Mit Battlefield Hardline arbeitet erstmals nicht DICE an einem Major Release der Battlefield-Serie. Eine actiongeladene Polizeiaction im TV-Serienformat sollte es werden, mit spannender Story, guten Dialogen, Hollywood-Feeling. Heraus kam Alarm für Cobra 11 für Arme.
Auf dieser Seite
Multiplayer-Update
Quelle: PC Games
Problemloser Start: Hardline ist technisch ausgereifter als Battlefield 4.
Der Start von Battlefield Hardline verlief bis auf kleinere Probleme in den ganz frühen Tagen problemlos. Anders als beim Vorgänger Battlefield 4 gibt es kaum Lags oder (dem Netzcode geschuldete) Spielerverschiebungen. Nach mehreren Stunden gewöhne ich mich auch immer mehr an den Polizei-Shooter. Das neue Waffen-Feeling will aber bis jetzt nicht richtig sitzenbleiben. Noch immer fühlen sich die Polizei-Schießkolben nicht so hochwertig an wie die militärischen. An manchen Stellen ist das Handling zwar realistischer geworden – so haben viele Gewehre nun einen deutlichen Rückstoß und sind dadurch schwerer zu handhaben – aber der Spielbarkeit kommt dieses realistischere Handling nicht zugute.
Unnötig kompliziert ist auch das Boni-System. Im Vorgänger konnte man einen XP-Bonus von 25% bis 200% aktivieren. In Hardline gibt es für jede Klasse diverse Boni. Zielpunkte-Bonus, Waffen-Bonus, Teamplay-Bonus… Jedes Teil-Element des Gameplays kann man separat boosten.
Gefallen hat mir nach dem Anspielen hingegen das Waffen-Upgrade. Mit steigender Spielerfahrung schalte ich nicht ständig Waffen frei, die ich sowieso nicht haben will, sondern nur eine Option darauf. Will ich eine Knarre wirklich benutzen, muss ich sie mit einer Ingame-Währung kaufen. Dadurch spart man sich das langwierige Spielen mit Gewehren, die man eigentlich nicht benutzen will. Das hat mich in den Vorgängern oft gestört. Um zu den tollen Wummen zu gelangen, musste ich damals erst stundenlang mit Rohrkrepierern hantieren.
Die Spielmodi im Livebetrieb
Quelle: PC Games
Die Karten sind zum Teil sehr chaotisch.
Wie vorab vermutet, sind die kompetitiven Wettbewerbsmodi Crosshair und Rescue im Livebetrieb so gut wie nicht existent. Bei einem Test fanden wir im kompletten europäischen Raum sogar nur etwas mehr als 20 aktive Server vor. Dank der kurzen Spielrunden und dem häufigen Wechsel in den Ladebildschirm springen außerdem immer wieder Mitspieler ab. Das nervt nach einer Weile und macht den Spielmodus eigentlich so gut wie unspielbar, wenn man nicht sowieso ein Clanmatch plant.
Hotwire stellt sich zum größten Teil als genau die Punktemaschine heraus, die wir vor dem Test erwartet hatten. Wer am Steuer sitzt, macht schaufelt tonnenweise Punkte auf sein Konto – mehr als 15.000 ist überhaupt keine Seltenheit. Dabei entsteht ein Balanceproblem und sogar eine Konkurrenzsituation im eigenen Team. Bevor man den anderen mit dem begehrten Zielwagen wegfahren lässt, rammt ihn lieber oder jagt das komplette Ding in die Luft. Auf manchen Servern entbrennt ein Kampf um die begehrten Schlitten, wie man es früher von Hubschrauber-Spawnpunkten kannte. Insgesamt ist der Spielmodus eine Einladung an Trolle – aber dadurch auch wundervoll allein spielbar.
Mit Eroberung und Blood Money werde ich mit der Zeit aber langsam warm. Vor allem der typische Battlefield-Modus macht in Hardline nach einiger Eingewöhnungsphase Freude. Blood Money kann ziemlich chaotisch werden, vor allem wenn ein Server mit 64 Spieler voll ist. Hier hätte Visceral vielleicht für etwas Ordnung sorgen können, indem es mehrere Geldpunkte und weniger einsehbare Orte gibt. Auf vielen Karten stehen um die relevanten Punkte nämlich Sniper herum, die aus sicherer Entfernung die Geldstapel im Blick haben.
In diesem Artikel
Wie wir getestet haben: Gamezone war kurz vor der Veröffentlichung in London und hat zusammen mit anderen europäischen Journalisten zwei Tage lang alle Multiplayer-Modi auf einem lokalen Server testen können. Den Singleplayer konnten wir ohne Aufsicht in der Redaktion spielen und sammelten nach dem Event weitere MP-Erfahrungen online.
Meinungen
In eigener Sache: Die Kosten für den zweitägigen Event in London hat Electronic Arts Deutschland getragen. Die Einladung hat keinen Einfluss auf die Wertung.
