwas länger als gedacht. Ob Battlefields eigener Battle-Royale-Modus nun in Anbetracht der starken kostenlosen Konkurrenz punkten kann, davon konnten wir uns bei einem Anspiel-Event bei den Entwicklern in Guilford überzeugen.
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Firestorm hat - kein Wunder - eine sehr große Ähnlichkeit mit seinen Konkurrenten. Auf einer riesigen, in Norwegen angesiedelten Karte namens Halvøy, die zehnmal größer als die üblichen Battlefield-Maps ist, kämpfen 64 Spieler darum, wer als letzter überlebt. Dabei kann man den Modus entweder alleine oder zu viert als Squad spielen - letzteres hat uns aber deutlich besser gefallen. Zum Start wählen wir eines der vier bekannten Spielerklassen von BF5 aus, wobei dies nur der Optik dient. Sanitäter, Sturm- sowie Support-Soldaten oder Scharfschützen verfügen im Gegensatz zu den anderen Spielmodi von Battlefield 5 über keinerlei Besonderheiten für die Gefechte. Danach geht es wie in PUBG in einen Warteareal, wo wir die Waffen des Spiels ein wenig testen können. Sobald 64 Spieler sich in einer Lobby versammelt haben, geht es dann los. Ein Match fängt auch wie bei den Konkurrenztiteln mit einem Fallschirmsprung an.
Quelle: PC Games
Wie in den anderen Battle-Royale-Shootern startet der Match mit einem Fallschirmsprung.
Battlefield 5 Firestorm Vorschau: Kleine Unterschiede
In Sachen Loot unterscheidet sich Firestorm ein wenig von PUBG und dem Blackout-Modus von Call of Duty. Man startet zwar wie bei den Konkurrenten ohne richtige Bewaffnung und muss erst in Häusern Ausschau nach Pistolen und Gewehren halten. Jedoch gibt es für die Waffen keinerlei Aufsätze wie Visiere oder Läufe, die man einzeln einsammeln könnte. Dafür kommen die Schießeisen in drei unterschiedlichen Wertigkeitsstufen: regulär, selten und legendär. Während die regulären Varianten über keine Visiere oder andere Vorteile verfügen, haben die legendären Gewehre vier Aufsätze und sind entsprechend selten auf der Karte zu finden. Die höchste Wahrscheinlichkeit diese zu bekommen, hat man entweder in Safes, die sich meistens in Gebäuden befinden und die man zeitaufwändig öffnen muss. Zudem gibt es auch drei spezielle Objectives auf der Karte, die man wie im Conquest-Modus von Battlefield 5 erobern muss. Sobald man dies getan hat, fällt ein Supply-Drop auf die Stelle und man bekommt gut und gerne auch mehrere legendäre Waffen. Da die Gegner aber über eine Eroberung gewarnt werden, sind die Punkte auf der Karte selbstverständlich stark umkämpft. Die Entwickler selbst sagen, dass sie Spieler dafür belohnen wollen, wenn man Risiken eingeht.
Quelle: PC Games
Im Laufe des Gefechts sammeln wir Loot ein. Die Waffen gibt es dabei in drei unterschiedlichen Wertigkeitsstufen.
Auch Rüstungen und Munition gilt es während der Gefechte einzusammeln. Für jeden Waffentyp gibt es eine eigene Munitionsart, die Kugeln für Scharfschützengewehre passen zum Beispiel nicht in eine Maschinenpistole. Insgesamt können wir zwei Hauptwaffen, zwei Gadgets und eine Pistole mit uns führen. Die Pistole ist vor allem dann wichtig, wenn man niedergeschossen wird. Während man darauf hofft, dass die Teamkameraden einen vielleicht noch heilen, kann man nämlich mit der Pistole auf die Feinde schießen. Durch Rucksäcke können wir zudem noch mehr Gadgets mit uns führen. Einige der Gegenstände sind auch wirklich stark, etwa der V-1-Flare, mit dem wir eine Sprengrakete auf eine bestimmte Stelle ordern können. In diese Kategorie aber auch schwächere Gegenstände wie Granaten, Medipaks und Panzerschrecks. In puncto Rüstungen gibt es zwei Varianten, leichte und schwere Rüstungen. Beide lassen sich auch mit Rüstungsplatten noch reparieren, falls man mal getroffen wurde. Eine Rüstungsplatte kann man zudem auch einzeln einsetzen und bekommt immerhin einen Rüstungswert von 50 - die schwere Rüstung hat einen Wert von 150. Praktisch ist auch, dass wir beim Schießen über eine Farbkodierung auch darüber informiert werden, ob wir dem Feind lediglich die Panzerung abgezogen oder tatsächlich Schaden angerichtet haben.
Battlefield 5 Firestorm Vorschau: Zerstörung
Wie in PUBG, Call of Duty: Black Ops 4 oder auch Apex Legends gibt es im Battlefield-Battle-Royale auch einen immer enger werdenden Kreis, innerhalb dessen wir uns befinden müssen, damit wir keinen konstanten Schaden erleiden. Der Kreis sorgt dafür, dass die Spieler zwangsläufig irgendwann aufeinander treffen und die Partien so nicht endlos lange dauern. Jene Kuppel nennt sich in Battlefield 5 Feuersturm, oder auf Englisch Firestorm, und ist somit namensgebend für den Modus. Die Flammenmauer richtet aber nicht nur für konstanten Schaden an, sondern zerstört auch jegliche Gebäude innerhalb ihres Radius. Wer also ein Haus etwas zu spät verlässt, hat hier das Nachsehen und stirbt. Die Häuser auf der Karte lassen sich aber auch mit Granaten und Panzerschrecks zerstören, was unserer Erfahrung nach für richtig unterhaltsame Gefechte sorgt und zugleich Campern das Verstecken in Gebäuden madig macht.
Quelle: PC Games
Die namensgebende Feuerwand richtet nicht nur konstant Schaden an, sondern zerstört auch jegliche Gebäude in ihrem Radius.
Das richtige Alleinstellungsmerkmal von Firestorm liegt hingegen bei den Fahrzeugen. Battlefield-typisch gibt es nämlich 17 unterschiedliche Fahrzeugtypen - darunter auch der für Battlefield 5 neue Mini-Helikopter - auf der riesigen Karte, die aber nicht alle einfach so in der Gegend herumliegen. Stattdessen gilt es, die mächtigsten - sprich Panzer - aus Bunkern zu befreien, indem man zeitaufwendig zuerst die Tore der Schutzanlage aufschließen muss. Dabei ertönt obendrein noch ein Signal, wodurch alle in der Nähe befindlichen Kontrahenten alarmiert sind - auch hier wollen die Entwickler, dass wir Risiken eingehen. Zudem verfügen die Panzer nicht über unendlich viel Ressourcen. Wir ergattern zum Beispiel Treibstoff und Munition durch zufällige Drops und können nur so langfristig mit den Vehikeln unterwegs sein. Da die Fahrzeuge sich mit Bazookas oder C4-Sprenggranaten relativ leicht zerstören lassen, wirkten sie unserer Meinung nach nicht zu überlegen für die Partien.
Battlefield 5 Firestorm Vorschau: Wir sind gespannt
Auch sonst ging das Balancing in den von uns gespielten Partien vollkommen in Ordnung. Eine übermächtige Waffe oder ein Gadget gab es nicht wirklich. Zudem scheint die riesige Karte genügend interessanter Kampfareale zu bieten, in denen die Zerstörungs-Engine von Battlefield 5 voll auf ihre Kosten kommt. Ebenso haben uns die Fahrzeuge begeistert. Wie schon erwähnt, fallen sie zwar nicht zu stark aus, bringen aber frischen Wind in das Battle-Royale-Genre. Technisch gab es bei dem Event ebenfalls keine Probleme, Abstürze oder Lags haben wir nicht erlebt. So lässt sich sagen, dass Criterion Games gute Arbeit mit dem Firestorm-Modus geleistet hat. Nur bleibt am Ende natürlich die Frage, ob Battlefields Battle-Royale doch ein wenig zu spät kommt, da die meisten Spieler sich aktuell in Apex Legends und Fortnite gratis austoben und die Unterschiede zwischen Firestorm und seinen Konkurrenten trotz der Fahrzeuge und der Zerstörungs-Engine nicht gerade riesig ausfallen. Wer aber Battlefield 5 eh schon gekauft hat, sollte den neuen Modus natürlich unbedingt ausprobieren!
